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04.12.09 · 09:30 Uhr
Sieben Antworten auf Klima"skeptiker"-Nonsens
Kategorie: Politik·Umwelt · Kommentare: 44
Nächste Woche steht eine der wichtigsten Konferenzen der Menschheit in Kopenhagen an, und der Misserfolg scheint schon vorher festzustehen. Im Kommentarbereich zu Artikeln kann sich jemand, der sich wirklich informieren möchte, nicht melden weil alles zugebrüllt ist von den Klima"skeptikern". Das sind natürlich keine Skeptiker, denn ein Skeptiker schaut sich die Evidenz an und wählt dann daraus die wahrscheinliche. Die "Skeptiker" hingegen sind Wissenschaftsfeinde. Nun, jedenfalls ist dieser Artikel im Scientific American die beste Zusammenfassung der besten Argumente gegen die üblichen Bullet Points der "Skeptiker".
John Rennie, der seit 15 Jahren Chefredakteur bei SciAm ist, geht darin kompakt aber umfassend auf sieben Argumente ein, die man immer wieder findet:
- CO2 ist nur ein Spurengas, kann gar nichts am Klima ändern; bzw. der Menschenanteil ist zu klein
- Der "hockey stick", der den Temperaturanstieg zeigt, ist widerlegt, außerdem war es im Mittelalter wärmer
- Seit 10 Jahren ist die Erde nicht wärmer geworden
- Sonne oder kosmische Strahlung sind die Ursache der Erwärmung
- Klimatologen haben sich verschworen um die Wahrheit zu verstecken
- Klimatologen sind nur geldgeil/wollen Achtung
- Technologische Anwendungen wie Geoengineering wären viel effektiver als CO2-Reduzierung
Unbedingt lesen! Der Artikel ist umfangreich verlinkt; einen besseren Ausgangspunkt auf der Suche nach Antworten auf immer wieder im Brustton der Überzeugung vorgetragene Behauptungen kenne ich nicht!
Aber wenn man direkt den ersten Kommentar sieht, der Rennie eine viel zu enge Sicht vorwirft und stattdessen auf Lobby-Mietmaul Singer verweist, weiß man nicht mehr ob man nicht einfach lieber wünschen soll dass der Klimawandel Emmerich-Ausmaße annehmen sollte...
Autor: Jörg· 44 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (44)
Die FDP-nahe "Freie Welt" warnt jetzt vor einer "Diktatur der Experten".
Was die Zeitschrift natürlich nicht daran hindert, sich ggf. auf diejenigen tatsächlichen oder vermeintlichen Experten zu berufen, die die eigenen Zweifel stützen.
Die Freie Welt, die auch gerne auch christlich-fundamentalische Seiten verlinkt und den Lobgesang auf Bischöfe singt. Die haben mich sogar mal gefragt ob ich für sie schreiben will, da hat wohl jemand meine Kritik an der Kritik am RWE-Spot gelesen und gedacht, cool der ist auf unserer Seite. Denen habe ich dann mal kurz gesagt was ich von Religion halte...und hatte noch nichtmal den katastrophalen Quatsch zum Klima gesehen dort. Kann man also getrost in der Pfeife rauchen, die "Zeitung".
Hierzu kann man nur folgenden Beitrag von Warren Meyer empfehlen: http://www.climate-skeptic.com/2009/12/missing-the-main-arguments.html
Sehr lesenswert hierzu auch der Beitrag von Richard Lindzen: http://www.libinst.ch/?i=klimahysterie
Ich denke der Scientific American hätte sich wohl etwas mehr Mühe geben müssen.
Was mich mal interessieren würde: ist die "Freie Welt" der Rechtsnachfolger der gleichnamigen DDR-Zeitschrift (das würde jedenfalls erklären, warum dort Ex-SED-Genossen wie Vera Lengsfeld schreiben) oder haben die nur den Namen geklaut? (Letzteres kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, denn Eigentum gilt dort noch als heilig.)
