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Die elektromobile Zukunft rückt näher. Beim VDE-Kongress 2010 diskutieren 1.500 Teilnehmer über die Chancen und Herausforderungen der Elektromobilität.

Dabei geht es um neue Konzepte der Fahrzeug-technik und innovative Antriebssysteme, um Sicherheitsfragen, Speichertechnologien und die notwendige Infrastruktur für die elektromobile Gesellschaft von Morgen.

In diesem Blog berichten wir über die spannendsten Vorträge und Themen des Kongresses.

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Neues in der Kategorie Technik

11. November 2010

Wildwuchs in der Forschungsförderung der Elektromobilität

Kategorie: Politik·Technik

Dass die Forschung wesentlich für die weitere Entwicklung der Elektromobilität ist, ist eine Binsenweisheit. Um so verwunderlicher, dass es an den Strukturen und Abläufen in Deutschland Einiges zu reparieren gibt.

Von Markus Gärtner

Auch bei den Instrumenten der Forschungsförderung gibt es noch Optimierungsbedarf.

So kritisierte Mirko Hannemann von DBM Energy die zwar vielfach geforderte, aber in der Realität wohl schwer einzuhaltende Kooperation: „Es gibt jetzt schon Unternehmen, die ihre Claims abstecken und andere in eine Ecke drängen."

Die fehlende Vernetzung führt unter anderem auch dazu, dass in manchen Bereichen unnötig an derselben Thematik geforscht wird. „Dabei sind manche Fragestellungen schon lange geklärt", behauptet Thomic Ruschmeyer vom Bundesverband Solare Mobilität. „Da geht es dann um wirtschaftliche Positionierung, viel Politik spielt im Hintergrund eine Rolle."

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 11.11.10 · 15:00 Uhr· 0 Kommentare

10. November 2010

Herausforderung Elektromobilität: Mehr Mut, Car-Sharing und systemisches Denken

Kategorie: Technik  ·  Kommentare: 3

Professor Dr. Andreas Knie ist Geschäftsführer der InnoZ Gmbh, einem interdisziplinären Institut mit dem Schwerpunkt Verkehr und Mobilität. Derzeit arbeitet er an dem Zwischenbericht der von der Bundesregierung ins Leben gerufenen Nationalen Plattform Elektromobilität, die die beteiligten Akteure aus Industrie, Wissenschaft und Politik besser vernetzen soll.

SB: Nach den Umfragen des VDE steht der Verbraucher dem Elektroauto recht positiv gegenüber - wie nehmen sie die Stimmung in der Bevölkerung wahr?

Prof. Dr. Knie: Sehr freundlich, es gibt eine hohe Affinität, vor allem bei älteren Männern mit höherem Bildungshintergrund und technischem Wissen. Aber es gibt noch keine Zahlungsbereitschaft dafür. Man muss so ein Auto erst Mal getestet haben, erst dann kann man wirkliche Aussagen treffen.

Die Nationale Plattform wurde im Mai gegründet, um die Entwicklung der Elektromobilität voran zu treiben und Deutschland zum führenden Anbieter zu machen. Wie lief ihrer Meinung nach die bisherige Zusammenarbeit - Kooperation ist ja auch hier auf dem Kongress das beliebteste Schlagwort?

Es ist äußerst interessant, da es viele unterschiedliche Voraussetzungen gibt. Das ist schon sehr komplex, die unterschiedlichen Branchen sind da manchmal wie andere Welten. Oberflächlich wird viel kooperiert, im Kern sind alle hochspezialisiert. Das Problem ist, dass man von kleinen Details ausgeht und nicht systemisch denkt.

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 10.11.10 · 16:00 Uhr· 3 Kommentare

Mit dem Hochleistungsakku quer durch die Republik: Interview mit einem Rekordhalter

Kategorie: Politik·Technik  ·  Kommentare: 6

Mirko Hannemann ist Geschäftsführer der DBM Energy Gmbh und wurde mit seiner Rekordfahrt bekannt: mit einem Elektroauto 600 Kilometer von München bis Berlin mit nur einer Ladung.

SB: Wie fühlt man sich als Weltrekordler?

Es ist einfach mehr möglich, als offiziell kommuniziert wird.

