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Die Wissenschaft ist von einer Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen noch weit entfernt.

Hier schreiben Expertinnen und Experten über die Situation von Frauen in der Wissenschaft.

Neues in der Kategorie Medizin

28. Oktober 2008

Mehr Zeit und mehr Flexibilität

Kategorie: Medizin

Die Preisträgerin Dr. Susanne Schreiber von der Charité Berlin erforscht die Kommunikation von Nervenzellen im Gehirn. Welche Spannung von einem Nervenzellentyp übertragen wird, ist von den unterschiedlichen Ionenkanälen der Zelleund deren räumlicher Verteilung abhängig. Ihre Forschungsergebnisse sollen zur Aufklärung neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen beitragen. Als letzter Gastbeitrag der Preisträgerinnen für „For Women in Science" berichtet Susanne Schreiber, weshalb es für deutsche Forscherinnen keine Selbstverständlichkeit ist, auch von zu Hause aus arbeiten zu können.

Schreiber200.jpgAuch ich bin Mutter von zwei Kindern und gleichzeitig engagierte Forscherin und habe mich damit für ein Leben entschieden, dessen Alltag mich mitunter vor größere Herausforderungen stellt. Wie bereits in mehreren Beiträgen geschildert wurde, ist es nicht immer ganz einfach, das Familien- und das Wissenschaftlerinnenleben unter einen Hut zu bekommen. Das Hauptproblem ist und bleibt der Zeitmangel. Auch wenn man dieses Problem wohl nie ganz zufriedenstellend wird lösen können, so gibt es doch aus meiner Sicht einige wesentliche Dinge, die es Frauen erleichtern, gleichzeitig Mutter und Forscherin zu sein. Dies sind (1) eine gute Ganztagskinderbetreuung, mitunter auch über die Schließzeiten der Kita hinaus, (2) die Möglichkeit, sich auf die wirklich wichtigen Dinge zu konzentrieren und unwichtigere Dinge zu delegieren, (3) die Flexibilität des Arbeitsplatzes und (4) ein engagierter Partner.

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Autor: Jessica Riccò· 28.10.08 · 10:45 Uhr· 0 Kommentare

22. Oktober 2008

"Ich finde, ich sollte in fünf Jahren Professorin sein!"

Kategorie: Medizin

Die Niederländerin Dr. Corette Wierenga erforscht am Max-Planck-Institut für Neurobiologie das Gehirn. Begonnen hat die junge Mutter ihre akademische Laufbahn dabei in einem ganz anderen Bereich der Forschung: Erst nachdem sie ihr Physikstudium abgeschlossen hatte, wechselte Wierenga in die Neurobiologie. Weshalb sie das Gehirn aber spannender findet als physikalische Details.

wierenga150.JPGIm Grunde halte ich Frauen und Männer nicht per se für grundverschieden. Es gibt viel eher einfach Unterschiede zwischen Leuten, also auch unter Frauen. Aber genau das ist das Schöne an der Forschung: Sie ist ganz individuell. Und jeder Wissenschaftler forscht auf seine eigene, unvergleichliche Art.

Dass ich mal in der Hirnforschung lande, war auch ein recht individueller Weg. Ich konnte in der Schule gut lernen und habe anschließend Physik studiert. Das Fach fand ich interessant. Am Gehirn war ich zwar schon immer interessiert, aber ein Biologiestudium reizte mich so gar nicht - ich dachte, dort geht es nur um Pflanzen und Tiere. Medizin wollte ich nicht studieren, weil ich auf keinen Fall Ärztin werden wollte.

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 22.10.08 · 11:00 Uhr· 0 Kommentare

13. Oktober 2008

Warum Hunger im Gehirn anfängt - die Preisträgerin Dr. Eva Rother im Interview

Kategorie: Medizin

Eva Rother ist Medizinerin und erforscht am Institut für Genetik der Universität zu Köln die Ursachen für Übergewicht und Typ-2-Diabetes: In Versuchen mit Mäusen identifizierte sie das Areal im Gehirn, das den Tieren signalisiert, ob sie satt oder noch hungrig sind. Mit ihren Forschungen hofft Eva Rother neue Ansätze für Therapien gegen die Stoffwechselerkrankung zu finden. Neben ihrem Beruf ist sie Mutter von zwei Kindern - und erzählt hier im Interview, wie sie das Stipendium von "For Women in Science" für ihre Arbeit und ihre Kinder nutzt.

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Autor: Jessica Riccò· 13.10.08 · 12:30 Uhr· 0 Kommentare

07. Oktober 2008

Prof. Dr. Christiane Nüsslein-Volhard - eine deutsche Nobelpreisträgerin im Interview

Kategorie: Medizin

"Diskriminierung fängt dort an, wo Männer erklären: Das kann nicht funktionieren," erklärte die Biologin anlässlich ihrer Rede bei der For-Women-in-Science-Preisverleihung. Damit fasste sie zusammen, woran viele Wissenschaftlerinnen scheitern: Am Beweis, dass es eben doch funktioniert, Forscherin aus Leidenschaft und zugleich Mutter (und obendrein eine gute!) zu sein.

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Autor: Jessica Riccò· 07.10.08 · 17:00 Uhr· 0 Kommentare

06. Oktober 2008

Rita Levi-Montalcini - die Eiserne Lady der Wissenschaft

Kategorie: Medizin

levimontalcini200.jpgHeute wird der erste der insgesamt sechs Nobelpreise verliehen - und da ScienceBlogs nach wie vor ein besonderes Augenmerk auf Wissenschaftlerinnen im Rahmen des For Women in Science Blogs legt, heißt es ab sofort: Damenwahl! Zu jedem Nobelpreis werden wir daher eine prominente Preisträgerin vorstellen. Den Anfang macht Rita Levi-Montalcini, die 1986 den Nobelpreis für Medizin und Physiologie erhielt.

