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29. Februar 2012
Kollisionsalarm - Wird die Erde mit dem Asteroid 2011 AG5 zusammenstoßen?
Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt · Kommentare: 96
Die einschlägigen Medien verbreiten mal wieder Angst und Schrecken. "140-Meter-Asteroid kann die Erde treffen" titelt die BILD-Zeitung und schiebt gleich nach:
"Er ist riesengroß - und er ist gefährlich. Asteroid 2011 AG5 hat einen Durchmesser von 140 Metern. Und er könnte die Erde treffen, warnt das UN-Komitee für die friedliche Nutzung des Weltalls."
Ja, das klingt bedrohlich. Riesengroß und gefährlich! Schon 2040 soll er mit der Erde zusammenstoßen. Und nicht irgendwelche Spinner warnen davor, sondern gleich die UNO!
Bei "Vorarlberg Online" heißt es sogar "Mega-Asteroid schlägt möglicherweise auf unseren Planeten auf" und
"Der Asteroid 2011 AG5 besitzt einen sagenhaften Durchmesser von 140 Metern. Diese enorme Masse soll laut dem UN-Komitee für friedliche Nutzung des Weltalls auf der Erde aufschlagen"
Ja, 140 Meter sind tatsächlich "sagenhaft". Ich kann mich nicht erinnern, wann ich jemals von einem größeren Objekt gehört hätte... Müssen wir jetzt alle sterben?
Autor: Florian Freistetter· 29.02.12 · 14:50 Uhr· 96 Kommentare
29 Februar: Wo kommt dieser Schalttag her?
Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt · Kommentare: 49
Heute ist ein besonderer Tag. Der 29. Februar. Den gibt es nicht oft. Aber warum eigentlich? Was soll dieses Theater mit dem Schalttag? Wozu brauchen wir einen Tag, der nur alle paar Jahre mal existiert? Und warum muss der Extratag gerade im kalten Februar angehängt werden?
Autor: Florian Freistetter· 29.02.12 · 09:57 Uhr· 49 Kommentare
28. Februar 2012
Wissenschaft ist überall - auch im Flugzeug!
Kategorie: Naturwissenschaften·Technik · Kommentare: 57
Ich habe gerade ein äußerst hervorragendes Buch über Wissenschaft gelesen. Es trägt den etwas sperrigen Titel "Warum Tee im Flugzeug nicht schmeckt und Wolken nicht vom Himmel fallen: Eine Flugreise in die Welt des Wissens". Im englischen Original heißt es etwas treffender: "Inflight Science: A Guide to the World from Your Airplane Window".Der Autor, Brian Clegg, hat eine typische Flugreise zum Anlass genommen, Wissenschaft zu erklären. Vom Einchecken am Flughafen bis zur Landung am Ziel absolviert man einen ganz normalen Flug. Aber anstatt die Zeit mit langweiliger Warterei bzw. dem Ansehen des Bordfilms zu verbringen, zeigt Clegg, wie wir überall auf die Wissenschaft stoßen. Wir müssen nur die Augen aufmachen.
Autor: Florian Freistetter· 28.02.12 · 18:00 Uhr· 57 Kommentare
Wie man weiße Blutkörperchen am Himmel sehen kann
Kategorie: Medizin·Naturwissenschaften·Umwelt · Kommentare: 52
Ich habe gestern und vorgestern die wunderbare Show beobachtet, die Venus, Jupiter und der Mond am Abendhimmel geboten haben. So beeindruckend und nahe beieinander sieht man die drei hellsten Himmelskörper am nächtlichen Himmel nicht oft. Venus ist aber so hell, dass man sie auch schon untertags sehen kann, wenn die Sonne noch gar nicht untergegangen ist. Man muss nur wissen, wo man sie finden kann und der nahe Mond hat das in den letzten Tagen recht leicht gemacht. Als ich also gestern und vorgestern die Venus am Taghimmel betrachtet habe, konnte ich sie schnell finden. Ich habe aber auch noch ein paar andere interessante Sachen festgestellt.
Autor: Florian Freistetter· 28.02.12 · 09:00 Uhr· 52 Kommentare
27. Februar 2012
(Bilder)Rätsel: Wo bin ich?
Kategorie: Kultur · Kommentare: 95
Wenn dieser Artikel hier (automatisiert) veröffentlicht wird, dann sitze ich gerade im Zug. Und
Autor: Florian Freistetter· 27.02.12 · 08:05 Uhr· 95 Kommentare
26. Februar 2012
Die Venus am Taghimmel!
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 22
Venus und Jupiter sind ja schon seit einiger Zeit die Stars am abendlichen Himmel. In den vielen klaren Nächten der letzten Wochen waren sie strahlend hell zu sehen. Auch der Mond ist seit einige Tagen wieder abends sichtbar und zusammen liefern die drei zur Zeit eine fantastische Show. Die Venus ist so hell, dass man sie auch schon sehen kann, wenn es noch gar nicht finster ist und die Sonne noch über dem Horizont steht. Wenn man weiß, wohin man schauen muss, dann sticht sie einem sofort ins Auge. Momentan steht sie in der Nähe des Mondes und ist daher leicht zu finden. Ich habe sie gerade vorhin selbst beobachtet und ein paar Fotos gemacht.
Autor: Florian Freistetter· 26.02.12 · 18:15 Uhr· 22 Kommentare
Wie man sich das Universum anhört
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 9
"In space, no one can hear you scream!" Im All ist es still. Klar, das All ist ja auch größtenteils leer und es gibt nichts in dem sich Schallwellen ausbreiten könnten. Also gibt es auch nichts zu hören. Aber genauso wie wir unsere Worte und Geräusche in elektromagnetische Signale umwandeln und durch die Gegend strahlen können, damit sie anderswo mit Radioempfängern wieder hörbar gemacht werden, strahlen auch viele Himmelskörper Radiowellen ab. Nicht, weil dort Aliens sitzen und die "größten Hits der 80er und 90er" durch die Gegend schicken. Radiowellen sind Teil der ganz normalen elektromagnetischen Strahlung, so wie zum Beispiel auch das Licht. Und so wie Himmelskörper ganz natürlich und von selbst Licht erzeugen und ausstrahlen können, erzeugen sie auch Radiostrahlung. Die kann hörbar gemacht werden - wir können uns also tatsächlich anhören, wie die Sonne klingt. Oder ein Planet. Oder alle möglichen anderen Dinge im Universum.