Hannemann: Der Weltrekord ist die Arbeit des gesamten Teams, dessen Teil ich bin. Ich wollte den wissenschaftlichen Stand der Dinge hochhalten. Es ist einfach mehr möglich, als offiziell kommuniziert wird.

Wie kam es zu dem Projekt?

Die DBM Energy GmbH wurde für ihren Hochleistungsakku mit dem Burda-Innovationspreis für die beste technische Entwicklung ausgezeichnet. Ich habe da schon erwähnt, dass damit eine Reichweite von 500 Kilometern möglich wäre, die Bundesregierung hat dann konkret angefragt, schließlich wurde das Demonstrations-Projekt durch das Bundeswirtschafts-ministerium initiiert und mit 250 000 Euro unterstützt. Eine halbe Million stammt aus eigenen Mitteln.

(* Mirko Hannemann vor dem Rekordauto.)Mirko_Hannemann.jpg

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 10.11.10 · 11:15 Uhr· 6 Kommentare

Der Fahrassistent als Lebensretter - Zukunftsmusik gegen den Sekundenschlaf

Kategorie: Technik

Muedigkeit.jpgDie eintönige Strecke, die Fahrt nach Hause nach dem langen Arbeitstag, wer hat es nicht selbst schon Mal erlebt, dass einem die Augen schwer werden im Auto? Das Auto der Zukunft soll seinem Fahrer bei solch schwierigen Situationen helfen, Fahrassistenzsysteme werden entwickelt und halten Einzug auch in Elektroautos.

Von Markus Gärtner

Etwa ein Fünftel aller LKW-Unfälle sind auf Müdigkeit zurückzuführen, insgesamt entstanden deswegen 2009 Sachschäden von vier Milliarden Euro. Wilhelm Kincses von der Daimler AG arbeitet mit einem solchen System, das den Fahrer quasi analysiert und warnt. Mit Hilfe verschiedener Sensoren sowie EKG, EEG etc. erkennt das System unter anderem Bedienverhalten, Straßenzustand und Spurwechsel. So kann es zum Beispiel unterscheiden, ob eine heftige Lenkbewegung wegen Müdigkeit oder dem realen Ausweichen eines Hindernisses passiert. Das System ist allerdings nur für die Forschung gedacht und für den Einbau in Serienfahrzeuge unpassend, weil der Fahrer natürlich verkabelt werden muss.

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 10.11.10 · 08:00 Uhr· 0 Kommentare

09. November 2010

Die volle Ladung fürs Elektroauto - zu Hause oder bei der Arbeit?

Kategorie: Technik  ·  Kommentare: 10

IMG_2727_Steckdose_Auto_klein.jpgEine Million Elektroautos sollen bis 2020 auf den Straßen fahren, das wünscht sich zumindest die Bundesregierung. Aber was erwarten eigentlich die Käufer bzw. Fahrer? Und wie genau funktioniert dann das Aufladen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich unter anderem Wilhelm Kistner von der Leuphana Universität Lüneburg.

Von Markus Gärtner

Er geht nach anderen Prognosen sogar davon aus, dass in zehn Jahren der Anteil der Elektroautos auf zehn Prozent ansteigt. Das Elektroauto bleibt jedoch vorerst ein Nischenprodukt und wird eher nur für kurze Strecken genutzt, die klassischen Antriebe sind weiterhin unverzichtbar.

Wie lange bleibt das Elektroauto ein Nischenprodukt?

Ergebnisse aus Umfragen bestätigen das: So benötigen von den 20-29-Jährigen 80 Prozent kein Auto in der Stadt. Nicht mal als Statusobjekt taugt der Wagen noch, für die meisten Jugendlichen sind Handy und Netz wichtiger. Die Menschen sind also nicht mehr so an das Automobil gebunden, sondern wollen es lieber flexibel nutzen (z.B. Carsharing) und vor allem die Übersicht über die Kosten behalten. Man müsse einen Markt entwickeln und den Käufern einen Mehrwert bieten, so Kistner.

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 09.11.10 · 16:15 Uhr· 10 Kommentare

Die E-Mobilität muss sichtbar werden

Kategorie: Technik  ·  Kommentare: 4

Dieser Mann steht wahrlich unter Strom: Prof. Rik W. De Doncker von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) treibt mit hohem Tempo das Publikum durch seine bunte Folienlandschaft auf der Leinwand.

