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Joerg Rings versucht sich gerade in Davis, Kalifornien daran, einen ganzen Baum im Computer verdunsten zu lassen. Physik und Wissenschaft sind faszinierend - weil sie wissen dass man nichts glauben sollte, nur weil man möchte dass es wahr ist.
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Archiv Oktober 2010

28. Oktober 2010

Mini-Happen Diax's Rake jetzt auch ohne Facebook

Kategorie: Naturwissenschaften·Technik

Der Kasten in der linken Spalte sagt ganz eindeutig dass ihr Diax's Rake auf Facebook liebhaben könnt. Das haben ja auch schon einige getan, und werden dafür mit regelmäßigen Zusatzhäppchen in Form von Links oder Zitaten belohnt. Da ich die Seite jetzt aber über Tumblr füttere, könnt ihr dem auch folgen, wenn ihr nicht bei Facebook seid. Der RSS-Feed dieses Blogs geht auch dadurch, aber das klappt nur manchmal richtig gut, ich weiß auch nicht warum.
Für Facebook-freie Minihappen besucht jedenfalls:

rakemini.jpg


Autor: Jörg· 28.10.10 · 11:00 Uhr· 0 Kommentare

27. Oktober 2010

Gibt es das vierte Neutrino?

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 4

Neutrinos zu untersuchen, ist eines der spannendsten aktuellen Ereignisse in der Teilchenphysik. Dank ihren besonderen Eigenschaften, nur an der Schwachen Wechselwirkung teilzunehmen, können sie uns viele Informationen von den Rändern des Standardmodells liefern. Leider sind sie deswegen auch sehr schwierig zu detektieren, weswegen man große Tanks und viel Geduld braucht. Die ersten Experimente schauten sich die Neutrinos an, die von der Sonne kamen, wie z.B. das Homestake-Experiment. Das ging deswegen, weil man die Prozesse in der Sonne kennt, und ausrechnen kann wieviele Neutrinos entweichen müssen. Seltsamerweise zählte man zu wenige - das Sonnenneutrinos-Problem.

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Autor: Jörg· 27.10.10 · 21:00 Uhr· 4 Kommentare

Dawkins, de Grasse Tyson und die Poesie der Wissenschaft

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 3

In dieser Diskussion hat Richard Dawkins Neil de Grasse Tyson eingeladen, um seinen Neid auf die Physik zu gestehen. Achso, nein, eigentlich, um über die Poesie der Wissenschaft zu diskutieren.

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Autor: Jörg· 27.10.10 · 10:30 Uhr· 3 Kommentare

24. Oktober 2010

Geschlechtsneutrale Sprache - wie jetzt?

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur  ·  Kommentare: 61

Ich wage mal zu behaupten, herausgefunden zu haben, dass geschlechtsneutrale Sprache wichtig ist und dass ich mich darum bemühen will. Was also nun?
Leider sind viele Kommentatoren noch anderer Meinung, einer hält die Diskussion gar für den Tiefpunkt der Scienceblogs. Aber andererseits sehe ich an der Leseranzahl, an den flattrs, an den Retweets, dass viele das für eine gute und wichtige Diskussion halten. Oder wenigstens anerkennen dass ich darüber schreibe. Aber das ist auch egal, ich schreibe eh über das, was mich interessiert.
Viele werden auch nicht müde zu betonen dass sie immer gegen Sexismus vorgehen, was ich auch durchaus glaube, aber trotzdem gewaltige Anstrengungen unternehmen, geschlechtsneutrale Sprache als irrelevant, unpraktisch, historisch/etymolgoisch unsinnig oder sonstwie einzustufen oder die Bemühungen darum gar als hinderlich für den Wahren Feminismus™ abzulehnen. Leider oft auch mit dem Strohmann, dass wir geschlechtsneutrale Sprache als Wunderwaffe im Kampf gegen den Sexismus verkaufen. Behauptet hat das niemand. Und überhaupt, es gibt keinen Kampf gegen Sexismus. Es geht um ein kleines (!) Teil in der Lösung eines komplexen Problems. Und dass es ein Problem gibt brauche ich wohl nicht mehr auszuführen. Frauen und Männer sind gleich gut in Mathe, wie eine gewaltige Meta-Studie ergeben hat - und doch ließen die Frauenquoten in technischen und naturwissenschaftlichen Fächern etwas anderes vermuten.

