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Jürgen Schönstein ist Diplom-Geograph (TU München, 1984) aus Berufung und Journalist von Beruf. Nach rund zwei Jahrzehnten als "fester" Korrespondent für deutsche Publikationen in New York, arbeitet er nun als freier Journalist in Cambridge, Massachusetts - und wird damit auch weiterhin ein besonders waches Auge auf alles Neue aus Wissenschaft, Forschung und Technik halten. Daneben bringt er als Dozent am Massachusetts Institute of Technology (MIT) den Studenten das Schreiben bei.

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Archiv Oktober 2008

31. Oktober 2008

Zeitumstellung gefährdet das Herz (Wirklich?)

Kategorie: Medizin·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 11

Was das Fragezeichen in der Überschrift soll, werde ich gleich erklären. Doch erst mal, was mit "Zeitumstellung" gemeint ist - die alljährliche (und in Deutschland gerade wieder vollzogene) Umstellung von Normal- auf Sommerzeit und zurück. Und die kann im Frühjahr, wie eine schwedische Studie ergeben hat, zu einem erhöhten Herzinfarkt-Risiko führen. Im Herbst hingegen, wenn die Uhren wieder um eine Stunde zurück gedreht werden (und damit auch eine Stunde mehr Schlaf spendiert wird), sinkt das Risiko.

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Autor: Jürgen Schönstein· 31.10.08 · 08:28 Uhr· 11 Kommentare

Die Rückkehr der Spritsäufer

Kategorie: Politik·Umwelt  ·  Kommentare: 1

Man musste wirklich kein Prophet sein, um vorhersagen zu können, was der zurzeit rapide fallende Benzinpreis nach sich ziehen würde. Die Spritsäufer und Kilometerfresser kehren an die Tankstellen und auf die Straße zurück, wie man in diesem Artikel der New York Times nachlesen kann.

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Autor: Jürgen Schönstein· 31.10.08 · 08:13 Uhr· 1 Kommentar

29. Oktober 2008

Jeder Sechste hungert auf der Welt

Kategorie: Politik·Umwelt  ·  Kommentare: 1

Dass ich Themen wie Klimawandel und Umweltzerstörung für dringend und bedrohlich halte, muss ich wohl niemandem hier mehr beweisen. Trotzdem - oder gerade deshalb - muss es erlaubt sein zu sagen: Es gibt noch dringendere Probleme. Den Hunger, beispielsweise. Etwa ein Sechstel der Weltbevölkerung, rund eine Milliarde Menschen. leiden darunter, wie die Vereinten Nationen am Dienstag mitteilten. Vielleicht wird es etwas anschaulicher, wenn man sich vorstellt, dass in München alle Einwohner von Schwabing, Milbertshofen und Bogenhausen an Hunger leiden (für Berliner: Die kompletten Bezirke Mitte und Kreuzberg; für Hamburger: der komplette Bezirk Hamburg Nord). Oder, für Deutschland insgesamt: Alle so genannten "neuen Bundesländer".

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Autor: Jürgen Schönstein· 29.10.08 · 08:31 Uhr· 1 Kommentar

28. Oktober 2008

Röntgenstrahlung aus dem Tesafilm

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 2

28xray_190.jpgJa, genau so steht es in der heutigen New York Times: Beim Abrollen von Tesafilm - genauer gesagt; von Scotch Tape der Firma 3M, schließlich wollen wir hier nicht die marken durcheinander bringen - können so heftige Elektronenströme frei gesetzt werden, dass man damit sogar ein Röntgenbild eines Fingers machen konnte. Der "Times"-Artikel beruht auf einer Veröffentlichung des Magazins Nature; demnach wurden beim Abziehen des Klebefilms von der Rolle für etwa eine Milliardstel Sekunden Röntgenstrahlen mit etwa 300.000 Photonen frei gesetzt.

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Autor: Jürgen Schönstein· 28.10.08 · 19:10 Uhr· 2 Kommentare

Die Regenwürmer und der Treibhauseffekt

Kategorie: Umwelt  ·  Kommentare: 3

johnston-earthworms2.jpgUm es gleich vorweg zu sagen: Die glitschigen Kriecher im Waldboden sind nicht unbedingt die Retter der Welt. Aber sie scheinen einen nützlichen Beitrag dazu leisten, den Kohlendioxid-Haushalt unserer Erde ein wenig zu Gunsten des Klimas zu beeinflussen. Wie, das haben Forscher der Purdue University in Indiana, gemeinsam mit Kollegen der Johns Hopkins University und des Smithsonian Environmental Research Center untersucht und in der aktuellen Ausgabe des Journal of Geophysical Research veröffentlicht.

