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Forschung ist sexy! Zumindest wenn man verstanden hat, um was es geht. Wissenschaft und Forschung so zu vermitteln, dass es auch begriffen wird, ist Beruf(ung) von Christoph Larssen, Biologe und Wissenschaftsredakteur.

Kommentare

Neues in der Kategorie Medizin

18. Dezember 2011

Geschenk-Empfehlungen

Kategorie: Kultur·Medizin·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 8

Wer immer noch nichts gefunden hat, was er den (lieben) Kleinen schenken soll, dem habe ich hier ein paar Empfehlungen zusammengestellt.

Ich bin über diese Bausätze gestolpert, die etwas anders sind.

Der Sezierforsch:

frosch.jpg


Wie cool ist das denn bitte, einen Frosch zusammenbauen. Eigentlich geht das zwar anders, also den fertigen in seine Einzelteile zerlegen, aber dennoch, mal was anderes.


Das ganze gibt es auch als Krokodil







Und, natürlich der Evergreen schlechthin, Seuchen.jpgdas Seuchenquartett:


Das ganze gibt es auch für Parasiten. Ein Spiel hört sich dann bei beiden sicherlich interessant an: "Inkubationszeit: 14 Tagen, Mist, ich habe nur 7 Tage..."














Natürlich, wie sollte es anders sein, möchte ich auch nicht den wirklich Klassiker unerwähnt lassen: Die Kuschelmikroben (C) des Penicillin-Bildes bei den Riesenmikroben

penicillin.jpg

Schenkt (auch) was Sinnvolles!

Autor: Chris· 18.12.11 · 20:12 Uhr· 8 Kommentare

21. September 2011

Computerspieler helfen HIV Forschung

Kategorie: Medizin·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 2

foldit.jpgIn dem von mir überaus geschätzten Laborjournal, um genauer zu sein, in deren Blog ist gerade ein wie immer sehr lesenswerter Artikel, auf den ich hiermit gerne hinweisen möchte. Mit Foldit haben Computerspieler gemeinsam ein Problem gelöst, das der Computer alleine so bisher noch nicht geschafft hat. Aber lest dort selbst.
Nach Seti@Home sicherlich nicht das letzte Projekt, beim dem die Öffentlichkeit mobilisiert wird, um Wissenschaft zu betreiben / zu helfen.



Nachtrag Natürlich wurde bei den Scienceblogs schon darüber berichtet, wie Jürgen vollkommen zu Recht angemerkt hat: Spielend ein Protein entschlüsselt


Autor: Chris· 21.09.11 · 15:48 Uhr· 2 Kommentare

14. Juni 2011

Händewaschen rettet Leben!

Kategorie: Medizin  ·  Kommentare: 50

576px-OCD_handwash.jpgIn der ganzen Medienhetze auf die pösen Darmkeime kam es an manchen Stellen ganz dezent am Rande mal hoch, das Thema Hygiene. Eine Krankheit, die sich unsichtbar verbreitet, jeder ist davon betroffen - das sind die Themen, mit denen man Auflage machen kann. Aber, nur so ganz am Rande, wenn überhaupt, konnte man davon lesen, dass man doch bitte vor allem auf die Hygiene achten solle. Gurken, Salat, doch keine Gurken, Sprossen, doch keine Sprossen, doch jetzt wirklich die Sprossen - von Hygiene war nie die Rede. Die Terrorzicke brachte heute einen sehr hörenswerten Kommentar von Volker Pispers, hier geht es zum mp3, über Twitter. Um das für alle noch mal zu betonen: 50.000 Menschen sterben pro Jahr an Infektionen, die sie sich im Krankenhaus eingefangen haben. Das sind 136 pro Tag. Nur mal so als Zahl, ohne in irgendeiner Art die EHEC runter spielen zu wollen!!

Und heute, im Jahr 2011, wurde endlich das Hygienegesetz verabschiedet. Das erste. Keine neue Modifikation oder ein Ergänzung eines Paragraphen. Nein, bundesweit ist JETZT per Gesetz "geregelt", dass und wie sauber man sich im Krankenhaus zu verhalten hat. Zumindest ein paar wenige Bundesländer sind hier schon seit mehreren Jahren wesentlich weiter.
Nochmal die Erinnerung, wie schreiben das Jahr 2011, wann kamen die ersten Hinweise, dass dreckige Hände Krankheiten übertragen könnten? 1848, von Iganz Semmelweis in Wien!

Bitte, anstatt sich über rohe, unbehandelte Keimlinge, die auf Fäkalien wachsen auf "dreckiger Erde" gezüchtet werden, aufzuregen und Mega-Schlagzeilen zu schreiben, einfach mal gucken, wie "sauber" die Ärzte arbeiten. Wie Lars hier schon schreibt, EHEC ist gefährlich und irgendwie da draußen einfach so entstanden. MRSA ist aber im Krankenhaus durch das Gesundheits(!)system entstanden.