@ Steffen Hentrich:
Ich dachte, Sie sind gegen eine Diktatur der Experten? Warum verlinken Sie dann jetzt auf Warren Meyer und Richard Lindzen - sind die in Ihren Augen keine Experten?
Hallo Joerg,
Vielen Dank fuer den Beitrag (und auch Deine anderen sehr informativen Beitraege ueberhaupt)! Ja, es ist schon erschreckend und gleichzeitig ueberrschend, mit welcher Intensitaet der fanatische Anteil der sogenannten "Klimaskeptiker" die Kommentarteile der Blogs und Zeitungen bombadiert. Ueberraschend deswegen, weil ich diese Intensitaet zunaechst einfach nicht nachvollziehen konnte. Ich habe mich auch schon direkt mit einigen Leuten (teilweise in meinem Bekanntenkreis) unterhalten, die offenbar nicht an einen Einfluss des Menschen auf das Klima glauben wollen! Die halten sich tatsaechlich mit beiden Haenden die Ohren zu und schreien laut heraus "Nein, da glaube ich einfach nicht daran!".
Aehnlich sind die Reaktionen auch, wenn ich den Leuten versuche nahezulegen, dass es eigentlich keine "Energiequellen" (im buchstaeblichen Verstand) gibt, die Vorraete an gespeicherter Energie in Form von fossilen Brennstoffen auf der Erde begrenzt sind und langsam aber sicher zur Neige gehen, und dass das ganze frueher oder spaeter Konsequenzen fuer unseren Verbrauch haben wird. Insbesondere auch fuer den wohlhabenden Teil der Menschheit.
Vermutlich ist es genau das: Die Leute wollen nicht hoeren, dass sie sich auf Einschraenkungen in ihrem Verbrauch einstellen muessen. Mein Eindruck ist: Je verschwenderischer der Lebensstil, desto irrationaler das Verhaeltnis zur Energie- und Klimaproblematik. Dass einige Leute dabei sogar so weit gehen, die Fakten einfach zu ignorieren und lieber irgendwelchen Verschwoerungstheorien anhaengen, ist deprimierend. Gleichzeitig erfreut sich diverser esoterischer Hokuspokus mit Vakuum-Energiequellen und Perpetuum-Mobiles staendig steigender Akzeptanz. Viele glauben lieber an Feen anstatt Ihren Lebensstil an die Realitaet anzupassen. Wie war das nochmal mit dem Vernunftswesen Mensch und dem aufgeklaerten Zeitalter?
@Steffen Hentrich
Aus einem juengst erschienen Artikel:
"Wissenschaftler werfen dafür ihre Nobelpreise in die Waagschale, doch überschreiten sie damit auch ihren Kompetenzbereich."
Sie haben, soweit ich weiss, es noch nicht ganz zum Nobelpreis geschafft und scheinen doch in einer naturwissenschaftlichen Diskussion aber doch eine klare Position zu bevorzugen, die von Warren Mayer und Richard Lindzen. (ich kann Ihnen gerne die Zahl der Strohmaenner und glatten Fehler der beiden aufzaehlen, wenn Sie wollen).
Wie kommt das nur? Ich dachte ein jeder darf nur zu seinem Kompetenzbereich reden. Oder duerfen nur Sie zu allem eine Meinung haben? Warum erscheinen Ihnen als Oekonom denn Warren Mayers Argumente schluessiger?
ak4711·
04.12.09 · 11:59 Uhr
Wen genau halten Sie für einen Wissenschaftsfeind?Unter den sog. Skeptikern sind doch zahlreiche bekannte Wissenschaftler, etwa Stephen McIntyre, Bjørn Lomborg, Chris Landsea, Hans von Storch, Jan Veizer, Richard Lindzen, Henrik Svensmark, John Christy, Nir Shaviv.