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Autor: Jürgen Schönstein· 28.10.08 · 08:07 Uhr· 3 Kommentare

25. Oktober 2008

Nobelpreisträger Joseph E. Stiglitz (2001): "Hier spielen Kids mit dem Geld anderer Leute"

Kategorie: Politik

Man kann wirklich nicht behaupten, dass die Finanzkrise aus heiterem Himmel und ohne Vorwarnung kam. Joseph E. Stiglitz, Wirtschaftsprofessor face3.jpgan der New Yorker Columbia-Universität und Nobelptreisträger für Wirtschaft, hatte schon lange vor der Illusion gewarnt, dass der freie Markt die effizienteste Methode zur Allokation der Mittel sei, wie es die klassische Wirtschaftslehre postuliert. Für seine Arbeit über Märkte unter den Bedingungen "asymmetrischen Informationen" und die daraus resultierenden Unvollständigkeiten der gängigen Markttheorie wurde ihm schließlich 2001 sogar der Nobel Memorial Prize für Wirtschaft verliehen. Ich hatte das Vergnügen, vergangenen Woche kurz mit Stiglitz über die Finanzkrise zu plaudern; eine Kurzfassung (aus Platzgründen) dieses Interviews erschien im aktuellen FOCUS (hier ist, was in FOCUS Online darüber lief). Und nun, für Scienceblogs-Leser, die vollständige Version:

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Autor: Jürgen Schönstein· 25.10.08 · 09:08 Uhr· 0 Kommentare

24. Oktober 2008

Was die Jugend vom Klimawandel hält

Kategorie: Politik·Umwelt

Ein Glas, das halbvoll ist, ist leider immer auch halbleer - alles weitere ist dann Ansichtssache. Und so kann man die Ergebnisse einer ersten internationalen Jugendumfrage zum Klimawandel, die das United Nations Environment Programme unter jeweils 400 12- bis 18-Jährigen in Brasilien, Indien, Russland, Südafrika und den USA durchführen ließ, auch als etwas Gutes beschreiben: 88 Prozent der Befragten fanden, dass die politischen Führer der Welt "alles Erforderliche" tun sollten, um den Klimawandel anzugehen; 85 Prozent waren "sehr besorgt" oder "etwas besorgt" wegen der Klimaveränderung.

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Autor: Jürgen Schönstein· 24.10.08 · 08:35 Uhr· 0 Kommentare

23. Oktober 2008

50 Jahre Videospiele

Kategorie: Technik

Soll mal noch jemand sagen, dass bei staatlich finanzierter Hightech-Forschung nichts für die Menschheit herum kommt: Vor 50 Jahren hatte der Kernphysiker William Higinbotham am Brookhaven National Laboratory auf Long Island (New York) eine Idee, der alle Videospieler von heute noch zum Dank (und ihre Eltern/Lebenspartner vielleicht zum Fluch) verpflichtet sein müssten: Er erfand das erste "echte" Videospiel, das auf dem Bildschirm eines Oszilloskops dargestellt und von zwei Spielern mit ziemlich schlichten Gamecontrollern bedient wurde. Der Name des Spiels, mit dem damals die Besucher am "Tag der offenen Tür" des Labors unterhalten wurden: Tennis for Two.

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Autor: Jürgen Schönstein· 23.10.08 · 08:25 Uhr· 0 Kommentare

22. Oktober 2008

Wieder nichts dazu gelernt

Kategorie: Politik·Umwelt  ·  Kommentare: 3

Es muss derzeit wirklich schwer sein, ein unerschütterter Fan des Marktes als allmächtigem Gutmacher zu sein. Wenn schon die Bush-Regierung, namentlich der ehemalige Goldman-Sachs-Chef Henry "Hank" Paulson, Lordsiegelbewahrer des Kapitalismus und des freien Marktes, nur noch in einer Teilverstaatlichung der Banken die Rettung sieht, dann ist dem Walten dieser allwissenden Kraft sowieso schon der Wind aus den Segeln genommen. A propos Wind (und genau darauf wollte ich hier hinaus): Die Chancen, dass Windenergie - oder andere erneuerbare Ressourcen - uns von unserer Öl-Abhängigkeit erlösen könnten, fallen schon wieder ins Bodenlose, wie es scheint. Wie man in diesem Artikel in der New York Times lesen kann.

