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Nils Cordes ist Entomologe an der Universität Bielefeld. Er arbeitet gerade an seiner Promotion zum Verhalten von Wachsmotten. Wenn er nicht gerade in Klimakammern oder am Computer sitzt, zeichnet, fotografiert und dokumentiert er die Welt der Insekten vor seiner Haustür.

Neues in der Kategorie Technik

30. September 2011

Picks: Fotos, Dokus und viele wilde Tiere

Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften·Technik·Umwelt  ·  Kommentare: 10

Was gab es spannendes im letzten Monat? Abgesehen von unglaublichen Ergebnissen aus der Physik, eigentlich gar nicht so viel. Trotzdem habe ich ein paar unterhaltsame und interessante Links zusammengetragen. Viel Spaß!
(Wie immer, einige Links davon sind ausschließlich auf Englisch und gesondert gekennzeichnet (ENG), um unnötiges Klicken und möglicherweise eine große Enttäuschung zu ersparen.)


Die Sieger der British Wildlife Photography Awards stehen fest. Meine Favoriten sind ja der äußerst lebendige Baum, der gähnende Fuchs, aber vor Allem der walisische See. (Hm, das waren schon fast alle.) Fotograf Alex Wild ist allerdings unzufrieden mit der Wahl zum besten Foto in der Kategorie "Verstecktes Großbritannien": Er findet die Spinne im Netz wesentlich gelungener. Seht ihr das auch so?

Eine Motte mit einem unfassbaren Gemälde auf den Flügeln: Zwei Fliegen, mit von den Flügeln reflektierendem Licht, fressen Vogelkot. Adaption oder Pareidolie?

Die Rettungsaktion eines kleinen Löwenjunges durch eine Löwenmama - festgehalten in einer Reihe toller Fotos.

Ein Fisch, der Werkzeuge benutzt? Tatsächlich, wie man in diesem Video sehen kann:

Bei dem Fisch handelt es sich um einen Lippfisch. Etwas mehr Details finden sich in dieser kleinen Publikation (ENG).

Obduktionen der größten Tiere dieses Planeten. Wer einmal einen Elefant, eine Giraffe, ein Krokodil oder sogar einen Wal von innen sehen will, der kann dies in diesen großartigen Dokumentation vom BBC Channel 4 tun: Inside Nature's Giants. Einige Folgen finden sich für uns Deutsche glücklicherweise auf Youtube (ENG).
Spiegel Online hatte derweil einst eine Fotostrecke dazu. Wann kommt diese Serie endlich nach Deutschland? Oder hat sie schon jemand gefunden?

Die Physik eines fallenden Slinkys (ENG). Was ist ein Slinky? Ein Spielzeug aus Philadelphia. Gibt's auch als Hund ...

Ein lehrreiches Video über das Fotografieren von Sternen (ENG). Nicht ganz einfach, erfordert eine teure Fotoausrüstung, aber die Ergebnisse sind einfach beeindruckend.

Und zu guter Letzt, eine Erfindung aus einem anderen Universum: Das sogenannte "Infinite Purpose Access Device." Es gibt nichts, was man damit nicht machen kann - außer Zeichnungen mit korrekten RGB-Werten anfertigen.

So, das reicht erst mal. Ich hoffe da war für jeden etwas dabei ...


Autor: Nils· 30.09.11 · 14:42 Uhr· 10 Kommentare

25. September 2011

Video: Wie unser Gehirn sieht

Kategorie: Naturwissenschaften·Technik  ·  Kommentare: 11

Was passiert in unserem Gehirn, wenn wir bewegte Bilder sehen? Hier bin ich auf ein wirklich beeindruckendes Computerexperiment gestoßen. Die Gruppe um Prof. Jack Gallant von der University of California in Berkely hat einen Computer die Filme, die Testpersonen gezeigt wurden, rekonstruieren lassen - nur durch deren Gehirnaktivität!

