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Marc Scheloske ist Sozialwissenschaftler und Wissenschaftsjournalist. Nach dem Studium an der LMU München war er an einer Studie zur Risiko- kommunikation für die EU beteiligt. Heute lebt und arbeitet er als ScienceBlogs-Redakteur in München.
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07.02.10 · 14:00 Uhr
Nebenfolgen der Schweinegrippe: Kinder-Impfstoffe ausverkauft
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Medizin·Politik · Kommentare: 24
Es klingt unglaublich und für viele junge Eltern wie ein schlechter Witz: in Deutschland sind derzeit insgesamt sieben Impfstoffe gegen Kinderkrankheiten nicht oder nur schwer lieferbar, darunter der Sechsfach-Impfstoff für Säuglinge "Infanrix hexa" von GlaxoSmithKline. Die Impfstoffhersteller haben offenbar seit letztem Herbst fast ihre gesamten Produktionskapazitäten für die Herstellung des Schweinegrippe-Impfstoffs reserviert. Wie man dabei vergessen konnte, daß andere Impfstoffe weiterhin nachgefragt werden und lieferbar sein müssen, ist rätselhaft.
Deutschland im Frühjahr 2010: Kinder-Impfstoffe werden knapp.
Wie man heute in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" nachlesen kann [Text von Volker Stollorz, leider nicht online], gibt es seit wenigen Wochen einen Lieferengpaß bei einigen Kinder-Impfstoffen. Die Vorräte bei den Apotheken sind aufgebraucht, GlaxoSmithKline aber kann keinen neuen Impfstoff mehr liefern. Die Kinderärzte müssen die Eltern also abweisen und vertrösten; nachvollziehbar, daß sowohl Ärzten, als auch den Eltern das Verständnis fehlt.
Sechsfach-Impfstoff "Infanrix hexa" derzeit nicht lieferbar
Denn unter den derzeit ausverkauften Impfstoffen ist auch der Sechsfach-Impfstoff Infanrix hexa®. Dabei handelt es sich um den einzigen zugelassenen hexavalenten Impfstoff, der zur Grundimmunisierung gegen Kinderlähmung, Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Haemophilus influenzae Typ b sowie Hepatitis B eingesetzt wird. Dieser Kombi-Impfstoff ist natürlich schon allein deswegen häufig nachgefragt, weil dadurch die Anzahl der Impftermine reduziert werden kann.
Und Hersteller von "Infanrix hexa" ist eben GlaxoSmithKline (GSK). Doch beim britischen Pharmakonzern hat die Bestellung der 50 Millionen Impfdosen des H1N1-Impfstoffs Pandemrix offenbar dazu geführt, daß man die Produktion anderer Impfstoffe vernachlässigt oder zwischenzeitlich eingestellt hat. Sprecher von GSK bedauern natürlich, daß es zu Lieferproblemen kommt, an der Verärgerung der Betroffenen wird das wenig ändern. Denn noch bis April oder Mai wird es nach derzeitigem Informationsstand dauern, bis wieder ausreichend Nachschub zur Verfügung steht.
Unvermeidliche Nebenfolgen?
Sorgte die Konzentration auf die Produktion des H1N1-Impfstoffs zwangsläufig zur Vernachlässigung anderer Bereiche?
Der Fall ist auch insofern bemerkenswert, als daß hier mustergültig sichtbar wird, welche Fern- und Nebenfolgen in komplex gekoppelten Systemen auftreten. Und ebenfalls wird sichtbar, wie unvermeidbar solche Pannen ganz offensichtlich sind. Denn eigentlich sollte man davon ausgehen, daß man bei GlaxoSmithKline genau weiß, wieviele Dosen "Infanrix hexa" jeden Monat verimpft werden. Da gibt es sicher leichte Schwankungen, aber der Impfstoff ist seit 10 Jahren auf dem Markt und ist quasi die Standard-Immunisierung bei Säuglingen.
Es besteht also kein Zweifel darüber, daß diese Größe (monatlicher Bedarf an "Infanrix") bekannt ist. Wenn man dann - wie im letzten Herbst - vor der Entscheidung steht, die eigenen Produktionskapazitäten umzuschichten (weil eben der H1N1-Impfstoff produziert werden muß), dann muß man sicher noch andere Zahlen in die Kalkulation mit einbeziehen. Die Zahl der vorrätigen Reserven des Impfstoffs im eigenen Lager, dazu die Vorräte bei den Apotheken.