Autor: Florian Freistetter· 26.02.12 · 15:40 Uhr· 9 Kommentare
25. Februar 2012
Wissenschaft vs. Schönheit und das Wunderbare
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften · Kommentare: 24
Wissenschaft ist kalt. Wissenschaft ist gefühllos. Wissenschaft hat keinen Platz für Schönheit, Emotionen und das Wunderbare. Das ist natürlich völliger Unsinn, aber viele Menschen sehen die Wissenschaft tatsächlich so (Ich habe darüber früher schon mal geschrieben). Sie haben das Gefühl, dass die Erklärungen, die die Wissenschaft für die Phänomene dieser Welt liefert, diese irgendwie "entzaubert"; ihnen die Faszination und die Schönheit nimmt.
Autor: Florian Freistetter· 25.02.12 · 17:17 Uhr· 24 Kommentare
24. Februar 2012
Haben hyperschnelle Sterne hyperschnelle Planeten?
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 34
Es gibt Sterne, die bewegen sich richtig schnell. So schnell, dass einfach nur "schnell" als Beschreibung nicht ausreicht. So schnell, dass nicht einmal "superschnell" eine adäquate Bezeichnung darstellt. Es sind die hyperschnellen Sternen ("hypervelocity stars"). Ein Space Shuttle konnte pro Sekunde knapp 7 Kilometer zurück legen. Die schnellste Raumsonde, die Menschen bis jetzt gebaut haben ("New Horizons") bewegt sich mit etwa 16 Kilometern pro Sekunde. Die Erde saust mit fast 30 Kilometern pro Sekunde um die Sonne. Die Sonne wiederum hat gewaltige 250 km/s drauf, mit denen sie um das Zentrum der Milchstraße läuft. Das ist aber immer noch langsam im Vergleich zu den hyperschnellen Sternen! Der Stern mit dem schönen Namen RX J0822-4300 bewegt sich mit unvorstellbaren 1300 km/s! Ein anderer, SDSS J090744.99+024506.8, hat immerhin noch 850 km/s drauf. Er trägt den passenden Spitznamen "The Outcast". Denn Sterne, die sich so schnell bewegen, sind nicht mehr an die Galaxie gebunden. Sie sind so schnell, dass auch die gesamte Anziehungskraft der Milchstraße nicht reicht, sie festzuhalten. Die hyperschnellen Sterne werden irgendwann die Galaxis verlassen und alleine durch den intergalaktischen Raum ziehen. Aber was hat sie eigentlich so schnell gemacht?
Autor: Florian Freistetter· 24.02.12 · 09:05 Uhr· 34 Kommentare
23. Februar 2012
Explosive Müllentsorgung: Natrium und Wasser
Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt · Kommentare: 19
2,36 Prozent der Erdkruste bestehen aus Natrium. Nur 5 andere Elemente (Sauerstoff, Silicium, Aluminium, Eisen und Calcium) sind häufiger. Natrium kommt aber so gut wie immer im Verbund mit anderen Elementen vor. Jeder von uns kennt die Verbindung von Natrium und Chlor: Natriumchlorid beziehungsweise Kochsalz. Wenn wir Salz ins Kochwasser streuen, passiert nichts. Das größte Gefahr besteht darin, dass wir das Essen versalzen. Wenn wir allerdings pures Natrium ins Wasser schmeißen würden, dann wäre das Ergebnis wesentlich unangenehmer. Hier ist ein Beispiel:
Autor: Florian Freistetter· 23.02.12 · 15:00 Uhr· 19 Kommentare
Die "überlichtschnellen" Neutrinos und das kaputte Kabel
Kategorie: Naturwissenschaften·Technik · Kommentare: 98
Letztes Jahr im September gab es ziemliche Aufregung unter den Physikern. Man hat bei einem Experiment am CERN Teilchen gemessen, die sich schneller als das Licht bewegt hatten. Damit hat eigentlich niemand gerechnet, denn die Relativitätstheorie sagt, dass so etwas nicht möglich ist - und sie gehört immerhin zu den experimentell am besten überprüften Theorien! Aber wer weiß - vielleicht ist ja doch was dran, dachte man sich damals. Vielleicht muss man Einsteins Theorie doch erweitern. Mit Beobachtungsdaten kann man nicht streiten. Wenn die Neutrinos schneller als das Licht sind, dann sind sie schneller als das Licht. Aber war das denn wirklich der Fall? Die Messungen bei diesem Experiment waren enorm komplex und es gab jede Menge Möglichkeiten, Fehler zu machen. Darum haben die Wissenschaftler auch nicht die Widerlegung Einsteins verkündet, sondern einfach nur den Rest der Wissenschaftsgemeinde gebeten, bei der Fehlersuche zu helfen. Wie es scheint, hat man den Fehler nun tatsächlich gefunden. Es soll ein kaputtes Kabel gewesen sein...
Autor: Florian Freistetter· 23.02.12 · 08:16 Uhr· 98 Kommentare
22. Februar 2012
Wo findet man die Erkenntnisse der Marmeladenforschung?
Kategorie: Kultur·Technik · Kommentare: 26
Ich habe weder in meiner Schulzeit noch während meines Studiums irgendwann "offiziell" gelernt, wie man vernünftig recherchiert. Es ist nicht wirklich schwer und da ich schon früh in den normalen Forschungsalltag meiner Arbeitsgruppe eingebunden war, habe ich auch schnell die üblichen Werkzeuge und Datenbanken kennengelernt und mich mit der Benutzung von Bibliotheken vertraut gemacht (teilweise sogar sehr intensiv: ich "durfte" bei der Neuordnung der Institutsbibliothek helfen und einen Tag lang schwere und staubige Bücher durch die Gegend schleppen). Wenn man sich aber ansieht, was man da im Internet (aber auch in "normalen" Medien) teilweise an "Fakten" und "Informationen" vorgesetzt bekommt und wie irgendwelche Aussagen völlig kritiklos weiterverbreitet werden, dann fragt man sich doch, ob es nicht sinnvoll wäre, ein eigenes Schulfach "Recherche" einzuführen...
