Blog durchsuchen
Profil
Forschung ist sexy! Zumindest wenn man verstanden hat, um was es geht. Wissenschaft und Forschung so zu vermitteln, dass es auch begriffen wird, ist Beruf(ung) von Christoph Larssen, Biologe und Wissenschaftsredakteur.
Letzte Einträge
Kommentare
- BreitSide · 08.02.12 · 17:13 Uhr Gentechnik ist nicht böse - Der Katalysator im Pudding
- fortschrittt · 06.02.12 · 13:37 Uhr Fliegende Roboter-Schwärme
- BreitSide · 05.02.12 · 19:03 Uhr Ein (fast) echtes Holodeck, feat. BF3
- Frank Wappler · 04.02.12 · 15:36 Uhr So geht Wissenschaft - Krabben fischen
- Chris · 03.02.12 · 21:28 Uhr Geschenk-Empfehlungen
Blogroll
Verlinken Blogs OffTopicKategorien
Archiv
- Februar 2012
- Januar 2012
- Dezember 2011
- November 2011
- September 2011
- August 2011
- Juli 2011
- Juni 2011
- Mai 2011
- April 2011
- März 2011
- Februar 2011
- Januar 2011
- Dezember 2010
- November 2010
- Oktober 2010
- September 2010
- August 2010
- Juli 2010
- Juni 2010
- Mai 2010
- April 2010
- März 2010
- Februar 2010
- Frühere Beiträge
« vorheriger Beitrag · nächster Beitrag »
01.03.10 · 22:00 Uhr
Der Burgers´ Zoo in Arnheim
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 9
Einer der besten Zoos, die ich bisher besucht habe. Florian hat drüben ja schon eine Reihe von Museen getestet. Ich bin der Überzeugung, dass auch Zoos Einiges für die wissenschaftliche Bildung (für Kinder) tun (können).
Der Zoo in Arnheim (Holland) ist ziemlich alt und in seiner Grundsubstanz ein
klassischer Zoo, manchen Gehegen und dem Grundriß sieht man das auch noch an.
Dann irgendwann haben sie dort etwas damals neues gewagt, etwa die gitterlose Raubtieranlage. Später sind sie ihrem eigenen Trend "des etwas anderen" dann weiter gefolgt.
Als erstes wurde dann etwa der "Bush" errichtet, eine 1,5ha große Halle, die einem Gewächshaus in vielen botanischen Gärten entspricht, hohe Luftfeuchtigkeit und Temperatur lassen exotische Pflanzen gedeihen. Aber eben auch die dazu passenden Tiere. Sehr geschickt in die Anordnung der Wege und Beete wurden ein paar Gehege arrangiert, verhältnismäßig natürlich kann man so an einem Bachlauf ein paar Otter beobachten, Seekühen in einem Flußlauf zugucken und überall schwirren bunte, exotische Vögel umher. Ich kann nicht beurteilen, wie und ob die Vögel und Flughunde gefüttert werden, es macht aber zumindest den Anschein, als sei hier ansatzweise ein natürliches Biotop nachempfunden worden. Anstatt in einer Anordnung von Vitrinen und Terrarien zu flanieren, taucht man ein in ein Stück Urwald.
Zumindest, wenn man früh dran ist und noch keine Schulklassen gröhlend durch´s Unterholz preschen wie eine Horde Wildschweine. Auch der Imbiss wird in der Mittagszeit sein übriges zur Geräuschkulisse beitragen...
Aus dem Bush kann man weiter in die Wüste gehen. Durch einen schönen, imitierten Bergwerkstollen gelangt man in eine weitere Halle, ähnliche Temperatur, aber geringe Luftfeuchtigkeit, die Desert-Halle. Etwas weniger beeindruckend, weil Wüste halt letztlich nur Sand und (gut nachgemachte) Felsen mit einer Vielzahl von Kakteen sind. Ein paar Schlangen, Skorpione, Wüstenwildschweine, Wüstenschafe (die genauen Bezeichnungen habe ich verdrängt), Luchse und Vögel sind hier in den (gut versteckten) Gehegen zu sehen. Wirklich imposant ist der Kondor, der in der Halle über den Köpfen der Besucher seine Runden dreht.
Wieder zurück im Bush, kann man direkt durch einen weiteren Tunnel in den "Ocean". Ein Aquarium, dass es in sich hat.
