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Forschung ist sexy! Zumindest wenn man verstanden hat, um was es geht. Wissenschaft und Forschung so zu vermitteln, dass es auch begriffen wird, ist Beruf(ung) von Christoph Larssen, Biologe und Wissenschaftsredakteur.
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18.04.10 · 16:50 Uhr
Meine Expeditionen zu den letzten ihrer Art
Kategorie: Kultur·Themenwoche · Kommentare: 14

Ein Autor macht zusammen mit einem Kamerteam eine Expedition zu den letzten Individuen einer vom Aussterben bedrohten Tierart. Das ganze wird dann zum einen als Film, zudem aber auch als Buch veröffentlicht, siehe Buch auf der linken Seite.
Ich habe dem Verlag die Chance gegeben, mich eines Besseren zu belehren. Allerdings wollte man mir kein Rezensionsexemplar schicken. Folglich gebe ich hier und jetzt meine rein subjektive Meinung wieder über ein Buch, welches ich nicht gelesen habe. Warum?
Nun, vielleicht mag dem einen oder anderen die Geschichte ja bekannt vorgekommen sein. Hier ist sie schon einmal, sehr viel anders rezensiert worden: Nämlich genau hier
Und das ist das (deutsche) Original :
Wie dreist kann man sein, die Geschichte nahezu identisch zu wiederholen? Gut, er hat ein paar andere Tiere besucht als Douglas Adams. Das Konzept ist aber alt, gut, aber eben sehr alt.
Das könnte ich alles akzeptieren, wenn irgendwo ein Hinweis auf Douglas Adams wäre. "Ich wollte die Expedition fortsetzten..." oder "fortführen, was Adams begonnen hat". Davon habe ich aber in Interviews und Klappentext keine Spur gefunden, vielleicht ja im Vorwort im Buch selbst? Stattdessen feiert er sich und seine mutigen Aufnahmen zum Wohl der Tiere...
Wie bereits erwähnt, habe ich Kielings Nachahmung nicht gelesen, die Bilder sind sicherlich sehenswert. Aber ich behaupte jetzt einfach mal, dass es sehr schwer sein wird, an einen Douglas Adams auch nur annähernd ran zu kommen. Zu genial ist sein Stil gewesen, möge er immer ein Handtuch dabei haben.
Falls jemand Kielings Variante gelesen hat, möge er mich verbessern. Allen anderen sei noch einmal Douglas Adams empfohlen! Im Allgemeinen, vor allem aber "Die letzten ihrer Art"
Nachtrag:
Natürlich ist "DAS" Original im englischen "Last Chance to see", hier ist ein Video von der Nachfolgeserie, in der man sich auf die Spuren von Douglas Adams gemacht hat. Es wird hier ziemlich deutlich, welchen Charme das "Original" hat. Ich glaube nicht, dass sich ein ZDF-Mann von einem vom Aussterben bedrohten Papagei begatten lassen würde...
Autor: Chris· 14 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (14)
Hallo,
die Expeditionen von Kieling kenne ich vom Fernsehen und war sehr angetan von seiner Erzähl-art und den Bildern. Die Bücher habe ich nicht gelesen. Vielleicht sollte ich das mal tun. Ich denke, es ist sicher nicht sinnvoll vom kopieren des Themas zu sprechen, es geht doch sicher auch um die Sache - also die Menschen für die bedrohten Arten zu sensibilisieren, oder?
Gruß und schönes Restwochenende
Michael
Das, was ich an Bildern gesehen habe, war sehr gut, keine Frage. Aber wenn ich die Idee und sogar den Titel des Buches (fast wörtlich) kopiere, ist das dann kreativ und lobenswert? Ist das durch "die Sache" gerechtfertigt? Vielleicht erwähnt er es ja in dem Buch, ich weiß es nicht...
Originaltitel ist "Last Chance to See", ISBN 0330320025
Von einem, der auf deren Spuren wandeln wollte, wurde mir nach einem Zusammentreffen mit der hier abgebildeten Echsenart "he was eaten" berichtet.
But planet Earth is still mostly harmless.
Z.
Das ist keine gute Idee. Besser wäre es, erst mal einen Vergleich anzustellen:
http://www.bbc.co.uk/lastchancetosee/
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite#/beitrag/video/493294/Kieling---Die-Letzten-ihrer-Art---Teil-1
Blasphemie !!!
So drastisch wollte ich jetzt nicht formulieren.... ;-)
Sakrileg!
@Mistelberger
So, erstmal danke für das Raussuchen der Filme. Ich habe mir ein paar Minuten ZDF angeguckt. Warum schleppt er eigentlich die ganze Zeit sein Stativ durch die Gegend? Und wie (natürlich) zu erwarten war, hat er seinen ganz eigenen ZDF-Stil, der einfach nicht an das Original herankommt. Ich habe oben mal ein Video der englischen Serie reingestellt, zum Vergleich...
Der ZDF-Mann hockt im Wasser während die Bären auf der Jagd nach Lachsen um ihn herum durch das Wasser schießen und er füttert die wilden Füchse aus der Hand:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/221398/Im-Visier-der-Grizzly-Giganten#/beitrag/video/221398/Im-Visier-der-Grizzly-Giganten
Im Übrigen verweist die ZDF-Information auf das Buch von Douglas Adams und Mark Carwardine
Die Letzten ihrer Art.
Eine Reise zu den aussterbenden Tieren unserer Erde
Heyne, November 1992
Taschenbuch, 270 Seiten
ISBN-10: 3453061152
Carwardine ist ein begeisterter Zoologe, der auf seiner Reise um die Erde die letzten Vertreter aussterbender Tierarten erleben möchte. Douglas Adams ist sein ahnungsloser Begleiter, der mit viel Selbstironie die Widrigkeiten und Beschwerlichkeiten der Reise beschreibt. Seine Naivität und sein Blick für das Kuriose und Schräge der Tierwelt bringt dem Leser zoologisches Wissen auf ein leichte und ungemein amüsante Weise nahe - egal ob es um Komodo-Warane, gar nicht weiße "Weiße Nashörner" oder fette und flugunfähige Papageien in Neuseeland geht.
Bekannt wurde Douglas Adams übrigens durch die Science Fiction-Reihe "Per Anhalter durch die Galaxis".
http://terra-x.zdf.de/ZDFde/inhalt/22/0,1872,7555158,00.html
@Mistelberger
Wir reden aneinander vorbei, scheint mir. Hast Du mal irgendetwas von Douglas Adams gelesen?
Und der zweite Link beweist lediglich, dass man beim ZDF passende Bücher verlinken kann.
"Wir reden aneinander vorbei, scheint mir." Das kann gut sein.
Ich habe den Eindruck, dass hier wieder einmal ein Wissenschaftsredakteur entdeckt hat, dass Recherche nur hinderlich ist.
@mistelberger
Noch einmal die Frage, hast Du irgendein Buch von Douglas Adams gelesen? DANN können wir gerne weiter reden....
Hat diese Filme nicht der geniale STEPHEN FRY gemacht, zumindest waren diese (solche?) Filme mit ihm und den seltenen Tieren auf seiner Website zu sehen; er kommentierte darin auch wie immer kongenial.
Oder... ist das noch eine dritte Serie dieser Art?
Ja, das IST Stephen Fry in dem Papagei-Film.