Autor: Florian Freistetter· 22.02.12 · 17:20 Uhr· 26 Kommentare
Eine feuchte Entdeckung: Die Wasserwelt von GJ 1214
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 31
Das Universum ist voll mit seltsamen Dingen. Gerade wenn es um die Suche nach extrasolaren Planeten geht, finden wir immer wieder Himmelskörper, die ganz anders sind, als wir es kennen. Planeten mit gewaltigen Ringen, Planeten in Doppelsternsystemen, Miniplaneten,... Dort draußen gibt es offensichtlich alles. Jetzt man noch ein weiteres äußerst ungewöhnliches Objekte identifiziert: Einen Planeten, der größtenteils aus Wasser besteht.
Autor: Florian Freistetter· 22.02.12 · 10:30 Uhr· 31 Kommentare
21. Februar 2012
SDO sieht eine partielle Sonnenfinsternis
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 14
Heute hat eine partielle Sonnenfinsternis stattgefunden. Aber ärgert euch nicht, falls ihr sie verpasst habt ;) Von der Erdoberfläche aus war sie nicht zu sehen. Man musste sich schon im All befinden. So wie der Satellit SDO (Solar Dynamics Observatory) der die Erde in einer Höhe von 36000 Kilometern umkreist.
Autor: Florian Freistetter· 21.02.12 · 18:52 Uhr· 14 Kommentare
Die Geschichte von Thomas Edison
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Naturwissenschaften · Kommentare: 11
Sehr schön gemachtes Video! Ich hab zwar schon viel über Thomas Edison gewusst - aber dass er auch Betonmöbel erfunden hat, war mir neu.
Autor: Florian Freistetter· 21.02.12 · 14:53 Uhr· 11 Kommentare
Der Weltraummüll muss weg
Kategorie: Naturwissenschaften·Technik·Umwelt · Kommentare: 50
Das Weltall ist zwar immer noch hauptsächlich groß und leer. In der Nähe der Erde bekommen wir aber trotzdem ein Müllproblem. Dort schwirren nicht nur unsere Satelliten herum, sondern auch jede Menge Kram, der da eigentlich nicht hingehört. Verbrauchte Raketenstufen, ausrangierte und inaktive Satelliten, Aluminiumoxidpartike aus den Triebwerken der Raumfahrzeuge, Trümmer von explodierten Satelliten, Teile die einfach irgendwo abgefallen sind, Stücke von Solarpanelen, die sich im Laufe der Zeit zersetzt haben, Metallteile, die durch Mikrometeorite aus den Satelliten geschlagen wurden, usw. Dieser Müll ist problematisch. Im Gegensatz zum normalen Müll auf der Erde liegt er nicht nur einfach stinkend in der Gegend herum, sondern saust mit enormen Geschwindigkeiten um die Erde. Damit gefährdet er die noch aktiven Satelliten. Schätzungen zufolge ziehen schon mehr als 600000 Müllteile die größer als einen Zentimeter sind, ihre Bahn um unseren Planeten. Es wird Zeit, etwas dagegen zu unternehmen.
Autor: Florian Freistetter· 21.02.12 · 10:40 Uhr· 50 Kommentare
20. Februar 2012
Schaut nach oben!
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften·Umwelt · Kommentare: 33
Schaut nach oben! Das machen viel zu wenig Menschen. Über unseren Köpfen ist nicht nur der Himmel - dort ist das ganze Universum!
Autor: Florian Freistetter· 20.02.12 · 18:26 Uhr· 33 Kommentare
Geld oder Gesamtschule - Was bringt mehr für die Bildung?
Kategorie: Politik · Kommentare: 72
Es klingt nach einer eigentlich trivialen Erkenntnis: Je wohlhabender ein Land, desto besser ist die Bildung der Kinder. Aber bei manchen trivialen Erkenntnissen lohnt es sich, mal etwas genauer hin zu sehen. Das haben die Leute von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) getan. Die Ergebnisse sind interessant...
Autor: Florian Freistetter· 20.02.12 · 09:25 Uhr· 72 Kommentare
19. Februar 2012
Tagebuch eines enttäuschten Buches
Kategorie: Kultur · Kommentare: 9
Das Video passt zu dem etwas trüben und feuchten Tag heute. (Und Sonntage sind sowieso irgendwie immer etwas deprimierend, oder?)
Autor: Florian Freistetter· 19.02.12 · 10:35 Uhr· 9 Kommentare
18. Februar 2012
Galaktischer Kannibalismus lässt schwarze Löcher wachsen
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 29
Wenn ein sehr großer Stern am Ende seines Lebens kollabiert, dann fällt er unter seiner eigenen Schwerkraft so stark zusammen, dass sich ein schwarzes Loch bildet (das übrigens kein Staubsauger ist). Die Masse dieser stellaren schwarzen Löcher entspricht der normaler Sterne. In den Zentren der Galaxien findet man allerdings auch sogenannte supermassereiche schwarze Löcher. Die können einige Milliarden mal massereicher sein, als ein typischer Stern. Noch ist unklar, wie sie sich bilden. Es kann keinen Stern geben, der so gewaltig ist, dass am Ende seines Lebens ein supermassereiches schwarzes Loch entsteht. Viel wahrscheinlicher ist es, dass die Verschmelzung von "mittelschweren schwarzen Löchern" für die riesigen schwarzen Löcher verantwortlich ist. Über diese Zwischengröße weiß man noch wenig; man hat sie erst vor wenigen Jahren das erste mal beobachtet. Ein australischer Astronom und sein Team haben nun aber eines davon genau unter die Lupe genommen ("A Young Stellar Population Around the Intermediate
Mass Black Hole ESO 243-49 HLX-1").
Autor: Florian Freistetter· 18.02.12 · 12:30 Uhr· 29 Kommentare
17. Februar 2012
Wenn George R.R. Martin Gute-Nacht-Geschichten vorliest...
Kategorie: Kultur · Kommentare: 14
...dann würden die Kinder das vermutlich sogar cool finden. Die Eltern wahrscheinlich weniger.
Autor: Florian Freistetter· 17.02.12 · 17:22 Uhr· 14 Kommentare
Video: 2012 ist nur Abzocke!
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften · Kommentare: 54
Sehr schön. Da hat sich jemand die Mühe gemacht, und die Kernaussagen meiner Artikel zum nicht stattfindenden Weltuntergang 2012 in ein Video gepackt. Der ganze Weltuntergangskram ist nur ne große Abzocke. Wer sich informiert, hat kein Angst mehr. Die 2012-Katastrophenszenarien sind Unsinn!