Während etwa der Aquazoo coole Rundum- 180°-Panorma-Aquarien bietet und das Sealife schon obligatorisch den Tunnel durch das Becken mit den Rochen und Haien im Programm hat, bietet Burger´s Ocean mehrere, wirklich große Becken. Man beginnt an der Wasseroberfläche am Strand und geht dann stufenweise weiter hinab und taucht so tiefer in das Aquarium ein, dass sich durch viele, sehr große Scheiben betrachten läßt. Auf dem Bild ist übrigens eine Angestellte beim Inspizieren eines "kleinen" Beckens.
Das hier ist eine andere Ansicht des kleineren Beckens, quasi um die Ecke.
Denn den Abschluß bildet eine riesige Aquariumwand eines weiteren Beckens. Der einfache, aber extrem beeindruckende Trick: Nur der vordere Teil ist beleuchtet. Hai und Rochen ziehen ihre üblichen Bahnen durch das Becken, verschwinden in der Dunkelheit und tauchen an der anderen Seite wieder aus dem Nichts auf. Richtig, richtig cool! Auch hier wird das Taucherlebnis leider durch akustische Probleme beeinträchtigt.
Auch die "normalen" Gehege im restlichen Zoo sind gut gemacht, die Schimpansen- und Gorillahalle etwa wird ausgiebig zur Primatenforschung genutzt, der Zuschauer kann dabei zugucken. An vielen Schautafeln wird sehr gut erklärt, was der Elefant mit seinem Nasen/Rüssel alles machen kann, wie der Leopard seine Krallen ausfahren kann etc.
Wetterbedingt waren leider einige Tier in den Ställen, dafür war es aber eben auch auf der Besucherseite recht leer. Kindern stehen noch mehrere Spielplätze zum Austoben zur Verfügung und für die Verpflegung sind verschiedene Imbissbuden auf dem Gelände verteilt, die man aber tunlichst meiden sollte. So kostet eine kleine Portion Pommes ganze 3,- Euro ! Eine Caprisonne 1,60! Nicht wenige Besucher sind nach der Inspektion der Preisliste wieder rausgegangen, zu Recht.
Der Eintrittspreis von 18,- ist angesichts der wirklich sehenswerten Hallen und des großen Safariareals bestimmt gerechtfertig. Der Parkplatz kostet zwar nochmal 3,- zusätzlich, wenn man das aber auf die Zeit umrechnet, gehts wieder.
Insgesamt immernoch einer der besten Zoos, die ich bisher gesehen habe und absolut empfehlenswert! Früh hinfahren, direkt in den Bush und den Ocean und auf jeden Fall an die Verpflegung denken, dann kann man einen sehr schönen Tag verbringen, denn den wird man brauchen, um alles in Ruhe anzugucken.
Autor: Chris· 9 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
Kommentar schreiben
Top5
- Die größte Verschwörung aller Zeiten: In Wahrheit ist die Sonne kalt und dunkel!Astrodicticum Simplex· 26.01.2012
- Franz Hörmann und die Gaskammern: vom Wissen und vom GlaubenKritisch gedacht· 27.01.2012
- "2012 - Keine Panik" - Das Buch zum WeltuntergangAstrodicticum Simplex· 30.01.2012
- Kein Platz für junge Wissenschaftler - Das Problem der fehlenden JuniorpositionenAstrodicticum Simplex· 31.01.2012
- Newton, Hunter, Jenner, Cavendish und Co: Der Einfluss der britischen Naturwissenschaftler des 18. JahrhundertsAstrodicticum Simplex· 27.01.2012
Top5
- Abstimmung: Kernkraft, ja, nein, ein bisschen, vielleicht doch irgendwann malPrimaklima· 26.01.2012
- Die größte Verschwörung aller Zeiten: In Wahrheit ist die Sonne kalt und dunkel!Astrodicticum Simplex· 26.01.2012
- Franz Hörmann und die Gaskammern: vom Wissen und vom GlaubenKritisch gedacht· 27.01.2012
- "2012 - Keine Panik" - Das Buch zum WeltuntergangAstrodicticum Simplex· 30.01.2012
- Sonderrechte für Religiöse?blooDNAcid· 01.02.2012
ScienceBlogs.com
- An animal rights zealot faces her comeuppanceI was going to write about that article about massage ...Respectful Insolence· 08.02.2012 · 03:00 Uhr
- Nine chronic diseases and their varied impactsI wrote last month about the role of chronic diseases ...The Pump Handle· 07.02.2012 · 18:54 Uhr
- Real Science and Health News: From a Truth VigilanteIf people decide they're going to deny the facts of ...Starts With A Bang· 07.02.2012 · 14:22 Uhr
- myMac 01I am a Mac Oh wait no different commercial Let ...Greg Laden's Blog· 06.02.2012 · 23:21 Uhr
- Another Week of GW News, February 5, 2012Logging the Onset of The Bottleneck Years This weekly posting ...A Few Things Ill Considered· 06.02.2012 · 16:56 Uhr




Kommentare (9)
Klasse Bericht. Danke! :-)
Von München aus ist Arnheim doch ein ganzes Stück weg, so daß ich vorerst keinen Besuch dort machen werde. Aber vielleicht ergibt sich's ja dennoch mal. Bist Du häufiger in Zoos? Ich selbst kenne ehrlicherweise nur "Hellabrunn" hier in München und die Stuttgarter "Wilhelma" (wobei die Wilhelma toller ist). Zwei sehr traditionsreiche (und eigentlich recht schöne) Zoos. Aber ich war jetzt auch schon längere Zeit nicht mehr...