Sind diese Wissenschaftler in ihren Augen Wissenschaftsfeinde, weil sie z.B. skeptisch bezüglich der Rolle des menschenverursachten CO2-Ausstoßes sind oder weil sie andere Konsequenzen bezüglich des möglicherweise bevorstehenden Klimawandels ziehen, als z.B. der IPCC-Bericht?
Herr Küssner und Herr Hoffmann, wenn sie sich doch nur Ihre unsägliche Polemik abgewöhnen könnten. Ich habe ihnen die Experten ja nicht diktiert, sondern nur empfohlen. Wie wäre es mal mit Argumenten? Herr Hoffmann, dann machen Sie sich mal an die Aufzählung der glatten Fehler der beiden und verschwenden Sie ihre Zeit nicht damit mich zu beschimpfen.
@ak4711: Ich beziehe mich hauptsächlich auf den gewöhnlichen Klimatroll, der gerade so schön blüht.
Wer versucht auf Basis von Wissenschaft zu argumentieren ist ein willkommener, wenn auch unbequemer Zeitgenosse; aber essentiell für das Gelingen von Wissenschaft. Wenn sich dann aber die Evidenz häuft und man das nicht anerkennt, wird die Grenze überschritten und man gerät vom Skeptiker zum "Skeptiker".
@Steffen Hentrich
Ich haette geschworen, dass das:
"Ich denke der Scientific American hätte sich wohl etwas mehr Mühe geben müssen."
eine Meinung ist, in der Sie als Oekonom die Meinung eines Experten (Meyer, nicht Mayer, sorry, betreibt eine Webseite, hat nie irgendetwas zum Thema veroeffentlicht. Das macht nichts bereits a priori falsch, was er sagt, ich wollte nur mein Wort "Experte" etwas einordnen) gegen die eines anderen wichten. Wie kommt das? Ist das nicht ausserhalb ihres Kompetenzbereich?
@ak4711: Es gibt auch Nobelpreis-Träger, die Virenleugner sind. Nur weil jemand mal ein guter Wissenschaftler war, heißt das noch lange nicht, dass er sich nicht irgendwann in seinem Leben mal verrennen oder schlicht falsch liegen kann. Was man auch sieht, wenn man sich mal die Argumente ansieht.
Witzig eigentlich, da greifen die Leugner "Experten" an und unterstellen, dass man denen einfach so hinterherrennt und die selbst heben die einem genehmen "Experten" in den Stand eines unantastbaren Heiligen. Klarer Fall von Projektion.
Ihr Kommentar ist also ein Musterbeispiel für Leugner-Logik. Keine Argumente sondern einfach zu behaupten "die und die sind ganz toll, die liegen auf keinen Fall falsch." Ach und man sieht bei Ihnen, dass wer an den einen Humbug glaubt - in Ihrem Fall Homöopathie -, offen für jeden weiteren Scheiß ist.
In jedem Fall sollten Klimaskeptiker Verantwortungsgefühl zeigen.
Es wäre ja kein Problem, wenn die sagen, dass ihrer Meinung (Evidenz) nach der Mensch keine Rolle bei der globalen Erwärmung spielt, aber es könnte ja sein, dass sie irren, deshalb raten sie dringend aktiv an Maßnahmen zur Treibgasreduzierung teilzunehmen.
Etwa 1984/5 wäre das HIV-Skeptikern auch gut angestanden, zu sagen, wir glauben zwar nicht, dass HIV die Ursache von AIDS ist, aber wir könnten ja irren, deswegen unterstützen wir alle Maßnahmen, die eine Weiterverbreitung von HIV Infektionen behindern. Heute sind das halt nur mehr AIDS-Spinner, die weit weg von Evidenz ihren üblen Geschäften nachgehen. Einer der übelsten der Erfinder der antisemitischen Neuen Germanischen Medizin hat hier gerade ein Opfer gefunden
http://www.seebald.at/index.php?option=com_content&view=frontpage&Itemid=1&lang=de
@Jörg
Sorry, "Klimatroll" ist etwas vage formuliert, ebenso wie "hauptsächlich", daher hake ich nochmal nach. Heißt das nun, die genannten Wissenschaftler oder ein Teil von ihnen sind Wissenschaftsfeinde oder nicht?
