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Christian Reinboth ist Wirtschaftsinformatiker und Mit-Gründer der HarzOptics GmbH - einem auf die Photonik spezialisierten An-Institut der Hochschule Harz - sowie einer der Manager des Telepflege-Netzwerks TECLA. Neben der Arbeit studiert er seit 2009 Umweltwissenschaften an der FernUniversität Hagen.
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03.12.08 · 22:23 Uhr
Eine E-Mail von Nadeem Sultan Hashem Ahmad al Tai
Kategorie: Technik · Kommentare: 6
Heute ist es mal wieder einer Spam E-Mail gelungen, sich durch unseren Institutsfilter zu mogeln. Was mir zu denken gibt: Die Betrusgversuche der Kategorie "Nigeria-Connection" werden offenbar von Jahr zu Jahr niveauloser.
Beweisstück A:
Mein lieber Freund.
Zunдchst mцchte ich mich selber einfьhren zu Ihnen, denn wir haben nicht eingehalten worden oder bekannt unsere SELFS BEOFR NOW.I AM Nadeem Sultan Hashem Ahmad al Tai, der Sohn von Sultan Hashem Ahmed al TAI des Irak, der als Verteidigungsminister unter Saddams GORVENMENT und jetzt Er dient Todesurteil, sondern sein Volk aus der sunnitischen versuchen, ihm zu helfen, damit er kann fьnfzehn Jahren Gefдngnis Begriff,
Aber wir die Familie neu, dass er getцtet werden unter islamischem Recht im Irak, weil das, was seinen Prдsidenten und SEENTENCED Saddam Hussein's Cousin, der hieЯ der chemischen Industrie (ALI ') Hassan al Majid tat, war wirklich gegen meine HUMANITY.NOW Grund fьr die Kontaktaufnahme mit Ihnen liegt daran, dass Mein Leben und das meiner Mutter und Schwester werden jeden Tag angegriffen und alle, die links fьr US ergriffen wurden, von einigen Freunden und Familie, dass mein Vater vertraut.
Ich und meine Familie sind Betteln Sie mit aufrichtigen Entschuldigung, um US-amerikanische SECURE (vollect) einige Betrag des Geldes, das auf ein Finanz-Unternehmen in einem europдischen Land in unserem Namen und dazu beitragen, dieses Land verlassen, um einen Teil des EUROPE.MY Mutter Und ich haben vereinbart, dass haben Sie 35% der gesamten Summe, die ist (zwanzig zwei Millionen Euro) erst, nachdem Sie haben das Geld in Ihre Bank ACCOUNT.ALL Ich brauche von Ihnen ist Vertrauen und Ehrlichkeit, denn wir haben SUFFERD zu viel. Wir wissen, dass der einen oder der anderen mein Vater haben beleidigt Menschen, aber bitte helfen US-out in dieser Situation, dass wir uns in.
Ich werde wollen, dass Sie senden Sie mir Ihren vollstдndigen Namen, Anschrift, Geburtsdatum und Ihre Telefonnummer, damit ich schreiben kann die Macht der Behцrde in Ihrem Namen, die Sie gehen an US-bei der Vereinnahmung der Gelder aus dem COMPANY.ALSO ich Senden Sie die Kopie der Bescheinigung ьber die Hinterlegung, dass erhielt mein Vater zum Zeitpunkt er das Geld hinterlegt.
Mit besten GrьЯen,
Mr.Nadeem Sultan Hashem Ahmad al Tai
Was mir Sorgen bereitet: Niemand würde sich die je Mühe machen, solche E-Mails zu verbreiten, wenn nicht doch ab und zu jemand anbeißen würde. Schon vor Jahren soll laut SPIEGEL der Kämmerer einer ungenannten Stadt in Westdeutschland einem Betrüger jede Menge Steuergelder hinterhergeworfen haben - wohl in der Hoffnung, das verschollene Schwarzgeld des Neffen der Schwiegermutter eines gestürzten afrikanischen Ministers für die Stadtkasse sicherstellen zu können.
Wenn man die E-Mails so liest, möchte man es kaum glauben: Darauf fällt wirklich jemand herein? Leider ja - und es ist kaum zu fassen wie viele es sind. Laut heise wurden alleine im vergangenen Jahr 4,3 Milliarden US-Dollar mit E-Mail-Betrügereien verdient. Besonders erstaunlich: Die Opfer sind größtenteils Akademiker:
Die Firma [Ultrascan] hat auch eine Untersuchung der 362 schwersten Betrugsfälle ausgeführt, in der die Opfer mehr als 190.000 Euro verloren haben. Das Ergebnis: Besonders Akademiker und gut ausgebildete Personen scheinen den Betrügern am schnellsten auf den Leim zu gehen - allerdings dürften sie auch am ehesten das Geld dafür haben, sich mit solch hohen Summen betrügen zu lassen.
