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Forschung ist sexy! Zumindest wenn man verstanden hat, um was es geht. Wissenschaft und Forschung so zu vermitteln, dass es auch begriffen wird, ist Beruf(ung) von Christoph Larssen, Biologe und Wissenschaftsredakteur.

Kommentare

Archiv November 2010

27. November 2010

Fahrrad oben am Laternenende anschliessen

Kategorie: Technik  ·  Kommentare: 19

Eigentlich mag ich solche viralen Spots nicht empfehlen, schon gar nicht für Firmen, deren Produkte ich nicht uneingeschränkt empfehlen kann. Dennoch finde ich diese Idee gut. Praktisch ist es nicht wirklich, weil kaum einer solch einen Klotz von Schloss mit sich rumschleppen möchte. Aber für einen dauerhaften "Parkplatz", bspws. vor dem Büro durchaus denkbar? Lediglich die Stadtwerke werden etwas dagegen haben, sein Fahrrad am oberen Laternenende aufzuhängen...


Autor: Chris· 27.11.10 · 10:57 Uhr· 19 Kommentare

25. November 2010

Eunuchen gegen Dengue Fieber

Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt  ·  Kommentare: 21

210px-Eunuch.svg.pngAuch wenn die Meldung schon etwas älter ist, irgendwie hat sie keine Beachtung gefunden: Auf den Cayman-Inseln wurden Anfang des Jahres Eunuchen ausgesetzt, um Krankheiten wie etwa das Dengue Fieber auszurotten oder zumindest einzugrenzen. Die Männer waren steril und konnten so zwar die einheimischen Weibchen begatten, brachten durch die vorherige Kastration allerdings keine Nachkommen hervor. Die Mücken (hätte ich die Gattung eher erwähnen sollen?) wurden speziell gezüchtet und genetisch verändert.

Im Zeitraum Mai bis Oktober wurden mehrmals die Woche insgesamt 3 Millionen gentechnisch veränderte Mückenmännchen ausgesetzt.

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Autor: Chris· 25.11.10 · 16:52 Uhr· 21 Kommentare

15. November 2010

Bäume beleuchten die Straßen und filtern CO2 aus der Luft

Kategorie: Technik  ·  Kommentare: 5

... so in etwa der Plan, den taiwanesische Forscher gerade zufällig entwickelt haben. Eigentlich wollten sie nur eine Lumineszenz entwickeln, die nicht so toxisch ist. Dazu haben sie Gold-Nanopartikel in Blätter injiziert. Tada, der Baum fing an zu leuchten.
Ganz nebenbei wurden aber auch die Chloroplasten angeregt, welche wiederum mehr CO2 "verbrauchten".
Mehr dazu hier.


Nachtrag Das ist eine sehr kurz zusammengefasste Version, wie die Ergebnisse mal in einer praktischen Umsetzung aussehen könnten. Man beachte den Konjunktiv! Derzeit ist es nicht praktikabel oder gar realistisch umsetzbar. ABER es ist ein Ansatz. WENN das Prinzip erst einmal etabliert ist, KÖNNTEN andere Partikel verwendet werden etc. Bevor also jetzt jemand in Taiwan Laub sammeln geht, um daraus das Gold zu sammeln - warten!
Nachtrag 2 Also, das ganze noch mal im Detail: Der Post-Doc Yen-Hsun Su hat Gold-Nanopartikel in die Blätter von Bacopa caroliniana(Großes Fettblatt, ne beliebte Aquarienpflanze) injiziert. Unter einer Bestrahlung mit UV-Licht erzeugten die Partikel dann eine Fluoreszenz im blau-violetten Bereich . UV rein, Blaulicht raus. Dieses blaue Licht wieder regte die Chloroplasten in den Blättern an, welches in einem "Rotlicht" resultiert. UV rein, Blaulicht zu Chloroplasten, Rotlicht raus. Das eigentliche Ziel war eine ungiftige "Öko"-LED zu entwickeln, die nicht auf dem teuren und giften Phosphor basiert. Und um den schwarzen Peter des ach so reisserischen Vergleichs mal dann direkt weiter zu geben:
"In the future, bio-LED could be used to make roadside trees luminescent at night. This will save energy and absorb CO2 as the bio-LED luminescence will cause the chloroplast to conduct photosynthesis," said Dr. Yen-Hsun Su in an interview with Chemistry World.
Die Vision der leuchtenden Bäume am Straßenrand kam vom Forscher selbst. Also, weitere Beschwerden bitte nach Taiwan.

