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Jürgen Schönstein ist Diplom-Geograph (TU München, 1984) aus Berufung und Journalist von Beruf. Nach rund zwei Jahrzehnten als "fester" Korrespondent für deutsche Publikationen in New York, arbeitet er nun als freier Journalist in Cambridge, Massachusetts - und wird damit auch weiterhin ein besonders waches Auge auf alles Neue aus Wissenschaft, Forschung und Technik halten. Daneben bringt er als Dozent am Massachusetts Institute of Technology (MIT) den Studenten das Schreiben bei.
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Archiv April 2008
30. April 2008
Lauschsonden für bedrohte Wale
Kategorie: Umwelt
Mit 16 Metern Länge und hundert Tonnen Gewicht ist ein Nordkaper (Eubalaena glacialis) alles andere als Kleinvieh. Aber neben - oder, genauer gesagt: unter - einem Flüssigerdgastanker von, sagen wir mal, knapp 300 Metern Länge und 80.000 Bruttoregistertonnen wirken die Riesen, von denen es noch etwa 350 bis400 Exemplare im Nordatlantik geben soll, etwa so hilflos wie ein Huhn unterm Hummer. Und darum hat die Woods Hole Oceanographic Institution nun eine Reihe von Lauschsonden entwickelt, die solche LNG-Tanker vor Walen warnen sollen.
Autor: Jürgen Schönstein· 30.04.08 · 08:02 Uhr· 0 Kommentare
29. April 2008
Namentlich angesprochen
Kategorie: Kultur · Kommentare: 3
In ihrem Blog über Angela Merkels Dekollete warf Ludmilla Carone unter anderem auch die Frage auf, ob die Verwendung des Vornamens in den Medien eine Herabsetzung der Kandidatin Hillary Clinton gegenüber ihrem Konkurrenten Barack Obama sei, der stets mit dem Nachnamen genannt werde. Der Gebrauch des Vornamens ist in den USA in der Tat ein gelegentlich delikates Problem, das besonders auch im Dialog zwischen Amerikanern und Deutschen auftauchen kann.
Autor: Jürgen Schönstein· 29.04.08 · 08:33 Uhr· 3 Kommentare
25. April 2008
Taucheranzug für Pinguine
Kategorie: Naturwissenschaften
Ein Stück zum Schmunzeln am Wochenende: Weil Pierre, der greise Eselspinguin der California Academy of Sciences in San Francisco, durch altersbedingten Federausfall nicht mehr ausreichend gegen die Kälte im Pinguin-Aquarium geschützt war wurde dem 25-jährigen Veteranen ein Neopren-Taucheranzug verpasst.
Autor: Jürgen Schönstein· 25.04.08 · 19:22 Uhr· 0 Kommentare
15. April 2008
Klimawandel: Die Debatte im Elfenbeinturm
Kategorie: Umwelt · Kommentare: 4
Wissenschaftlich gesehen mag man ja in Al Gores "Inconvenient Truth" (Eine unbequeme Wahrheit) etliche Suppenhaare finden - aber die Frage bleibt doch erst mal: Hat er die Öffentlichkeit zu Recht alarmiert?
Autor: Jürgen Schönstein· 15.04.08 · 08:59 Uhr· 4 Kommentare
10. April 2008
Ein Frosch ohne Lungen
Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt · Kommentare: 1
Foto: AP/David Bickford
Tief durchatmen ist für diesen Frosch, der in der nächsten Ausgabe des Fachmagazins "Current Biology" beschrieben wird, nicht ganz leicht, denn er hat keine Lungen. Barbourula kalimantanensis, der - wie der Name schon sagt, auf der indonesischen Insel Kalimantan lebt, atmet ausschließlich über die Haut.
