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Christian Reinboth ist Wirtschaftsinformatiker und Mit-Gründer der HarzOptics GmbH - einem auf die Photonik spezialisierten An-Institut der Hochschule Harz - sowie einer der Manager des Telepflege-Netzwerks TECLA. Neben der Arbeit studiert er seit 2009 Umweltwissenschaften an der FernUniversität Hagen.
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15.03.10 · 15:03 Uhr
Dark Sky Finder: Paten gesucht
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 4
Ein interessantes Web-Projekt erleichtert amerikanischen Sternenfreunden die Suche nach lichtsmog-armen Beobachtungsplätzen. Der Betreiber dieser Seite sucht nun nach einem Astronomie-affinen Informatiker (oder Informatik-affinen Astronomen), der das Projekt übernimmt, welches er aufgrund von Zeitmangel nicht mehr weiterentwickeln kann.
Jonathan Tomshine - ein promovierter Chemiker und Entwickler beim kalifornischen Solar-Unternehmen Solyndra - hatte die naheliegende und trotzdem geniale Idee, ein Lichtsmog-Overlay für Google Maps zu basteln:
Theoretisch wäre dieses wirklich schöne Tool noch ausbaufähig und könnte unter anderem mit europäischen Karten ergänzt werden. Das weiß auch der Betreiber, dem aber leider die Zeit für die Entwicklungsarbeit fehlt, weshalb er nach Paten für das Projekt sucht:
This page was written when I had more free time than I do now. It's far from perfect, and I've been provided with many excellent suggestions for improvements (map coverage of Europe, an Android version for mobile devices, etc.). Sadly, I just don't have the time to implement these suggestions. If you're a web developer with an interest in astronomy, please feel free to contact me and I'd be happy to share the source code for the site -- to hand it over to another developer or group of developers. If you have any other questions/comments/suggestions, please email me at:
darkskyfinder@gmail.com
Vielleicht möchte ja jemand zugreifen. Ich wäre ja versucht, habe aber momentan so viel zu tun - was sich ja leider auch in der Posting-Frequenz bemerkbar macht - dass ich das Ganze allenfalls unterstützen könnte. Ein "Dark Sky Finder Europe" wäre ja schon schick...
Übrigens: Der Vorstoß, das Thema Lichtsmog auf die BMU-Agenda zu bringen, lässt sich noch bis zum 26.03. hier unterstützen. Die wirklich schöne Zahl von immerhin schon 168 Unterstützern lässt mich hoffen, dass die 200 noch geknackt werden können...
Mit Dank an David Oesper von den Dark Sky Communities für den schönen Web-Tipp.
Autor: Christian Reinboth· 4 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (4)
Wo hat er denn die Dasten für die Nahcthimmelshelligkeit her?
@Florian: Vielleicht von hier?
http://www.lightpollution.it/dmsp/
Der World Atlas of Light Pollution bietet immerhin eine hochaufgelöste Karte der "Artificial Night Sky Brightness" in Nordamerika (Größe: 130MB!):
http://www.lightpollution.it/worldatlas/pages/fig2.htm
Ich würde vermuten, dass das schon reicht, um ein Overlay zu erstellen. Dazu kommen dann ja noch die von den Nutzern eingetragenen Beobachtungspunkte - direkt unterhalb der Karte kann man ja eigene Punkte eingeben und die dortigen Beobachtungsbedingungen beschreiben, wodurch sich dann über einen gewissen Zeitraum ein nutzbares Tool entwickelt. Eine solche Karte für Deutschland auf Basis der Satellitendaten und der Lightmeter-Daten wäre natürlich genial.
Für Europa gibt es immerhin sogar ganz aktuelle (2008) Karten - und auf der VdS-Seite gibt es sogar schon eine kmz-Datei für Google Earth zum runterladen (weiter auf der gleichen Seite weiter unten):
http://lichtverschmutzung.de/seiten/karten.php
Da ginge also vermutlich schon was. Wenn ich nur mehr Zeit hätte...
Mal sehen - vielleicht machen wir am GAVO jetzt doch was in der Richtung. Ich werd den Herrn auf jeden Fall mal kontaktieren und dann schauen, wie man die Lightmeterdaten da reinbasteln kann. Wenn du dich beteiligen willst, dann hab ich natürlich nichts dagegen ;)
@Florian: Klingt spannend. Ich bin ohnehin gerade dabei, mich in die ganze GoogleMaps-Geschichte einzuarbeiten - für ein Projekt des regionalen Wildfisch- und Gewässerschutzvereins in dem wir die Vorkommen bestimmter Fischarten im Harz mit Maps visualisieren wollen. Von daher hätte ich schon Interesse, habe aber die nächsten Monate leider wegen unglücklich gehäuft anstehender Paper, Anträge und Konferenzen wirklich extrem wenig Zeit, deshalb könnte ich maximal unterstützend mitmachen...