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Autor: Jürgen Schönstein· 22.10.08 · 08:40 Uhr· 3 Kommentare

21. Oktober 2008

Radfahren für die akademische Zukunft

Kategorie: Umwelt

Nein, damit meine ich nicht das buckelnde Verhalten, sich bei Institutsleitern und Dekanen einzuschmeicheln, mit dem manche ihre akademische Karriere befördern wollen - sondern vielmehr das muskelgetriebene Beförderungsmittel, mit dem sich immer mehr amerikanische Unis zum "grünen" Lebensstil bekennen wollen. Das kann ganz unorganisiert sein, wie ich es auf dem Campus der Princeton University selbst beobachten konnte (da gibt's - für US-Verhältnisse extrem ungewöhnlich - jede Menge Fahrradständer vor den Instituten und Wohnheimen), oder ein "Bikesharing"-Konzept*, das die St. Xavier University in Chicago in diesen Tagen einführen will - bis hin zu kostenlosen Fahrrädern, die all jene Erstsemester-Studenten der University of New England (Maine) oder auch des Ripon College (Wisconsin) geschenkt bekommen, die bereit sind, sein Auto daheim zu lassen.
Wie man es ja auch aus Eruopa kennt: Mit einer Kreditkarte - in diesem Fall dem Studentenausweis - kann man sich einen Drahtesel aus einer "Dockings-Station" auslösen. Preis: 2,40 Dollar pro Minute

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Autor: Jürgen Schönstein· 21.10.08 · 08:52 Uhr· 0 Kommentare

17. Oktober 2008

Bioenergie am Weltlebensmitteltag

Kategorie: Politik·Umwelt

Aus aktuellem Anlass, aber leider auch unter aktuellem Zeitdruck, will ich hier nur schnell auf eine UN-Pressemitteilung verweisen, in der die Zuversicht ausgedrückt wird, dass mit nachhaltig gewonnener Bioenergie die Armut in den Staaten der Westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion (UEMOA) - Benin, Burkina Faso, Elfenbeinküste, Guinea-Bissau, Mali, Niger, Senegal und Togo - bekämpft werden könnte. Die Betonung liegt dabei auf "könnte", wie die UN selbst zugibt. Denn in der gleichen Mitteilung verlinkt sie auf eine ältere Warnung, dass Bioenergie in Konflikt mit der Nahrungsversorgung treten könnte.


Autor: Jürgen Schönstein· 17.10.08 · 03:37 Uhr· 0 Kommentare

16. Oktober 2008

Kinder als US-Wahlorakel

Kategorie: Politik

sn_ts_101408_fixed.jpgIrgendwie weisen Amerikas Wahlprognosen ja eine Ähnlichkeit mit Homöopathie auf*: Meistens funktionieren sie sowieso nicht, und wenn doch mal, dann ist nicht klar, warum - und zumeist stützen sie sich sowieso lieber auf geradezu esoterische Methoden. Im Fall der Wahlforschung also auf solche "sachdienlichen" Aspekte wie Körpergröße der Kandidaten oder ihr Optimismus, oder welche Baseball-Liga den Sieger der "World Series" stellt. Da kann man dann auch gleich Kinder fragen, nicht wahr? Der Witz ist: Von allen Prognose-"Methoden" scheint die Schüler-Umfrage des amerikanischen Kinder- und Jugendbuchverlages Scholastic tatsächlich noch die verlässlichste zu sein.

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Autor: Jürgen Schönstein· 16.10.08 · 08:29 Uhr· 0 Kommentare

15. Oktober 2008

Klimawandel zum Anfassen

Kategorie: Umwelt

ClimateChange.jpgEine bessere Überschrift hätte mir schon einfallen sollen, denn die am kommenden Wochenende (18. Oktober 2008) eröffendene Ausstellung "Climate Change" im American Museum of Natural History ist eigentlich mehr wert als solch einen lapidaren Satz als Headline. Nicht, dass sie viel Neues zum Thema beitragen könnte - selbst das an sich recht dramatische Beispiel von Calumna tsaratanense (einer lokalen Chamäleonart) und anderer Reptilien im Tsaratanana-Massiv Madagaskars, die vor der Erwärmung in höhere Lagen fliehen und in absehbarer Zukunft am sprichwörtlichen Ende der Fahnenstange ankommen werden, hatte ich in diesem Eintrag schon vor einigen Monaten beschrieben. Aber in ihrer Anschaulichkeit hat diese Ausstellung eine Überzeugungskraft, die über alle Fachartikel und Diskussionsbeiträge hinaus gehen kann.