Autor: Chris· 15.11.10 · 10:21 Uhr· 5 Kommentare

11. November 2010

Die Wissenswerte in Bremen - ein kleiner Rückblick

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur  ·  Kommentare: 1

Die Wissenswerte in Bremen waren dieses Jahr wieder ein großes Familientreffen all derer, die irgendwie Wissenschaft verständlich machen: Vorrangig Wissenschaftsjournalisten, aber eben auch viele Pressesprecher und sonstige Kommunikatoren aus wissenschaftlichen Einrichtungen und PR-Macher.

Vieles ist schon live getwittert worden und @Stirn hat hier seine Kommentare zur Zukunft des Wissenschaftsjournalismus verfasst.

Ein paar kurze Impressionen aus den einzelnen Veranstaltungen: Wie eine falsche und zu späte Kommunikation eskalieren kann, hat Dr. Kreiter (ich hatte da schon mal drauf verlinkt) sehr eindrucksvoll bewiesen. Leider auch, welche kriminellen Energien in vermeintlichen Tierschützern stecken - der Protest gegen seine Arbeiten gipfelte in Morddrohungen (und entsprechendem Polizeischutz).

Ein Rückblick auf 50 Jahre Wissenschaft im Fernsehen brachte so manche Perle zurück ans Tageslicht: Etwa Jean Pütz bei seinen ersten Hobbythek-Sendungen. Weiterhin gab es spektakuläre Enthüllungen unerwarteter Brisanz: Galileo ist nicht investigativ! (Nein, es gab kein Raunen im Saal, eher ein sarkastisches "Ach was?"). Volker Arzt brachte die Frage, wohin die Wissen(schafts)sendungen in Zukunft gehen werden sehr gut auf den Punkt: Die Mischung macht´s! Ja, es darf seichte und unterhaltsames Wissen geben, aber es soll auch die tief schürfende Wissenschaft geben. Zur allgemeinen Erheiterung sorgt vorher auch folgendes Video:

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Autor: Chris· 11.11.10 · 17:20 Uhr· 1 Kommentar

02. November 2010

Gestrickte hyperbolische Korallen - Mathe im Museum

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 7

Vor ein paar Wochen war in der Zeit ein sehr guter Artikel über eine Wissenschaftlerin, die Korallen strickt, um damit unter anderem hyperbolische Räume zu erklären und auf die Verschmutzung der Weltmeere hinzuweisen.

Das klingt merkwürdig? Ist es auch, aber nur auf den ersten Blick. Fangen wir mal bei dem hyperbolischen Raum an. *räusper* Äh, also der Thilo kann das sicher besser erklären, ich vereinfache das mal auf gebogene Ebenen, die mathematisch sehr schwer zu berechnen sind. Einfaches Beispiel: Lollo-Rosso-Salat. Und diese (mathematisch schwierigen) hyperbolischen Räume gibt es in der Natur recht häufig. Unter anderem bei Korallen. Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, ob sie eine Koralle stricken häkeln wollte und dann dachte, Hoppla, ein hyperbolischer Raum, oder ob es umgekehrt war. Jedenfalls strickt häkelt Margaret Werheim seitdem, und strickt häkelt und strickt häkelt... und mit ihr stricken häkeln inzwischen weltweit (99%) Frauen, um das vermutlich zweitgrößte Korallenriff zu erschaffen. Klickt Euch mal durch die Gallerien der Website vom "The Institute for figuring". Vieles macht zwar den Eindruck eines VHS-Strick-Weihnachtsbasar, aber wenn selbst das Andy Warhol Museum die gehäkelten Korallen einlädt, soll das schon was heißen.

Natürlich gibt es auch einen Blog und selbstredent war die gute Frau auch schon bei TED eingeladen und hat hier ihr Projekt vorgestellt, inklusive den hyperbolischen Räumen:

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Autor: Chris· 02.11.10 · 13:07 Uhr· 7 Kommentare

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