Ich räume ein, ich bin nicht so firm in Wissenschaftstheorie, aber ich könnte mir vorstellen, dass auch die "Skeptiker" Evidenz für ihre Theorien beanspruchen. Kann es denn nur eine Evidenz geben? Und wie hoch muss sich die Evidenz häufen, damit Nichtanerkennung zum Überschreiten der Grenze führt?
Als Laie in der Klimawissenschaft, dem die Evidenz der einen wie der anderen Theorie zunächst nicht augenscheinlich ist, interessiert mich etwas anderes. Sie und auch @Ludmilla sagen mir, dass Wissenschaftler sich verrennen können und zwar so sehr, dass sie selbst gehäufte Evidenz nicht mehr anerkennen. Woher weiß ich, dass Ihnen das nicht auch gerade passiert im aktuellen Klimastreit? Dasselbe gilt natürlich für die von mir genannten Herren, deren Namen ich lediglich als Beispiele aus einem anderen Artikel kopiert habe.
Ich meine, wenn ich mir z.B. den Kommentar von @Ludmilla anschaue, dann kann ich nur hoffen, dass sie keine Wissenschaftlerin ist oder aber als solche präziser arbeitet, als sie hier schreibt. Denn:
@Ludmilla
Wo genau habe ich gesagt, dass ich den beispielhaft genannten Wissenschaftlern ihre Theorien und Argumente glaube? Wo habe ich in meinem Kommentar überhaupt etwas behauptet, das einer Leugner-Logik entspricht?
Und wenn wir schon dabei sind, wüsste ich auch gern, wie Sie darauf kommen, ich glaubte an Homöopathie. Schlampig recherchiert? Na, kann ja mal vorkommen.
Ich habe da ein Problem. Ich habe ein Papier zweier Physiker der Uni Braunschweig gelesen, das ich als Ingenieur nicht widerlegen kann. Ich verstehe die Formeln, der Aufbau ist nachvollziehbar, die Beispiele sind anschaulich und leuchten ein. Also würde ich gerne einen Physiker um ein paar Hinweise bitten, wo denn der Hase im Pfeffer liegt. Das Papier ist hier:
http://arxiv.org/PS_cache/arxiv/pdf/0707/0707.1161v4.pdf
Rabe: Das hat Georg behandelt
http://www.scienceblogs.de/primaklima/2009/03/chronik-eines-angekundigten-skandals-gerlich-und-tscheuschner-wurden-peerreviewt.php
Stephen McIntyre - Mathematik und Politwissenschaften
Bjørn Lomborg - Politwissenschaften
Chris Landsea - Meteorologe und kein Klimaskeptiker! Sieht keinen signifikanten Einfluss steigender Temperatur auf Hurricane
Hans von Storch - Meteorologe und kein Klimaskeptiker! Mag den IPCC und Vorgehensweisen einiger Kollegen nicht
Jan Veizer - Geologe und auch kein Klimaskeptiker, er hat nur weitere Einflüsse, insbesondere durch kosmische Strahlung untersucht.
Zur Qualifikation der ersten beiden muss man wohl nicht viel sagen, was deren Standpunkte sind habe ich nicht näher nachgesehen, da sie als nicht-Naturwissenschaftler zwar eine Meinung haben können, aber kaum eine fundierte. Den Rest der "Namedropping" Liste habe ich auch nicht angesehen, weil dieser Ausschnitt ja schon ein deutlichen Bild zeichnet.
Die Vorgehensweise, Argumentation kann man sowas nicht nennen, der "Klimaskeptiker" erinnert erschreckend an die der Kreationisten und Evolutionsgegner. Es werden Teilaspekte aus dem Kontext gerissen und Leute in Ecken gestellt in denen die selber wahrscheinlich nicht ansatzweise stehen wollten.