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Autor: Jürgen Schönstein· 15.10.08 · 08:37 Uhr· 0 Kommentare

14. Oktober 2008

UN prüft Bann weiterer Umweltgifte

Kategorie: Umwelt  ·  Kommentare: 1

Beim "dreckigen Dutzend" der Stockholmer Konvention soll es nicht bleiben: Das United Nations Environment Programme (UNEP) lässt derzeit prüfen, ob die Liste der zwölf verbotenen langlebigen organischen Schadstoffe (Persistent Organic Pollutants, kurz POP) um neun weitere Substanzen erweitert werden soll.

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Autor: Jürgen Schönstein· 14.10.08 · 08:45 Uhr· 1 Kommentar

Der Crash, der um die Welt ging

Kategorie: Politik  ·  Kommentare: 3

A propos Wirtschaftsgeographie: Das Wall Street Journal hat in seiner Montagausgabe* eine Karte (hier die interaktive Online-Version, die aber leider nur für WSJ-Online-Abonnenten erreichbar ist), die farblich zwar eher schlicht daher kommt, aber dennoch auf spannende Weise illustriert, dass die Finanz- und Wirtschaftskrise zwar in den USA ihre Wurzeln haben mag, aber andere Länder (zum Beispiel schon den unmittelbaren Nachbarn im Norden, Kanada) noch viel härter trifft. Darunter Länder, von denen wir sowieso nur selten etwas hören/lesen, wie etwa Rumänien, Indonesien oder Bulgarien. Oder Länder, die man - und sie sich selbst - gegen solche Gefahren eher immun halten wollte (Australien, Japan, die Vereinigten Arabische Emirate).
*Eigentlich sollte dieses Posting schon am Montag laufen - aber dann hatte ich plötzlich technische Probleme

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Autor: Jürgen Schönstein· 14.10.08 · 07:04 Uhr· 3 Kommentare

13. Oktober 2008

Noch mehr zum Nobelpreis für Paul Krugman

Kategorie: Politik  ·  Kommentare: 5

Als ich heute Morgen* erfuhr, dass Paul Krugman den Nobelpreis für Wirtschaft erhalten wird, war meine Reaktion etwa so als ob mir jemand gesagt hätte, Joachim Kaiser sei mit einem Grammy für das beste Klavierkonzert ausgezeichnet worden - seine publizistische Leistung hatte mich völlig übersehen lassen, dass er auch "nebenbei" ein forschender Akademiker ist.
* (wir kriegen wegen der Zeitverschiebung alles mit sechs Stunden Verspätung gegenüber Europa mit)

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Autor: Jürgen Schönstein· 13.10.08 · 16:03 Uhr· 5 Kommentare

11. Oktober 2008

So wird Wählen leicht gemacht ...

Kategorie: Politik

Wozu das Hirn anstrengen, wenn man sich auf den automatischen Schuldzuweiser "Point-A-Finger" verlassen kann (trifft eh' immer den Richtigen).

Gefunden auf der CNN-Partizipatons-Website iReport


Autor: Jürgen Schönstein· 11.10.08 · 10:25 Uhr· 0 Kommentare

Mehr Transparenz - mehr Korruption?

Kategorie: Politik

Eigentlich sollte man ja das Gegenteil erwarten. Und vermutlich ist es generell immer besser, mehr Transparenz in Politik und Verwaltung zu haben - lange Finger machen ist einfach schwerer, wenn ständig jemand auf dieselben schaut. Doch zumindest für den Vergleich der Nachbarstaaten Argentinien und Chile in den 90-er Jahren kam Viviana Stechina, Promotionskandidatin an der sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität von Uppsala (Schweden) zu dem kontraintuitiven Resultat, dass mehr Transparenz unter bestimmten Voraussetzungen sogar zu mehr Korruption führen kann.