Kann man die ganze Aufmerksamkeit der EHEC einfach weiter umlenken auf die ganz normale Hygiene, die im Krankenhaus und Altenheim eine Todesgefahr darstellen kann?
136 Tote am Tag, weil ein Pfleger, ein Angehöriger oder ein Arzt sich nicht die Hände desinfiziert hat, ein Antibiotikum nicht richtig verschrieben/eingenommen worden ist, etc - das ist keine Schlagzeile wert...

Nachtrag:

Wolfgang bemängelte im Kommentar, dass die 50.000 eine Zahl ohne wirkliche Statistik sei. Tatsächlich sind die 50.000 in sehr vielen Quellen genannt, ich habe aber keine reale Ursprungsquelle gefunden.
Hier wird von 15.000 Todesfällen DURCH nosokomiale Erreger und 40.000 MIT nosokomialen Erregern gesprochen. Ein deutlicher Unterschied, der aber an der ursächlichen Problematik nichts ändert. Letztlich kann man vermutlich nur schwierig unterscheiden, welche Beteiligung MRSA & Co. an einem Todesfall haben, und ob der Patient ohne die Infektion vielleicht (länger) überlebt hätte.
Das RKI spricht hier von etwa 14.000 Toten pro Jahr durch NI, das aber auch nur auf Basis von Schätzungen und Vergleichen (2006).
Das Deutsche Ärzteblatt beruft sich hier auf eine Studie und gibt ein Korrektur nach oben an, auf bis zu 30.000 Tote durch NI pro Jahr.

Wie Lars schon im Kommentar sagte, eine wirklich verlässliche Zahl ist schwierig zu erfassen. Aber nehmen wir mal "nur" die kleinste Zahl an, 14.000 pro Jahr bundesweit. Das sind immer noch 38 Menschen am Tag, die wegen mangelnder Hygiene sterben.


Foto: wikicommons


Autor: Chris· 14.06.11 · 20:38 Uhr· 50 Kommentare

24. Mai 2011

In Sonnencreme und Wandfarbe

Kategorie: Kultur·Medizin·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 11

Im Urlaub kam ich zufällig auf dieses Thema: Was ist eigentlich in Sonnencremes? Im Grunde das Gleiche wie in der Wandfarbe, weiße Pigmente.
Aber leider zieht die Wandfarbe so schlecht in die Haut ein, und ein 20-Liter Eimer ist so unhandlich in der Strandtasche, denn günstiger wäre das schon.
Sehr alt und sehr verbreitet ist das enthaltende Pigment, das Titandioxid (Ich höre schon die ersten Aufschreie:"Oh nein, das ist ja Chemie, das schmier ich auf meine Haut?"). Zusammen mit ein wenig Dihydrogenmonoxid (Den Kalauer gönn ich mir mal) ist das sowohl bei der Wandfarbe, als auch in der Sonnencreme und in der Zahnpasta enthalten. Den grundsätzlichen Unterschied, ob die Farbe nun an die Wand oder auf die Haut kommt, machen die zusätzlichen Stoffe, die beigemengt werden.
Aber, nochmal zurück, das Titandioxid ist im Grunde nur ein sehr weißer Farbstoff.

Physikalisch bedeutet ja eine weiße Farbe, dass das gesamte (sichtbare) Licht zurück reflektiert wird - wir sehen weiß. Wenn ein Pigment sämtliches (sichtbare) Licht aufnimmt und nichts reflektiert, sehen wir schwarz. Deswegen heizen sich schwarze Sachen in der Sonne auch so stark auf, die Energie wird absorbiert. Die weiße Wand strahlt also das Licht nahezu vollständig zurück, es ist in der Wohnung hell und den meisten Leuten gefällt das.
In der Haut sorgen Zusatzstoffe dafür, dass die weißen Pigmente in den oberen Hautschichten eingelagert werden. Wir sehen die Pigmente zwar nicht mehr so deutlich, aber sie sind in der Haut, und dort machen sie das Gleiche wie an der Wand - sie reflektieren das Licht zurück. Damit schützen die Partikel die darunter liegenden Hautschichten vor dem Sonnenlicht und bewahren einen so vor einem Sonnenbrand.

Aaaaber:
Während wir die Farben bzw. das farbige Licht sehen, ist für den Sonnenbrand in einem nicht unerheblichem Maße das (für uns) nicht sichtbare ultraviolette Licht entscheidend. Ich verweise mal auf das Spektrum des Lichts (das uns natürlich allen noch aus der Schule bekannt ist und eigentlich überflüssig ist).

Spektrum_v1.png

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Autor: Chris· 24.05.11 · 16:52 Uhr· 11 Kommentare

20. Mai 2011

Studenten und Doktoranden, lernt verkaufen!

