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Marc Scheloske ist Sozialwissenschaftler und Wissenschaftsjournalist. Nach dem Studium an der LMU München war er an einer Studie zur Risiko- kommunikation für die EU beteiligt. Von 2008-2010 war er verantwortlicher ScienceBlogs-Redakteur. Seit 2011 ist er mit seiner Wissenswerkstatt als Berater für digitale Wissenschafts- kommunikation tätig.
Er twittert als Werkstatt.
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12. Mai 2010
Tarzan, Honigbrote und das Jungbrunnengen: Stand-Up-Wissenschaft bei Famelab
Kategorie: Kultur · Kommentare: 7
Physiker sind ganz verrückt nach leckeren Honig-broten und Chemiker hangeln sich wie Tarzan durch den Dschungel. Das sind zwei der Erkenntnisse, die das österreichische Famelab-Finale 2010 bereithielt. Aber natürlich lernte das Publikum im Festsaal des Technischen Museums in Wien noch viel mehr: daß man mit einer Wasserflasche, einem Streichholz und geeigneten Druckbedingungen auf der Bühne Wolken erzeugen kann zum Beispiel. Und natürlich konnte man lernen, daß Wissenschaft nicht langweilig ist, sondern sehr kreativ und humorvoll vermittelt werden kann.
Insgesamt zehn junge Wissenschaftler hatten sich in den Vorentscheidungen für das Finale des Famelab-Wettbewerbs qualifiziert. Jeweils fünf Minuten hatten die Kandidaten Zeit, um ein wissenschaftliches Thema - idealerweise ihre eigene Forschung - zu präsentieren. Und das ist tatsächlich gelungen. Ohne Powerpoint-Folien, die im Hintergrund flimmern und Sicherheit geben, ohne Fachkauderwelsch, bei dem ein Laienpublikum schon allein durch das Fachvokabular abgeschreckt wird. Kurz, verständlich, sympathisch. Das war das Gütezeichen der meisten Präsentationen.
Autor: Marc Scheloske· 12.05.10 · 11:00 Uhr· 7 Kommentare
07. Mai 2010
Jung, kurz & knackig: Famelab bringt Wissenschaft auf die Bühne
Kategorie: Kultur
Eigentlich ist das ja eine verrückte Idee: da forschen Wissenschaftler monate- und jahrelang in ihren Labors und dann sollen sie ihre Arbeit innerhalb von wenigen Minuten einem fachfremden Publikum näherbringen. Daß das gelingen kann, beweist der Wettbewerb Famelab, der dieses Jahr wieder viele junge Talente der Wissenschaftskommunikation anlockt. Morgen findet das österreichische Finale in Wien statt.
Es ist kein Geheimnis, daß mir diese etwas unkonventionellen Formate der Wissenschaftskommunikation sympathisch sind. Wissenschaftler verlassen ihr angestammtes Revier und präsentieren ihre Themen in Kneipen, Bars oder an anderen ungewöhnlichen Orten. Es muß ja nicht immer die Fachkonferenz sein. In München hat beispielsweise die NerdNite innerhalb weniger Monate schon eine stattliche Fangemeinde erobert. Und die ScienceSlams haben nicht nur in Braunschweig einen tollen Erfolg.
Autor: Marc Scheloske· 07.05.10 · 13:45 Uhr· 0 Kommentare
04. Mai 2010
Omega-3-Fettsäuren: Keine Wirkung auf Konzentration und Gedächtnis
Kategorie: Medizin · Kommentare: 8
Omega-3-Fettsäuren sind populärer denn je. In den letzten Jahren werden immer mehr Lebensmittel mit Omega-3-Fettsäuren aufgepeppt. Sie sollen nicht nur das Risiko von Herzinfarkten und Schlaganfällen senken, sondern auch noch ganz generell vor Krebs schützen, gegen Depressionen sowieso und vor dem kognitiven Abbau im Alter bewahren. Eine aktuelle Studie sorgt hier etwas für Ernüchterung: die Gedächtnisleistung von Senioren kann die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren nicht verbessern.
Eigentlich begann alles mit einer Studie zu den Ernährungsgewohnheiten der Inuit in Grönland. In den 50er Jahren stellten Forscher fest, daß sich die Bewohner der Arktis traditionellerweise ausgesprochen fettreich ernähren, aber - und das sorgte für Irritation - dennoch kaum von Herz-und-Kreislauferkrankungen betroffen sind. Des Rätsels Lösung lag dann recht nahe: die Inuit essen natürlich sehr viel Fisch. Und vor allem Kaltwasserfische (Lachs etc.) haben einen sehr hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren.
Autor: Marc Scheloske· 04.05.10 · 19:15 Uhr· 8 Kommentare
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