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Florian Freistetter promovierte am Institut für Astronomie der Universität Wien und hat danach an der Sternwarte der Universität Jena und dem Astronomischen Rechen-Institut in Heidelberg als Astronom gearbeitet. Zur Zeit lebt er in Jena, bloggt über Wissenschaft und schreibt manchmal Bücher:

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Über Astrodicticum Simplex

astrodict_about.jpgDas Astrodicticum Simplex ist ein altes astronomisches Gerät das Ende des 17. Jahrhunderts von Erhard Weigel in Jena (D) erfunden wurde. Es handelt sich dabei um einen Sternweiser: das war ein Himmelsglobus, bei dem es möglich war, einen kleinen Zeiger auf einen bestimmten Stern zu richten; gleichzeitig zeigte ein großer Zeiger die Position des Sterns am Himmel an. Damit war es für Ungeübte leichter, bestimmte Objekte aufzufinden. In gewissen Sinne soll auch dieses Blog ein "Sternweiser" sein. Ich hoffe, den Leserinnen und Lesern meine Faszination für die Astronomie und die Sterne näherbringen zu können.

Aber auch die Philosophie des Erhard Weigel passt ganz gut zu meinen Vorstellungen. Erhard Weigel war nicht so sehr als Astronom bzw. Wissenschaftler berühmt - sondern viel mehr als Lehrender und Pädagoge. Die Studentenzahlen der Universität Jena sollen sich aufgrund seiner Vorlesungen verdoppelt haben und er hat sich mindestens genau so sehr damit beschäftigt, wie man Wissen am besten vermittelt wie er sich mit dem Wissen an sich beschäftigte. Auch ich möchte möglichst viele Menschen von und mit Wissenschaft begeistern - denn ich denke dass das ein wesentlicher Aspekt der Wissenschaft ist der heute leider viel zu oft vernachlässigt wird. Ein Wissenschaftler sollte nicht nur Forschung betreiben sondern mindestens genau so viel Augenmerk auf die Vermittlung dieses Wissens - an Studenten, aber auch generell die Öffentlichkeit - richten. Leider haben Lehre und Öffentlichkeitsarbeit an den Universitäten heute nicht mehr wirklich den Stellenwert, den sie eigentlich haben sollten - zumindestens meiner Meinung nach.

Ein "echtes" Astrodicticum Simplex hat bis heute nicht überlebt - es existieren aber alte Bilder davon. Ein Stich von J. Dürr aus dem Jahr 1661 aus Erhard Weigels "Himmelsspiegel" zeigt dieses Gerät.

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