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Florian Freistetter promovierte am Institut für Astronomie der Universität Wien und hat danach an der Sternwarte der Universität Jena und dem Astronomischen Rechen-Institut in Heidelberg als Astronom gearbeitet. Zur Zeit lebt er in Jena, bloggt über Wissenschaft und schreibt manchmal Bücher:

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Archiv Januar 2012

31. Januar 2012

Ich halte einen Vortrag in Merseburg

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 12

Ich war bis jetzt erst einmal in Merseburg. Das Planetarium der Stadt habe ich damals aber nicht besucht. Das wird sich demnächst ändern. Am Donnerstag werde ich dort um 18 Uhr einen Vortrag halten. Thema ist - natürlich - der Weltuntergang 2012 (der nicht stattfinden wird). Wer gerade in der Gegend ist und Lust hat, kann ja mal vorbei schauen. Ich freu mich schon (unter anderem darauf, endlich mal einen Vortrag mit prezi zu halten - mal sehen, wie das funktioniert).


Autor: Florian Freistetter· 31.01.12 · 12:30 Uhr· 12 Kommentare

Kein Platz für junge Wissenschaftler - Das Problem der fehlenden Juniorpositionen

Kategorie: Politik  ·  Kommentare: 91

Wissenschaft ist faszinierend. Und Wissenschaftler zu sein, ist für viele ein Traumberuf. Aber bei aller Hingabe und Motivation ist es - zumindest in Deutschland - oft sehr schwer, diesen Beruf tatsächlich auch auszuüben. Nicht, weil man dafür lange studieren und viel lernen muss. Damit haben die meisten angehenden Wissenschaftler kein Problem; sie wollen ja wissen. Das Problem kommt später. Wenn man mal seine Dissertation abgegeben und die letzte Prüfung bestanden hat. Dann muss man sich um eine Stelle umsehen. Ein frisch gebackener Doktor bekommt normalerweise irgendwo eine auf ein oder zwei Jahre befristete Stelle (oft auch nur eine Teilzeitstelle) die nicht direkt von der Universität finanziert wird, sondern aus Drittmitteln. Wenn die Stelle ausläuft, muss man sich eine neue suchen. Meistens dann an einer anderen Uni, in einem anderen Land. Aber wieder befristet und wieder aus Drittmitteln. Irgendwann, so hofft man, wird man eine unbefristete Stelle bekommen und dauerhaft an einer Uni arbeiten und forschen können. So verläuft zumindest die klassische Universitätskarriere: nach den "Wanderjahren" bei denen man auf mehreren befristeten Stellen verschiedene Universitäten und Forschungsthemen kennengelernt hat, erhält man eine permanente Stelle an einer Forschungseinrichtung. Leider sieht die Realität ganz anders aus...

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Autor: Florian Freistetter· 31.01.12 · 09:50 Uhr· 91 Kommentare

30. Januar 2012

Ein gigantischer Schatten am Horizont

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 32

In Chile gibt es jede Menge Wüste. Und in dieser Wüste stehen jede Menge Teleskope. Mehr, als irgendwo anders auf der Welt. Wie gerade Chile zu so einem astronomischen Zentrum geworden ist, habe ich früher schon mal erklärt: Maßgeblich verantwortlich dafür war ein deutscher Astronom (und natürlich die einmalige geographische Lage). In der chilenischen Wüste kann man aber nicht nur einen phänomenalen Sternenhimmel bewundern; die Wüste selbst bietet jede Menge coole Anblicke. Einen davon hat der Astronom Gianluca Lombardi kürzlich fotografiert.

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Autor: Florian Freistetter· 30.01.12 · 14:50 Uhr· 32 Kommentare

"2012 - Keine Panik" - Das Buch zum Weltuntergang

Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 173

Der Weltuntergang 2012 findet nicht statt. Wer regelmäßig mein Blog liest, wird das wissen; ich habe oft genug darüber geschrieben. Trotzdem reißt das Interesse an dem Thema nicht ab. Allein im Januar hab ich 183 Emailanfragen zu 2012 bekommen (die Fragen hier im Blog hab ich gar nicht erst gezählt) und eine Umfrage zeigt, dass ein kleiner, aber durchaus relevanter Teil der Menschen immer noch davon überzeugt ist, dass die Prophezeiungen der Maya für 2012 irgendwas besonderes vorhergesagt hätten. Aber egal ob große Katastrophe oder esoterischer Bewusstseinssprung: Nichts davon hat etwas mit der Realität zu tun. Wer sich selbst davon überzeugen will, dass der ganze 2012-Kram Unsinn ist, der findet alle relevanten Informationen dazu nun auch in einem Buch das ich geschrieben habe: "2012 - Keine Panik".