Das Experiment lief so: Die Testperson schaute in einem Kernspintomographen einige Kinotrailer und der Computer durfte die gemessene Gehirnaktivität und die gezeigten Videos analysieren. So konnte er eine Art Bibliothek aufbauen, quasi ein Wörterbuch, das zu bestimmten Bewegungen und Formen spezielle Reaktionen im Gehirn notierte. Dann, nachdem diese Bibliothek aufgebaut war, wurde der Testperson ein weiterer, unbekannter Kinotrailer gezeigt, und der Computer - jetzt wird's wirklich beeindruckend - sollte aus einer Datenbank mit 18 Millionen Sekunden aus zufälligen Youtubevideos (welche den Trailer aber nicht beinhalteten) nur an Hand der Hirnaktivität dieses Video rekonstruieren.

Hat er es geschafft? Seht selbst - links sind Ausschnitte aus den Original-Kinotrailern, rechts eine simple Rekonstruktion davon:

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Autor: Nils· 25.09.11 · 11:42 Uhr· 11 Kommentare

08. September 2011

Twittern von der Zoologischen Jahrestagung

Kategorie: Kultur·Technik  ·  Kommentare: 1

Ich will jetzt mal etwas ganz Neues versuchen. Jahrelang habe ich mich darüber aufgeregt, manchmal darüber geschimpft aber meistens mich darüber amüsiert, dass nach Facebook jetzt Twitter als die neue große technologische Entdeckung gefeiert wurde. Dabei ist es doch nur eine neue Variante davon, Anderen seine Gedanken mitteilen zu wollen - egal wen es interessiert oder nicht.

Treffend auf den Punkt bringt meine Einstellung dieses Video:

Doch dann erklärte mir eine Kollegin die sogenannten Vorzüge dieser 140-Zeichen-Kommunikationsmethode und ich sah Twitter aus einem anderen Blickwinkel. Ich stellte fest, dass ich gerade eben zu Schritt 2 der "6 Schritte der Twitter Evolution" übergegangen war (Bonuspunkte für denjenigen, der mir erklären kann was das mit Evolution zu tun hat). Eh ich mich's versah, besaß ich ein Konto und folgte 10 Leuten und ihren alltäglichen Mitteilungsbedürfnissen.

Zugegeben, da werden ziemlich interessante Gespräche geführt. Man erfährt schnell, was man heutzutage wissen muss - wie sonst hätte ich vom Cat Scan erfahren können? Oder von der Seite, die einem hilft das Alter eines Globus zu bestimmen?) Aber ehrlich gesagt, was machen diese Leute den ganzen Tag?! Ed Yong zum Beispiel schreibt fast alle 5 Minuten irgendetwas. Ist das nicht etwas übertrieben?

Übertrieben vielleicht, aber wie sonst wäre ich auf diese wunderbare Sammlung von Insektenflügeln aufmerksam geworden? Sehr zu empfehlen!

"You seem like a normal guy. Why are you doing this?"

Ich sehe das jetzt mal als Experiment. Ich werde eine Zeit lang in die Twittersphere eintauchen und den Gesprächen über gescannte Katzen, spirituelle Atheisten, Streitereien zwischen Delfinforschern und betrügerische Naturfotografen lauschen.

Und da ich morgen Abend auf die Jahrestagung der DZG (Deutsche Zoologische Gesellschaft) fahre, habe ich mir vorgenommen - vorausgesetzt ich finde noch 5-6 Leute, die sich das anhören möchten - ein paar Anekdoten von dort zu berichten. Also - mal schauen ob noch jemand sich mit mir auf das Experiment einlässt.

Ich weiss, ich bin ein paar Jahre zu spät dran - aber für manchen Unsinn wird man einfach nie zu alt ...