Würde ich auch gern mal sehen. Schon wegen der Affenanlage, die in Frans de Waals Büchern eine Rolle spielt
http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=%C5M%C5Z%D5%D1&url=search-alias%3Daps&field-keywords=frans+de+waal&x=0&y=0
Ist wirklich eine tolle Zooanlage!
Wer nicht wirklich soweit möchte, dem kann ich das "Zoom" in Gelsenkirchen empfehlen. Da wird jetzt am 5. März eine Tropenhalle erofnet (im neuen Asien-Teil). Die anderen Teile Afrika und Alsaka sind ebenfalls als "optisch" weitestgehend zaunfrei zu bezeichnen. Man hat auf versucht die natürlichen Lebensräume darzustellen und dafü auf eine unübersehbare Anzahl von Tieren verzichtet. Weniger ist hier eindeutig mehr!
Es muss mitlerweile 20 Jahre her sein, da war im TV ein erster sensationellen Bericht über den wunderbaren, neuartigen Zoo in Arnheim; seit der Zeit steht "Arnheim" auf meinem imaginären Reisezielzettel. Aber nur deshalb nach Arnheim? Tja, wenn's da auch noch Berge gäbe...
Ich werde nie den mich traurig anschauenenden Braunbär im engen Züricher Zoo vergessen, vor 37 Jahren; leider gibt's solche Gefängnis-Zoos noch heute.
so eine art "bush"-halle wird auch gerade im leipziger zoo unter dem namen gondwanaland gebaut, nur dass dort auf evolutionäre aspekte besonders eingegangen werden soll
Vor allem die Ozean-Welt finde ich jedes mal den absoluten Oberhammer (wir waren neulich im SeaLive in Oberhausen, und das konnte meines Erachtens nicht mithalten!) - wenn man ein paar Tage in der Kulturhauptstadt (also im Ruhrgebiet) weilt und einen Zoo besuchen möchte, ist Burger's Zoo (von Essen mit dem Auto etwa 1,5 h zu fahren) eine echte Empfehlung.
Andererseits finde ich Duisburg auch nicht schlecht, wenn man einfach einen schönen Zoo ohne großes Hallenschnickschnack ansehen will ... wegen der Kinder und so.
Burger's Zoo is' aber zugegeben 'ne andere Kategorie ...
@marc
Sagen wir so, wenn es in der Nähe ist und/oder sehenswert erscheint, waren wir da.
@friedel
Zoom ist das nächste Mal dran, wenn da keine Baustelle mehr ist. Wobei mir der Stil der getrennten und vorgeschriebenen Routen nicht ganz so dolle gefällt, aber es ist def. auch gut.
@Jeewes
Berge gibts in der Desert!
@Gregor
Sealife ist eben Sealife, man geht seinen Pfad brav nach Vorschrift durch und gut ist...
Auch für meine Familie und mich war und ist der Burgers Zoo in Arnheim einer der schönsten Zoos. Das wunderschön gestaltete Korallenriff in der Oceans Welt gibt einem wirklich das Gefühl in die Unterwasserwelt eintauchen zu können. Gut gefallen hat uns auch die Safariwelt mit ihren majestätischen Raubtieren. Schön, das es einen Zoo gibt, in dem man die Tiere "fast" hautnah erleben kann. Die Schnitzeljagt für Kinder quer durch den Zoo über das Thema Ernährung kam bei unserem Sohn auf jeden Fall sehr gut an. Wer weiß schon auswendig, was ein Bongo frisst und könnte den Kopf eines Tapirs zeichnen? Auf jeden Fall ein lehrreicher und schöner Tag! Wir kommen wieder!
Ein wunderschöner Zoo! Besonders die Seepferdchen und Haie im Aquarium-Bereich hatten es unserm kleinen Sohn angetan. Ein sehr schönes Ziel innerhalb eines Familienurlaubs in den Niederlanden.