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Autor: Florian Freistetter· 30.01.12 · 09:54 Uhr· 173 Kommentare

29. Januar 2012

Der Weltuntergang 2012 beschäftigt 16 Prozent der Österreicher

Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 71

Die Welt geht im Dezember 2012 nicht unter. Die ganzen Katastrophenszenarien sind völliger Unsinn und das Thema "2012" ist nur das neueste Modethema, mit dem Esoteriker und Pseudowissenschaftler probiere, Geld zu verdienen. Trotzdem beschäftigt dieses Thema viele Leute. Ich bekomme immer noch täglich Emails mit den Fragen ängstlicher Leute und meine Artikel dazu werden immer noch regelmäßig aufgerufen. Die österreichische Tageszeitung Kurier hat sich die Sache jetzt einmal genau angesehen und eine Umfrage durchgeführt.

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Autor: Florian Freistetter· 29.01.12 · 09:40 Uhr· 71 Kommentare

28. Januar 2012

Achtung! Beim Gehen keine SMS schreiben...

Kategorie: Kultur·Technik  ·  Kommentare: 30

Durch die Stadt zu spazieren und dabei gleichzeitig SMS zu schreiben, ist gefährlich. Das ist zwar offensichtlich - aber kein Grund, nicht auch ein Video darüber zu drehen. Das dachte sich auch der Regisseur Casey Neistat und herauskommen ist ein netter kleiner Film. Besonders cool sind die Typen mit den Pfeilen auf dem Kopf am Ende des Videos.

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Autor: Florian Freistetter· 28.01.12 · 17:38 Uhr· 30 Kommentare

Richard Feynmans Leben als Comicbuch

Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 15

Ich selbst bin kein großer Comicfan. Ich lese ein paar Webcomics, aber das war es dann auch schon wieder. Ab und zu gibt es aber Comics, die einen näheren Blick wert sind. Über "Logicomix", in dem das Leben und Werk Bertrand Russells wunderbar aufgearbeitet wurde, habe ich ja schon geschrieben. Seit ein paar Monaten gibt es nun auch eine Biografie des großen Richard Feynman in Form eines Comics.

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Autor: Florian Freistetter· 28.01.12 · 11:17 Uhr· 15 Kommentare

27. Januar 2012

Newton, Hunter, Jenner, Cavendish und Co: Der Einfluss der britischen Naturwissenschaftler des 18. Jahrhunderts

Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 21

Ich bin immer noch etwas krank, deswegen gibt es auch heute einen Text aus meiner Sammlung an Artikeln, die ich genau für solche Gelegenheiten aufbewahre ;) Er handelt vom Einfluss der britischen Naturwissenschaftler des 18. Jahrhunderts. Es war eine Zeit, in der viele grundlegende Entdeckungen gemacht wurden. Etwaige mitlesende Historiker möchte ich gleich um Entschuldigung bitten - es handelt sich hier natürlich nicht um eine vernünftige historische Abhandlung. Eigentlich entstand der Text nur als Materialsammlung für ein ganz anderes Projekt. Aber es sind ein paar interessante Geschichten dabei, die euch vielleicht gefallen ;)


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Autor: Florian Freistetter· 27.01.12 · 09:00 Uhr· 21 Kommentare

26. Januar 2012

Die größte Verschwörung aller Zeiten: In Wahrheit ist die Sonne kalt und dunkel!

Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 270

Es ist die größte Verschwörung aller Zeiten! Seit Jahrtausenden glauben wir Menschen, dass die Sonne dafür verantwortlich ist, dass es bei uns auf der Erde schön warm ist. Klar, sie ist ja auch ein gewaltiger Ball aus heißem Plasma der Unmengen an Energie abstrahlt. Dabei stimmt das angeblich gar nicht! Die Sonne ist nicht heiß - das wollen uns nur die bösen Astronomen einreden! In Wahrheit ist die Sonne eiskalt. Und hell ist die Sonne auch nicht. Sie ist dunkel! Behauptet zumindest der Pseudowissenschaftsfreak aus diesem Video:

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Autor: Florian Freistetter· 26.01.12 · 10:30 Uhr· 270 Kommentare

25. Januar 2012

Was wir oft vergessen: Das Weltall ist 3D!

