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Forschung ist sexy! Zumindest wenn man verstanden hat, um was es geht. Wissenschaft und Forschung so zu vermitteln, dass es auch begriffen wird, ist Beruf(ung) von Christoph Larssen, Biologe und Wissenschaftsredakteur.

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22.02.12 · 08:50 Uhr

Wissenschaftler und Werbung

Kategorie: Ads & Science, Wissenschaft in der Werbung·Kultur·Politik  ·  Kommentare: 3

Ich möchte hier nur kurz auf einen sehr guten Text bei den Nachbarn verweisen. Advertorials sind bezahlte redaktionelle Inhalte. Bei einer Anzeige ist jedem bewusst, dass es Werbung ist. Nur wenige Anzeigen werden wirklich gelesen. Erst in der Summe, bei dem Schalten von mehreren Anzeigen kann man davon ausgehen, dass man vielleicht beim Leser unterbewusst wahrgenommen worden ist.
Sieht der Text (wie bei den besagten Advertorials) aber aus wie ein normaler Artikel, dann wird er mit einer höheren Wahrscheinlichkeit auch gelesen. Manche übersehen das kleine Wörtchen "Anzeige", wenn es denn oben in der Ecke überhaupt steht, und gehen davon aus, gerade einen objektiven Text eines Journalisten gelesen zu haben.
Davon profitieren die Verlage und es gibt ganze Magazine, die eigentlich nur aus Anzeigen bestehen, in Form von Advertorials. Das ist ganz normal so, auch wenn es vielen nicht bewusst ist.
Auch die Zeit hat solche Formate, wie im verlinkten Text beschrieben. Interessant wird es in den Kommentaren: Einerseits bekommen Journalisten keine Interviews von Wissenschaftlern, zu kostbar ist deren Zeit. Gleichzeitig will das Institut aber in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden, bezahlt also für teure Anzeigen/Advertorials.

Wie einfach es doch wäre, wenn dem Wissenschaftler die Zeit für seine Öffentlichkeitsarbeit gegeben würde. Er könnte ein Interview geben, vielleicht sogar mit einer eigenen Fotostrecke (kostet noch mehr Zeit) - und das ganze wäre umsonst, und echter, redaktioneller, journalistischer Text...

 

Autor: Chris· 3 Kommentare· Permalink· Trackback-URL

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Kommentare (3)

Kommentar-Direktlink miesepeter3· 24.02.12 · 13:22 Uhr


"Wie einfach es doch wäre, wenn dem Wissenschaftler die Zeit für seine Öffentlichkeitsarbeit gegeben würde. Er könnte ein Interview geben, .....

Um Gottes Willen, bloß das nicht! Wissenschafler reden in einer Sprache, die kein Mensch versteht, kommen von Hundertsten ins Tausendste und haben nach drei Minuten das Thema vergessen. Sowas zu veröffentlichen grenzt an beruflichen Selbstmord - und ich bin mal wieder `ne ganze Menge Vorurteile losgeworden.
(oder doch nicht?)

Author Profile Page Chris· 24.02.12 · 13:29 Uhr

@miesepeter
Das Traurige ist, das sind Klischees, die man nicht abbauen kann, wenn die Chance dazu gar nicht gegeben wird.

Kommentar-Direktlink miesepeter3· 24.02.12 · 13:50 Uhr

@Chris

Ja, wenn man keine Gelegenheit bekommt, kann man nicht zeigen, wie gut man ist.
Aber so ganz chancenlos sind die Jungs ja nun auch wieder nicht, beinahe täglich wird ein Wissenschaftler z.B. von Zeitungen um seine Expertenmeinung zu Diesem und Jenem gefragt. Eine Wissenschaftssendung im TV jagt die andere und auch da braucht man Wissenschaftler, um das eine oder andere zu erklären.
Aber die meisten Wissenschaftler werden ja nicht mal im eigenen Familienkreis verstanden, wenn die Familie nicht gerade auch aus lauter Wissenschaftlern besteht.
Nicht alle sind da so gut wie unser FF oder der Drachenliebhaber. Auch unsere Beschreiberin der Mittelgebirgswelten ist da eher die positive Ausnahme.
Aber das sind eher meine ganz eigenen Erfahrungen mit Wissenschaftlern, vielleicht verallgemeinere ich die doch zu sehr.

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