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Marc Scheloske ist Sozialwissenschaftler und Wissenschaftsjournalist. Nach dem Studium an der LMU München war er an einer Studie zur Risiko- kommunikation für die EU beteiligt. Von 2008-2010 war er verantwortlicher ScienceBlogs-Redakteur. Seit 2011 ist er mit seiner Wissenswerkstatt als Berater für digitale Wissenschafts- kommunikation tätig.
Er twittert als Werkstatt.


Neues in der Kategorie Naturwissenschaften

02. Juni 2010

Einem Winzling auf der Spur - Was läuft zwischen der Reblaus und der Rebwurzel ab? 

Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt  ·  Kommentare: 3

Reblaus_2010.jpgMitte des 19. Jahrhunderts wurde die winzige Reblaus (Daktulosphaira vitifoliae FITCH) aus Nord-Amerika nach Europa eingeschleppt. Innerhalb der folgenden Jahre zerstörte die Zwerglaus große Weinflächen und verursachte einen immensen ökonomischen Schaden. Dieser entstand durch die unterirdische Saugtätigkeit der Reblaus an den Wurzeln. Bei dieser entsteht eine Galle, die in der Wissenschaft je nach Alter und Größe als Nodosität oder Tuberosität bezeichnet wird und im letzteren Fall eine Eintrittspforte für weitere im Boden lebende Krankheitserreger darstellen kann.

Eine Bekämpfung der Reblaus ist wegen ihres unterirdischen Lebenszyklus überaus schwierig und erst nach umfangreicher Forschung fand man mit der Pfropfung des Weines den bisher einzig erfolgreichen Weg sie in Schach zu halten. Bei der Pfropfung wird eine europäische Kulturrebe mit einem resistenten amerikanischen Wurzelstock vereint. Über 100 Jahre war dieses Vorgehen erfolgreich, allerdings wurde in den letzen Jahren immer häufiger das Auftreten der Reblaus an Weinreben berichtet. Somit ist sie inzwischen in vielen Weinbaugebieten der Welt zu finden, z.B. in Deutschland, Österreich, Ungarn, Frankreich, Nordamerika, Australien und Neuseeland.

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Autor: Marc Scheloske· 02.06.10 · 14:00 Uhr· 3 Kommentare

21. Oktober 2009

Risiko Nanotechnologie: Der Anfang vom Ende?

Kategorie: Naturwissenschaften·Politik·Umwelt  ·  Kommentare: 8

Risiko_Nanotechnik.jpgWie riskant ist Nanotechnik tatsächlich? Wurde das Risikopotential der winzig kleinen Teilchen in Lebensmitteln, Kleidung und dutzenden weiteren Produkten unterschätzt? Es ist durchaus möglich, daß der heutige Tag eine Trendwende in der Karriere der Nanotechnologie markiert. Denn heute sorgt eine aktuelle Überblicksstudie des Umweltbundesamts für Schlagzeilen. Dessen Experten weisen auf ungeklärte Risiken der Nanotechnologie hin und empfehlen schließlich sogar Nanoprodukte zu vermeiden.

Wer sich mit dem Risikopotential von Nanomaterialien beschäftigt, der kann über die Einschätzung der UBA-Experten kaum überrascht sein. Schließlich werden in Fachkreisen seit vielen Jahren mögliche gesundheitliche und ökologische Gefahrenpotentiale im Zusammenhang mit dem industriellen Einsatz von nanoskaligen Teilchen diskutiert. Überraschend ist vielmehr, daß die Nanotechnologie bis heute ein ausgesprochen positives Image genießt. Doch das könnte sich nun - nach solchen Berichten wie in der SZ - allmählich ändern.

Schließlich ist die aktuelle Studie in ihrer Schlußfolgerung durchaus klar formuliert; im Bericht ("Nanotechnik für Mensch und Umwelt") heißt es:

"Das Umweltbundesamt empfiehlt weiterhin, die Verwendung von Produkten, die Nanomaterialien enthalten oder frei setzen können, im Sinne eines vorsorgenden Umweltschutzes so lange zu vermeiden, als ihre Wirkungen in der Umwelt und auf die menschliche Gesundheit noch weitgehend unbekannt sind."

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Autor: Marc Scheloske· 21.10.09 · 15:15 Uhr· 8 Kommentare

15. Juli 2009

Mikroskopische Pionierarbeit: Stefan Hell und neue Dimensionen der Lichtmikroskopie

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 2

Wissenschaftler müssen sich ein Bild von der Welt machen. Mit Teleskopen blicken sie in die Ferne des Weltalls, mit Mikroskopen beobachten sie die allerkleinsten Vorgänge des Lebens. Wobei die Grenzen unseres Wissens immer auch durch die technologischen Rahmenbedingungen der (Meß-)Instrumente vorgegeben sind.

Der Göttinger Physiker Stefan Hell hat in den letzten Jahren neue - bislang ungeahnte - Meß- und Beobachtungsmöglichkeiten eröffnet. Und mit der erfolgreichen Entwicklung des Fluoreszenz- bzw. STED-Mikroskops* hat Hell sogar ehernes Lehrbuchwissen obsolet gemacht.

Stefan_Hell_02.jpg

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Autor: Marc Scheloske· 15.07.09 · 19:45 Uhr· 2 Kommentare

28. April 2009

Physik des Regentropfens: Tropfen zerplatzen gar nicht auf dem Boden

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 9

Regen.jpgEines meiner liebsten Geräusche ist ja das Prasseln von Regentropfen, die gegen Dach oder Fenster trommeln. Und wenn es einen richtig tollen Regenschauer gibt, dann schaue ich auch gerne aus dem Fenster und sehe gebannt zu, wie die Regentropfen auf dem Boden zerplatzen oder in Pfützen malerische Blasen erzeugen. Auf die Idee, diesen Vorgang genauer zu untersuchen, bin ich allerdings nicht gekommen.

Jetzt ist es dafür zu spät: Forscher der Harvard University haben eine interessante Studie zur Physik des Regentropfens vorgelegt.

Ich finde es ja ganz wunderbar, wenn Wissenschaft alltägliche Phänomene genauer unter die Lupe nimmt und dabei - das ist dann natürlich ganz besonders spannend - feststellt, daß sich die Dinge letztlich doch anders verhalten als gedacht. Und Regentropfen sind hier ganz besonders geeignete Kandidaten. Woran das wohl liegt?

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Autor: Marc Scheloske· 28.04.09 · 18:00 Uhr· 9 Kommentare

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