Kommt jetzt vielleicht noch einer mit dem Argument, dass Gott nicht zulässt, dass der Mensch die Erde verwüstet? Danach könnte es dann wahrlich kaum noch weiter runter gehen im Niveau.
Oh, tut mir leid, das hätte ich auch selber finden sollen. Danke.
Hmm... ich informiere mich ja gern über den Klimawandel, dennoch kann ich nich umhin 'the big picture' vor Augen zu haben...
Ernsthaft, was solls wenn der Meeresspiegel im 2 Meter steigt, und etliche der heutige Städte unbewohnbar werden? Das wird in den Geschichtsbüchern stehen. Schön und gut, aber die Spezies Mensch wird weiter bestehen bleiben. Irgendwie wird sich alles in den nächsten Jahrhunderten einpendeln, und die Menschheit wird damit leben (müssen) wie die Welt dann ist.
Es ist ja nicht so, dass durch denn Klimawandel alles zu Grunde geht. Man (der Mensch und alle anderen Lebensformen) wird sich halt anpassen müssen. Das is in den letzten 30.000 Jahren (sogar in den letzten 4 Milliarden) passiert, das wird weiterhin passieren. Ob das nun 'man-made' ist, oder nich, spielt im Endeffekt doch keine Rolle.
Das 'Leben' findet immer einen Weg; und das ist doch das Wichtige!
Die richtige Einordnung des Scientific American Artikels gibt Jörg ja schon selbst in seinen einleitenden Worten: Der Artikel ist eine Antwort auf den Nonsens, den "Skeptiker" verfassen. Ich denke Jörg hat damit völlig. Ich kenne solche "Skeptiker" jetzt weniger. Interessanter wäre es, wenn der Artikel Bezug auf die ernsthafte Kritik von Skeptikern (ohne " " !) nehmen würde, aber deren Argumente werden geflissentlich ignoriert. Hentrich hat ja schon einen sehr guten Link dazu gebracht, da er aber sehr lesenswert ist, möchte ich ihn noch mal wiederholen: http://www.climate-skeptic.com/2009/12/missing-the-main-arguments.html
Es ist dabei völlig egal, von wem die Analyse ist oder ob Meyer Ökonom ist. Um schwache Argumente oder eine Themaverfehlung zu erkennen, muß man nicht Klimatologe sein, das könnte auch ein Literaturwissenschaftler, ja sogar Planetologinnen sollten dazu in der Lage sein. ;-)
Hallo armalyte,
Womit begruendest Du diese Schlussfolgerung? Dazu muesstest Du ja wissen, welches Ausmass die Klimaaenderungen haben werden. Du benuetzt den Begriff "einpendeln", dass sich also irgend ein neues Gleichgewicht einstellt. Was aber passieren wird, bevor sich dieses neue Gleichgewicht einstellt, darueber koennen wir, kannst auch Du, keine Aussage machen. Insbesondere dann, wenn die erheohte CO2-Konzentration und die Konsequenzen fuer das Klimasystem in einer nichtlinearen Abhaengigkeit zueinander stehen. Sicher ist es moeglich, wenn nicht sogar wahrscheinlich, dass die Erde sogar eine Klima-Katastrophe, ueberlebt. Ob der Mensch mit ueberlebt, ist eine voellig andere Frage. Denn vielleicht sind die Lebensbedingungen fuer den Menschen und die anderen heute existierenden Lebensformen in einem neuen Gleichgewicht nicht mehr erfuellt, wenn es sich mal eingependelt hat?
Du willst das "Big picture" vor Augen behalten? Dann zieh' den Kopf aus dem Sand!
