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Christian Reinboth ist Wirtschaftsinformatiker und Mit-Gründer der HarzOptics GmbH - einem auf die Photonik spezialisierten An-Institut der Hochschule Harz - sowie einer der Manager des Telepflege-Netzwerks TECLA. Neben der Arbeit studiert er seit 2009 Umweltwissenschaften an der FernUniversität Hagen.
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25.02.10 · 09:43 Uhr
Call for Papers: Digitale Wissenschaftskommunikation
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur · Kommentare: 2
Wie verändert sich die Darstellung von Wissen und Wissenschaft durch neue Formen der digitalen Kommunikation? Dieser und anderen interessanten Fragen widmet sich die im Oktober stattfindende Tagung "Interne Wissenschaftskommunikation über digitale Medien".
Nein, normalerweise gehört ein Call for Papers nicht in einen Blog. Ganz schlechter Stil. In diesem Fall mache ich aber eine Ausnahme, denn das Thema dieser Tagung, auf die ich dank @libraun aufmerksam geworden bin, dürfte jeden interessieren, der sich mit Wissenschaft in Blogs, Microblogs und im Web 2.0 beschäftigt.
Funktion, Struktur und Wirkung von Präsentationen in der Wissenschaft
Montag, 11.10., bis Mittwoch 13.10.2010, Schloss Rauischholzhausen bei Gießen
2009 hat der Forschungsverbund „Interactive Science - Interne Wissenschaftskommunika- tion über digitale Medien" mit seiner ersten Tagung neue digitale Publikationsformate und netzbasierte Kommunikationspraktiken in den Blick genommen. Bei der diesjährigen Tagung wird es um die wissenschaftliche Präsentation im digitalen Zeitalter gehen: Wie werden performative Formate zur Kommunikation und Darstellung von Wissen durch digitale Medien geprägt - sei es durch Präsentationssoftware oder durch die Verbindung zum Internet?
Die Erforschung von Präsentationen hat in den letzten Jahren eine Reihe von Impulsen aus der Wissenssoziologie, der Sprach- und Medienwissenschaft oder den Kulturwissenschaften erhalten, wobei zumeist die Präsentation als gesellschaftliches Phänomen den Bezugspunkt bildete. Präsentationen in der Wissenschaft folgen jedoch anderen Gesetzen als Präsentationen im Bereich der Wirtschaft oder Verwaltung. Andere Rahmenbedingungen schlagen sich in eigenen Formen und Strukturen nieder. Von besonderem Interesse sind Präsentationen in der Wissenschaft vor allem deshalb, weil sie in einem bisher unbekannten Maße performative und visuelle Elemente in den wissenschaftlichen Diskurs einbringen. Dass eine Präsentation als kulturelle Performance wirkt, zeigte bereits die Diskursanalyse. Dass sie auch eine Form der multimodalen Kommunikation darstellt, ist bislang ebenso wenig erforscht wie ihre Wirkungen auf die Wissensproduktion und -distribution.
Wissenschaftliche Präsentationen sind mittlerweile eng mit netzbasierten Kommunikationspraktiken verbunden - auf Seiten der Rezeption, der Produktion und der Archivierung, in Gestalt der OnlinePräsentation, jedoch auch als Kommunikationsgattung insgesamt. Was heißt es aber für die Wissensvermittlung, vernetzt zu präsentieren? Auf dieser Tagung soll über diese verschiedenen Aspekte von Präsentationen diskutiert und eine Antwort auf die Frage versucht werden, in welcher Weise und in welchem Maße Präsentationen auch die eigentliche wissenschaftliche Praxis, Erkenntnisgewinnung, die Konjunktur von Themen und die Aushandlung wissenschaftlicher Positionen beeinflusst.
Themenbereiche:
I. Formen und Strukturen von Präsentationen
II. Rezeption und Wirkung von Präsentationen
III. Szenarien der Online-Präsentationen
IV. Präsentationen in der wissenschaftlichen Kommunikation
Der Forschungsverbund 'Interactive Science' wird von der VW-Stiftung gefördert. In vier Teilprojekten untersuchen wir interdisziplinär zentrale Aspekte der gegenwärtigen Dynamik in der internen Wissenschaftskommunikation über digitale und interaktive Medien. Wir integrieren dabei unterschiedliche Zugriffe: z.B. soziologische und politikwissenschaftliche, medientheoretische und computerlinguistische, performanzwissenschaftliche und sprachwissenschaftliche. Zu den besonderen Herausforderungen des Projekts gehört es, dass alle Beteiligten nicht nur Beobachter sind, sondern auch Akteure. Wir sind Teil der Entwicklung, die wir untersuchen. Und wir versuchen, die Entwicklungen, die vor uns liegen, auch visionär mitzugestalten.
Die Meilensteintagung findet statt von Montag, 11.10.2010, bis Mittwoch, 13.10.2010, auf Schloss Rauischholzhausen bei Gießen.
Sie erfüllt drei Funktionen:
- Sie stellt Resultate der ersten beiden Projektjahre einer kritischen Fachöffentlichkeit vor;
- sie bietet Gelegenheit, die Forschungsperspektiven des Projekts durch externe Beiträge zu erweitern;
- und sie eröffnet ein Feld für die Vorstellung neuer, visionärer Formate.
Wenn die genannten Gebiete ein Schwerpunkt ihrer eigenen Arbeiten sind, würden wir uns freuen, Sie als kritische/n DiskussionsteilnehmerIn auf der Tagung begrüßen zu können.
Wenn Sie einen Vortrag, eine Projektvorstellung oder eine andere Art von Beitrag zu einem der Schwerpunktthemen beisteuern können, schicken Sie uns bitte einen aussagekräftigen Abstract (ca. 2-3 Seiten inkl. Literatur) zu. Natürlich beantworten wir vorher auch gerne Anfragen oder geben weiterführende Informationen zu Ihren.
Bitte schicken Sie Ihre Anmeldung bzw. Ihren Abstract bis zum 31.5.2010 an die Geschäftsführerin des Zentrums für Medien und Interaktivität der Justus-Liebig-Universität Gießen, Frau Sabine Heymann: Sabine.Heymann@zmi.uni-giessen.de
Der CfP lässt sich hier als PDF herunterladen.
Autor: Christian Reinboth· 2 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (2)
Ganz schreckliche Marketing-Sprache.
Webbaer·
25.02.10 · 23:39 Uhr
Unbedingt mal Leute vom Fach einladen.