Doch das alles ist keine höhere Mathematik. Wie man sich dann als GlaxoSmithKline in die peinliche Situation manövrieren kann, daß im Januar kein Infanrix mehr lieferbar ist, ist vollkommen unverständlich. Aber eben doch ein Beispiel mehr, wie schwer sich auch Organisationen tun, unter halbwegs komplexen Randbedingungen richtige Entscheidungen zu treffen.
Autor: Marc Scheloske· 24 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kollateralschaden der Schweinegrippe: Lieferengpass bei Kinder-Impfstoffen · ScienceBlogs · 08.02.10 · 06:37 Uhr
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Kommentare (24)
Auf welche Quellen bezieht Volker Stollorz sich denn, woher weiss er, dass Lieferengpässe bestehen? Ist ja nicht so, dass GSK das öffentlich machen würde!
Und auf die Frage
kommt von meiner Seite aus ein ganz klares JA! Ich denke mal, dass dort kurzfristig eher das Geld anvisiert wurde und somit anderen Pflichten nicht mehr nachgekommen ist. Ist ja auch verständlich, denn als Pharmafirma stehst du gewaltig unter Druck und befindest dich in der Konkurrenz mit vielen anderen Firmen, im hart umkämpften Pharmamarkt. Ich schätze mal, dass GSK gedacht hat, dass die Schweinegrippe-Pandemie (wenn man überhaupt von so etwas sprechen kann) wesentlicher schärfer verläuft als sie es tat und so dachte man wohl, man könnte das große Geld machen. Das Problem sollte man aber schon in den Grif fbekommen. Ich denke mal in 2-3 Monaten hat sich dieser Engpass auch wieder erledigt.
@Dr.Zucker
Ich kann mich hier als eine Quelle outen, habe die Situation exakt so beim Kinderarzt (anderes Kind) miterlebt.
2-3 Monate sind beim einem Neugeborenen durchaus ein nicht unerhebliches Zeitfenster, wenn es um die Impfung geht. Statt einer 6-fach Impfung dann 6 verschiedene Impfungen, die evtl. miteinander Komplikationen hervorrufen?
Ob und wie und wer ist denn ggf. dafür haftbar? Und kann ein Monopolist dafür nicht zur Rechenschaft gezogen werden?
FAS Text jetzt online:
http://www.faz.net/s/Rub7F74ED2FDF2B439794CC2D664921E7FF/Doc~E971C2B1F956241419E751E16D3C314D0~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_googlenews
Äh, vielleicht zum Klarstellen, ich bin keine Quelle von Volker gewesen, ich kann diese Lieferengpässe aber bestätigen
Lieferengpässe gibt es bzw gab es- das komt aber immer wieder vor auch bei anderen Firmen.
Man solte sich aber nicht nur auf die Pandemie rausreden. Pandemrix wird in 10er Dosen abgefüllt. Infanrix Hexa, da sind 5 Komponenten in einer Fertigspritze also andere Abfüllungstechnologien. Infanrix Hexa hat produktionstechnisch ca 1 Jahr Vorlaufzeit bis so eine Charge zum Verkauf steht.
Da müssen andere Gründe auch noch eine Rolle gespielt haben.
Ok, Artikel gelesen und jetzt bin ich schlauer ;-)
@Chris: Stimmt, aber laut Interview sollen ab Mitte Februar wieder Impfungen lieferbar sein. Von Komplikationen würde ich eher nicht ausgehen...wenn eine 6fach-Impfung nichts anrichtet, werden es auch 6 einzelne mit quasi den selben Antigenen auch nicht. Haftbar? Gute Frage...ich glaube niemanden, außer es würde einen Vertrag geben, der bestimmte Liefermengen von GSK verlangen würde und zur Rechenschaft ziehen...soweit würde es niemals kommen.
@Wolfgang: Kann gut sein, werden wir aber wohl nie erfahren.
@Wolfgang:
O.k., daß es gelegentlich zu Lieferengpässen kommt, glaube ich gerne. Aber hier scheint der Fall doch besonders gelagert zu sein. Denn erstens fehlen ja mehrere Impfstoffe bzw. sind knapp, zweitens hätten die Sprecher von GlaxoSmithKline sicherlich protestiert, wenn der unterstellte Zusammenhang zur Pandemrix-Herstellung nicht gegeben wäre.
