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Joerg Rings versucht sich gerade in Davis, Kalifornien daran, einen ganzen Baum im Computer verdunsten zu lassen. Physik und Wissenschaft sind faszinierend - weil sie wissen dass man nichts glauben sollte, nur weil man möchte dass es wahr ist.
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Archiv Dezember 2010

29. Dezember 2010

Ein kostenloser Teilchenphysik-Kalender

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 2

Am 7. August 2010 hatten weltweit an fünf Institutionen Amateur-Photographen die einmalige Gelegenheit, große Teilchenphysik-Labore mit der Kamera zu erkunden und ihre Bilder in einen Wettbewerb um die besten Aufnahmen zu stellen.

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Autor: Jörg· 29.12.10 · 14:00 Uhr· 2 Kommentare

27. Dezember 2010

Neues vom LHC: Verschluckte Jets

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 5

Seit 3 Wochen steht er erst einmal still, der Large Hadron Collider (LHC) am Forschungszentrum CERN. Tief unter der Erde haben sich dort im hochfrequent-freizügigen Grenzverkehr zwischen Frankreich und der Schweiz Protonen- und Bleikernbündel im Kreis bewegt und manchmal auch getroffen. Die gesamte bisher bekannte Teilchenphysik wurde bereits wiederentdeckt, und seitdem die Bleikerne kreisen hat es auch schon neue Entwicklungen in der Erforschung des Quark-Gluon-Plasma (QGP) gegeben, die sehr rasant publiziert worden sind. (Am 25. November ein Paper zu Daten einreichen die frühestens seit dem 5. November verfügbar wurden, und das dann am 26. November publiziert wird, das würde ich auch mal gerne schaffen.) Die ganze Latte an Papern des LHC in diesem Jahr findet ihr hier.
Das letzte Ergebnis ist die direkte Bestätigung eines vorher nur indirekt am RHIC gesehenen Effektes: Des Jet Quenching (arXiv-paper).

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Autor: Jörg· 27.12.10 · 17:15 Uhr· 5 Kommentare

25. Dezember 2010

Die Beste Physik 2010

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 5

2010 war ein spannendes Jahr für die Physik, ich jedenfalls habe einige Dinge gesehen, die mich verblüfft haben. Wahrscheinlich lerne ich auch hier mit meinem Blog selbst mehr als irgendeiner meiner Leser, und auf der anderen Seite würde ich sicher keine Physik-Paper freiwillig durcharbeiten wenn ich nicht drüber berichten würde.
Aber diese Jahr gab es neue Durchbrüche in der Quantenphysik, Schritte in Richtung besserer Erforschung der Antimaterie, viele neue Spielereien mit Licht und natürlich den erfolgreichen Lauf des größten Teilchenbeschleunigers der Welt. Physics World hat die 10 größten Durchbrüche in der Physik in diesem Jahr gewählt. Vieles davon ist dem eifrigen Diax's Rake-Leser bereits bekannt.

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Autor: Jörg· 25.12.10 · 19:45 Uhr· 5 Kommentare

23. Dezember 2010

AGU 2010: Klimawandel, Anpassung und Kommunikation

Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt

Ich habe mir zwei Sessions zu Klimawandel, Adaption und Kommunikation angesehen, und habe mir vor allem zu der am Donnerstag sogar ein paar Notizen in mein Programm geschrieben. Damit es aber nicht zu einfach wird, darüber zu berichten, habe ich das Programm dann vor der Abreise in den Mülleimer in meinem Hotel entsorgt.

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Autor: Jörg· 23.12.10 · 13:30 Uhr· 0 Kommentare

20. Dezember 2010

Die Größte Schau der Erde: AGU 2010 in San Francisco

Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt

Den ersten Weg vom Hotel zur Konferenz konnte ich blind antreten: Einfach aus dem Hotel treten und dem Menschenfluss folgen. Dass man richtig war, konnte man daran erkennen, dass sich immer weitere Vorfluter an Konferenzteilnehmern mit einem klaren Anteil an Posterrollen anschlossen. Die Posterrollen tauchten schon früher auf, vereinzelt in Frankfurt, aber dann so richtig ab dem Umsteigen in Denver. Meine Staffelübergabe der geteilten Posterrolle (mit dem Kollegen hin, Übergabe nach seinem Poster am Dienstag pünktlich für mein Poster am Mittwoch) stand noch bevor, aber der Sog zog mich klar mit zum Moscone Center, dem gewaltigen Konferenzzentrum und dem Schauplatz der weltgrößten Konferenz der Geowissenschaften: Dem AGU Fall Meeting 2010 in San Francisco.