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Autor: Jürgen Schönstein· 11.10.08 · 09:58 Uhr· 0 Kommentare

10. Oktober 2008

Hochkonjunktur für Wünschelrutengänger

Kategorie: Naturwissenschaften

Kalifornien sitzt nicht nur finanziell auf dem Trockenen, sondern auch ganz wörtlich: Bereits Anfang des Sommers musste GouverneurArnold Schwarzenegger den Wassernotstand ausrufen. Und das beschert eine alten Zunft von Bauernfängern eine Menge neuer Kunden: den Wünschelrutengängern, wie man hier in der New York Times nachlesen kann.

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Autor: Jürgen Schönstein· 10.10.08 · 08:10 Uhr· 0 Kommentare

09. Oktober 2008

Die Pizza-Connection in der Reizblase

Kategorie: Medizin

Es ist eine von den Meldungen, über die man erst mal mit einem "Häh? Wie war das?" stolpert und die dann, beim näheren Hinsehen, sich als ernsthafter entpuppen, als der scheinbar spaßige Titel vermuten lässt. "Die Peperoni-Pizza-Hypothese" lautete eine Schlagzeile, die gestern durch die Fachwelt geisterte (hier zum Beispiel). Und es geht dabei um einen Zusammenhang zwischen dem Genuss würziger Speisen - eben jener Peperoni-Pizza, zum Beispiel - und einer schmerzhaften, chronischen Blasenkondition, die in der Fachwelt als "interstitielle Zystitis" bekannt ist, im Volksmund of Reizblase genannt wird und in neun von zehn Fällen Frauen heimsucht.

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Autor: Jürgen Schönstein· 09.10.08 · 09:52 Uhr· 0 Kommentare

08. Oktober 2008

Schlechte Zeiten - Gute Gesundheit?

Kategorie: Medizin  ·  Kommentare: 2

Dieser Frage versucht die New York Times in ihrem aktuellen Science-Teil nachzugehen. Klingt spontan eher abwegig, da es ja genug einschlägige Studien (diese etwa, oder diese) gibt, die eine negative Korrelation zwischen Armut und Gesundheit belegen können. Aber andererseits scheint es auch plausible Hinweise darauf zu geben, dass Menschen, denen es wirtschaftlich zu gut geht, auch nicht gerade bei bester Gesundheit sind (zu viel fettes Essen, Alkohol, zu wenig Bewegung, überhaupt zu wenig Zeit für die Gesundheit). So gesehen könnte die aktuelle Finanz- und bald auch Wirtschaftskrise sogar einen positiven Beitrag zur Weltgesundheit leisten ...

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Autor: Jürgen Schönstein· 08.10.08 · 08:17 Uhr· 2 Kommentare

Als Zahnärzte noch für Zigaretten warben

Kategorie: Kultur·Medizin  ·  Kommentare: 1

Das war wirklich eine andere Werbe-Welt: Ein rauschebärtiger Weihnachtsmann rät, Pall Mall zu rauchen, weil dann der Hals weniger kratzt, exakt "20.679 Ärzte" empfehlen jedoch gegen das gleiche Problem den Griff zur Lucky Strike - denn "Luckies sind weniger irritierend" (für den Hals). Andererseits wird Viceroy-Dentistkl.jpgdurch "eine neue landesweite Studie belegt: Mehr Ärzte rauchen Camel als jede andere Zigarette". Und weil wir gerade bei Studien sind: Chesterfield kann sich auf wissenschaftliche Beweise berufen, dass sie "keinen unangenehmen Nachgeschmack" hat. Ein anderer Doktor, mit gut geölten Scheitel, sondert in einer Sprechblase ab "Als Ihr Zahnarzt würde ich Ihnen Viceroy empfehlen." Doch was ist das alles gegen das süße Baby, dem die Worte in den Mund gelegt werden: "Mann, Papi, Du kriegst immer von allem das Beste ... sogar Marlboro!" (Wer alle Motive sehen will, findet sie hier.

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Autor: Jürgen Schönstein· 08.10.08 · 08:07 Uhr· 1 Kommentar

07. Oktober 2008

Alaskas schrumpfende Gletscher - ein Bildband

Kategorie: Umwelt

In einem Punkt muss man den Klimaskeptikern Recht geben: Der Klimawandel hat sicher nicht erst vor 20 Jahren begonnen (wir können allenfalls seit zwei Jahrzehnten nicht mehr einfach die Augen davor verschließen). Welche dramatischen Auswirkungen die Erwärmung hat, kann man in dem Bildband Glaciers of Alaska (hier auch online verfügbar) des US Geological Survey nachvollziehen.

