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Christian Reinboth ist Wirtschaftsinformatiker und Mit-Gründer der HarzOptics GmbH - einem auf die Photonik spezialisierten An-Institut der Hochschule Harz - sowie einer der Manager des Telepflege-Netzwerks TECLA. Neben der Arbeit studiert er seit 2009 Umweltwissenschaften an der FernUniversität Hagen.
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19.03.08 · 18:52 Uhr
The Story of Stuff
Kategorie: Politik · Kommentare: 2
Vor einigen Wochen hatte ich ja schon mal zum Thema "Externe Kosten" gebloggt. Nun bin ich zufällig über einen Online-Film gestolpert, in dem genau diese Problematik verständlich und zugleich äußerst eindringlich thematisiert wird.
Es handelt sich um den 20-minütigen Flash-Kurzfilm "The Story of Stuff", der von der populären US-amerikanischen Umwelt- und Konsumaktivistin Annie Leonard produziert wurde, die auch als Moderatorin auftritt. Wie der Ausschnitt zeigt, beschäftigt sich der Film unter anderem mit der Frage, welche externen Kosten (bzw. Externalitäten) eigentlich bei der Produktion moderner Konsumgüter entstehen:
In dem Film geht es aber um weit mehr als nur um externe Kosten. Leonard übt vor allem Kritik an dem immer stärkeren Ausmaß, in dem Fernsehen und Konsum unser Leben bestimmen und an der Gedankenlosigkeit, mit der die natürlichen Ressourcen dieses Planeten innerhalb weniger Generationen vollständig aufgebraucht werden:
Leonard, die an der bekannten Cornell University Stadtplanung studiert hat, sitzt im Vorstand verschiedener politischer Verbände und Umweltschutzorganisationen, beispielsweise der Global Anti-Incinerator Alliance und dem International Forum on Globalization. Seit mehreren Jahren bereist sie Länder auf der ganzen Welt und dokumentiert dort die Folgen des ungezügelten Konsumdenkens sowie der zunehmenden "Vermüllung" des Planeten.
Ihr Film "The Story of Stuff" ist ein kleines Kunstwerk, das zwar einige Verallgemeinerungen enthält, jedoch auch zum Nachdenken über die Konsumgesellschaft animiert. In der deutschen Blogosphere ist der Film übrigens bereits hervorragend angekommen, wie man beispielsweise hier, hier oder hier nachlesen kann....
Wer also die 20 Minuten erübrigen kann und ein Freund des Englischen ist (eine deutsche Fassung existiert leider noch nicht, wohl aber eine spanische, von daher besteht noch Hoffnung....), der sollte sich dieses filmische Highlight keinesfalls entgehen lassen:
Autor: Christian Reinboth· 2 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (2)
Ein genialer Film, der aufzeigt, dass es nicht ausreicht den Energieverbrauch eines Produktes in der Nutzungszeit zu betrachten. Auch die Energie und das Material, bzw. die Ressourcen zur Herstellung gehören dazu. Ein Passivhaus braucht während der Nutzung kaum Energie, wie viel Energie, wie viel Material und wie viele Ressourcen werden dazu benötigt? All diese externen Kosten werden langfristig in die Bilanzierung einbezogen werden müssen.
Wie sinnvoll verbringen wir unser Leben?
Lieber Christian, Dein Blog heißt zu Recht "Frischer Wind" ;-).....Für mich geht es hier nicht nur um Kostenfragen, Verbrauch von Energieressourcen.....das Pendel des Gedankenanstosses schlägt m.E. viel weiter aus: nämlich, was trägt der Einzelne in unserer Gesellschaft zum Sinn oder Unsinns seines oder des Lebens anderer bei?
Wir können unsere Blogbeiträge vollstopfen mit all dem "stuff", welcher tagtäglich produziert wird. Und erschreckenderweise sind wir wohl auch indirekt diejenigen, welche unseren Teil zu all dem Stuff beitragen....
Es erinnert mich an die "Grundsatzdiskussion", welche mein Sohn vor 17 Jahren angestoßen hatte, als er in die Schule kam: Warum muss ich überhaupt in die Schule? Wozu ist das gut? Welchen Sinn gibt das?
Vieles ist uns selbstverständlich, auch die Antworten scheinen selbstverständlich.....und wenn man "dahinter" blickt, dann stehen hinter den selbstverständlichen Antworten furchtbar viele offene Fragen.....