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 38

Wir sind es gewohnt, den Nachthimmel als eine Art Leinwand zu betrachten. Über unseren Köpfen spannt sich eine gewaltige Projektionsfläche, auf denen wir Sterne und Planeten bewundern können. Diese zweidimensionale Betrachtungsweise des Himmels hat lange Zeit auch die kosmologische Vorstellung der Menschheit geprägt. Der Himmel sah nicht nur so aus, wie eine große Leinwand, die die Erde umspannt, er war auch eine. Die Sterne dachte man sich an einer kristallenen Sphäre montiert, die die Erde schalenförmig umgab. Es dauerte bis ins 17. Jahrhundert, bevor wir erkannten, dass diese Kristallsphären nicht existierten und noch länger, bevor uns die wahren Ausmaße des Kosmos klar wurden. Rein formal arbeiten die Astronomen heute noch mit der Arbeitshypothese, dass sich die Himmelskörper an einer Sphäre bewegen, die die Erde umgibt. Das nennt man Sphärische Astronomie und ist ein äußerst praktischer Weg, um viele astronomische Probleme zu lösen. In der Realität ist das All aber natürlich kein Film, der auf einer flachen Leinwand über unseren Köpfen abläuft. In echt ist alles 3D ;)

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Autor: Florian Freistetter· 25.01.12 · 17:24 Uhr· 38 Kommentare

Schneesturm vs. Sonnensturm: Satellitenbilder und die subjektive Gefährlichkeit von Naturereignissen

Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt  ·  Kommentare: 45

Gestern und heute Nacht wurde die Erde von einem starken Sonnensturm getroffen. Die mediale Aufregung war wie üblich groß (Die BILD-Zeitung schrieb schön panisch: "Es wurde oft befürchtet. Es wurde oft gewarnt. Jetzt ist es wohl so weit: Heute trifft ein gigantischer Sonnensturm auf die Erde!" und legt noch nach mit "Droht der Erde ein Mega-Chaos? Wissenschaftler haben das Jahr 2013 im Visier. Dann sollen gewaltige Plasmaströme der Sonne für Tumulte auf unserem Planeten sorgen."). Aber in Wahrheit war alles halb so schlimm; und bis auf ein paar Flugzeuge, die ihre Flugrouten änderten (um so der kurzfristig erhöhten Strahlenbelastung in der oberen Atmosphäre in der Nähe der Pole zu entgehen) gab es keine sonderlich dramatischen Folgen. Sehr viele Leute haben sich die Nacht um die Ohren geschlagen, um eventuell ein paar Polarlichter zu beobachten und sind heute vielleicht etwas unausgeschlafen - aber ansonsten haben wir den Sonnensturm (so wie auch alle bisherigen Sonnenstürme) gut und ohne große Katastrophen überstanden. Ganz ordinäre Schneestürme dagegen haben in den letzten Tagen größeren Schaden angerichtet...

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Autor: Florian Freistetter· 25.01.12 · 11:20 Uhr· 45 Kommentare

24. Januar 2012

Hundert Milliarden Schneeflocken wirbeln durch den kosmischen Sturm

Kategorie: Umwelt  ·  Kommentare: 14

Ich weiß, es gab gestern und vorgestern schon Zeitraffervideos bei mir im Blog. Aber mal ehrlich: Kann man von denen je genug kriegen? Sicher nicht, wenn sie so beeindruckend sind, wie dieses hier von Mark Ellis aus Minnesota zur Musik von Peter Mayer:

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Autor: Florian Freistetter· 24.01.12 · 15:05 Uhr· 14 Kommentare

Ein starker Sonnensturm trifft auf die Erde

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 151

Gestern gab es auf der Sonne einen großen koronalen Massenauswurf. Das bedeutet, dass Material von der Sonne ins All geschleudert wurde. Dieses Material hat die Erde getroffen bzw. ist gerade dabei, die Erde zu treffen. Müssen wir jetzt Angst haben? Nein, müssen wir nicht...

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Autor: Florian Freistetter· 24.01.12 · 09:48 Uhr· 151 Kommentare

23. Januar 2012

Realität und Fiktion

Kategorie: Kultur·Umwelt  ·  Kommentare: 75

Ich bin wahnsinnig glücklich darüber, in einer Welt zu leben, die so fantastische Anblicke bietet wie die, die man im ersten Video sehen kann. Ich wäre vermutlich aber auch sehr glücklich, könnte ich in der Welt leben, die im zweiten Video gezeigt wird...

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Autor: Florian Freistetter· 23.01.12 · 16:55 Uhr· 75 Kommentare

John Asht und die organisierte Literatur-Kriminalität im Internet

Kategorie: Kultur·Politik  ·  Kommentare: 524

In meinem Blog schreibe ich oft über die Bücher, die ich gelesen habe. Meistens dann, wenn mir ein Buch besonders gut gefallen hat und ich es meinen Leserinnen und Lesern empfehlen möchte. Manchmal aber auch, wenn ich ein richtig schlechtes Buch gelesen habe. Bis jetzt habe ich darin kein sonderlich großes Problem gesehen. Einer Bloggerin die sich in ihrem Blog hauptsächlich mit Buchrezensionen beschäftigt, wird aber gerade wegen einer Rezension mit einer Klage gedroht. Der Autor und der Verlag des Buches, das ihr nicht gefallen hat, sprechen von "Literatur-Kriminalität" oder gar "Wirtschaftskriminialität".