Autor: Florian Freistetter· 17.02.12 · 09:41 Uhr· 54 Kommentare
16. Februar 2012
Erdbeben: Die ganz "normale" Katastrophe
Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt · Kommentare: 45
Unsere Erde ist keine simple Kugel aus Stein, die durchs All saust. Sie ist ein aktiver Planet. Unter unseren Füßen befindet sich eine komplette Welt. Eine faszinierende Welt. Im Zentrum der Erde sitzt eine Kugel aus Eisen, die so groß ist wie der Mond und so heiß wie die Oberfläche der Sonne! Sie wird von einer 2000 Kilometer dicken Hülle aus flüssigem Metall umgeben. Danach folgen 3000 Kilometer Magma und zähflüssiges Gestein bevor am Ende die nur wenige Kilometer dünne Schale folgt, die wir als den "festen Boden" unter unseren Füßen betrachten. Das Innere der Erde ist ständig in Bewegung. Heiße Magma steigt auf, kühlere Magma sinkt ab. Radioaktive Elemente im Erdinneren heizen bestimmte Stellen stärker auf als andere. Der Kern rotiert rasend schnell und erzeugt dabei das Magnetfeld der Erde. Die Kruste auf der wir leben, ist in viele Stücke zerbrochen die sich alle bewegen. Dabei stoßen sie zusammen. Es bauen sich Spannungen auf die sich irgendwann in Form eines Erdbebens entladen.
Autor: Florian Freistetter· 16.02.12 · 13:40 Uhr· 45 Kommentare
Kugelsternhaufen: Entstanden aus dem großen Rumms?
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 20
Kugelsternhaufen sind - wenig überraschend - kugelförmige Haufen von Sternen. In den Haufen können sich einige hunderttausend Sterne zusammenfinden. Sie stehen dort dichter zusammen als die Sterne es normalerweise in einer Galaxie wie der Milchstraße tun. Die Verhältnisse in den Kugelsternhaufen entsprechen in etwa denen, die im sogenannten Bulge herrschen, also der dicht gepackten, kugelförmigen Zentralregion jeder Spiralgalaxie. Man findet die Kugelsternhaufen meistens als Begleiter von Galaxien. So gut wie jede Galaxie ist von einer großen Sammlung an Kugelsternhaufen umgeben, sie bilden den Halo. Bei unserer Milchstraße kennen wir etwa 150, die etwas größere Andromedagalaxie hat knapp 500 Kugelsternhaufen und noch größere Galaxien können einigen zehntausend Haufen haben, die sie wie Satelliten umschwirren.
Kugelsternhaufen gehören zum kosmologischen Standardinventar und abgesehen davon, dass sie äußerst interessant sind, bieten sie auch einen wunderbaren Anblick am Himmel. Trotzdem haben wir viele Dinge noch nicht verstanden. Wir wissen zum Beispiel immer noch nicht, wo die Kugelsternhaufen her kommen.
Autor: Florian Freistetter· 16.02.12 · 10:10 Uhr· 20 Kommentare
15. Februar 2012
Wer beherrscht die Welt wirklich?
Kategorie: Kultur · Kommentare: 113
Das wunderbare Blog Information is Beautiful hat wieder mal eine wunderbare Infografik veröffentlicht. Diesmal haben sie zusammengestellt, wer wieviel Macht und Einfluss auf der Welt hat:
Autor: Florian Freistetter· 15.02.12 · 17:55 Uhr· 113 Kommentare
Willkommen auf der Erde!
Kategorie: Umwelt · Kommentare: 21
Bis jetzt haben wir noch keine außerirdischen Lebewesen entdeckt und darum hält sich auch der Bedarf an Werbevideos für die Erde in Grenzen. Und selbst wenn es da draußen Aliens gibt, wäre es vielleicht keine so tolle Idee, sie scharenweise auf unseren Planeten einzuladen (wer weiß, vielleicht handelt es sich ja doch um große, menschenfressende Schleimmonster...). Aber wenn man ein Werbevideo für die Erde verbreiten wollen würde, dann wäre "Welcome to Earth" von Luc Bergeron ein idealer Kandidat!
Autor: Florian Freistetter· 15.02.12 · 12:59 Uhr· 21 Kommentare
Warum der Mond manchmal auf dem Rücken liegt
Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt · Kommentare: 26
Neben der Sonne ist der Mond das auffälligste Objekt, das an unserem Himmel zu sehen ist. Den Mond kennt jeder, den Mond hat jeder schon mal gesehen. Der Mond als Zeichnung und Symbol ist in Büchern und Bildern zu finden. Der Mond ist immer präsent. Vielleicht sogar zu präsent - so sehr, dass die Menschen ihn gar nicht mehr richtig wahrnehmen. Denn trotz seiner sichtbaren Prominenz sorgt er immer wieder für Verwirrung, wenn er angeblich Dinge macht, die ganz außergewöhnlich und auf keinen Fall normal sein können. Zum Beispiel, sich auf die Seite zu legen...
Autor: Florian Freistetter· 15.02.12 · 10:30 Uhr· 26 Kommentare
14. Februar 2012
Zum Valentinstag: Liebesbriefe an die Wissenschaft
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften · Kommentare: 4
Heute ist ja Valentinstag. Und die Leute vom Projekt "This Is What A Scientist Looks " (eine sehr schöne Seite übrigens) hatten eine nette Idee. Sie haben die Leute gebeten, Liebesbriefe an die Wissenschaft zu schreiben...
Autor: Florian Freistetter· 14.02.12 · 19:55 Uhr· 4 Kommentare
Italien: Ganz in Weiß
Kategorie: Technik·Umwelt · Kommentare: 10
So sieht man Italien selten: Ganz in weiß und voller Schnee.
Autor: Florian Freistetter· 14.02.12 · 15:50 Uhr· 10 Kommentare
Das Sonnensystem: Ein Buch mit vielen leeren Seiten
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften · Kommentare: 20
Unser Sonnensystem ist groß. Verdammt groß. Enorm groß. Wirklich groß. So verdammt, enorm, wirklich groß, dass wir Menschen normalerweise nicht in der Lage sind, es uns irgendwie vernünftig vorzustellen. Natürlich gibt es jede Menge interessante Versuche, die Entfernungen zu visualisieren. Planetenwege zum Beispiel. Aber selbst wenn die quer durch ein ganzes Land führen, können wir das Ausmaß des Sonnensystems nicht wirklich erfassen. Ein paar andere Visualisierungsideen haben ich hier vorgestellt. Aber was sich Mishka Henner ausgedacht hat, ist wirklich originell...