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Autor: Jürgen Schönstein· 07.10.08 · 08:08 Uhr· 0 Kommentare

06. Oktober 2008

Die (Körper-)Masse macht den Präsidenten ...

Kategorie: Politik  ·  Kommentare: 2

... könnte man meinen, wenn man sich diese Graphik aus der heutigen New York Times anschaut, die von 1896 bis heute mal vergleicht, wie oft der größere und/oder schwerere zweier Präsidentschaftskandidaten gewonnen hat. Rein statistisch hätten demnach die größeren (17 gegenüber 8) und schwereren (18 gegenüber 8) Amtsbewerber einen Vorteil.

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Autor: Jürgen Schönstein· 06.10.08 · 17:45 Uhr· 2 Kommentare

Per Anhalter in die Umlaufbahn

Kategorie: Politik·Technik

"Biete MFG gegen BKB"* - etwa so könnte man die Zukunft des US-Raumfahrprogramms derzeit beschreiben. Denn Im Jahr 2010 wird das Spaceshuttle-Programm auslaufen, und ein Nachfolge-Personentransporter für die Umlaufbahn ist noch nicht in Sicht - auch wenn die Firma SpaceX des südafrikanischen PayPal-Gründers Elon Musk in der vergangenen Woche endlich mal einen Starterfolg ihres privat finanzierten Falcon-Transportsystems melden konnte. Die USA bereiten sich, wie man heute in der New York Times lesen kann, inzwischen im russischen Kosmonautenzentrum Swjosdny Gorodok darauf vor, ihre Leute in zwei Jahren per Sojus-Raketen ins All schießen zu lassen.

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Autor: Jürgen Schönstein· 06.10.08 · 15:54 Uhr· 0 Kommentare

03. Oktober 2008

Der beste Platz ist auf der Klobrille

Kategorie: Umwelt  ·  Kommentare: 3

... wenn man mal muss und sich in einem dreckigen, öffentlichen Klo wieder findet. Dort wimmele es zwar von Bakterien, aber am saubersten gehe es noch auf der Klobrille selbst zu, erklärt der Mikrobiologe Charles Gerba von der University of Arizona. "Eines der saubersten Dinge, die wir in den Toiletten finden, ist die Klobrille", erklärte er auf CNN. "Ich würde meinen Hintern jederzeit da drauf tun - es sei denn, sie ist feucht; dann sollte man sie erst mal abwischen."

Aber wer nach einem sauberen "Örtchen" sucht, dem kann - zumindest in New York City - auch mit modernen Kommunikationsmitteln geholfen werden: diaroogle.com


Autor: Jürgen Schönstein· 03.10.08 · 20:54 Uhr· 3 Kommentare

Autos im Stromnetz (Forts.)

Kategorie: Technik·Umwelt

Hatte darüber schon mal im Januar gebloggt, und nun stolpere ich heute auf der Website der University of Michigan wieder über das so genannte "V2G"-Konzept: Mit "vehicle-to-grid" sollen Hybrid- oder Elektrofahrzeuge als Speicher für Stromnetz-Überkapazitäten dienen, die dann zu Bedarfszeiten von den Autoakkus wieder ins Netz zurück gespeist werden.

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Autor: Jürgen Schönstein· 03.10.08 · 08:42 Uhr· 0 Kommentare

02. Oktober 2008

Akupressur nimmt Angst vor Operationen

Kategorie: Medizin  ·  Kommentare: 39

Ehe ich weiter schreibe, muss ich erst mal eines klarstellen: Ich glaube nicht an die Heilmechanismen, mit denen Homöopathen und Akupunkteure ihre Methoden erklären. Aber ich denke, dass sie als Placebos manchmal sehr nützlich und - im Vergleich zu den andernfalls eingesetzten Medikamenten - auch sehr preiswert und verträglich sein können. Und als Beispiel dafür könnte man eben jene Bekanntmachung der University of California in Irvine nehmen, an der mein Blick heute hängen geblieben ist: "Akupressur beruhigt Kinder vor Operationen".

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Autor: Jürgen Schönstein· 02.10.08 · 07:50 Uhr· 39 Kommentare

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