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Christian Reinboth ist Wirtschaftsinformatiker und Mit-Gründer der HarzOptics GmbH - einem auf die Photonik spezialisierten An-Institut der Hochschule Harz - sowie einer der Manager des Telepflege-Netzwerks TECLA. Neben der Arbeit studiert er seit 2009 Umweltwissenschaften an der FernUniversität Hagen.
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08.07.09 · 19:03 Uhr
Schock deine Eltern - lies ein Buch!
Kategorie: Kultur · Kommentare: 8
Eine ganz großartige Bibliotheks-Werbung ist mir am Wochenende in Halle aufgefallen - gestartet wurde die "Schock-deine-Eltern"-Aktion von den Freunden der Stadtbibliothek.
Einfach klasse, auch wenn der Hintergrund des Mottos natürlich ein trauriger ist. Soweit ich das korrekt ergooglen konnte, wurden ähnliche Plakate schon öfter (mit einigem Erfolg) in anderen Städten aufgehängt - für Halle dürfte es sich jedoch um eine Premiere handeln.
Eine schöne Aktion, die hoffentlich viele Früchte tragen wird.
Autor: Christian Reinboth· 8 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (8)
Der Spruch ist schon super, aber auch sehr alt. So ein Plakat hing schon in meiner Grundschule in Köln, das war Anfang der 90ziger. Die Idee ist also über 15 Jahre alt.
Ich muss sagen in der Grundschule hatte ich den Spruch nie so richtig verstanden, weil ich am Bücher lesen zu der Zeit zum Glück nichts besonderes fand. Das hat man halt einfach gerne gemacht und hat meine Eltern auch nicht sonderlich geschockt. ;)
Ach was! Das soll ein Apell zum Buchlesen sein?
Dann kennt ihr das hier noch nicht!
http://www.youtube.com/watch?v=GlKL_EpnSp8
Schockierend. Aber doch kein gescheites deutsch, oder?
Müsste es nicht heißen: "Schockiere deine Eltern?" oder wenigstens, wenn man schon den Anglizismus nutzen möchte, ohne ganz vom deutschen Sprachgebrauch abzurücken: "Schocke deine Eltern"?
Auch wenn ich das super finde, ist es nicht neu - das gabs schon, als ich ein Kind war. Ich hab sowas jedenfalls schon vor 10-15 Jahren gesehen.
"Schockieren", "bombardieren",... und einige weitere Verben auf "-ieren" sind aus dem Französischen übernommen: "choquer", "bombarder",... diese Worte wurden wenigstens richtig eingedeutscht, anders als diese Unart heute, wo man "Dinge checkt" und "mit dem MP3-Player chillt". Einige dieser Verben entwickelten eine kürzere Form, z.B. "schocken". Der Imperativ führt dann zu "schocke" oder eben auch "schock (deine Eltern)". Korrekterweise müsste es heißen: "Schock' Deine Eltern". Allerdings entfällt das finale E oft, wenn es keine unterscheidende Funktion hat: "dem Haus(e)", "gern(e)", "schock(e)" uvm.
Hätte nicht gedacht, dass die Kampagne tatsächlich schon so alt ist... Finds trotzdem immer noch gut - ist wenigstens ein Hingucker. Oldie but goodie...
@Martin
"schockieren" gibt's schon wesentlich länger (oder? Die meisten franz. Wendungen müssten doch so aus dem 18 jhd ca. sein) als "schocken" (aus dem engl. und wahrscheinlich jünger?) und schocken ist glaub ich auch (z.Z. noch) Umgangssprache.
Wo siehst du den Unterschied zwischen "schocken" und "chillen", jetzt mal rein Eindeutschungstechnisch?
Hallo liebe Kollegen,
ich habe bei einem Kurzaufenthalt in Halle das Plakat gesehen und hätte gern eins davon für meine Schulbibliothek. Gibt es da eine Möglichkeit?
Mit freundlichen Grüßen
Birgit Regner / Leiterin der Schulbibliothek des Privaten Gymnasiums der Abtei Marienstatt