Autor: Florian Freistetter· 14.02.12 · 13:16 Uhr· 20 Kommentare
Maya-Forscher erklären, warum die Welt 2012 nicht untergeht
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Naturwissenschaften · Kommentare: 38
Was aus astronomisch/physikalischer Sicht von den ganzen Weltuntergangsgeschichten zum Jahr 2012 zu halten ist, habe ich hier schon oft genug erklärt: Nichts! Die Grundlage dieser absurden Katastrophenszenarien bilden angeblich "Prophezeiungen" des mittelamerikanischen Volkes der Maya. Was da wirklich dran ist, haben die Maya-Experten kürzlich bei einer Tagung in Bonn besprochen. ScienceBlogs-Leser rolak war mit dabei und hat einen Bericht über das Treffen verfasst. (Einen anderen Bericht könnt ihr hier lesen)
Autor: Florian Freistetter· 14.02.12 · 10:10 Uhr· 38 Kommentare
13. Februar 2012
Der wunderschöne Carinanebel
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 18
Der Carinanebel ist immer für ein paar schöne Bilder gut. Es handelt sich bei dem Nebel um eine riesige Wolke aus Gas und Staub, die durch die Strahlung vieler junger Sterne in diesem Nebel zum Leuchten angeregt wird. Ich habe früher schon mal darüber geschrieben und fantastische Bilder dieser etwa 7500 Lichtjahre weit entfernten Region gezeigt. Das Bild, das Thomas Preibisch von der Uni München und seine Kollegen mit den großen Teleskopen der Europäischen Südsternwarte gemacht haben, schlägt aber alles:
Autor: Florian Freistetter· 13.02.12 · 17:22 Uhr· 18 Kommentare
"2012 - keine Panik": gibts jetzt auch als gedrucktes Buch
Kategorie: Kultur · Kommentare: 50
Vor zwei Wochen habe ich mein Buch zum nicht stattfindenden Weltuntergang vorgestellt. Es handelt sich um ein eBook - warum das so ist, hat Marcus Anhäuser in seinem "Making of" beschrieben, den ich hab das Buch zwar geschrieben aber Marcus war der Herausgeber und hat sich um die ganze Technik gekümmert. Es gab natürlich auch noch andere Gründe, warum das Buch "nur" als eBook erschienen ist. Für die normalen Verlage ist es viel zu spät erschienen; damit es in deren Planung gepasst hätte, hätte es schon lange vorher fertig sein müssen (da war ich aber mit meinem anderen Buch beschäftigt). Aber für all diejenigen die - so wie ich - echte Bücher als Papier viel lieber haben als elektronische Dateien, habe ich jetzt gute Nachrichten: "2012 - keine Panik" wird es demnächst auch gedruckt geben!
Autor: Florian Freistetter· 13.02.12 · 09:37 Uhr· 50 Kommentare
12. Februar 2012
Gentechnik 1.0
Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt · Kommentare: 78
Ich lese gerade einen sehr interessanten Text. Darin bin ich auf diese Passage gestoßen:
Autor: Florian Freistetter· 12.02.12 · 19:20 Uhr· 78 Kommentare
Was nachts in den Sternwarten passiert
Kategorie: Naturwissenschaften·Technik · Kommentare: 7
Auf dem Mauna Kea in Hawaii stehen jede Menge große Teleskope (warum sich gerade dort so viele Observatorien angesiedelt haben, kann man übrigens in dem lesenswerte Buch "Stairway to the Stars" von Barry Parker nachlesen). Wer sich schon immer gefragt hat, was die Astronomen auf diesem hohen Berg so alles tun, der kann entweder nochmal den Gastbeitrag lesen, den so eine Astronomin vor ein paar Jahren hier bei mir im Blog geschrieben hat. Oder man schaut sich dieses interessante Video an.
Autor: Florian Freistetter· 12.02.12 · 16:19 Uhr· 7 Kommentare
11. Februar 2012
Die Kältewelle in Europa, vom All aus gesehen
Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt · Kommentare: 22
Dass es draußen gerade etwas kalt ist, ist keine große Neuigkeit. Es ist aber interessant zu sehen, wie kalt es momentan tatsächlich ist. Hier hilft wie immer ein Satellit. Aus dem All sieht man manches viel besser und mit den Daten der Erdbeobachtungssatelliten lassen sich viele Dinge wunderbar anschaulich darstellen. Zum Beispiel die aktuelle Kältewelle in Europa.
Autor: Florian Freistetter· 11.02.12 · 14:11 Uhr· 22 Kommentare
Die armen, niedlichen Kühltürme...
Kategorie: Technik·Umwelt · Kommentare: 15
Es handelt sich zwar um Werbung für den Windenergieanbieter Ecotricity. Aber nach diesem Werbespot kann man irgendwie nicht anders, als Mitleid mit den armen Kühltürmen und Schornsteinen zu haben...
Autor: Florian Freistetter· 11.02.12 · 09:49 Uhr· 15 Kommentare
10. Februar 2012
Vahrenholts kalte Sonne, Svensmarks kosmische Strahlen und der Klimawandel
Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt · Kommentare: 500
Wenn es um den Klimawandel geht, dann hören seltsamerweise auch ansonsten sehr vernünftige Menschen auf einmal auf, vernünftig zu denken. Ungeachtet aller wissenschaftlichen Tatsachen darf der Klimawandel nicht stattfinden. Und wenn, dann darf er nicht schlimm sein. Und wenn, dann darf auf keinen Fall der Mensch daran Schuld haben. Das ist natürlich eine sehr bequeme Position. Denn wenn wir Menschen uns einreden, dass wir nichts mit dem Klimawandel zu tun haben, dann brauchen wir auch nichts an unserer Art zu leben ändern. Wir können so weiter machen wie bisher; Benzin und Kohle verbrennen, mit Billigfliegern durch die Gegend sausen und uns um Treibhausgase keine Gedanken mehr machen. Wir haben ja keinen Einfluss auf das Klima, also bringt es nichts, hier was zu machen. Auch die großen Energieanbieter können sich bei der Umstellung auf erneuerbare Energien Zeit lassen. Für den Klimawandel können wir ja nichts und ein bisschen reichen die fossilen Brennstoffe ja noch. Unter diesem Gesichtspunkt ist es auch nicht weiter verwunderlich, wenn jetzt zwei RWE-Manager (Frizt Vahrenholt und Sebastian Lüning) ein Buch mit dem Titel "Die kalte Sonne" veröffentlichen, das uns - so steht es im Untertitel - erklärt, "Warum die Klimakatastrophe nicht stattfindet".