Ich selbst muß zugeben, daß ich ehrlicherweise nicht weiß, wie die Produktionszyklen aussehen, aber wenn Du mit Deiner Information richtig liegst, daß die Vorlaufzeit für Infanrix rund 1 Jahr beträgt, dann wäre jeder Zusammenhang zwischen den Engpässen und Pandemrix an den Haaren herbeigezogen - was ich mir im konkreten Fall dann auch wieder nicht vorstellen kann, da ich Volker Stollorz kenne und weiß, daß er die Sache sauber recherchiert hat.
Insofern bleibe ich bei meiner Darstellung: Unfähigkeit und Schlamperei bei Glaxo ist die Ursache. Andere Einflußfaktoren würden mich freilich interessieren...
Kleine Korrektur am Rande: es heißt Impststoff, nicht Impfserum.
"Die Vorräte bei den Apotheken sind aufgebraucht, GlaxoSmithKline aber kann keine neuen Impfseren mehr liefern. "
Ich kann mir kaum vorstellen, dass für die Extraproduktion Schweinegrippeimpfstoff großartig neues Personal eingestellt wurde - vielleicht wurden Angestellte von Infanrix abgezogen?
hier gibt GSK selbst an, dass die Vorlaufzeit für Infanrix Hexa ein Jahr dauert.
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/impfen/article/587620/engpaesse-kinder-impfstoffen-gibt-alternativen.html
im übrigen geben sie ja schon zu dass der Lieferengpass nicht nur mit H1N1 zu tun hat.
Aber wenn jetzt Rotarix schon nicht mehr lieferbar ist, müssen die Nicht-H1N1 Gründe überwiegend sein. Rotarix ist ein reassortanter Lebendimpfstoff gegen Brechdurchfall.
Pandemrix ein adjuvierter Totimpfstoff in 10 Dosenbehältnissen mit Konservierungsmittel.
Da kann ja noch nicht mal dieselbe Abfüllanlage verwendet werden. Und von der Produktionstechnologie- also weiter vorne in der pipeline- ist das komplett was anderes.
Also gibt es andere Gründe.
Mich wundert, dass dieser auch wissenschaftsgeschichtlich und -betrieblich so aufschlussreiche Thread hier bezüglich der Kommentare so schleppend anläuft.
Florian Freistetter, der sich in seinem November-2009-Thread "Ich habe mich gerade gegen Schweinegrippe impfen lassen" auf weit über 200 Kommentare gebracht hat, habe ich gerade folgendes Post geschrieben:
@ Florian Freistetter schrieb:
"Falls jetzt wer fragt, warum ich mich denn impfen habe lassen: das liegt nicht daran, dass ich Panik vor der Schweinegrippe habe. Aber wenn ich es vermeiden kann, Grippe zu bekommen (egal ob Schwein oder nicht), dann mache ich das - denn auch wenn die Wahrscheinlichkeit für schlimme Folgen gering sind ist eine Grippe nicht lustig. Und vor allem: wenn ich geimpft bin, kann ich es vermeiden, andere Menschen anzustecken, die dann - weil sie vielleicht schon andere Krankheiten haben - viel schwerer unter der Grippe leiden!"
Wie fühlt sich eigentlich jemand, der hier mit seiner Sch(w)einegrippen-Impfung öffentlich und demonstrativ hausieren ging und jetzt feststellen muss, dass er damit eine Pandemie-Hysterie angeheizt hat, die als Spätfolge dazu geführt hat, dass andere - vielleicht überlebenswichtige - Impfstoffe für Kinder knapp geworden sind?
Immerhin ist mit Deiner Impfung eine Impfdosis weniger auf Müll gelandet. In Berlin sollen es allein über Hundertausend im Wert von knapp 100.000 Euro sein!
@Geoman:
Ist diese Aussage wirklich ihr ernst? WIrklich!?!?!?!?!?!?!?!?