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Autor: Florian Freistetter· 23.01.12 · 09:35 Uhr· 524 Kommentare

22. Januar 2012

Yosemite Nationalpark: Die Welt ist schön

Kategorie: Umwelt  ·  Kommentare: 7

Tja, was soll man zu diesem Video noch groß sagen, außer: Die Welt ist schön!

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Autor: Florian Freistetter· 22.01.12 · 18:59 Uhr· 7 Kommentare

21. Januar 2012

Extrem coole Doctor Who Musik

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 64

Doctor Who ist die beste Science-Fiction-Serie aller Zeiten (Ja, liebe Star Trek und Star Wars Fans, ihr habt richtig gehört. Tut mir leid). Ich finde besonders die Musik fantastisch. Ich bin leider musikalisch nicht wirklich begabt und hab von der Fachsprache auch keine Ahnung, ansonsten könnte ich euch jetzt genau erklären, was daran so toll ist. So muss ich mich leider darauf beschränken, einfach nur festzustellen, dass sie toll ist. Dieses "Dumdudum Dumdudum Dumdudum".... und dann das "WiiiuuuuWiiii WiuuuuWiiii" - einfach genial! Die Serie existiert ja schon seit den 1960er Jahren. Die Musik hat sich über die Jahrzehnte natürlich ein bisschen geändert. Der grundlegende Charakter aber blieb immer gleich (was man in dieser Zusammenstellung schön hören kann). Natürlich hat es im Lauf der Zeit aber auch jede Menge andere Interpretationen des Doctor Who Themas gegeben. Ein paar meiner Favoriten möchte ich euch heute zeigen (außerdem ist Wochenende und ich hab heute mal keine Lust auf Wissenschaft).

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Autor: Florian Freistetter· 21.01.12 · 09:45 Uhr· 64 Kommentare

20. Januar 2012

Ein bunter Krater auf dem Mars

Kategorie: Naturwissenschaften·Technik  ·  Kommentare: 15

Dass Galaxien, Supernova oder große interstellare Gasnebel wunderbare Bilder liefern, ist bekannt. Erst vor wenigen Tagen habe ich neue fantastische Aufnahmen des Adlernebels vorgestellt. Aber man muss nicht erst in die Tiefen des Alls blicken; auch wesentlich näher an der Erde gibt es tolle Dinge zu sehen. Zum Beispiel auf dem Mars.

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Autor: Florian Freistetter· 20.01.12 · 15:13 Uhr· 15 Kommentare

Tuva or Bust! Die letzte Reise von Richard Feynman

Kategorie: Kultur·Themenwoche·Umwelt  ·  Kommentare: 11

tuvabust.jpgRichard Feynman war nicht nur ein bemerkenswerter Physiker, er war auch ein äußerst interessanter Mensch. Wer sein bekanntes Buch Sie belieben wohl zu scherzen, Mr. Feynman!: Abenteuer eines neugierigen Physikers gelesen hat, weiß darüber Bescheid. Es gibt aber auch ein zweites, etwas weniger bekanntes Buch, das die faszinierende private Seite von Feynman fast noch besser illustriert: Tuva or Bust! Richard Feynman's Last Journey, geschrieben von Feynmans Freund Ralph Leighton. Ich habe es schon vor Jahren gelesen, dann irgendwann mal bei einem Umzug verloren und nachdem es mir ein sehr netter Blogleser kürzlich zum Geschenk gemacht hat, mit großer Freude wieder gelesen. Das solltet ihr auch tun!

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Autor: Florian Freistetter· 20.01.12 · 09:58 Uhr· 11 Kommentare

19. Januar 2012

Wie man Galaxien am Computer simuliert

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 28

Mein Spezialgebiet in der Astronomie ist die Himmelsmechanik und dort die numerische Simulation von Planetensystemen. Man bastelt sich im Computer ein Planetensystem, bei dem man die Zeit nach Belieben vor und zurück laufen lassen kann. So kann man beobachten, wie sich die Planeten verhalten und was passiert, wenn man bestimmte Parameter verändert. Ich habe das alles früher schon mal in einer eigenen Serie beschrieben: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4. Aber natürlich kann man auch andere Systeme numerisch simulieren. Nicht nur die Planeten eines Planetensystems, sondern auch die Sterne in einer Galaxie. Oder die Galaxien in einem Galaxienhaufen. Oder man macht gleich Nägel mit Köpfen und simuliert das ganze Universum auf einmal.