Autor: Florian Freistetter· 10.02.12 · 10:51 Uhr· 500 Kommentare
09. Februar 2012
Schüler animieren die Entstehung der Planeten
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 17
In meiner Schule gab es keine Astronomie. Klar, in Österreich ist das - so wie leider auch in den meisten deutschen Bundesländern - kein eigenes Schulfach. Aber mit ein wenig Glück hat man Physiklehrer, die es schaffen, ein wenig Astronomie im Physikunterricht unterbringen oder im Rahmen von Wahlfächern oder speziellen Arbeitsgruppen größere Astronomieprojekte umsetzen. Dieses Glück hatte ich nicht, ich habe die Astronomie tatsächlich erst so richtig an der Universität kennengelernt. An der Gaußschule in Braunschweig läuft es offensichtlich anders. Dort haben die Schülerinnen und Schüler ein cooles Video zur Planetenentstehung gebastelt.
Autor: Florian Freistetter· 09.02.12 · 17:43 Uhr· 17 Kommentare
Das Viktorianische Internet
Kategorie: Naturwissenschaften·Technik·Themenwoche · Kommentare: 20
Eine Buchempfehlung! Tom Standage kannte ich bis jetzt nur von seinem hervorragenden Buch über die Entdeckung des Planeten Neptun ("The Neptune File" bzw. "Die Akte Neptun"). Er hat aber auch noch jede Menge andere Bücher geschrieben. Zum Beispiel "The Victorian Internet" (auf deutsch: Das Viktorianische Internet). Es geht um die Technik im 19. Jahrhundert. Und um das "Internet", das damals existierte...
Autor: Florian Freistetter· 09.02.12 · 10:10 Uhr· 20 Kommentare
08. Februar 2012
Was Büchereien alles können
Kategorie: Kultur · Kommentare: 18
Ich komme gerade aus der Ernst-Abbe-Bücherei in Jena. Ein Besuch dort macht mir immer Spaß, vor allem, weil es auch ein wirklich schönes Gebäude ist. Natürlich mit jeder Menge Bücher. Aber nicht nur. Auf den drei Stockwerken der Bücherei gibt es aber außerdem noch jede Menge Brettspiele, Hörbücher und DVDs. Man kann sich Musiknoten ausleihen, eine Vielzahl an Zeitschriften, Tageszeitungen und Magazinen lesen. Es gibt gemütliche Lesecken. Man kann Computer und das Internet nutzen; es gibt Lesungen, Ausstellungen und Vorlesestunden für Kinder. Eine Bücherei ist viel mehr, als nur ein Aufbewahrungsort für Bücher!
Autor: Florian Freistetter· 08.02.12 · 16:30 Uhr· 18 Kommentare
Planeten-Ping-Pong zwischen zwei Sternen
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 18
Wenn ich über Planeten in Doppelsternsystemen erzähle, dann höre ich eine Frage sehr häufig: "Kann ein Planet auch abwechselnd beide Sterne umkreisen?" Der Planet soll dabei eine Bahn in der Form einer liegenden "8" haben und immer von einem zum anderen Stern wechseln. So etwas ist leider nicht möglich. Schon in den 1980er Jahren (da kannte man noch nicht mal Exoplaneten) hat man untersucht, wie die Dynamik in einem Doppelsternsystem mit Planeten aussehen kann. Es gibt nur zwei stabile Regionen. Entweder der Planet umkreist einen der beiden Sterne, oder aber er umkreist ganz außen beide Sterne. Der Bereich dazwischen ist instabil. Aber nicht uninteressant! Nickolas Moeckel und Dimitri Veras von der Universität Cambridge haben sich die instabilen Regionen mal genauer angesehen. Und herausgefunden, dass hier Bahnen, die abwechselnd um beide Sterne herumführen, durchaus möglich sind.
Autor: Florian Freistetter· 08.02.12 · 09:57 Uhr· 18 Kommentare
07. Februar 2012
Die dunkle Materie ist keine Erfindung
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 111
Dunkle Materie und dunkle Energie sind zwei zentrale Forschungsgebiete der modernen Astronomie. Es sind auch zwei der Themen, die in der Öffentlichkeit gleichermaßen Faszination und Verwirrung hervorrufen. Das liegt einerseits an den Eigenschaften von dunkler Materie/Energie und andererseits an den falschen Vorstellungen, die darüber im Umlauf sind.
Autor: Florian Freistetter· 07.02.12 · 18:40 Uhr· 111 Kommentare
Maya-Forscher gegen den Weltuntergang
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur · Kommentare: 31
Heute gibt es gleich noch einen Veranstaltungstipp. Bis zum World Skeptics Congress in Berlin im Mai ist ja noch ein bisschen Zeit. Wer vorher schon Lust auf eine Konferenz hat, kann dieses Wochenende schon die XV Mesoamerikanisten-Tagung in Bonn besuchen.
Autor: Florian Freistetter· 07.02.12 · 12:05 Uhr· 31 Kommentare
Der 6. World Skeptics Congress in Berlin
Kategorie: Kultur · Kommentare: 32
Heute gibt es mal einen Veranstaltungstipp. Von 18. bis 20. Mai findet in Berlin der World Skeptics Congress statt. Unter dem Motto "Promoting Science in an Age of Uncertainty" gibt es dort drei Tage lange jede Menge tolle Vorträge und Diskussionen.
