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Joerg Rings lebt in Oakland, Kalifornien, und ist Senior Quantitative Analyst in einem Start-Up, das Thermostate optimiert um Energie zu sparen.
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16.10.09 · 09:15 Uhr

Video am Freitag: Wann verdoppelt sich etwas wenn es pro Jahr 7% zulegt?

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 5

Ich gebe zu, ich habe erst 10-15 Minuten von diesem Video gesehen, aber das hat mir schon ganz gut gefallen. Albert Bartlett hat diesen Vortrag "Arithmetic, Population, and Energy" in 40 Jahren wohl schon über 1600mal gehalten. Aber alleine schon die Überschlagsrechnung am Anfang, um abzuschätzen nach welcher Zeit sich eine Größe verdoppelt hat, wenn sie pro Jahr 7% zunimmt, ist spannend.

"The greatest shortcoming of the human race is our inability to understand the exponential function."

(bei Google Video ansehen)

(via Holgi/Nightline-Blog)

 

Autor: Jörg· 5 Kommentare· Permalink· Trackback-URL

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Kommentare (5)

Kommentar-Direktlink Strange· 16.10.09 · 10:30 Uhr

Ich dachte immer das Zitat wäre von Carl Sagan.

Kommentar-Direktlink Frank Quednau· 16.10.09 · 18:10 Uhr

Ich habe mir vor einiger Zeit mal die komplette Vorlesung angeschaut, ich glaube ca. 50 Minuten. Sehr lehrreich, interessant und durchaus auch ernüchternd. Z.B., wo er auf die Augenwischerei eingeht, die betrieben wird, wenn man die Erschließung von Ölfeldern in Alaska als brauchbare Option darstellt.

Unbedingt ganz gucken! :)

Kommentar-Direktlink Stan· 17.10.09 · 01:04 Uhr

Wow, der macht einem ja richtig Angst, aber Recht hat er. Wollte mir doch letztens ein Kumpel weiß machen, dass er nicht wissen müsse wie Prozentrechnung funktioniert. Aber im Angesicht der Tatsache, wie in den Medien, in den Regierungen oder auch sonst wo (wenn ich das richtig verstanden habe, auch in nem Chemie Journal) geschludert wird, alles selbst auf seine Wahrheit zu überprüfen.

Dieses Video muss man gesehen haben (oder die Bedeutung exponentiellen Wachstums verstehen).

Kommentar-Direktlink N.N.· 19.10.09 · 22:21 Uhr

Vielen Dank für den Hinweis auf das Video. "The greatest shortcoming of the human race is our inability to understand the exponential function" - das ist der Punkt.

Das Gehirn unserer Art ist evolutionär bedingt nicht darauf vorbereitet, exponentielle Entwicklungen intuitiv zu erfassen. In früheren Zeiten war ein lineares Denkmodell zum Erhalt der Art ausreichend.

Vorherige Fehleinschätzungen einzelner Kulturen führten zu regionalen Populationsminderungen. Entsprechende Fehleinschätzungen in einem globalisierten Wirtschaftssystem werden zu einer globalen Populationsminderung führen. Zumal die heutige Populationshöhe allein durch exponentiell gesteigerte Ausbeutung endlicher Rohstoffe erreicht werden konnte. Nebenbei mag Phosphat dabei vor Erdöl zum "Mangelelement" werden.

Dazu kommt die Unfähigkeit, Rückoppelungen zu erfassen (wie aktuell "Verlust der Albedo der nördlichen Polkappe" ).

Aus meiner Sicht gut dargelegt in "Die Logik des Mißlingens: strategisches Denken in komplexen Situationen" (Dörner, Dietrich; Rowohlt, Reinbek 1989, ISBN 3-499-61578-9).

Auf dieses Buch wurde sich sowohl in meinem Schulunterricht als auch in späteren Vorlesungen in einem naturwissenschaftlich-wirtschaftlichen Studium bezogen.

Angeregt durch das Video habe ich R gefragt, wie klein ein sich "minütlich" verdoppelnder Ressourcenfresser sein müßte, um innerhalb einer "Stunde" alles zu besetzen.

> 1/(2^59)
[1] 1.734723e-18

(also ~0.000000000000000002)

Wird diesem kleinem Ressourcenfresser der vierfache Lebensraum ("three bottles more") bereitgestellt, reicht es gerade für zwei(!) "Minuten" mehr.

In dem Video wird die "Minute" als Analogie zur Verdoppelung der Steigerung der Wirtschaftsleistung herangezogen. Diese dürfte eng am Verbrauch endlicher Ressourcen gekoppelt sein.

Wie lang ist diese "Minute"?

> log(2, base=1.03)
[1] 23.44977

Bei einem realistischen - aus meiner sicht immer noch nicht nachhaltigen Wirtschaftswachstum von 3% - eine Generation.

> log(2, base=1.25)
[1] 3.106284

Nach den Zielvorgaben der Deutschen Bank hat eine Verdoppelung des Wertes in drei Jahren zu erfolgen. Alle drei Jahre. Das geben die begrenzten Ressourcen unseres Planeten nicht her.

Es sei denn, man läßt sich neue "Produkte" einfallen. Abseits der gecrashten Finanzzaubereien...

So genannte "Patente" auf Entdeckungen (Genom, Software), Kommerzialisierung ehemals "freier Güter"...

Nur als Gedanke dazu.

Kommentar-Direktlink MisterX· 08.01.11 · 13:41 Uhr

Gibts eigentlich auch mal irgendwelche guten Nachrichten ?? Ich kanns nicht mehr hören !!!!! (trotzdem gutes video)

gruß

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