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Autor: Florian Freistetter· 19.01.12 · 18:57 Uhr· 28 Kommentare

Das Schicksal der Planeten nach dem Tod der Sonne

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 30

Die Sonne geht jeden Tag auf und wieder unter. Seit Milliarden Jahren schon. Und sie sieht immer gleich aus. Aber natürlich ist die Sonne ein dynamischer Himmelskörper, der sich ständig verändert. In jeder Sekunde verliert die Sonne etwa 4 Millionen Tonnen ihrer Masse die in Energie umgewandelt und abgestrahlt werden. 4 Millionen Tonnen sind viel. Aber die Sonne wiegt 2000000000000000000000000000 Tonnen. Das sind zwei Quadrilliarden Tonnen! Die paar Millionen, die da jede Sekunde verschwinden, merkt die Sonne gar nicht. Aber irgendwann, in ferner Zukunft, wird sie sich merklich verändern. Sie wird ein roter Riese werden, dann ein weißer Zwerg. Und was passiert dann mit den Planeten?

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Autor: Florian Freistetter· 19.01.12 · 10:20 Uhr· 30 Kommentare

18. Januar 2012

Phänomenale Bilder vom Adlernebel

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 77

Ich habe schon lange keine coolen astronomischen Bilder mehr gezeigt. Wie wäre es mit diesem Bild hier - ein Bild, das vermutlich zu den bekanntesten und berühmtesten Bildern der Astronomie zählt:

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Das sind die fantastischen "Säulen der Schöpfung", drei "Säulen" aus interstellarem Gas und Staub. Vermutlich hat dieses Bild jeder schon mal gesehen. Die Säulen sind Teil des 7000 Lichtjahre entfernten Adlernebels und dort gibt es noch viel mehr zu sehen.

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Autor: Florian Freistetter· 18.01.12 · 18:57 Uhr· 77 Kommentare

Der Tag an dem die LOLcats starben

Kategorie: Politik  ·  Kommentare: 18

Jürgen hat gestern schon darüber geschrieben: Heute wird überall (hauptsächlich im englischsprachigen Internet) gestreikt. Die englische Wikipedia ist heute den ganzen Tag lang nicht erreichbar (was erwartungsgemäß viele Leute irritiert) und auch andere prominente Seiten sind heute offline. Grund dafür sind zwei Gesetze, die in Amerika diskutiert werden: SOPA und PIPA. Das steht für Stop Online Piracy Act (SOPA) und Protect Intellectual Property Act (PIPA) und beide Gesetze dienen angeblich dem Schutz des geistigen Eigentums im Internet. Leider eignen sich die Gesetze auch wunderbar dafür, das Internet wesentlich stärker zu zensieren und zu überwachen als bisher und deswegen gibt es heute überall Proteste.

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Autor: Florian Freistetter· 18.01.12 · 14:23 Uhr· 18 Kommentare

2012: Wir müssen nicht abwarten, wir wissen Bescheid!

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 133

Wenn ich in meinen Artikel über den nicht stattfindenden Weltuntergang 2012 wieder mal erkläre, dass er nicht statt findet, dann höre ich ziemlich oft eine ganz bestimmte Reaktion: "Niemand kann sagen, was 2012 passieren wird. Die Weltuntergangspropheten nicht und du auch nicht. Wir können nur abwarten und schauen, was am 21. Dezember 2012 wirklich passiert." Das ist ganz eindeutig falsch.

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Autor: Florian Freistetter· 18.01.12 · 10:20 Uhr· 133 Kommentare

17. Januar 2012

Die Wissenschaftsbücher des Jahres 2012

Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 11

Seit ich selbst ein Buch über Wissenschaft geschrieben habe, verfolge ich die Wissenschaftsbuchszene noch genauer, als ich das vorher schon getan habe. In Österreich wurde vor wenigen Tagen wieder das Wissenschaftsbuch des Jahres gewählt. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich von den Preisträgern kaum ein Buch kannte... Aber es sind definitiv interessante Titel dabei!

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Autor: Florian Freistetter· 17.01.12 · 12:12 Uhr· 11 Kommentare

Massensterben durch Gammablitze?

