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"Was ist schön?" In diesem Blog machen wir uns auf die Suche nach einer Antwort auf diese Frage, die so alt ist wie die Menschheit.
Welche Schönheitsideale prägten die Antike? Wie verändern sich die Vorstellungen von dem, was als schön gilt? Gibt es Konstanten, die unser ästhetisches Urteil bestimmen? Und wie erklärt die moderne Wissenschaft, weshalb es so menschlich ist, nach Schönheit zu streben?
Am Ende werden wir vermutlich nicht eine, sondern viele Antworten haben...
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Archiv November 2010
30. November 2010
Schönheit wirkt: Über die Macht der Schönheit und soziales Kapital
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften · Kommentare: 1
Wir mögen das als ungerecht empfinden, doch Schönheit wirkt. Es ist eine Form sozialen Kapitals.
Wer schön ist, ist immer auch mehr als das. Zumindest in den Augen seiner Mitmenschen. Wer schön ist, der hat - wie unzählige Studien belegen - in vielen, vielen Bereichen des Lebens einen (messbaren) Vorteil. Wir mögen das als ungerecht empfinden, doch Schönheit wirkt. Es ist eine Variante des sozialen Kapitals, wie man in Anlehnung an Pierre Bourdieu formulieren könnte. Was wissen wir über diese soziale Komponente der Schönheit?
Hier im Blog haben wir ja bereits festgestellt, dass die Vorstellungen von dem, was Menschen schön und anziehend finden, historisch und kulturell variieren. Schönheit ist keine stabile Größe, sie entzieht sich simplen Definitionen und ist nicht so einfach mess- und quantifizierbar. Und so gibt es auf die Frage „Was ist schön?" entweder keine oder unzählig viele Antworten.
Vollkommen anders verhält es sich, wenn wir nach der Wirkung von Schönheit fragen. Denn die Effekte von Schönheit im sozialen Leben sind in hunderten Studien nachgewiesen und zu beziffern. Wie ich in meinem letzten Artikel schon skizziert habe, assoziieren wir mit schönen Menschen unweigerlich weitere positive Eigenschaften: Großzügigkeit, Vertrauenswürdigkeit, Kompetenz und vieles mehr. Und genau diese Tatsache ist das (soziale) Kapital mit dem schöne Menschen „wirtschaften" können.
Wie hoch ist wohl das "soziale Kapital" dieses Gesichts?

Autor: Marc Scheloske· 30.11.10 · 09:00 Uhr· 1 Kommentar
25. November 2010
Zu schön, um wahr zu sein
Kategorie: Kultur · Kommentare: 2
Ein bisschen eitel ist doch jeder Mensch irgendwo. Wir möchten so gut aussehen wie möglich und uns von unserer schönsten Seite präsentieren. Auf Fotos ist das heute kein Problem mehr: Dank digitaler Fotografie und diversen Bearbeitungsprogrammen kann man kleine Schönheitsfehler im Handumdrehen verschwinden lassen. Manchmal wird dem Aussehen aber auch derart nachgeholfen, dass es schon zu schön ist, um wahr zu sein ...
Es gab sicher kaum eine Zeit, wo man der "Natur" (zumindest auf Fotos oder Portraits) nicht ein wenig nachgeholfen hat und den ein oder anderen Makel versucht hätte zu kaschieren oder verschwinden zu lassen. Früher hat man das noch mit dem Pinsel erledigt, heute gibt es dafür Fotobearbeitungsprogramme.
Autor: Liane Vorwerk-Gundermann· 25.11.10 · 12:06 Uhr· 2 Kommentare
22. November 2010
Die attraktive Augenbraue - nicht nur eine Frage der Form
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften · Kommentare: 2
Die Augenpartie spielt bei der Wahrnehmung eines Gesicht eine wichtige Rolle. Die Augen, so sagt man, sind die Spiegel der Seele. Sie verraten uns die Gefühle unseres Gegenübers, ob er zornig ist, traurig oder fröhlich. Betrachten wir ein Gesicht, schauen wir meistens dem anderen in die Augen, denn die Augenpartie spiegelt den emotionalen Zustand eines Menschen am deutlichsten wider.