Mehr zum Thema gibt es seit heute auch auf Spiegel.de
Demnach meint der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Wolfram Hartmann
und
Wie es ausschaut -wenn sich das alles so bewahrheitet- handelt es sich um einen echt großen Skandal und ich hoffe, dass GSK ordentlich eingeheizt wird, denn das ist echt unmöglich. Die Profitgier unter den Pharmafirmen ist echt nicht mehr schön, da es laut Hartmann ja auch keine richtigen Impfalternativen gibt.
Im übrigen ist es nicht so, als dass die Kinder plötzlich garnicht mehr geimpft werden könnten.
Statt der 6-fach Impfung geht 5-fach + Hepatitis B und statt MMRV eben MMR + V
2 statt 1, das kann man verwinden finde ich.
@Tina:
Danke noch für die kleine Korrektur oben (Impfserum vs. Impfstoff). Ich habe es im Text geändert. Ich persönlich sehe den Fall auch nicht als himmelschreienden Skandal, denn ich denke, daß ggf. durchaus Alternativen vorhanden sind (die erwähnten Vier- oder Fünffachimpfstoffe, die ja zur Verfügung stehen). Für mich ist die Sache eher ein Ärgernis und ein gutes Beispiel für unerwartete Nebenfolgen.
@Wolfgang:
Danke für die weitere Einschätzung bzgl. anderer Faktoren, die zu den Lieferschwierigkeiten geführt haben. Ich glaube, wir sind uns einig, daß es keine monokausale Angelegenheit ist. Wobei wir über manche Gründe halt doch nur spekulieren können. War man sich bei GSK evtl. doch bewußt darüber, daß man seine Herstellungskapazitäten überstrapaziert? Und ist man das Risiko dann eben aus Profitgründen doch eingegangen? Naja, wie gesagt, alles Spekulation, wenn man keine Insiderkenntnisse hat.
@geoman:
Ich lasse den Kommentar oben ausnahmsweise stehen. Er disqualifiziert hier eher den Kommentator als die angegriffenen Personen.
Zur Erklärung: ich habe mich auch nicht gegen H1N1 impfen lassen (hätte es aber bei anderem Verlauf in Erwägung gezogen). Heute aber Vorwürfe zu konstruieren, daß diejenigen, die letzten Herbst für eine Impfung geworben haben, eine Verantwortung für diese aktuelle "Panne" haben, ist lächerlich.
Wenn die Vorwürfe an die Adresse von Florian nochmal wiederholt werden, dann lösche ich die betreffenden Kommentare.
Wie dramatisch ist der Engpass an Impfpräparaten gegen Kinderkrankheiten?
http://www.spektrumdirekt.de/artikel/1021631
@Karl Mistelberger: Danke für die Verlinkung, danach hört es sich gleich nicht mehr so dramatisch an!
Tja Geoman, das war wohl ein EPIC FAIL.
Wie wäre es mal hiermit?
Wahlweise kannst Du auch mal dies hier probieren.
Danke
Manoman. Ich bin Mark dankbar dafür, dass er diese Geschichte hier aufgebracht und damit zur Diskussion gestellt hat. Für Laien wie mich klingt die Sache mit dem Engpass wegen der H1N1-Impfung erstmal plausibel. Dank der Kommentare hier erscheint das ganze jetzt eher wie ein Sturm im Wasserglas, wiedermal ermöglicht durch schlechte Recherche und den unbändigen Drang auf die Pharmaindustrie einzuhauen. Fakten stören da nur.
@ Marc Scheloske
"Ich lasse den Kommentar oben ausnahmsweise stehen. Er disqualifiziert hier eher den Kommentator als die angegriffenen Personen.
Zur Erklärung: ich habe mich auch nicht gegen H1N1 impfen lassen (hätte es aber bei anderem Verlauf in Erwägung gezogen). Heute aber Vorwürfe zu konstruieren, daß diejenigen, die letzten Herbst für eine Impfung geworben haben, eine Verantwortung für diese aktuelle "Panne" haben, ist lächerlich.
Wenn die Vorwürfe an die Adresse von Florian nochmal wiederholt werden, dann lösche ich die betreffenden Kommentare."
Mein Kommentar war weniger ein Vorwurf an Florian Freistetter persönlich als ein Hinweis darauf, dass hier auf Scienceblogs systematisch an den Problemen vorbei diskutiert wird.