Autor: Florian Freistetter· 07.02.12 · 09:54 Uhr· 32 Kommentare
06. Februar 2012
Einsteins Relativitätstheorie als Stummfilm aus dem Jahr 1923
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 14
Es gibt kaum einen Wissenschaftler, der die moderne Physik so sehr geprägt hat wie Albert Einstein. An beiden großen Theorien, die im 20. Jahrhundert entwickelt wurden - der Relativitätstheorie und der Quantentheorie - war er maßgeblich beteiligt. Die beiden Relativitätstheorien haben eindrucksvoll demonstriert, dass das Universum ganz anders ist, als wir uns es bis dahin vorgestellt haben. Unser alltägliches Verständnis der Welt ist kein brauchbarer Maßstab um die Realität des Kosmos zu beschreiben. Sowohl Relativitätstheorie als auch Quantenmechanik sind teilweise enorm kontra-intuitiv. Das macht natürlich auch den großen Reiz dieser Theorien aus. Einerseits haben sie die Wissenschaft völlig revolutioniert. Andererseits sind sie schwer zu verstehen und voll mit äußerst geheimnisvoll und mysteriös anmutenden Phänomen die so gar nichts mit dem zu tun haben, wie wir uns die Welt normalerweise vorstellen. Heute ist die Relativitätstheorie physikalisches Standardwissen und Teil jeder Einführungsvorlesung an den Universitäten. Für die Physikerinnen und Astronomen sind Einsteins Thesen völlig normal. Für die breite Öffentlichkeit ist die Relativitätstheorie aber immer noch so seltsam und faszinierend wie zur Zeit ihrer Entstehung. Und schon damals gab es Versuche, die Theorien von Albert Einstein massentauglich aufzubereiten.
Autor: Florian Freistetter· 06.02.12 · 21:10 Uhr· 14 Kommentare
Ein Planet löst sich auf
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 42
Das Weltraumteleskop Kepler hat einen extrasolaren Planeten entdeckt, der sich seltsam verhält. "Seltsam" ist aber gut. "Seltsam" heißt immer, dass es hier etwas Neues und potentiell Außergewöhnliches zu entdecken gibt! Das Objekt um das es geht, heißt KIC 12557548b. Die Bezeichnung zeigt, dass es sich dabei noch nicht um einen offiziell bestätigten Planeten handelt (dann würde sein Name mit der Bezeichnung "Kepler" beginnen). KIC steht für den Kepler Input Catalog, also all die Sterne, die Kepler im Laufe der Zeit beobachtet hat bzw. noch beobachten wird. Man hat dort mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Planeten entdeckt, die letzte Bestätigung steht aber noch aus. KIC 12557548b wird aber in Zukunft wohl sehr intensiv beobachtet (und damit auch bestätigt) werden: den dieser Planet ist sehr seltsam.
Autor: Florian Freistetter· 06.02.12 · 09:46 Uhr· 42 Kommentare
05. Februar 2012
Holger Klein und ich reden über den Weltuntergang und die Roland-Emmerich-Verschwörung
Kategorie: Kultur · Kommentare: 19
Wer heute einem langweiligen Sonntagnachmittag entgegen sieht, der hat vielleicht Lust, sich diese Folge von Holger Kleins WRINT-Podcast anzuhören. Holger hat mich kürzlich angerufen, um mit mir ein wenig über mein Buch "2012 - Keine Panik zu plaudern. Aber wie das bei Gesprächen mit Holger so ist, landet man immer bei irgendwelchen ganz anderen Themen und wir sind dann bei den Verschwörungstheorien gelandet - und haben sogar selbst eine aufgedeckt: Roland Emmerich steckt hinter allem!! Viel Spaß dabei.
Autor: Florian Freistetter· 05.02.12 · 13:00 Uhr· 19 Kommentare
Die Entstehung der "Blue Marble"
Kategorie: Naturwissenschaften·Technik·Umwelt · Kommentare: 14
Das Bild der "Blue Marble", der "Blauen Murmel" hat wohl jeder schon mal gesehen. Das Original stammt aus dem Jahr 1972 und wurde von den Astronauten der Apollo-17-Mission aufgenommen, die gerade auf dem Weg zum Mond waren und noch einen Blick zurück geworfen haben:
Die aktuellste Version der "Blue Marble" wurde vom Erdbeobachtungssatelliten Suomi NPP gemacht und so sieht so aus:
Der Satellit kommt übrigens nicht aus Finnland. Das "Suomi" steht für den Meteorologen Verner Suomi. Ursprünglich hieß das Teil National Polar-orbiting Operational Environmental Satellite System Preparatory Project bzw. NPOESS. Dankenswerterweise hat man sich dann doch für das kürzere und eingängigere "NPP Suomi" entschieden..
Es ist ganz interessant sich zu überlegen, wie so ein Bild zustande kommt. NPP fliegt in 824 Kilometer Höhe über der Erde und zwar in einer Bahn, die ihn genau über Nord- und Südpol führt. Damit ist NPP eigentlich nicht weit genug entfernt, um die gesamte Erde, so wie im Bild, sehen zu können. Die "Blue Marble 2012" zeigt die Erde, wie man sie aus 12743 Kilometern Entfernung sehen könnte. Der Satellit aber sieht nur einen Teil der Oberfläche. Da sich die Erde aber unter NPP Suomi dreht, kriegt er bei jedem Orbit einen anderen Bereich der Erdoberfläche vor die Kamera. Aus diesen Bildern lässt sich dann eine Ansicht der gesamten Erde zusammensetzen. Man muss außerdem beachten, dass es sich hier um digitale Fotografie handelt. Um Farbbilder zu bekommen, muss man Aufnahmen mit verschiedenen Filtern machen (rot, grün, blau) und die monochromen Bildern zu einem farbigen Bild kombinieren. Hier ist der Prozess grafisch dargestellt:
Natürlich gibt es die "Blue Marble" nicht nur mit Blick auf die USA ;) NPP Suomi hat die ganze Erde hochauflösend beobachtet. Hier ist ein Blick auf Afrika (die "Wolken"streifen im Bild sind übrigens das reflektierte Sonnenlicht auf den Ozeanen, das die Kamera von NPP eingefangen hat):
Schön...
Autor: Florian Freistetter· 05.02.12 · 12:39 Uhr· 14 Kommentare
04. Februar 2012
Was würde der Kung-Fu-Zombie-Zauberer tun?
Kategorie: Kultur · Kommentare: 11
Ein kleines nettes Lied für zwischendurch: Die "Axis of Awesome" singt ein Lied über den Slogan "What Would Jesus Do". Man soll sich in seinem Handeln immer fragen, was denn der gute Jesus in der gleichen Situation gemacht hat und sich dann entsprechend verhalten. Leider ist das nicht so einfach, wie im Lied eindringlich klar gemacht wird:
You can't do what Jesus can do
There are three of Him, and there's only one of you
He can cure a blind man, you can't cure the flu
He's a zombie wizard who also knows kung-fu
Tja.