@evolvimus


Autor: Nils· 08.09.11 · 19:42 Uhr· 1 Kommentar

28. Januar 2011

3D-Kino ist nichts für unsere Augen oder für unser Gehirn

Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften·Technik  ·  Kommentare: 18

Kino in 3D! Das ist so etwas spektakuläres wie der erste Tonfilm. Oder die Arriflex 35. Oder der erste Film in brillianter Technicolor-Farbe. Das Breitbildformat. Dolby Surround. Kurz: Eine Revolution des Kinos.

In erster Linie profitiert 3D-Kino davon, dass das Publiukum - wir - so für einen einfachen Kinoeintritt mittlerweile über 10 Euro hinblättern müssen. Vorbei ist die Zeit des 4,50 Euro Kinodienstag.

Ich würde ja behaupten dass ein einfacher Film, ein 2D-Film, mindestens genauso viel Dreidimensionalität besitzt wie ein 3D-Film. Die Eröffnungssequenz von Christopher Nolans The Dark Knight zum Beispiel: eine beeindruckende Kamerafahrt, deutlich in Anlehnung an Hitchcocks Markenzeichen, führt uns immer näher an ein komplett verspiegeltes Gebäude heran. Die Kamera ist digital wegretuschiert, so dass wir uns völlig frei durch die Luft bewegen. Schlagartig vergessen wir, dass wir in einem Kino sitzen und tatsächlich sind wir im Freiflug auf einen Wolkenkratzer zu. Das ist 3D, und zwar völlig ohne verdunkelnde Brille.

Vor ein paar Tagen schrieb der Oscarpreisträger Walter Murch, verantwortlich für den Schnitt bei Apolcalypse Now, an den Chicagoer Filmkritiker Roger Ebert. Wer Rogers Blog folgt, weiss dass er kein Freund von 3D ist. Und Herr Murch unterstützt ihn dabei voll und ganz. Der Brief ist äußerst lesenswert.

Aber die eigene Abneigung ist kein Grund, weswegen 3D-Kino uns bald wieder verlassen wird. Ich glaube aber, dass es sich auch heute nur um eine Modeerscheinung handelt. Und die Gründe, warum wir 3D bald wieder los sind, sind die gleichen wie schon bei den letzten Hochphasen in den 1950ern und 80ern.

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Autor: Nils· 28.01.11 · 15:42 Uhr· 18 Kommentare

18. Januar 2011

Video Selection: Fliegen wie die Vögel

Kategorie: Technik·Umwelt  ·  Kommentare: 15

Gerade habe ich drüben bei Myrmecos ein einfach unglaubliches Video entdeckt. "Atemberaubend" schreibt Dr. Wild da. Und ich kann ihm nur zustimmen.

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Autor: Nils· 18.01.11 · 09:42 Uhr· 15 Kommentare

09. September 2010

Steigt mit dem neuen Google unser Energieverbrauch?

Kategorie: Technik·Umwelt  ·  Kommentare: 9

Wie viel Energie verbraucht eine Suche bei Google? Wieviel CO2 produziere ich so über das Internet? Und wieviel mal höher sind diese Beträge wenn Google sich entscheidet, dass ich, um eine Antwort zu bekommen, lieber gleich 10 Suchen parallel durchführe? Searching faster than the speed of type? Willkommen beim Google der Zukunft!

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Autor: Nils· 09.09.10 · 22:42 Uhr· 9 Kommentare

08. Juli 2010

Freestyle Physics

Kategorie: Naturwissenschaften·Technik  ·  Kommentare: 1

Seit nunmehr 9 Jahren finden jedes Jahr in Duisburg die Freestyle Physics statt. Dabei handelt es sich um drei Tage voller physikalischer Aufgaben, Rätsel und vor allem Unterhaltung, gerichtet an Schüler aus ganz Deutschland. Dafür dass es landesweit das wahrscheinlich größte Ereignis seiner Art ist, bekommen diese Wettbewerbe leider wenig Aufmerksamkeit in der deutschen Presse.

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Autor: Nils· 08.07.10 · 06:42 Uhr· 1 Kommentar

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