Fast alle Beiträge und unzählige Kommentaren zum Thema Schweinegrippeimpfung waren darauf fokussiert, die wissenschaftlich abgesicherte Unbedenklichkeit der Impfung herauszustellen und Kritiker als esoterische Bedenkenträger abzukanzelen.
Bei solcher Fixiertheit verliert man leicht die Übersicht und die wirklichen Probleme bleiben auf der Strecke. In diesem Fall, wie werden wir mit den unerwünschten Nebenfolgen einer im Verbund von Pharmakonzernen, Wissenschaftlern und Politikern herbeigeredeten Pandemie bzw. Pandemie-Hysterie fertig.
Ich habe nur etwas ironisch darauf aufmerksam machen wollen, dass sich für diese relevante Thematik hier offenbar kaum jemand interessiert, nachdem man sich im Vorfeld bei einer offenbar nebensächlichen Problematik die Köpfe heißdiskutiert hat.
"Wenn die Vorwürfe an die Adresse von Florian nochmal wiederholt werden, dann lösche ich die betreffenden Kommentare."
"Tja Geoman, das war wohl ein EPIC FAIL. Wie wäre es mal hiermit? Wahlweise kannst Du auch mal dies hier probieren."
Kann sein, dass "Geoman" übers Ziel hinausgeschossen ist.
Kann auch sein, dass das den Platzhirschen hier nicht gefällt.
Sicher ist jedenfalls, dass die oben zitierten Reaktionen von MS und "Gluecypher" arrogant und ebenfalls weit übers Ziel hinausschießend sind.
Zensieren, was nicht gefällt? Merkt Ihr denn gar nicht, was Ihr hier vollführt?
Bin echt geschockt...
@komm mal wieder runter:
Und ich bin amüsiert, wie wenig es braucht, um Dich zu "schocken".
Ich stelle fest: es wurde hier nichts "zensiert". Ich habe lediglich klargestellt, daß hier in den Kommentaren meines Blogs nicht der richtige Platz ist, um unsachliche, konstruierte Beschuldigungen aufzustellen und zu polemisieren.
Das hat Geoman selbst ja offenbar begriffen und sein Statement von heute vormittag ist ja vom Tonfall auch ganz anders und wurde auch nicht beanstandet. Wo also ist Dein Problem?
Ich darf noch einmal betonen, dass ich es sehr bedauerlich oder auch typisch finde, dass die vielen auf Scienceblogs fest an die Wissenschaft glaubende Kommentatoren offenbar nur dann engagiert sind, wenn es darum geht, Abweichler, also z. B. penetrante Wissenschaftskritiker oder Anhänger konkurriender Lehren aus den heiligen Hallen des Wissenschaftstempels fernzuhalten.
Dass diese als heilig verstandenen Handluungen auch erhebliche unerwünschte gesellschaftliche Nebenwirkungen haben kann, interessiert, wie das Beispiel mit der Impfstoffverknappung zeigt, hier kaum jemanden bzw. wird kaum reflektiert und diskutiert.
Von wirklichem Interesse sind hier offenbar nur Helden der Wissenschaft, die sich auch bei der nächsten Pandemie oder Pandemie-Hysterie damit brüsten, sich frühzeitig und ohne Selbstzweifel haben impfen lassen.
Das Arzneimitteltelegramm kritisierte während der Schweinegrippepandemie die Berichterstattung der Medien und die Reaktion der Politiker. In der letzten Ausgabe von Juni beschreiben sie die Rolle der WHO und ihre Verknüpfung mit der Pharmaindustrie bei der ganzen Sache. Dort steht:"DIE GESPONSERTE PANDEMIE - DIE WHO UND DIE SCHWEINEGRIPPE "
http://www.arznei-telegramm.de/zeit/1006_a.php3
"Bei der Einlagerung von Neuraminidasehemmern und den Empfehlungen zur Schweinegrippeimpfung handelt es sich offensichtlich um vorrangig politisch motivierte Entscheidungen.
Die WHO hat Pandemiepläne aufgestellt, an deren Ausarbeitung Experten beteiligt sind, die Interessenkonflikte bei Firmen haben, die von den WHO-Strategien erheblich profitieren. Die Interessenkonflikte sind der WHO bekannt, werden aber nicht öffentlich gemacht. "
Ich habe mich nicht gegen die Schweinegrippe impfen lassen, weil ich die Panikmache irrational fand.