Von Rüdiger Voßberg

Erste Erkenntnis: Bereits im 19. Jahrhundert fuhr das Auto überwiegend mit elektrischer Kraft und wurde bevorzugt von reichen Damen chauffiert. „Vielleicht wird ja auch deshalb der zukünftige Markt der E-Mobile attraktiv für die Frau von morgen", sinniert der Belgier mit einem verschmitzten Lächeln. Schließlich müsse man diese Autos nicht betanken!

Jamais_contente.jpgUnd das Öl wird knapp. So verhalf die kleine Ölkrise in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts der E-Autobranche zu einem Minihype, der allerdings nicht weit reichte. Jenseits der Serienreife surrten diese E-Autos weiterhin im Frühstadium des 'Experimentalismus'. 20 Jahre später wurde in den USA die profane Erkenntnis „Elektrofahrzeuge fahren ja abgasfrei" von Staats wegen plötzlich wieder en vogue. Denn die kalifornische Behörde für Luftreinhaltung verpflichtete alle großen Automobilkonzerne aufgrund katastrophaler Emissionswerte zur Herstellung eines bestimmten Anteils abgasfreier Autos. (* Mit diesem Elektromobil erreichte 1899 (!) der Tüftler Camille Jenatzy bereits 100 km/h!)

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 09.11.10 · 07:30 Uhr· 4 Kommentare

08. November 2010

Perspektiven der Elektromobilität: VDE-Kongress 2010 startet

Kategorie: Technik  ·  Kommentare: 1

Lohner-Porsche.jpgIm Grunde sind es doch (fast) alles Dinosaurier, die unsere Straßen bevölkern. Benzinkutschen, die ihre Karriere einer kurzen Periode unschlagbar billigen Öls zu verdanken haben, während der die Verfeuerung fossiler Ressourcen legitim erschienen ist. Doch wie kann der Individualverkehr der Zukunft aussehen, wenn wir die Diesel- und Ottomotoren endlich ausgemustert haben? Sind Hybrid-Fahrzeuge ein Übergangsphänomen oder eine sinnvolle Symbiose des Besten aus verschiedenen Welten? Wie sieht es mit dem Potential von rein elektrobetriebenen Fahrzeugen aus? Wie ist der Stand der Forschung und Entwicklung im Bereich der Elektromobilität? (Das Foto rechts oben zeigt übrigens einen echten Porsche. Allerdings einen mit Elektroantrieb. 1900 war dieses Hybridmodell der Star der Weltausstellung in Paris.)

Um diese und viele weitere Fragen dreht sich der VDE-Kongress 2010, der heute und morgen in Leipzig stattfindet. In 150 Vorträgen, Podiumsdiskussionen und weiteren Veranstaltungen wird der aktuelle Stand in Sachen „E-Mobility" diskutiert. Es geht an diesen 2 Tagen also schwerpunktmäßig um Elektromobilität im Individualverkehr. Die Kundenresonanz ist derzeit noch bescheiden. Nicht einmal 2.000 originäre Elektroautos sind bislang in Deutschland zugelassen. Doch das soll sich ändern: Der Nationale Entwicklungsplan Elektromobilität (PDF zum Download) setzt ein ambitioniertes Ziel: bis 2020 sollen eine Million Elektrofahrzeuge auf die Straße gebracht werden.

Bis 2020 sollen eine Million Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen rollen.

Einige Hersteller haben die Markteinführung von Elektroautos für die nächsten Jahre angekündigt. Das Thema „Elektromobilität" steht also ganz oben auf der politischen und wirtschaftlichen Agenda. Und die Tatsache, dass Angela Merkel im Mai 2010 die Nationale Plattform Elektromobilität ins Leben rief, darf getrost als Indiz dafür gelesen werden, dass E-Mobility auf politischer Ebene mit großen Erwartungen verknüpft ist. Die EU schüttet für Forschung und Entwicklung bis zum Jahr 2013 rund eine Milliarde Euro aus. Im Konjunkturpaket II der Bundesregierung wurden Mittel in Höhe von 500 Millionen zur F&E-Förderung bereitgestellt.

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Autor: Marc Scheloske· 08.11.10 · 09:30 Uhr· 1 Kommentar

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