Bei 85 Prozent der Opfer soll der Verlust eines Elternteils durch Tod oder schmerzhafte Trennung vorangegangen sein. Dazu gehören Unternehmer, Kommissare und sogar 17 Direktoren von Unternehmen, die an der Börse notiert sind [...] . Besonders verführbar seien Mediziner mit hohem Selbstvertrauen, wenn der Betrüger suggeriert, dass sie etwas Gutes täten.
Kaum zu glauben aber wahr: Mit den seltsamen E-Mails, die vermutlich jeder schon mal aus seinem Postfach gelöscht hat, wird weltweit richtig Geld verdient - das meiste davon übrigens tatsächlich in Nigeria (deshalb auch Nigeria-Connection). Eigentlich Grund genug, um die erstaunlich erfolgreiche Betrugsmasche mal in einem längeren Post zu durchleuchten - vielleicht sollte ich mich in den nächsten Tagen einfach dransetzen.
In letzter Zeit habe ich ohnehin viel zu selten geschrieben (mea culpa) und bei den ganzen hitzigen Diskussionen um Ayurverda und Wissenschaftlichkeit täte ein erheiternder Post mit Abenteuergeschichten von indischen Millionären, nigerianischen Diamantenschmugglern und irakischen Ex-Ministern sicher ganz gut...
PS: Wer jetzt doch noch überlegt, ob die versprochenen 7,7 Millionen Dollar (immerhin knapp 6 Millionen Euro) nicht doch die Mühe wert wären - die E-Mail-Adresse von Nadeem Sultan Hashem Ahmad al Tai lautet nadinehashem@aim.com ;-)
Informationen zum Thema "Vorschussbetrug" gibt es beim Bundeskriminalamt:
http://www.polizei.propk.de/file_service/download/documents/Nigeria-Briefe.pdf
Autor: Christian Reinboth· 6 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
Trackbacks (1)
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Kommentare (6)
Wenn man genau wissen will, wie so eine Betrugsgeschichte abläuft, kann ich diese Seite hier empfehlen. Abgesehen davon, dass sie informativ ist, ist sie auch sehr lustig ;)
Das war aber gemein, Nadeem Sultan Hashem Ahmad al Tais e-mail Adresse zu veröffentlichen. Der arme wird jetzt Spam bis zum Abwinken kriegen.
Ich würde an deiner Stelle hoffen, dass er nicht zur Polizei geht deswegen.
@ali: Das fällt glaube ich unter das Berufsrisiko...
Fällt Ihnen nicht auf, daß jene dummen Idealisten, welche zum Sozialtarif ihre Patienten behandeln, sich auch von Krankenkassen funktionären bei Tarifverhandlungen über den Tisch ziehen lassen, sich noch dazu in der veröffentlichten Meinung als besonders geldgierig , bestechlich und skrupellos darstellen lassen und nicht mal wissen , wie sie sich dagegen wehren können,
besonders leicht auf die Masche reinfallen. ??,
Das wäre einem "seriösen" Banker einer "Investmentbank" oder einem "kritischen"
Wissenschaftjournalisten wohl nie passiert.
@erich egermann: Ich garantiere Ihnen, dass das auch schon so genannten "seriösen" Bankern oder Journalisten passiert ist - anders lassen sich die 4,3 Milliarden Dollar Umsatz auch gar nicht erklären. Das Beispiel des Stadtkämmerers habe ich oben ja verlinkt.
Es hat mich trotzdem zunächst irritiert, dass so viele Ärzte dabei sind. Ich kenne einige Mediziner - und von denen gäbe es für solche E-Mails nur ein müdes Lächeln. Sie scheinen zu denken, dass Ärzte besonders gutmütig sind - den Eindruck hatte ich bislang nicht. Das Klischee vom "geldgierigen Arzt" ist doch im Grunde schon so abgedroschen wie das vom "schlafenden Beamten"...
Eigentlich war es ja nicht das Thema des Postings, aber wenn es von allgemeinem Interesse sein sollte, kann gerne diskutiert werden - warum Ärzte?
Meine Vermutung: Der Prozentsatz an Ärzten, der auf eine solche Masche hereinfällt ist wahrscheinlich nicht größer als der Prozentsatz an - sagen wir mal - Schustern, die darauf hineinfallen würden. Die hohe Zahl an Ärzten unter dne Betrugsopfern dürfte schlicht und ergreifend der Tatsache geschuldet sein, dass Ärzte (wie fast alle akademischen Berufsgruppen) besonders stark im Netz vertreten sind (hohe Exposure) und zudem über ein genügend hohes Einkommen verfügen, um sie überhaupt für den bandenmäßigen Vorschussbetrug "attraktiv" werden zu lassen...
Zum Thema Ärzte: Wenn man aus einer Datenbank mit Namen und EMailadressen alle diejenigen filtert die ein "Dr." im Namen haben kommt man relativ leicht an Emailadressen von leuten mit genügend Einkommen - und das sind dann oftmals Ärzte und wenn nur jeder tausendste darauf reinfällt liegt man schon im Gewinnberich -