Es gab sogar globale Katastrophen in der Geschichte der Erde, die die Lebensformen dieser Zeiten komplett vernichtet haben. Abgesehen von ein paar Einzellern hat da nix ueberlebt, die Evolution hat eben wieder bei Null angefangen. Wie gesagt, die Erde wird moeglicherweise auch uns Menschen ueberleben.Eine andere Frage waere, welche Konsequenzen Du persoenlich ziehst. Du selbst wirst die schlimmsten Folgen unseres Handelns wahrscheinlich gar nicht miterleben. Was aber ist mit den nachfolgenden Generationen, unseren Kindern und Enkeln? Wenn wir das Wissen und die Moeglichkeit haben, die Konsequenzen unseres bisherigen Handelns auf das Klimasystem noch zu beeinflussen und Schaden abzuwenden, dann meine ich, ist es unsere verdammte moralische Pflicht, unser bestes zu tun, die Lebensbedingungen fuer unsere Nachfolgegenerationen zu erhalten. Auch wenn das eine Veraenderung fuer unseren Lebensstil bedeutet (ist sowieso nur Gewohnheitssache). Und, mit Verlaub,
wieso sich nicht jetzt schon an die veraenderten Gegebenheiten anpassen und unter das Ausmass der Klimaaenderungen wenn moeglich auf ein Minumum zu verringern? Wenn der Mensch das jetzt schon nicht auf die Reihe bringt, na dann sehe ich schwarz fuer die Ueberlebenden einer eventuellen Katastrophe.
Na ja, Mad Max Fans werden voll auf ihre Kosten kommen...
@armalyte
"Das 'Leben' findet immer einen Weg; und das ist doch das Wichtige!"
"Das Leben" als solches wird den Klimawandel sicher überstehen. Aber wenn sich die Wüstenregionen bis Mitteleuropa ausdehenen und der Rest überflutet wird, dann bleibt für die Säugetiere incl. Mensch nicht mehr viel Platz. Da sollten wir lieber jetzt schon unseren Überlebenswillen mit unserer Intelligenz paaren und dieser Entwicklung entgegenwirken.
@wolfgang,
Sorry, aber was Sie da verlangen klingt dann doch etwas arg nach der Pascalschen Wette, so nach dem Motto:"ich glaube zwar nicht an Gott, befolge aber sicherheitshalber alle religiösen Gebote, fall ich mich irre will ich ja schließlich nicht in die Hölle kommen."
Ihre Aussage belegt aber sehr schön, dass die Theorie des menschengemachten Klimawandels sich doch eher auf religiösen Glauben als auf seriöse Wissenschaft stützt.
@vauxi: Suchen Sie sich bitte ein anderes Forum für ihre Unterstellungen
Stellt sich die Frage, ob Leute, die glauben, dass Kopenhagen etwas daran ändern wird, dass der CO2-Ausstoß bis 2050 um >50% zu nimmt, auch anderen Formen des Aberglauben anhängen. Vermutlich haben die vor 10 Jahren auch geglaubt, dass auch Kyoto zu Reduktion des CO2 führen würde. Ich glaube schon, dass im Namen des Klimas in Zukunft Billionen an Lobbyisten und Klimainvestoren verteilt werden, nebenbei wird aber auch alles fossile Material, dass wirtschaftlich förderbar ist, verbrannt werden.
Hi Alexander (5.12.,06:26): Hentrich konnte es aus technischen Gründen nicht wissen, aber Du hättest eigentlich in den =»Jagdszenen (3er-Serie Kommentare) sehen können, wie spielend leicht derart hohle Argumentationsgebilde geschreddert werden können.
@Verena
Naja, Frau L...., wenn Sie nicht mehr haben und sogar Ihre Rechtschreibfehler nicht korrigieren können, dann bleiben Sie doch gefälligst auf Ihrem Blog, nech?!
Wie steht es denn mit Ihrer wissenschaftlichen Reputation? Ist nicht soweit her damit, oder?
Sooooo, und jetzt gehen Sie mal wieder schön die ART leugnen, hier ist die Spielwiese für Erwachsene.