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 17

Gammablitze bzw. Gamma-Ray-Bursts (GRBs) sind die gewaltigsten Explosionen, die das Universum kennt. Ich habe sie in zwei früheren Artikeln schon detailliert beschrieben. Sollte die Erde einmal das Pech haben, dass so ein Gammablitz in ihrer unmittelbaren Umgebung (d.h. ein paar tausend Lichtjahre) stattfindet, dann hätte durchaus dramatische Folgen. Wenn uns die Strahlung der Explosion trifft, dann hätte das Auswirkungen auf die Erdatmosphäre. Die Ozonschicht könnte geschwächt werden und vermehrt UV-Strahlung auf die Erde treffen. Gemeinsam mit der verstärkt auftretenden kosmischen Strahlung kann das Mutationsrate der lebenden Organismen erhöhen. Zum Glück müssen wir davor keine allzu große Angst haben. Nur bestimmte Sterne können GRBs erzeugen und davon befindet sich keiner in gefährlicher Nähe. Aber vielleicht war das früher einmal anders?

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Autor: Florian Freistetter· 17.01.12 · 08:30 Uhr· 17 Kommentare

16. Januar 2012

To boldly go... Kurt Waldheim und die Aliens

Kategorie: Naturwissenschaften·Technik  ·  Kommentare: 62

Ich mag die Raumsonden Voyager 1 & 2. Sie sind fast so alt wie ich. Ich wurde im Juli 1977 geboren; Voyager 1 startete am 5. September 1977, Voyager 2 machte sich am 20. August 1977 auf den Weg ins All. Es waren die ersten Raumsonden, die das äußere Planetensystem erforschten; sie besuchten Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun und machten fantastische Nahaufnahmen dieser Himmelskörper. Und nach all den genialen wissenschaftlichen Beobachtungen, die die beiden Sonden gemacht haben, sind sie heute, fast 35 Jahre später, immer noch unterwegs und erforschen das All!

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Autor: Florian Freistetter· 16.01.12 · 17:10 Uhr· 62 Kommentare

Weiß wie Schnee im Frühling: Die Farbe der Milchstraße

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 18

Die Sonne und mit ihr die Erde ist Teil einer großen Galaxie. Diese Galaxie trägt den poetischen Namen "Milchstraße". Der stammt noch aus einer Zeit, als man von Galaxien nicht viel wusste. Als sich die alten Griechen, inspiriert von ihrer Mythologie, die Sternbilder am Himmel benannten, haben sie das helle, milchige, weiß leuchtende Band, das man in klaren Nächten sehen kann, "Milchstraße" genannt (auf altgriechisch heißt das "galaxias"). Der Sage nach handelt es sich dabei um die Milch der Göttin Hera. Zeus hat ihr seinen mit einer anderen Frau gezeugten Sohn Herakles heimlich an die Brust gelegt. Als Hera das merkte riss sie in weg und ihre Milch spritze über den ganzen Himmel. Tja, die Griechen... Erst später fanden die Wissenschaftler heraus, dass die Milchstraße aus Milliarden von Sternen besteht und wir ein Teil davon sind. Und kürzlich haben Astronomen von der Uni Pittsburgh herausgefunden, welche exakte Farbe unsere Galaxie hat.

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Autor: Florian Freistetter· 16.01.12 · 08:50 Uhr· 18 Kommentare

15. Januar 2012

Wo steckt der deutsche Brian Cox und warum ist er nicht im Fernsehen?

Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 69

Wenn bei euch, so wie bei mir, das Fernsehprogramm wieder mal zum Vergessen ist, dann schaut euch dieses tolle Video von Brian Cox an. In der ehrwürdigen Royal Institution of Great Britain hat der Physiker Brian Cox eine Vorlesung über Quantenmechanik gehalten. Sowas machen Physiker öfter - aber normalerweise sind keine Promis im Publikum die sich an den Experimenten beteiligen; normalerweise wird die Vorlesung nicht im Fernsehen übertragen und normalerweise ist so ein Vorlesung nicht so genial wie die von Brian Cox. Schaut sie euch an!

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Autor: Florian Freistetter· 15.01.12 · 09:50 Uhr· 69 Kommentare

14. Januar 2012

Zwei Planeten und vier Sonnen

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 32

Kepler hat nochmal zugeschlagen. Nach dem Mini-Sonnensystem gab es in den letzten Tagen noch eine sehr schöne Meldung. William Welsh von der San Diego State University und seine Kollegen haben zwei ganz besondere Planetensysteme in den Kepler-Daten gefunden. Die Planeten Kepler-34b und Kepler-35 umkreisen jeweils zwei Sterne.

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Autor: Florian Freistetter· 14.01.12 · 10:30 Uhr· 32 Kommentare

13. Januar 2012

Der außerirdische Riesenring!

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 21

Noch eine coole Entdeckung in extrasolaren Planetensystemen! Nach der gestrigen Milchstraße voller Planeten und dem Mini-Planetensystem von heute Vormittag, kommt jetzt die Antwort auf eine Frage, die ich letztes Jahr gestellt habe: Haben extrasolare Planeten Ringe und Monde?. Sie lautet: Ja, und was für welche!

