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Forschung ist sexy! Zumindest wenn man verstanden hat, um was es geht. Wissenschaft und Forschung so zu vermitteln, dass es auch begriffen wird, ist Beruf(ung) von Christoph Larssen, Biologe und Wissenschaftsredakteur.

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Archiv Februar 2011

21. Februar 2011

Gentechnik ist nicht böse - Insulin

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 107

Banting_and_Best.jpgIrgendwann nehme ich mir mal die Zeit und diskutier in der Einkaufszone mit einem "Tierschützer" oder Gentechnikgegner. Denn beides geht mir sowas gegen den Strich, pauschal gegen irgendetwas zu sein, ohne wirklich ein Pro und Contra abzuwägen (was natürlich voraussetzen würde, dass über diese unterschiedlichen Perspektiven Wissen vorhanden ist). Um Trollereien direkt zu vermeiden: Es gibt definitiv Tierversuche, die notwendig sind, einfach mal Contergan googlen.
Wenn Leute gegen Gentechnik sind, dann meinen Sie gewöhnlich und eigentlich, dass sie gegen den Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen in der freien Umwelt sind, etwa als Futtermittel oder Nahrungsmittel. Darum geht es mir aber nicht.

Fangen wir vorne an:
Es war einmal eine Zeit, da hatte kaum jemand irgendeine Ahnung von Molekularbiologie und Genetik. Gene, das hatte man schon mal irgendwo in der Schule vielleicht etwas von gehört, ganz sicherlich aber in einem Science-Fiction-Horrorfilm. Gene, das war was Schlimmes irgendwie. Und was der Bauer nicht kennt...

Als dann die ersten Ansätze zur Nutzung gentechnisch veränderter Organismen in das Blickfeld der Medien/Öffentlichkeit rückten, waren die Vorurteile sehr schnell gefällt ->
Gentechnisch veränderte Organismen = Böse
Das ist aber für eine Überschrift ein gänzlich unpraktisch langes Wortungetüm.
Tada, es lebe die künstlerische Freiheit der Redakteure, wie etwa hier.
Genfrei, das klingt einfach, sauber und angenehm, denn Gene sind ja böse. Was natürlich ein extremer Unfug ist, weil quasi alle Nahrungsmittel Gene sprich DNA enthalten.

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Autor: Chris· 21.02.11 · 21:11 Uhr· 107 Kommentare

08. Februar 2011

Science Slam in Mainz, Stadt der Wissenschaft 2011

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 4

Beim letzten Science Slam in Dortmund bin ich kurzfristig eingesprungen und habe ein wenig über Wissenschaftskommunikation referiert, außer Konkurrenz zu den eigentlichen Slammern, quasi als Eröffnung.
Was soll ich sagen, es ist etwas komplett anderes, ob man auf einer Konferenz vor anderen Wissenschaftlern, ein Projekt vor Kunden präsentiert oder eben vor einem ausverkauften Kino 500 neugierigen Besuchern etwas erzählt. Interessant soll es sein, auch ein wenig witzig, auf jeden Fall aber unterhaltend.
Es war wirklich ein cooler Abend und so habe ich die Ehre, das ganze nochmal zu wiederholen, Mittwoch um 20.00 beim ersten Science Slam in Mainz im Capitol. Das ganze ist eingebettet in die Stadt der Wissenschaft und verspricht, wieder ein interessanter Abend zu werden.


Nachtrag: Scheinbar ist das Capitol schon fast ausverkauft. Wer also noch keine Karten hat, besser vorher telefonisch klären, ob noch was geht...

Autor: Chris· 08.02.11 · 11:43 Uhr· 4 Kommentare

04. Februar 2011

Flight-View - Interaktiver Flug

Kategorie: Technik  ·  Kommentare: 12

Es gibt viele Projekte, bei denen ich so richtig verblüfft bin, was heute alles möglich ist.
So etwa bei Word Lens, oder eben auch bei diesem Video.
Eigentlich nur ein Heli-Rundflug über eine nette Landschaft (untermalt von dem etwas strapazierten Halleluja-Song). ABER man kann im gesamten Video die Kameraperspektive ändern, wie bei Googles Street View. Nur eben im laufenden Video.
Probiert es selbst:


Autor: Chris· 04.02.11 · 14:53 Uhr· 12 Kommentare

02. Februar 2011

Das lebt auch in Deinem Bauchnabel

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 24

Unbenannt-2.jpgSelbst bei dem reinlichsten Sacrotan-Fetischisten wird man Keime finden. Keime ist so ein schönes Unwort, um ängstlichen Käufern ein tolles, neues Reinigungsmittel anzudrehen. Als wäre es sonderlich gesund, sich in desinfizierten Räumen aufzuhalten.

Um hier gewisse Trolligkeiten direkt im Keim zu ersticken, die Errungenschaften der Mikrobiologie, unser Wissen über Bakterien und Pilze sind sicherlich eine Grundlage der modernen Zivilisation. Die multi-resistenten Keime zeigen gerade, wie verwundbar wir heute dennoch sind (und welche Folgen unkontrollierte Antibiotika haben).

Dennoch, jeder Mensch ist das Biotop für viele, unterschiedliche Organismen, die auf und in uns leben.

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Autor: Chris· 02.02.11 · 08:25 Uhr· 24 Kommentare

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