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Jürgen Schönstein ist Diplom-Geograph (TU München, 1984) aus Berufung und Journalist von Beruf. Nach rund zwei Jahrzehnten als "fester" Korrespondent für deutsche Publikationen in New York, arbeitet er nun als freier Journalist in Cambridge, Massachusetts - und wird damit auch weiterhin ein besonders waches Auge auf alles Neue aus Wissenschaft, Forschung und Technik halten. Daneben bringt er als Dozent am Massachusetts Institute of Technology (MIT) den Studenten das Schreiben bei.

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28.02.08 · 08:11 Uhr

Angst vor Schlangen? Natürlich!

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur  ·  Kommentare: 2

In der judäo-christlichen Tradition ist die Schlange schlichtweg das Sinnbild des Bösen; in anderen Kulturen (etwa in der Gestalt der Schöpfergottheit Quetzalcoatl der Azteken) kommt das beinlose Reptil zwar besser weg, aber das hilft vermutlich keinem modernen Mexikaner, Inder oder Deutschen, wenn eine Schlange seinen oder ihren Weg kreuzt: Die Angst vor diesen Reptilien ist, wie eine Studie der University of Virginia heraus fand, dem Menschen angeboren.

Die Studie wird in der März-Ausgabe von Psychological Science veröffentlicht, aber nach dem, was vorab publiziert wurde, haben die Psychologinnen Judy DeLoache und Vanessa LoBue Kindern im Vorschulalter sowie deren Eltern neun Farbfotos vorgelegt, auf denen sie entweder eine Schlange unter acht Blumen, Fröschen bzw. Raupen oder eine dieser "harmlosen" Objekte unter acht Schlangen heraus finden mussten. Resultat: Sowohl die Kinder als auch die Eltern entdeckten die Schlange viel schneller als die vergleichsweise harmlosen Objekte. Und der Altersunterschied – der ja auch einen Unterschied in gelernten Verhaltensweisen und Erwartungen bedeutet – spielte dabei keine Rolle. Die Psychologinnen folgern daraus, dass diese Angst vor Schlangen nicht anerzogen ist, sondern durch Evolution fest in unseren Gehirnen verdrahtet wurde.

 

Autor: Jürgen Schönstein· 2 Kommentare· Permalink· Trackback-URL

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Kommentare (2)

Kommentar-Direktlink Don Quijote· 04.03.08 · 17:43 Uhr

In der judäo-christlichen Tradition ist die Schlange schlichtweg das Sinnbild des Bösen
Die haben das auch nur geklaut. Die Schlange im Baum ist noch viel älter. Schon bei Gilgamesh räkelt sich eine Schlange im Geäst, die dann von Gilgamesh besiegt wird. Was nur bestätigt wie weit sich dieses Schlangenbild zurückverfolgen lässt.

Kommentar-Direktlink Don Quijote· 04.03.08 · 17:44 Uhr

In der judäo-christlichen Tradition ist die Schlange schlichtweg das Sinnbild des Bösen
Die haben das auch nur geklaut. Die Schlange im Baum ist noch viel älter. Schon bei Gilgamesh räkelt sich eine Schlange im Geäst, die dann von Gilgamesh besiegt wird. Was nur bestätigt wie weit sich dieses Schlangenbild zurückverfolgen lässt.

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