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Autor: Jessica Riccò· 06.10.08 · 07:00 Uhr· 0 Kommentare

27. September 2008

Karriere im Schatten: Die Nobelpreisträgerin Gerty Theresa Cori

Kategorie: Medizin

cori.jpgEs war ein heißer Augusttag des Jahres 1896 in Prag, als sich die Eheleute Otto und Martha Radnitz über die Geburt ihrer ersten Tochter freuen durften. Daß das Mädchen, das sie auf den Namen Gerty Theresa tauften, einmal eine brillante Medizinerin werden sollte, ahnten sie freilich nicht.

An der Lebensgeschichte der Gerty Theresa Cori, wie sie nach der Heirat mit dem Biochemiker Carl Cori hieß, lässt sich beispielhaft nachvollziehen, welche unheimliche Leistungs- und Leidensbereitschaft damals notwendig war, um sich als Frau in der Wissenschaftswelt durchzusetzen.

Die Familie des böhmischen Zuckerfabrikanten Otto Radnitz gehörte zum aufgeklärten jüdischen Bürgertum Prags. Man war bildungsbeflissen und so verstand es sich von selbst, daß auch die Mädchen schulisch gefordert wurden. Gerty erhielt in den ersten Jahren Privatunterricht, bevor sie - eine hellwache, neugierige Schülerin - ans Teplitzer Realgymnasium wechselte und dort 1914 ihr Abitur machte.

Der Mann ihres Lebens

Es ist gut möglich, daß der weitere Lebensweg der jungen Gerty auch durch ihren Onkel beeinflusst wurde, der Kinderheilkunde an der Deutschen Universität in Prag lehrte. Jedenfalls entschied sich die rothaarige Gerty für ein Medizinstudium. Bereits im ersten Semester lernte sie den gleichaltrigen Carl Ferdinand Cori kennen. Die beiden teilten dieselben Interessen, waren sozial engagiert, trieben Sport, machten gemeinsame Wandertouren und blieben tatsächlich bis ans Lebensende ein Paar.

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Autor: Marc Scheloske· 27.09.08 · 10:00 Uhr· 0 Kommentare

24. September 2008

"Wenn die Tumorstammzellen besser erforscht wären, könnte man die Leistungsfähigkeit der Krebsbehandlung deutlich verbessern!"

Kategorie: Medizin

Gestern berichtete Dr. Maiwen Caudron Herger weshalb es ihr wichtig ist, neben ihren Kindern auch etwas für sich und die Gesellschaft zu leisten. Heute führt sie näher aus, woran sie im Krebsforschungszentrum Heidelberg forscht.

Caudron-Herger_02.jpgIch arbeite in der Gruppe von Karsten Rippe seit Januar 2007. Chromatinorganisation und Zelldifferenzierung ist das Thema.

Zellen sind die Bausteine aller Lebewesen. Alle Zellen des menschlichen Körpers enthalten grundsätzlich die gleiche DNA-Sequenz. Sie trägt sämtliche genetischen Informationen und hat die Form einer langen Kette mit vier Bausteinen: A, T, C, und G. Je nach ihrer Reihenfolge in der DNA-Sequenz bilden diese den einzigartigen Bauplan eines Menschen. Zellen können durch Verwendung verschiedener DNA-Teilsequenzen zahlreiche Sonderaufgaben erfüllen - sie werden beispielsweise zu Muskelzellen, Leberzellen oder Hautzellen.

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 24.09.08 · 08:45 Uhr· 0 Kommentare

20. September 2008

Dorotea Bucca: Die Medizinerin aus dem Spätmittelalter

Kategorie: Medizin  ·  Kommentare: 1

anatomie130#.jpgDas Geschlechterverhältnis unter Medizinstudenten ist heute annähernd ausgewogen. Der Anteil weiblicher Studentinnen überwiegt sogar ein wenig. Wie wir wissen, was das aber nicht immer so. In sämtlichen Naturwissenschaften waren Frauen über Jahrhunderte unterrepräsentiert, in der Medizin war dies nicht anders. Außer bei der Geburtshilfe und in der Krankenpflege hatten Frauen nichts zu suchen.

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Autor: Jessica Riccò· 20.09.08 · 09:00 Uhr· 1 Kommentar

18. September 2008

Marthe Vogt: Hundert Jahre und ein Tag für die Wissenschaft

Kategorie: Medizin

marthevogt200.jpgAuf den ersten Blick lassen die Eckdaten Marthe Vogts Biographie auf eine sehr nüchterne Wissenschaftsbiographie schließen: Die Eltern beide Wissenschaftler, die jüngere Schwester ebenfalls, nie verheiratet, keine Affären, dafür eine lange Liste an Publikationen und Ehrungen. Liebstes Hobby: Gartenarbeit.

Erst beim zweiten, genaueren Blick fallen die Details auf. Zum Beispiel, dass Marthe Louise Vogt haargenau hundert Jahre und einen Tag alt wurde. Und dass zwischen ihrer ersten und letzten Publikation genau fünfzig Jahre lagen - da war sie 85 Jahre alt. Und man merkt: Wer im Alter noch so ein reger Geist war, kann kein langweiliger Mensch gewesen sein.

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Autor: Jessica Riccò· 18.09.08 · 17:00 Uhr· 0 Kommentare

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