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Autor: Florian Freistetter· 13.01.12 · 16:50 Uhr· 21 Kommentare

Die Feynman-Diagramme der akademischen Interaktion

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 8

Feynman-Diagramme waren ursprüngliche Skizzen die Physiker Richard Feynman zum Privatgebrauch angelegt hatte. Sie haben sich aber bei der Beschreibung und Illustration von physikalischen Zusammenhängen als so praktisch erwiesen, dass sie mittlerweile Standard in der Teilchenphysik sind. Martin Bäker hat sie hier ausführlich beschrieben. PHD-Comic-Zeichner Jorge Cham hat dieses Konzept nun gewohnt genial auf das akademische Leben übertragen.

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Autor: Florian Freistetter· 13.01.12 · 10:17 Uhr· 8 Kommentare

Exoplaneten für die Puppenstube: Das kleinste Planetensystem!

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 35

Manche Leute meckern ja gerade ein wenig, weil so viele Nachrichten über Exoplaneten in den Medien zu lesen sind (und weil es meistens um Entdeckungen des Weltraumteleskops Kepler geht). Ich meckere nicht, ich finde das äußerst cool ;) Und darum kriegt ihr heute hier den ganzen Tag nur Exoplanetenartikel zu lesen. Vielleicht auch morgen noch, mal sehen. Es gibt zur Zeit wirklich viele Neuigkeiten. Das ist auch kein Wunder. Kepler beobachtet seit 2 Jahren und hat in der Zeit tausende Planetenkandidaten gesammelt. Mittlerweile hat die Zeit gereicht, um viele dieser Kandidaten zu bestätigen und die werden eben nun der Reihe nach veröffentlicht. Die Exoplanetenforschung ist gerade völlig im Umbruch begriffen und ich bin mir sicher, dass der Strom an beeindruckenden Entdeckungen in den nächsten Jahren nicht abreißen wird.

Zu diesen beeindruckenden Entdeckungen gehört sicher auch das KOI-961-System. Es ist das bisher kleinste Planetensystem, das man entdeckt hat.

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Autor: Florian Freistetter· 13.01.12 · 10:05 Uhr· 35 Kommentare

12. Januar 2012

Die Veränderung der Forschungslandschaft

Kategorie: Kultur·Politik  ·  Kommentare: 14

Neil deGrasse Tyson erzählt in diesem Video über die Veränderung der Forschungslandschaft. Wie verändert sich die Zahl der peer-reviewten Fachartikel in den unterschiedlichen Ländern?

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Autor: Florian Freistetter· 12.01.12 · 14:55 Uhr· 14 Kommentare

Verschwörungsgeplauder VI: Die Invasion der süßen Miezekatzen

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 1869

Der alte Plauderartikel ist schon wieder voll, darum gibt es einen neuen. Ich hab auch wieder ein nettes Thema gefunden: Die japanische Katzeninsel auf der immer mehr Katzen lieben. War ja klar, die ganzen LOLcats und süßen Katzenbilder im Internet sind nur Ablenkung. In Wahrheit sind die Viecher dabei, die Weltherrschaft zu übernehmen...

Wieder gilt: ihr könnt reden, über was ihr wollt. Aber bleibt halbwegs höflich und sagt nichts strafrechtlich Relevantes.


Autor: Florian Freistetter· 12.01.12 · 14:10 Uhr· 1869 Kommentare

Fobos-Grunt kommt wieder zurück und fällt auf die Erde

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 73

Es hätte eine der coolsten Weltraummissionen der letzten Jahre werden sollen. Die russische Raumsonde Fobos-Grunt machte sich Anfang November 2011 auf ins All. Der Start klappte, die Sonde landete in einer Erdumlaufbahn und sollte weiter zum Mars fliegen. Dort war eine Landung auf dem Marsmond Phobos geplant, man hätte dort Bodenproben gesammelt und sie zurück zur Erde gebracht. Die Planetologen hätten einmalige Daten gewinnen können. Das wird nun leider nicht passieren. Es gab eine Fehlfunktionen und die Bodenstation konnte die Sonde nicht dazu bringen, sich auf den Weg zum Mars zu machen. Sie umkreist heute immer noch die Erde. Aber nicht mehr lange. In den nächsten Tagen wird sie in der Atmosphäre verglühen. Einige Teile der Sonde werden vermutlich auch auf den Erdboden bzw. in den Ozean fallen.

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Autor: Florian Freistetter· 12.01.12 · 10:05 Uhr· 73 Kommentare

11. Januar 2012

Die Milchstraße ist voller Planeten!