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Autor: Jörg· 24.10.10 · 13:30 Uhr· 61 Kommentare

22. Oktober 2010

BINGO! Sieg im Gender-Bullshit-Bingo

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 43

Martin hat für die Diskussion um geschlechtsneutrale Sprache eine Liste der beliebtesten Gegenargumente gebracht, eine Art Bullshit-Bingo der geschlechtsneutralen Sprache. Und da bei ihm Karl Mistelberger grade das letzte Kästchen vollgemacht hat, rufe ich: BINGO!
Glückwunsch an mich und Schande über die schlechten Argumente.

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Autor: Jörg· 22.10.10 · 14:00 Uhr· 43 Kommentare

10. Oktober 2010

Nobelpreis 2010 für die Entdecker von Graphen

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 10

Da gab es doch letzte Woche den Nobelpreis in Physik und n=2 Physikblogs hier haben immer noch nichts dazu geschrieben? Na, besser langsam als die Schnellschüsse in der Presse. Ich habe es mir ja abgewöhnt, Wissenschaftsartikel beim Spiegel oder anderen Käseblättern zu lesen; aber zum Graphen habe ich schon in den Zusammenfassungen im zweiten Satz gelesen von den großen Applikationen die uns bevorstehen, neue Transistoren und was noch alles. Das ist sehr traurig. Einmal traurig, weil der Nobelpreis nicht dafür vergeben worden ist. Das wäre auch schlimm, das wäre wie der Obama-Nobelpreis letztes Jahr: Man hat gute Aussichten und hofft mal dass sich diese auch bestätigen. Nein, der Graphen-Nobelpreis ist NICHT für irgendwelche Anwendungen die kommen können. Sicher, es werden Anwendungen kommen aber ob Graphen das große Material wird ist nicht sicher. Lest mehr bei Joerg Heber dazu.
Wirklich traurig ist die Berichterstattung aber deswegen, weil der Nobelpreis deswegen vergeben wurde weil Graphen so viel spannender ist als irgendein paar dumpfe Anwendungen. Es kommt mir so vor, als ob wir außeriridisches Leben auf einem anderen Planeten entdeckt hätten und die Berichte sich darauf beschränken zu fragen ob es dort wohl leckere Burger gibt. Nein, der Grund warum es einen Nobelpreis gab nur 6 Jahre nach der Entdeckung liegt darin, dass Graphen ein neues Universum ist. Ein zweidimensionales Universum, dessen Existenz man gar nicht erwartet hat, aber an dem jetzt jeder Physiker und seine Großmutter nach neuer Physik und neu nach alter Physik sucht. Graphen ist Weltmeister in fast allen Klassen physikalischer Eigenschaften.

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Autor: Jörg· 10.10.10 · 14:45 Uhr· 10 Kommentare

08. Oktober 2010

xkcd liest Diax's Rake?

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 1

Kann das Zufall sein? Nach dem kommt jetzt dieser xkcd?

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Autor: Jörg· 08.10.10 · 09:00 Uhr· 1 Kommentar

06. Oktober 2010

Der Effekt geschlechtsneutraler Sprache

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 90

Da neuerdings die unbelegten Behauptungen tieffliegen, dass eine geschlechtsneutrale Sprache keinen Einfluss auf Diskriminierung habe, habe ich mich mal auf die Suche nach Studien gemacht die den Einfluss untersuchen. Der erste Fund, über den ich berichten möchte, ich ein Reviewartikel von William Todd-Mancillas aus dem Jahr 1981.

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Autor: Jörg· 06.10.10 · 22:45 Uhr· 90 Kommentare

04. Oktober 2010

Ökofaschismus - jetzt aber mal richtig

Kategorie: Umwelt  ·  Kommentare: 17

Da hat die 10:10-Kampagne die schöne Werbung für Pläne zur Bekämpfung des Klimawandels zurückgezogen. Gut so, dieses halbherzige Getue bringt ja nun keinem etwas. Aber jetzt wo der Plan der Machtergreifung durch stalinistischen Ökoterror-Faschismus schon raus ist heißt es schnell handeln.

