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Marc Scheloske ist Sozialwissenschaftler und Wissenschaftsjournalist. Nach dem Studium an der LMU München war er an einer Studie zur Risiko- kommunikation für die EU beteiligt. Von 2008-2010 war er verantwortlicher ScienceBlogs-Redakteur. Seit 2011 ist er mit seiner Wissenswerkstatt als Berater für digitale Wissenschafts- kommunikation tätig.
Er twittert als Werkstatt.


Archiv März 2010

29. März 2010

Hirnforschung: Unser Gehirn braucht Überraschungen, liebt sie aber nicht?!

Kategorie: Kultur·Medizin  ·  Kommentare: 9

Hirnforschung.jpgWie arbeitet unser Gehirn? Wie funktioniert Wahrnehmung? Welche Faktoren prägen unser Gedächtnis? - Es gibt so unendlich viele spannende Fragen an die Hirnforschung. Doch deren Antworten sind bislang kaum zufriedenstellend. Zwar findet man in den einschlägigen neurowissenschaftlichen Journals fast im Wochentakt interessante Veröffentlichungen, aber das sind dann allenfalls winzig kleine Mosaiksteinchen, die sich vielleicht irgendwann in ein großes Bild einfügen lassen, das uns dann verstehen hilft, wie unser Gehirn tatsächlich "tickt". Aber bis dahin ist es noch weit.

Und so müssen wir uns wohl mit den Befunden einzelner Studien zufrieden geben, die sich - jedenfalls auf den ersten Blick - allerdings teilweise widersprechen. Aber das ist möglicherweise weniger ein Problem der Hirnforschung, denn der Wissenschaftskommunikation. Ein Beispiel.

Zwei Studien, zwei Aussagen: Legen es die Neurowissenschaften auf Verwirrung an?

Studie I: Das Hirn liebt Überraschungen

Vor etwa vier Wochen publizierte ein Forscherteam um Nikolai Axmacher von der Universität Bonn die spannenden Ergebnisse einer Studie. Die Hirnforscher hatten untersucht, wie das Gehirn auf erwartete bzw. unerwartete Informationen reagiert und wie sich das alles auf die Erinnerung auswirkt. Dazu sollten sich die Probanden die Bilder auf einem PC-Bildschirm einprägen. Es wurden Gesichter und Häuser gezeigt und später wurde abgefragt, an welche Bilder sich die Probanden erinnern konnten.

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Autor: Marc Scheloske· 29.03.10 · 13:45 Uhr· 9 Kommentare

02. März 2010

Body-Mass-Index: Abgesang auf eine irrelevante Meßgröße

Kategorie: Medizin  ·  Kommentare: 15

Maßband.jpgDen Body-Mass-Index können wir getrost vergessen. Er hat - das ist eine der Meldungen des heutigen Tages - als Kriterium für bestimmte (koronare) Krankheiten keine Aussagekraft. Das ist das interessante Resultat einer Langzeitstudie, deren Ergebnis jetzt vorab bekannt wurde. Allerdings wird es auch in Zukunft nicht egal sein, wieviel Fett wir auf den Hüften haben - an die Stelle des ausrangierten BMI tritt die WHtR...

Mehr als 10.500 Teilnehmer wurden über viele Jahre gewogen, vermessen und hinsichtlich ihres Risikos für Herz- und Kreislaufkrankheiten untersucht. Dabei stellten die Wissenschaftler fest, daß ausgerechnet der weitverbreitete BMI quasi keine Aussagekraft hat.

"Der BMI spielt keine Rolle für das Schlaganfall-, Herzinfarkt- oder Todesrisiko eines Menschen"
erklärte Studienleiter Harald Schneider von der Universität München.

Dafür ergab die Auswertung der Studie, daß ein anderer Wert durchaus prädiktiven Wert besitzt. Hinter dem Kürzel WHtR verbirgt sich die "waist-to-height-ratio". Wenn man den Taillenumfang durch die Körpergröße teilt, dann lassen sich nämlich durchaus Rückschlüsse auf gewisse gesundheitliche Risiken ziehen.

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Autor: Marc Scheloske· 02.03.10 · 18:00 Uhr· 15 Kommentare

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