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26.02.12 · 15:40 Uhr
Wie man sich das Universum anhört
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 9
"In space, no one can hear you scream!" Im All ist es still. Klar, das All ist ja auch größtenteils leer und es gibt nichts in dem sich Schallwellen ausbreiten könnten. Also gibt es auch nichts zu hören. Aber genauso wie wir unsere Worte und Geräusche in elektromagnetische Signale umwandeln und durch die Gegend strahlen können, damit sie anderswo mit Radioempfängern wieder hörbar gemacht werden, strahlen auch viele Himmelskörper Radiowellen ab. Nicht, weil dort Aliens sitzen und die "größten Hits der 80er und 90er" durch die Gegend schicken. Radiowellen sind Teil der ganz normalen elektromagnetischen Strahlung, so wie zum Beispiel auch das Licht. Und so wie Himmelskörper ganz natürlich und von selbst Licht erzeugen und ausstrahlen können, erzeugen sie auch Radiostrahlung. Die kann hörbar gemacht werden - wir können uns also tatsächlich anhören, wie die Sonne klingt. Oder ein Planet. Oder alle möglichen anderen Dinge im Universum.
Die Künstlerin Honor Harger stellt in einem netten Vortrag einige dieser kosmischen Geräusche vor (mein Favorit ist die Raumsonde Cassini, die durch die Saturnringe fliegt):
Autor: Florian Freistetter· 9 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (9)
Na jetzt bin ich gespannt wie lange es dauert bis die Astrologen einen Beweis für ihre Theorien daraus zimmern. Sehe schon die Schlagzeile "Wissenschaft bestätigt Einfluss der Gestirne durch Radiowellen".
Ganz nett, aber der Informationsgehalt ist gegenüber dem Anblick des Himmels doch eher bescheiden. Und bei den anderen Sinnen sieht es noch übler aus. Wie sich das Universum wohl anfühlt? Oder wie es wohl schmeckt? Da bleibe ich doch lieber bei den Bildern.
@HF: "Ganz nett, aber der Informationsgehalt ist gegenüber dem Anblick des Himmels doch eher bescheiden."
Naja, es kommt drauf an, ob man mit der Information was anfangen kann oder nicht. Wenn ich dir einfach irgendein astronomisches Bild vor die Nase setze und nichts weiter dazu sage, dann wirst du auch keine Ahnung haben, was da zu sehen ist. Du musst die Informationen halt interpretieren können. Radioastronomie ist ein wichtiger Teil der Astronomie und ohne sie wüssten wir SEHR VIELE Dinge nicht. Nur weil man Radiowellen nicht sehen kann, heißt das nicht, dass sie keine Informationen enthalten.
Wie du schon geschrieben hast, sind das keine echten "Geräusche" aka Schallwellen, sondern wir stellen die Radiowellen als Geräusche dar. Da man bei Bildern meist auch Falschfarben verwendet, damit die Bilder besser aussehen (und auch zu wissenschaftlichen Zwecken besser geeignet ist, aber das mal außen vor gelassen), frage ich mich, ob man das nicht auch mit den Geräuschen machen könnte. So hört man nur rauschen und klicken, mittels Anpassung der Fourierkoeffizienten und Frequenzen und Faltung müsste es doch möglich sein, mehr Individualität in die Audiodateien zu bringen, oder irre ich mich da?
Sferics und Whistler und wie die ganzen Dinger heißen, die von irdischen Blitzen erzeugt werden, hören sich übrigens auch ganz nett an. Wer es lieber bunt mag, sollte sich einfach mal das Spektrogramm ansehen :)
Na, da bin ich mal gespannt, wie lange es noch dauert, bis die GEMA versucht, damit Kapital zu schlagen ;-)
das telefon ist übrigens in deutschland, friedrichsdorf von dem deutschen physiker philipp reis erfunden worden. er ist auch derjenige, der für die namensgebung verantwortlich ist. -> Telephone
watson unternahm seine versuche erst mehr als 10 jahre später. sein "kollege" bell ist vom reis-telephon inspiriert worden.
Die Erde soll rund sein.
Na jetzt bin ich gespannt wie lange es dauert bis die Astronomen einen Beweis für ihre Theorien daraus zimmern. Sehe schon die Schlagzeile "Erde ist nur ein Trabant der Sonne, und diese ist nur eine von Milliarden ..."
Das Klopfen des Pulsar macht mir ne Gänsehaut.
Die Tatsache das jedes Klopfen eine Umdrehung eines ehemaligen Sterns sein soll wird durch das Hören irgendwie realer. Irre!