Blog durchsuchen
Profil

Marc Scheloske ist Sozialwissenschaftler und Wissenschaftsjournalist. Nach dem Studium an der LMU München war er an einer Studie zur Risiko- kommunikation für die EU beteiligt. Von 2008-2010 war er verantwortlicher ScienceBlogs-Redakteur. Seit 2011 ist er mit seiner Wissenswerkstatt als Berater für digitale Wissenschafts- kommunikation tätig.
Er twittert als Werkstatt.


Archiv Februar 2010

15. Februar 2010

ScienceFeed: Microblogging für Wissenschaftler

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 3

logo_science_feed.pngEs sieht aus wie ein schlanker, eleganter Mix aus Twitter, Friendfeed, Blogkommentaren und Buzz. Und es ist - so jedenfalls die Idee - zugeschnitten auf die Bedürfnisse von Wissenschaftlern, die sich zu aktuellen wissenschaftlichen Themen miteinander austauschen. ScienceFeed heißt diese neue Plattform, die seit wenigen Stunden online ist und tatsächlich mehr Raum bietet für das, was Forscher alltäglich beschäftigt.

Die Stärke und Faszination von Twitter hat ja viel mit den eingebauten Schwächen und Limitierungen des Microblogging-Dienstes zu tun. Ein Tweet bietet nunmal nur exakt 140 Zeichen Platz, um sich der Welt mitzuteilen. Und auf einen Tweet kann man eben auch nur wieder mit einem Tweet reagieren.

Für wissenschaftliche Diskussionen sind 140 Zeichen einfach zu kurz, oder?

Bei Twitter hat das - mehr zufällig, als geplant - zu wunderbar subtilen Formen der Micro-Kommunikation und der gegenseitigen Anschlüsse geführt und Twitkrit beweist, wie wunderschön Micro-Literatur ist. Aber für Statements zu wissenschaftlichen Diskussionen sind 140 Zeichen einfach schlicht zu kurz. Da sprengen manchmal schon die ellenlangen Fachtermini den Platz...

...mehr


Autor: Marc Scheloske· 15.02.10 · 22:15 Uhr· 3 Kommentare

07. Februar 2010

Nebenfolgen der Schweinegrippe: Kinder-Impfstoffe ausverkauft

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Medizin·Politik  ·  Kommentare: 24

Impfung_2010.jpgEs klingt unglaublich und für viele junge Eltern wie ein schlechter Witz: in Deutschland sind derzeit insgesamt sieben Impfstoffe gegen Kinderkrankheiten nicht oder nur schwer lieferbar, darunter der Sechsfach-Impfstoff für Säuglinge "Infanrix hexa" von GlaxoSmithKline. Die Impfstoffhersteller haben offenbar seit letztem Herbst fast ihre gesamten Produktionskapazitäten für die Herstellung des Schweinegrippe-Impfstoffs reserviert. Wie man dabei vergessen konnte, daß andere Impfstoffe weiterhin nachgefragt werden und lieferbar sein müssen, ist rätselhaft.

Deutschland im Frühjahr 2010: Kinder-Impfstoffe werden knapp.

Wie man heute in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" nachlesen kann [Text von Volker Stollorz, leider nicht online], gibt es seit wenigen Wochen einen Lieferengpaß bei einigen Kinder-Impfstoffen. Die Vorräte bei den Apotheken sind aufgebraucht, GlaxoSmithKline aber kann keinen neuen Impfstoff mehr liefern. Die Kinderärzte müssen die Eltern also abweisen und vertrösten; nachvollziehbar, daß sowohl Ärzten, als auch den Eltern das Verständnis fehlt.

Sechsfach-Impfstoff "Infanrix hexa" derzeit nicht lieferbar

Denn unter den derzeit ausverkauften Impfstoffen ist auch der Sechsfach-Impfstoff Infanrix hexa®. Dabei handelt es sich um den einzigen zugelassenen hexavalenten Impfstoff, der zur Grundimmunisierung gegen Kinderlähmung, Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Haemophilus influenzae Typ b sowie Hepatitis B eingesetzt wird. Dieser Kombi-Impfstoff ist natürlich schon allein deswegen häufig nachgefragt, weil dadurch die Anzahl der Impftermine reduziert werden kann.

...mehr


Autor: Marc Scheloske· 07.02.10 · 14:00 Uhr· 24 Kommentare

ScienceBlogs.com

mehr auf www.scienceblogs.com »