Nicht dabei vernachlässigt werden dürfen die Augenbrauen: Sie "verleihen uns nicht nur Ausdruck" und machen uns einzigartig, sondern entscheiden auch mit über die Atrraktivität eines Menschen.
Autor: Liane Vorwerk-Gundermann· 22.11.10 · 09:27 Uhr· 2 Kommentare
18. November 2010
Buch-Tipps, die Schönheit und Wissenschaft miteinander vereinen ....
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften · Kommentare: 2
Bei den Recherchen zur Schönheit und Attraktivität, stößt man natürlich hin und wieder auf das ein oder andere Buch, das sich mit dem Thema beschäftigt und sich interessant anhört.
Für alle, die sich intensiver mit der Schönheit beschäftigen möchten, seien deshalb hier mal ein paar Bücher genannt, in denen sich Wissenschaftler aus den unterschiedlichsten Fachgebieten mit dem Thema auseinandersetzen.
Autor: Liane Vorwerk-Gundermann· 18.11.10 · 14:30 Uhr· 2 Kommentare
17. November 2010
Schön und gut: Über den Nimbus-Effekt und das Attraktivitäts-Stereotyp
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften
Wir sind Augentiere. Und wir sind Weltmeister im Schubladendenken. Das gilt auch und vor allem, wenn wir unsere Mitmenschen beurteilen. Dabei ist es von entscheidender Bedeutung, wie attraktiv wir unsere Arbeitskollegen, Zufallsbekanntschaften oder Sportkameraden finden. Ob bewusst oder nicht: wir machen uns blitzschnell ein Bild. Und je schöner der Mensch in unseren Augen ist, desto bessere Eigenschaften schreiben wir ihm auch zu...
Und je schöner der Mensch in unseren Augen ist, desto bessere Eigenschaften schreiben wir ihm auch zu.
Vertrauenswürdigkeit, Erfolg, Stärke, Durchsetzungsvermögen, Ausgeglichenheit, Warmherzigkeit... diese Liste könnte man noch deutlich erweitern. Und all diese positiven Attribute sprechen wir eben schönen Menschen zu. Das ist vielleicht nicht unbedingt fair, aber zutiefst menschlich. Die Menschen, die wir in die Schublade mit dem Etikett "schön" einsortieren, haben schon fast gewonnen...

In der Sozialpsychologie ist dieser Effekt als Attraktivitätsstereotyp geläufig. Es gibt dutzende, vielleicht sogar hunderte Studien, die den Mechanismus belegen. Das beginnt dann bei den Säuglingen, die mehr Aufmerksamkeit erhalten, wenn sie schön sind, geht weiter mit den hübschen Schulkindern, die bessere Noten1 bekommen und reicht bis zu den Vorteilen bei der Gehaltsverhandlung.2
Kurz: Wer schön ist, dem fliegen im Leben manche Dinge einfach zu. Wobei das natürlich nicht Zauberei, sondern das Ergebnis ganz profaner sozial-kognitiver Prozesse ist. Es ist ja eben - wie eingangs erwähnt - die positive Zuschreibung der Umwelt, die den offenbar schönen Menschen automatisch auch Kompetenz und Charisma attestiert. Und dann gibt es - das wäre Stoff für ein Extra-Posting - natürlich den Effekt der self-fulfilling-Prophecy, deren Wirkmächtigkeit wohl als bekannt vorausgesetzt werden darf.
Autor: Marc Scheloske· 17.11.10 · 22:00 Uhr· 0 Kommentare
12. November 2010
Wer ist die Schönste im ganzen Land?
Kategorie: Kultur
Wettbewerbe, Misswahlen, Castingshows: Schönheit besitzt Unterhaltungswert, ist Einnahmequelle und Marketingmittel - und das seit über 100 Jahren.