@Gluecypher: Ich hab den Kommentar gelöscht, wie schon mindestens 30 andere heute. Irgendeine Arschnase hält es nicht nur für richtig, seine hirntote Klimatrollerei hier abzuladen, sondern das auch noch unter wechselnden Namen mit Email-Adressen aus Heidelberg und Juelich. Keine Ahnung wer das ist.
@Jörg
Und ich dachte, ich bin geistig nicht mehr ganz auf der Höhe. Naja, wird wohl irgendein Jünger von Frau Lopez sein. Oder die Gute selbst. Naja, Trolle scheinen kurz vor Weihnachten ja auf den Bäumen zu wachsen.
Falls es euch interessiert woher die seltsamen Gestalten kommen, hier ist das Nest
http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2009/12/climategate-die-mutter-aller-schwindel.html
In den Kommentaren ist diese Seite hier verlinkt. Ein Diskussion mit den Leuten lohnt jedenfalls nicht, die haben schon ganz andere große Verschwörungen entlarvt ;)
@tengsinfo
Zitat: "Ein Diskussion mit den Leuten lohnt jedenfalls nicht [...]"
Stimmt. Was sollte man jemandem entgegnen, der auf der Suche nach der Wahrheit hinter den fadenscheinigen Propagandalügen ist. Vor allem jemand wie Du oder Jörg, der einfach unreflektiert anderer Leute Thesen wiederkäut.
@Alwo: Geil, du hats also komplett alleine weltweit gemessen und das alles modelliert? Na dann mal her mit den Ergebnissen.
@ Thilo Küssner
Bei Ihnen muss man sich wirklich anstrengen, nicht ausfällig zu werden. Dass Sie ein Dummkopf sind, ist das Eine. Sie schreiben:
Wenn Sie ein bisschen Grips im Hirn hätten, dann würden Sie sehen, dass die heutige "Freie Welt" mit der gleichnamigen DDR-Zeitschrift nichts zu tun hat. Und bevor Sie unterstellen, jemand hätte den Namen "geklaut", sollten Sie sich erst einmal ein bisschen mit Urheberrecht vertraut machen.
Dieser Satz ist wirklich eine Geschmacklosigkeit sondergleichen! Vera Lengsfeld ist 1983 aus der SED ausgeschlossen worden (vgl. Wikipedia; Küssner, kennen Sie Wikipedia?) Sie war in der Endphase der DDR Bürgerrechtlerin, ist schwer verfolgt worden, z.B. ist sie von ihrem eigenen Mann bespitzelt worden. Wikipedia: "Aus Protest gegen den Beschluss von Bündnis 90/Die Grünen, Koalitionen mit der PDS einzugehen, schloss sie sich mit anderen Bürgerrechtlern wie Günter Nooke und Ehrhart Neubert am 17. Dezember 1996 der CDU an."
Wenn Sie auch nur einen Funken an Charakter besitzen würden, würden Sie Ihre widerlichen Verleumdungen jetzt zurücknehmen!
@ Anstandsdame: Mir ist durchaus bekannt, daß die Ex-SED-Genossin, Ex-Bürgerrechtlerin, Ex-Grüne und heutige "Freie-Welt"-Autorin Vera Lengsfeld schon so ziemlich jeder politischen Gruppierung angehört hat, die es gibt, und dies jedesmal mit derselben Verve und Leidenschaft mit der sie heute ihre aktuellen politischen Ansichten vertritt. Wo sehen Sie hier eine Verleumdung?
Was die "Freie Welt" angeht - mir ist natülich klar, daß die heutige "Freie Welt" nicht die Rechtsnachfolgerin der gleichnamigen DDR-Zeitschrift ist, sondern nur den Namen übernommen hat. Ich finde es ein interessantes Phänomen, daß immer gerade diejenigen politischen Zirkel, die mit Freiheit und Selbstbestimmung nicht so viel am Hut haben, besonders inflationär mit Begriffen wie "frei" und "Freiheit" um sich werfen. (Damit das nicht mißverstanden wird - diese Bemerkung bezieht sich nicht auf die FDP im allgemeinen, sondern nur auf die ideologischen Zirkel, die sich in der "Freien Welt" äußern.)