Autor: Jürgen Schönstein· 10.04.08 · 15:38 Uhr· 1 Kommentar
08. April 2008
Bäume wegen ihres Schattens verurteilt
Kategorie: Umwelt · Kommentare: 1
Zugegeben: Diese Story ist selbst für amerikanische Verhältnisse bizarr. Ein kalifornisches Ehepaar wurde strafrechtlich verurteilt, weil seine Sequoias (auch als Mammutbäume bekannt) zu viel Schatten auf die Solarzellen eines Nachbarn geworden hat. Für jeden weiteren Schattentag drohen nun tausend Dollar Geldstrafe - und das, obwohl die Bäume früher da waren als die Solaranlage.
Autor: Jürgen Schönstein· 08.04.08 · 08:08 Uhr· 1 Kommentar
04. April 2008
Klimawandel: Tun, was man kann
Kategorie: Politik·Umwelt · Kommentare: 1
Panikmache oder drohende Katastrophe, wissenschaftlicher Fakt oder erdgeschichtliche Ignoranz - die Debatte um den Klimawandel ist selbst unter Akademikern (zu denen ich mich hier nicht zählen darf) offenbar hitziger als ein wild gewordener Treibhauseffekt. Aber wäre es wirklich so schlimm, Maßnahmen zu ergreifen, ehe man jedes Detail begreifen kann?
Autor: Jürgen Schönstein· 04.04.08 · 08:45 Uhr· 1 Kommentar
Ein Fisch, der räumlich sehen kann?
Kategorie: Naturwissenschaften
Wissenschaftler der University of Washington haben eine neue Fischart identifiziert, die sich durch eine Besonderheit auszeichnet: Die Fische haben flache Gesichter, und die Augen sind - wie beim Menschen - nach vorne gerichtet, was ihnen die Möglichkeit einer stereoskopischen Raumwahrnehmung eröffnen würde.
Autor: Jürgen Schönstein· 04.04.08 · 07:09 Uhr· 0 Kommentare
03. April 2008
Sex: je schneller, je lieber
Kategorie: Kultur·Medizin · Kommentare: 1
Nur ganz schnell, weil's dann ja auch zum Thema besser passt: Laut einer Studie, die in der Mai-Ausgabe des amerikanischen Journal of Sexual Medicine erscheinen wird, ist Sex am besten, wenn er nicht zu lange dauert
Autor: Jürgen Schönstein· 03.04.08 · 15:44 Uhr· 1 Kommentar
Handbuch gegen Kreationisten
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften · Kommentare: 1
Für alle die's interessiert: Die amerikanische National Academy of Sciences bietet auf ihrer Website ein Handbuch mit dem Titel "Science, Evolution, and Creationism" an (man kann es für etwa 12 Dollar bestellen oder kostenlos online lesen; eine Vorschau-Broschüre kann man sich hier als pdf-Datei gratis herunter laden). In dem Buch, das sich an Eltern, Lehrer, Schüler, aber auch an die für Lehrpläne verantwortlichen Schul- und Kommunalpolitiker richtet, soll erklärt werden, wie Wissenschaft grundsätzlich funktioniert und warum Kreationismus in all seinen Ausprägungen (eben auch als "intelligentes Design") in der Schule nichts zu suchen hat.
Autor: Jürgen Schönstein· 03.04.08 · 08:58 Uhr· 1 Kommentar
Amerikas ältester Goldschmuck
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur
Diese etwa 4000 Jahre alte Halskette aus Gold und Türkisen, gefunden in der so genannten Jiskairumoko-Ausgrabungsstätte am Titicaca-See (Peru), ist der älteste Goldschmuck des amerikanischen Kontinents, wie im aktuellen Heft der Proceedings of the National Academy of Sciences nachzulesen ist. Aus hiesiger Sicht ist da sicher wenig Aufregendes dran, denn Hinweise darauf, dass Schmuck eine der frühesten Ausdrucksformen der Menschheit war, gibt es schon länger (u.a. hier nachzulesen, und in jeder großen Ägyptensammlung findet man Goldarbeiten, die ein- oder zweitausend Jahre älter sind.
Autor: Jürgen Schönstein· 03.04.08 · 08:17 Uhr· 0 Kommentare
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