Schönheitswettbewerbe sind aus unserer Zeit praktisch nicht mehr wegzudenken. Inzwischen gibt es sie quasi für (fast) alles: Neben der Wahl zur "Miss World", "Miss Universum", "Miss Internet" oder "Miss Frühling" gibt es auch Schönheitswettbewerbe für Homosexuelle, für Kinder, Verheiratete und Mütter, Transsexuelle und Schönheits-OP Junkies (Ungarn kürte im letzen Jahr seine erste "Miss Plastic"). Und in der italienischen Stadt Forcoli, in der Nähe von Pisa, findet beispielsweise seit mehr als 20 Jahren die Wahl zur "Miss und Mister Cicciona d'Italia" statt. Ein Ereignis mit Gewicht, denn wer hier nicht mindestens 100 Kilogramm auf die Waage bringt, hat bei der Wahl zur "Miss Mollig" keine Chance.
Autor: Liane Vorwerk-Gundermann· 12.11.10 · 09:41 Uhr· 0 Kommentare
09. November 2010
Wissenschaft fürs Auge
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 6
Die Wissenschaft bietet wirklich einmalige, schöne und faszinierende Fotomotive ...
Autor: Liane Vorwerk-Gundermann· 09.11.10 · 09:05 Uhr· 6 Kommentare
06. November 2010
Keine Mimik ohne Falten
Kategorie: Medizin · Kommentare: 31
Botox ist seit Jahren nicht nur in aller Munde, sondern vor allem in vielen Gesichtern. Das Nervengift ist vom Medikament zum Anti-Aging-Produkt avanciert. Was dabei mitunter scheinbar gern verdrängt wird: Die Substanz glättet nicht nur die Falten, sie hat auch Nebenwirkungen.
Botulinumtoxin, kurz Botox, ist ein neurotoxisches Protein. Es wird vom Bakterium Clostridium Botulinum Clostridium botulinum produziert und ist eines der stärksten bekannten Gifte. In der Medizin wird es zum Beispiel bei der Behandlung von Bewegungsstörungen (Dystonien), spastischen Paresen, vermehrter Schweißbildung (Hyperhidrose) oder Kopfschmerzen eingesetzt.
Autor: Liane Vorwerk-Gundermann· 06.11.10 · 09:54 Uhr· 31 Kommentare
03. November 2010
Verliebt, verlobt, verheiratet: Nicht nur schönen Menschen winkt das Liebesglück
Kategorie: Kultur · Kommentare: 2
Im September habe ich über die erste Datingwebsite für Hässliche berichtet. Nun kann die Partnervermittlung für "ästhetisch benachteiligte Personen" bald ihren ersten schriftlich festgehaltenen Liebeserfolg verbuchen; die Hochzeit von Janine Walker und Tom Clifford.
Autor: Liane Vorwerk-Gundermann· 03.11.10 · 09:29 Uhr· 2 Kommentare
01. November 2010
Schönheit in Vollendung
Kategorie: Kultur
Meißner Porzellan - ein Inbegriff von Schönheit, Eleganz und Exklusivität. Die weltbekannte Manufaktur ist in diesem Jahr 300 Jahre alt geworden. Als sie am 23. Oktober die Türen anlässlich der Feier für Besucher geöffnet hat, war ich zufällig in der Stadt. Ein tolle Gelegenheit also, mal einen intensiveren Blick auf das weiße Gold zu werfen.
In den Verkaufsräumen der Manufaktur herrschte reges Treiben: Engländer, Japaner, Franzosen - ein buntes Sprachgewirr. Keine Frage, Meißner Porzellan ist weltbekannt und offenbar noch heute ein Inbegriff von Qualität und Luxus. Denn trotz der Preise, drängelten sich die Besucher um die Verkaufstische, begutachteten die zarten Stücke und verließen mit Tüten beladen das Haus. Eigentlich hatte auch ich überlegt eine Kleinigkeit zu erstehen -eine Teetasse vielleicht. Ich sah mich schon genüsslich meinen Tee aus dem feinen, weißen Porzellan schlürfen. Die Tasse die mir gefiel kostete leider knapp 200 Euro - ein Schnäppchen 2er Wahl ...
Autor: Liane Vorwerk-Gundermann· 01.11.10 · 12:59 Uhr· 0 Kommentare
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