Kategorie: Kultur·Medizin·Naturwissenschaften·Technik  ·  Kommentare: 17

800px-Altonaer_fischmarkt_12-10-2003.jpg Gerade habe ich wieder ein Gespräch in der Bahn mitgehört, dass mich an eine andere Situation erinnert: Neulich war ich auf einer Veranstaltung, bei der Forscher sich mit Firmen treffen (sollten). Eine ausgewählte Schar von Projekten aus den Life Sciences stellte sich und mit ihren Arbeiten vor, es gab Häppchen, wichtige Leute erzählten, wie sich die Uni gegenüber den Unternehmen präsentiert und dabei hilft, oder helfen möchte, den Sprung aus dem Labor in ein Produkt zu schaffen.

Zum Glück hatte ich ein wenig Zeit, sonst hätte ich diesen kleinen Abstecher noch mehr bereut. Zunächst machte das alles einen guten Eindruck.

Doch die Absichtserklärungen der Uni wurden nicht wirklich von Erfolgsergebnissen untermalt. Der wesentliche Aspekt aber, die Firmen, fehlte - es waren schlicht kaum welche vor Ort.

Ich traf ein paar alte Bekannte, die ich lange nicht mehr gesehen hatte, ein kleiner Pluspunkt zumindest. Aus reiner Neugier begann ich dann einen Fehler - ich befragte eine Doktorandin, die einsam und verlassen vor ihrem Poster stand.

Das Poster, dass sei vorweg gesagt, war ein gewöhnliches Kongress-Poster, wie es sie vermutlich überall gibt. Das Logo der Uni, der Arbeitsgruppe, ein kryptischer Titel in der Überschrift mit möglichst vielen Abkürzungen. Das ganze auf DinA2 ausgedruckt mit einer gefühlten 8 Punkt großen Schrift ohne Rand vollgeschrieben. Eine Handvoll Strukturformeln und vielleicht noch hochgepixeltes, unscharfes Schwarz-Weiß Bild.


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Autor: Chris· 20.05.11 · 11:46 Uhr· 17 Kommentare

05. April 2011

Mit OP-Roboter Schwalben bauen

Kategorie: Medizin·Technik  ·  Kommentare: 8

Was macht ein Chirurg, wenn er gerade nicht per Mikro-Hightech-Operationsroboter komplizierte Eingriffe vornimmt?
Richtig, er baut damit einen SchwalbePapierflieger(es gibt wohl regionale Unterschiede, wie man diese aus Papier gefalteten Flugzeug-ähnlichen Gebilde nennt), natürlich in entsprechendem Maßstab, versteht sich.

War es nicht auch gerade eine Folge bei CSI, wo ein kranker Serienmörder eine Schleife in den Darm seines Opfers gebastelt hat? Jedenfalls bin ich schwer beeindruckt, wie der Arzt seinen Roboter im Griff hat...


Autor: Chris· 05.04.11 · 10:02 Uhr· 8 Kommentare

17. Dezember 2010

Nach Erde und Kosmos jetzt Google Body

Kategorie: Medizin·Technik  ·  Kommentare: 7

googlebody.jpg
Mit einer visionären Vorahnung hatte ich seinerzeit schon Google "Stars" vorhergesagt, egal, jetzt hat Google sein Kartenmaterial noch weiter aufgestockt: Nach der Erde und den Sternen kann man jetzt bequem vom Rechner aus den Körper erkunden.
Anscheinend braucht man die aktuelle Beta des Google-eigenen Browsers Chrome und kann dann hier den Körper von oben nach unten und außen nach innen durchscrollen. Hier geht es zum Body Browser.

Bevor jetzt die ersten anfangen, nach den Formularen zur Verpixelung ihrer Leber zu fragen: Es sind "nur" dreidimensiole, berechnete Organe und Knochen. Wobei, es ist eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis man wie bei Earth zwischen Karten und Satellitenansicht wählen kann, also theoretische Modellansicht aus dem Rechner und reale Gewebeaufnahmen von Hagens. Es wäre sogar sinnvoll, um etwa Studenten schon früh zu zeigen, das auswendiggelerntes Lehrbuchwissen etwas anderes ist als die Realität, wo Gewebe, Nerven und Gefäße nicht mehr so schön gekennzeichnet und koloriert sind ;-)

Man mag vom Datenkraken halten, was man möchte, aber das ist mal ein extrem cooles Tool und kostenfrei noch dazu.


Autor: Chris· 17.12.10 · 18:10 Uhr· 7 Kommentare

15. Mai 2010

Immunsystem mit Keksen erklärt

Kategorie: Medizin  ·  Kommentare: 2

Ich habe gerade viel zu tun und daher ist es etwas ruhig hier geworden. Hier daher erstmal nur ein kurzes Video. Die gute Dame erklärt das Immunsystem mit Keksen. Es ist mir nicht wirklich klar, was jetzt genau der Vorteil der Kekse ist, aber man muss ja auch nicht alles verstehen....
In einer Live-Vorführung zu Weihnachten fände ich das passend. Aber seht selbst:


Autor: Chris· 15.05.10 · 20:36 Uhr· 2 Kommentare

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