Ein ähnliches Phänomen gibt es in der Mathematik - Lehrbücher, die das Wort "Advanced" im Titel tragen, sind dort sogut wie immer elementare Einführungen für Erstsemester (oder Gymnasiasten). Ähnliches gilt für Lehrbücher, in deren Titel "modern" vorkommt. Etc. Wer es für nötig hält, solche Adjektive schon im Titel zu verwenden, weiß offenbar, daß es notwendig ist (daß man anhand des Inhalts eben nicht selbst auf die Einordnung "advanced", "modern" oder eben "frei" kommen würde).
Jedenfalls kenne ich keine Zeitschrift, die nicht am linken oder rechten Rand angesiedelt ist, aber trotzdem das Wort "Freiheit" im Titel führt. Ein interessantes Phänomen.
@Küssner
Darin:
Sie tun so, als würde Lengsfeld in die selbe Ecke gehören wie Gysi und die anderen Altkommunisten. Darin besteht die Verleumdung.
Wenn Ihnen das bekannt ist, dann faseln Sie einfach nicht so ein dummes Zeug.
Das sagt u.U. mehr über Ihren beschränkten Horizont aus als über irgend etwas anderes. Sie scheinen die "Freie Welt" ernsthaft "am linken oder rechten Rand" zu verorten. Das tut ja langsam richtig weh!
@Anstandsdame: Wenn Sie hier weiter diskutieren möchten, müssen Sie Ihren Ton erheblich mäßigen. Weitere Beleidigungsattacken dieser Art werde ich ohne weitere Umstände löschen.
Ich finde es übrigens äußerst amüsant, dass Sie einen Vergleich mit einem Bundestagsabgeordneten "Verleumdung" nennen.
Wer sich schon immer gefragt hat was der Hentrich eigentlich arbeitet, der betreut solche Konferenzen:
http://www.wir-klimaretter.de/content/view/4487/256/
das mit der "Freiheit" soll also so sein wie bei Staaten, die "demokratisch", Volk" oder "Republik" im namen tragen -- und umso mehr davon umso weniger auch nur eins davon sind?
Steile These.
Die Konferenz in Berlin hatte übrigens Christopher Monckton als Stargast, der behauptet beim Klimagipfel ginge es um die Installierung einer undemokratischen Weltregierung.
@Jörg
Auch Sie haben offensichtlich keine Probleme damit, ein Opfer mit einem Täter auf eine Stufe zu stellen. Schockierend!
@Anstandsdame: Huch, jetzt bin ich aber über mich selbst entrüstet. Was genau hab ich jetzt wieder Schlimmes getan? Ach, eigentlich will ichs gar nicht genau wissen, ist ja eh nur Geblubber was Sie hier ablassen.
@Jörg
Schön. Wir sind jetzt wieder bei der Publikumsbeschimpfung angelangt. Schon in Ordnung. Das Publikum, das nicht aus dem Kreise der Fans stammt, ist ja auch einfach nur doof.
@Jörg:
Also mit Gysi möchte ich ehrlich gesagt auch nicht verglichen werden - Bundestag hin oder her. Hat Thilo ja aber auch nicht gemacht. Wobei ich bezweifle, dass man Vera Lengsfeld wirklich fair einordnet, wenn man sie in die "Ex-SED"-Schublade steckt. Zwar war sie da mal Mitglied, wurde ja aber wegen zuviel eigener Meinung entfernt und anschließend jahrelang schickaniert und von der Stasi bespitzelt - unter anderem von ihrem eigenen Ehemann. Aus meiner Sicht rehabilitiert einen das schon genug, um nicht mehr unter "Ex-SED" laufen zu müssen. Wobei über Frau Lengsfelds sonstige Ansichten - und ihre Wahlplakate - durchaus geteilter Meinung sein kann...