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Jürgen Schönstein ist Diplom-Geograph (TU München, 1984) aus Berufung und Journalist von Beruf. Nach rund zwei Jahrzehnten als "fester" Korrespondent für deutsche Publikationen in New York, arbeitet er nun als freier Journalist in Cambridge, Massachusetts - und wird damit auch weiterhin ein besonders waches Auge auf alles Neue aus Wissenschaft, Forschung und Technik halten. Daneben bringt er als Dozent am Massachusetts Institute of Technology (MIT) den Studenten das Schreiben bei.

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21.11.08 · 00:21 Uhr

Richtungswechsel mit alten Modellen?

Kategorie: Politik  ·  Kommentare: 1

Mit Joe Biden fing es an, dann folgten John Podesta, Rahm Emanuel, Tom Daschle und natürlich Hillary Clinton - die Namen sind nur all zu bekannt. Und mit jeder (möglichen) Nominierung eines "alten Haudegens" für einen Posten im Kabinett von Barack Obama wird die Frage lauter gestellt: Das soll der versprochene Wechsel sein?

"Barack Obama is filling his Administration with long-time Washington insiders. (...) For voters hoping to see new faces and fewer lobbyist-connections in government, Daschle's nomination will be another disappointment." Alex Conant, Sprecher der republikanischen Partei

Aber mal ehrlich: Einerseits wird Obama vorgeworfen, selbst zu unerfahren zu sein, andererseits will man ihm ankreiden, wenn er sich erfahrene Leute holt. Aber entscheidend ist in der US-Politik doch nur, wer das Steuer in der Hand hält und damit den Kurs vorgibt. Es würde ja auch niemand behaupten, dass man gleich ein ganz neues Auto braucht, wenn man mal in eine andere Richtung fahren will.

 

Autor: Jürgen Schönstein· 1 Kommentar· Permalink· Trackback-URL

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Kommentare (1)

Kommentar-Direktlink ali· 21.11.08 · 10:09 Uhr

Es wäre beängstigend wenn er nur neue Gesichter einstellen würde. Die Drehtür-Kultur zwischen Wirtschaft und Politik mag ihre Nachteile haben, aber sie macht auch, dass man kaum ein brauchbares Team zusammenstellen kann ohne auf bekannte Namen zurückzugreifen (ausser man möchte ein Rudel Grünschnäbel auf ihre Washingtontauglichkeit testen).

Die Frage für mich ist vor allem, werden Leute wegen ihres Leistungsausweis und ihrer Kompetenz für Posten ausgewählt. Bis jetzt sieht es nicht schlecht aus (ich muss sie ja nicht heiraten). Aber ich empfand 'Change' immer nur als einen (leeren) Slogan und hatte da keine Illusionen. Oder glaubt jemand, dass Mars Mobil macht?

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