Autor: Florian Freistetter· 04.02.12 · 16:30 Uhr· 11 Kommentare
Zukunftsdialog: Abstimmen für Open Acess, bessere Forschung und gegen esoterische Abzocke
Kategorie: Politik · Kommentare: 38
Unsere liebe Frau Bundeskanzler möchte etwas von uns:
"Ihre Erfahrungen, Ihre Vorschläge sind mir wichtig. Ich freue mich auf Ihre Ideen!"
Das sagt sie auf der Homepage des Dialogs über Deutschlands Zukunft. Dort sollen Bürger Vorschläge machen, wie man die Zukunft Deutschlands gestalten soll. Ich bin bei solchen Aktionen generell etwas skeptisch, was ihre Ernsthaftigkeit angeht und ob am Ende dabei tatsächlich etwas raus kommt, ist fraglich. Aber trotzdem: Ein paar unterstützenswerte Vorschläge gibt es.
Autor: Florian Freistetter· 04.02.12 · 11:20 Uhr· 38 Kommentare
03. Februar 2012
GJ 667Cc - eine bewohnbare Super-Erde?
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 29
Seit der Entdeckung des ersten echten Exoplaneten im Jahr 1995 beschäftigt vor allem die Öffentlichkeit und die Medien eine große Frage: Gibt es irgendwo einen anderen Planeten, auf dem die gleichen Bedingungen wie auf der Erde herrschen? Auf dem Leben möglich ist oder sogar existiert? Die Astronomen sind nicht ganz so eng fokussiert wie die Medien; sie wollen einfach mehr über Exoplaneten rausfinden, egal ob erdähnlich oder nicht. Andererseits sind auch Astronomen nur Menschen und der Frage nach Planeten mit außerirdischem Leben können sie sich schwer entziehen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die Suche nach dem ersten wirklich erdähnlichen Planeten mit großem Engagement betrieben wird. Bis jetzt war man schon oft fast erfolgreich. Man hat Planeten entdeckt, die die gleiche Größe, Masse oder Dichte wie die Erde besessen haben. Man hat Planeten entdeckt, die sich genau im richtigen Abstand von ihrem Stern befunden haben, in der sogenannten "habitablen Zone", dort wie die Temperatur für die Entstehung genau richtig wäre. Aber bis jetzt hat man noch keinen Planeten gefunden, auf den beides zutrifft. Ein Planet, mit der richtigen Größe und der richtigen Zusammensetzung im richtigen Abstand: Danach suchen alle. Zur Zeit geht die Entdeckung einer "Supererde in der habitablen Zone" durch alle Medien. Ist das nun der gesuchte Planet? Oder wieder nur eine "Fast-Entdeckung"?
Autor: Florian Freistetter· 03.02.12 · 16:45 Uhr· 29 Kommentare
Das Glitzern im Rosettennebel
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 11
Der Rosettennebel befindet sich etwa 5000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Es handelt sich dabei um einen sogenannten Emissionsnebel. So bezeichnet man große Wolken aus interstellarem Gas, die Licht aussenden. Das tun sie natürlich nicht einfach so. Die Moleküle der Wolke werden zum Leuchten angeregt und das geht nur, wenn von irgendwo her die Energie dazu kommt. Im Falle des Rosettennebels ist das der offene Sternhaufen NGC 2244. Dort gibt es jede Menge junge und heiße Sterne, die mit ihrer Strahlung und ihren Sternwinden Form und Farbe des Nebels bestimmen. So sieht er aus:
Autor: Florian Freistetter· 03.02.12 · 10:00 Uhr· 11 Kommentare
02. Februar 2012
Die Suche nach der Dunkelheit
Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt · Kommentare: 49
Wer die derzeit herrschende Kälte aushält, kann in den kalten, klaren Nächten einen wunderbaren Sternenhimmel beobachten. Der Mond steht derzeit zusammen mit Jupiter und Venus gut sichtbar am Abendhimmel. Wer allerdings in der Stadt wohnt und von dort aus zum Himmel blickt, wird abgesehen von diesen drei hellen Himmelskörpern kaum etwas sehen. Ein paar lichtstarke Sterne vielleicht - aber nicht den dramatischen Anblick, den der Himmel weitab von den Lichtern der Zivilisation bietet. Wer das einmal erlebt hat, kann nicht anders, als vom sternenübersäten Himmel überwältigt zu sein. In der Realität hat aber mittlerweile kaum jemand das helle Band der Milchstraße gesehen oder die anderen tausenden Sterne, die mit freiem Auge sichtbar sind. Anblicke, die für unsere Vorfahren alltäglich waren, erleben heute nur noch die Menschen, die mühsame Reisen in abgelegene Wüsten oder Gebirgen unternehmen. Die Lichtverschmutzung nimmt immer mehr zu.
Autor: Florian Freistetter· 02.02.12 · 09:00 Uhr· 49 Kommentare
01. Februar 2012
Heißluftballone!
Kategorie: Umwelt · Kommentare: 26
Ich hab schon seit über einer Woche kein Zeitraffer-Video mehr gezeigt! Das kann natürlich so nicht bleiben. Diesmal zur Abwechslung keines mit Sternen. Aber am Himmel gibt es ja noch andere coole Sachen zu sehen. Heißluftballone zum Beispiel:
Autor: Florian Freistetter· 01.02.12 · 17:52 Uhr· 26 Kommentare
Wie ich Wissenschaftler wurde und warum ich heute keiner mehr bin
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften · Kommentare: 56
Ausgelöst durch einen sehr persönlichen Artikel von Kevin Zelnio, in dem dieser davon erzählt wie er zur Wissenschaft gekommen ist, sprechen nun auch viele andere Menschen über ihren wissenschaftlichen Werdegang. Das halte ich für eine äußerst gute Idee! Viel zu wenig Leute haben eine vernünftige Vorstellung davon, was Wissenschaftler so treiben. Viel zu viele Leute hegen große Vorurteile gegenüber Wissenschaft und Forschung. Das liegt unter anderem auch daran, dass Wissenschaftler in der Öffentlichkeit immer noch oft als etwas "seltsam" gelten und nicht als normale Menschen. Wenn mehr Forscher ein bisschen über ihren Werdegang erzählen, kann das nur positiv sein. Ich folge also gerne dem Aufruf von SciLogs-Kollegin Beatrice Lugger und schreibe heute ein wenig darüber, wie ich Astronom wurde. Und darüber, warum ich heute kein Wissenschaftler mehr bin.
Autor: Florian Freistetter· 01.02.12 · 13:30 Uhr· 56 Kommentare
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