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Autor: Jörg· 20.12.10 · 06:15 Uhr· 0 Kommentare

10. Dezember 2010

Die Antikythera-Maschine in LEGO

Kategorie: Naturwissenschaften·Technik  ·  Kommentare: 43

1901 fanden Taucher vor der griechischen Insel Antikythera eine 2000 Jahre alte Maschine, deren genauen Zweck man erst mit hochauflösender Röntgen-Tomographie 2006 klären konnte: Als Rechenwerk, dass Sonnen- und Mondfinsternisse mit einer Vielzahl hochpräziser Zahnräder und Bauteile äußerst genau vorhersagen konnte. Andy Carol hat diesen Mechanismus in LEGO nachgebaut (mit mehr Zahnrädern):

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Autor: Jörg· 10.12.10 · 12:00 Uhr· 43 Kommentare

05. Dezember 2010

Kondenslicht

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 7

Nachdem man entdeckt hatte, dass Licht sowohl Wellen- wie auch Teilchen-Aspekte vereint, postulierte Louis de Broglie, dass andersherum auch das, was bislang nur als Teilchen bekannt war, als Welle agieren sollte. Und tatsächlich konnte man auch mit Elektronen, Atomen und sogar Fullerenen Interferenzmuster wie beim Licht messen. Aber auch die andere Richtung gilt: Experimente die mit Teilchen wie Atomen durchgeführt wurden, sollten auch mit Photonen funktionieren. Photonen sind z.B. auch Bosonen, die die Eigenschaft haben alle im gleichen Energiezustand hocken zu können. Bei sehr starker Kühlung kann man eine Gruppe Atomen gemeinsam in den niedrigsten möglichen Energiezustand bringen - ein Bose-Einstein-Kondensat. Mit ein paar Tricks funktioniert das auch mit Licht!

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Autor: Jörg· 05.12.10 · 14:15 Uhr· 7 Kommentare

01. Dezember 2010

Bilder aus Lärm

Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt  ·  Kommentare: 3

Mit Wellen kann man tolle Dinge anstellen: Hat man ein Medium das man untersuchen möchte, ohne es zu zerstören, dann schickt man an einem Ende eine Welle hinein und schaut wie und wo sie herauskommt. Den Untergrund kann man z.B. mit Seismik oder Radar von der Oberfläche aus untersuchen: Gibt es Hindernisse im Untergrund, z.B. Schichtgrenzen oder vergrabene Gegenstände die man sucht, dann reflektieren diese einen Teil der Wellen; und man kann diese an der Oberfläche wieder messen. Eine wichtige Information steckt dabei in der Zeitspanne zwischen Senden und Empfangen: Kennt man die Ausbreitungsgeschwindigkeit im Medium, kann man so die Tiefen errechnen.
In der Seismik muss man dazu Schall erzeugen. Für oberflächennahe Messungen kann man z.B. mit einem Hammer auf eine Stahlplatte schlagen. Amerikaner nehmen lieber Schrotflinten. Für tiefere Messungen (z.B. die Suche nach Öllagerstätten) muss man zu Sprengungen greifen. Man kann aber für großskalige Seismik aber auch Erdbebendaten untersuchen, die quasi natürliche, wohldefinierte Quellen darstellen.
In Physics Today vom September 2010 stellen Roel Snieder und Kees Wapenaar (PDF) neuere Entwicklungen vor, die auf wenig klar definierte Quellen setzen und stattdessen mit Umgebungslärm arbeiten. Und dennoch, dank einer eigentlich recht einfachen Eigenschaft kann man quasi den eigentlich störenden Lärm-Untergrund nutzen, um Bilder des Untergrundes zu machen. Und es ist eine sehr generelle Methode, die nicht auf Seismik und nicht auf die Erde als Medium beschränkt ist: Es ist die Bildgebung mit Umgebungslärm.

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Autor: Jörg· 01.12.10 · 17:00 Uhr· 3 Kommentare

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