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Die Wissenschaft ist von einer Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen noch weit entfernt.

Hier schreiben Expertinnen und Experten über die Situation von Frauen in der Wissenschaft.

Neues in der Kategorie Kultur

23. Oktober 2008

Ewiger Kampf gegen Vorurteile: Entwicklungslinien akademischer Bildung von Frauen seit 1945

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 1

Als Frauen zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Anspruch auf gleiche Bildungschancen und ein gleichberechtigtes Studium erhoben, wurde diesem Ansinnen von vielen Männern mit recht abenteuerlichen Argumenten begegnet. Aber auch noch in den 60er Jahren wurden bildungswillige Frauen belächelt oder gar offen diskreditiert: ihre "intellektuellen Fähigkeiten" seien geringer, "abstraktes Denken und Denken überhaupt liege ihnen weniger" und überhaupt fehle es ihnen an "wissenschaftlicher Phantasie".

Eva Matthes skizziert den Geschlechterkampf um Bildungschancen seit Ende des Zweiten Weltkriegs und die ermüdende Auseinandersetzung mit den immergleichen Vorurteilen.

Eva_Matthes.jpg
Bald nach Kriegsende wurden 1945/46 die Universitäten auf dem Gebiet der späteren Bundesrepublik Deutschland unter den drei Besatzungsmächten Frankreich, Großbritannien und USA wieder eröffnet. Vor dem Trümmerhaufen einer Ideologie, von Hunger, Familienzerstörung und Armut gezeichnet, begannen Studierende und Lehrende 1945 mit dem Aufbau der zu 80 % zerstörten Universitätsgebäude. 1946 konnte ein stark eingeschränkter Lehrbetrieb wieder aufgenommen werden.

Aufbau der Nachkriegsuniversitäten

Der Andrang der Studierenden war groß, die finanzielle Ausstattung der Universitäten blieb demgegenüber weit zurück. Bald wurden Zulassungsbeschränkungen nötig. Die Diskussion um eine Beschränkung des Frauenstudiums lebte erneut auf.

Nicht nur in der studentischen Presse entbrannte eine über Jahre hinweg geführte Kontroverse über das Frauenstudium schlechthin, in der den Frauen vielfach das Recht auf ein Studium vollständig abgesprochen wurde. Trotz der im Grundgesetz verankerten Gleichberechtigung der Geschlechter (Art. 3/Abs. 2 GG) wurden in den 50er Jahren traditionelle Rollenbilder propagiert und der Beruf der Frau zur Hausfrau und Mutter betont.

In den 50er Jahren ging der Frauenanteil unter den Studierenden erstmal zurück.

Diese gesellschaftliche Grundeinstellung blieb nicht ohne Wirkung: Der Frauenanteil an den Studierenden ging zurück, zumal auch die Berufschancen für Akademikerinnen als sehr schlecht eingeschätzt wurden. Hatte etwa der Studentinnenanteil an der Universität Erlangen 1946/47 noch 23 % betragen, so sank er in den 50er Jahren auf 16 %. In München und Würzburg lag er noch deutlich niedriger.

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 23.10.08 · 15:45 Uhr· 1 Kommentar

16. Oktober 2008

"Institute müssen die Forscherinnen unterstützen!" Maria Furtwängler im Interview

Kategorie: Kultur

MariaFurtwängler200.jpgBekannt ist Maria Furtwängler vor allem für ihre schauspielerische Leistung - als niedersächsische Tatort-Kommisarin Charlotte Lindholm etwa oder ganz aktuell in der Filmbiographie "Räuber Kneissl". Vor ihrer Karriere vor der Kamera arbeitete Dr. Maria Furtwängler als Ärztin in München - und kennt daher die Situation junger Forscherinnen in Deutschland.

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Autor: Jessica Riccò· 16.10.08 · 14:00 Uhr· 0 Kommentare

09. Oktober 2008

Pearl S. Buck: Eine Amerikanerin für die Völkerverständigung

Kategorie: Kultur

pearlbuck200.jpgNachdem der ständige Sektretär des schwedischen Literaturnobelpreiskomitees Horace Engdahl letzte Woche damit provozierte, dass US-amerikanische Autoren "zu isoliert und unwissend, um große Literatur zu schreiben" seien, möchte ScienceBlogs gerne eines von zahlreichen Gegenbeispielen vorstellen: Pearl S. Buck erhielt 1938 den Literaturnobelpreis und war damit neben Ernest Hemingway, John Steinbeck und Toni Morrison eine von zehn PreisträgerInnen in ihrer Heimat.

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Autor: Jessica Riccò· 09.10.08 · 07:00 Uhr· 0 Kommentare

15. September 2008

Das Potenzial von Frauen in der Wissenschaft nutzen: Die akademische Chancengleichheit ist eine Zukunftsfrage

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur  ·  Kommentare: 1

Sind solche Statements heute undenkbar?:

"Je mehr Frauenzimmer höhere Schulen besuchen, um so mehr steht die Männlichkeit der Studenten in Gefahr, insoferne als sie vor lauter Rücksichten gegen das weibliche Geschlecht zu duldenden Eunuchen werden. Derjenige Staat, in dem die Weiber professions- oder sportmäßig in die politischen und wissenschaftlichen Berufe hineinpfuschen, ist dem Untergange geweiht, dafür liefert die Geschichte Beispiele.

Die Männer haben ohnehin unter sich genug oder schon zu viel Konkurrenz, also können sie die weibliche Konkurrenz nicht mehr brauchen ... Die Ausbreitung des Frauenstudiums ist ein gemeingefährlicher Unfug, die Frau hat vermöge ihrer natürlichen Veranlagung und Bestimmung nicht den Beruf des Mannes, ... Die Frauen gehören nicht in die Hörsäle der Hochschulen und ins Gymnasium."

Graduation01c.jpgSo war am 18. Januar 1900 in der "Neuen Bayerischen Landeszeitung" zu lesen. Heute, über 100 Jahre später, nehmen wir solche Einlassungen irritiert oder schmunzelnd zur Kenntnis. Wenn heute über Hochschulen geredet wird, dann geht es um Internationalisierung, Exzellenzinitiativen und die Sicherstellung der Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit der Universitäten.

Dabei gerät häufig in Vergessenheit, dass Frauen innerhalb des Wissenschaftssystems noch immer deutlich benachteiligt sind.

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 15.09.08 · 14:30 Uhr· 1 Kommentar

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