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Autor: Jörg· 04.10.10 · 15:15 Uhr· 17 Kommentare

03. Oktober 2010

Gute Berichterstattung zum Klimawandel

Kategorie: Umwelt  ·  Kommentare: 2

Um auch mal gute Videos zum Klimawandel zu haben...
Eine internationale Rundfunkorganisation, die Association for International Broadcasting (AIB), vergibt jährlich einen Preis, die AIBs, und stellt Beiträge in der Kategorie "Climate Change and Broadcasting" online zur Abstimmung. Wenn ihr abstimmen möchtet, findet ihr hier die Seite, ich übernehme aber einfach mal die Videos hier - denn es gibt immer einen Videoausschnitt und Links zu den kompletten Programmen auf YouTube.

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Autor: Jörg· 03.10.10 · 19:30 Uhr· 2 Kommentare

Einzelne Atome testen die Relativitätstheorie

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 8

Die Relativitätstheorie sagt vorher, dass Zeit unterschiedlich verläuft, wenn man sich relativ zur Erde bewegt oder relativ zu uns weiter von der Erde entfernt ist (oder näher, aber ich sitze grad auf der Erde). Um diese Effekte zu messen braucht man - logisch - sehr genaue Uhren. Um sehr genau Zeit zu messen, braucht man eine sehr schnelle Oszillation, also etwas das sehr sehr oft pro Sekunde einen Bezug gibt. Wie z.B. eine elektromagnetische Welle sehr hoher Frequenz, wie sie in (hyper)feinen Übergängen von Elektronen in Atomen erzeugt wird. Bislang funktionierten die besten Standarduhren mit Rudeln von Atomen. Die Uhren waren an Mikrowellenresonatoren gekoppelt, sodass man an einem Caesiumschwarm erkennen kann, ob man Abweichungen in der Zeit hat und nachstellen muss. Jetzt aber übernehmen optische Uhren die genaueste Zeitmessung, denn sie beseitigen Fehlerquellen durch die notwendige Statistik, wenn man viele Atome verwendet und verwenden genau ein Atom als Frequenzgeber.

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Autor: Jörg· 03.10.10 · 11:15 Uhr· 8 Kommentare

01. Oktober 2010

Hawking-Strahlung in Laserpulsen beobachtet

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 19

Stephen Hawking publizierte 1974 in Nature eine erstaunliche Erkenntnis: Schwarze Löcher sind nicht komplett schwarz. Eigentlich kann man aus den Regeln der Allgemeinen Relativitätstheorie ermitteln, dass hinter einem Ereignishorizont ein Punkt ohne Rückkehr erreicht ist. Die gravitative Wirkung des kollabierten Sternes ist hier so groß, das die Raumzeit so enorm gekrümmt ist dass nicht zurück kann, auch nicht Licht, wenn es einmal diesen Horizont überschritten ist. Innerhalb des Schwarzen Loches liegt eine Singularität in der Zeit, aber befassen wir uns mit der Draufsicht - dem scheinbaren schwarzen Vorhang, hinter dem alles verschwindet. Der stellt nämlich ein thermodynamisches Problem dar, weil scheinbar dort Information unwiderruflich verloren geht.
Mit einer semiklassischen Beschreibung allerdings (schließlich haben wir noch keine Quantentheorie der Gravitation) konnte Hawking aber einen Ausweg bieten. Einfach erklärt (also so wie ich es noch verstehe), bilden sich unmittelbar am Ereignishorizont Paare von Teilchen und Antiteilchen aus dem Vakuum. Das ist eine allgemeine Eigenschaft des Raumes, dass immer und ununterbrochen solche Paare auftauchen, aber normalerweise genauso schnell wieder verschwinden. Bildet sich jetzt aber ein solches Paar derart, dass eines der Teilchen gerade jenseits des Ereignishorizontes liegt, dann verschwindet es im Schwarzen Loch, und das Partnerteilchen muss unwillkürlich zu einem realen Teilchen werden und (sicherlich leicht irritiert) davonfliegen. Die Energierechnung für seine Erzeugung zahlt dabei das Schwarze Loch - und das ist gerade der mögliche Ausweg, wie ein Schwarzes Loch eben doch wieder Energie verlieren könnte und schließlich verdampfen würde.

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Autor: Jörg· 01.10.10 · 11:15 Uhr· 19 Kommentare

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