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 74

"Weißt du wieviel Sternlein stehen?", lautet der Titel eines bekannten Schlafliedes. Im Refrain wird zwar behauptet "Gott, der Herr, hat sie gezählet", mittlerweile wissen aber auch wir Menschen so einigermaßen, wie viele Sterne es gibt. In unserer eigenen Galaxie, der Milchstraße, sind es etwa 200 Milliarden Stück (und im ganzen beobachtbaren Universum gibt es noch ein paar hundert Milliarden anderer Galaxien). Aber wie steht es mit den Planeten? Unsere Sonne wird von 8 Planeten umkreist. Insgesamt kennen wir 716 andere Planeten die fremde Sterne umkreisen. Es muss natürlich viel mehr geben. Aber wie viele sind es? In etwa so viele, wie es Sterne gibt, lautet das Ergebnisse einer eben veröffentlichten Beobachtungskampagne. Arnaud Cassan vom Institut d'Astrophysique de Paris und seine Kollegen haben herausgefunden, dass jeder Stern unserer Milchstraße durchschnittlich von 1,6 Planeten umkreist wird!

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Autor: Florian Freistetter· 11.01.12 · 19:00 Uhr· 74 Kommentare

Braucht die Wissenschaft ein Symbol?

Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 60

Symbole sind wichtig. Jede Firma hat ein Logo (sogar mein Blog hat eins). Jede Organisation, jeder Verein, jeder Fußballklub hat sein eigenes Symbol. Jede Religion sowieso. Ein Symbol eignet sich hervorragen, wenn man ohne große Worte seine Sympathie für etwas bekannt geben will. Wer ein Kreuz um den Hals trägt, wird kein Atheist sein und wer auf seinem Auto das VW-Symbol spazieren fährt, sollte sich am besten vom Opel-Treffen fern halten. Symbole sind wunderbar, wenn man Menschen mit gemeinsamen Interessen versammeln will. Und auch die Wissenschaft braucht dringend ein einheitliches Symbol, meint der Ethik-Wissenschaftler Paul Root Wolpe.

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Autor: Florian Freistetter· 11.01.12 · 09:35 Uhr· 60 Kommentare

10. Januar 2012

Reality XL - Heiner Lauterbach und ein Mysterium am LHC

Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 25

Bitte keine schwarzen Löcher. Bitte keine schwarzen Löcher. Bitte keine schwarzen Löcher...

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Autor: Florian Freistetter· 10.01.12 · 19:15 Uhr· 25 Kommentare

Bücher sind wunderbar!

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 82

Ich liebe Bücher. Seit ich lesen kann, ist kaum ein Tag vergangen, an dem ich nicht in einem Buch gelesen habe und ich habe auch nicht vor, dass zu ändern. Bücher sind einfach toll. Und auch wenn alle von den neuen eBooks schwärmen (und ich prinzipiell auch nichts gegen eBooks habe): Man kann eBooks irgendwie nicht so gern haben, wie echte Bücher. Man kann nicht vor einem Bücherregal voller eBooks stehen und darüber nachdenken, was man denn nun als nächstes lesen möchte. Man kann nicht stundenlang Büchereien voller eBooks durchstöbern. Und man kann mit eBooks auf keinen Fall das machen, was diese Leute in diesem fantastischen Video gemacht haben:

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Autor: Florian Freistetter· 10.01.12 · 13:29 Uhr· 82 Kommentare

Ein außerirdischer Sonnenuntergang

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 10

Noch ist kein Mensch je auf einem anderen Planeten gestanden. Und so schnell wird das auch nicht passiere, leider. Aber die Wissenschaft erlaubt uns zumindest einen kleinen Ausblick auf das, was uns auf unseren Reisen im All eventuell erwarten würde. Wie würde zum Beispiel ein Sonnenuntergang auf einem fremden Planeten aussehen?

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Autor: Florian Freistetter· 10.01.12 · 08:25 Uhr· 10 Kommentare

09. Januar 2012

Gefrorenes Franz-Josef-Land

Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt  ·  Kommentare: 17

Mich hat es immer schon nach Norden gezogen. Nicht physisch; da hab ich es bis jetzt nur zu einem Urlaub in das südliche Norwegen geschafft. Aber mich hat die Welt des nördlichen Polarkreises immer schon fasziniert. Als Kind hatte ich Bilder aus Reiseprospekten ausgeschnitten und mir für jede Region dort eigene Ordner angelegt (Als ich ein Kind war, gabs noch kein Internet mit Bildersuche). Ich hab mir ausgemalt, wie es wäre, an der Universität von Grönland zu studieren oder an der Uni in Spitzbergen. Leider haben Astronomen im nördlichen Polarkreis nicht wirklich viel zu suchen und die Disziplinen, die man in Grönland oder Spitzbergen studieren konnte, haben mich nicht wirklich interessiert. Bzw. schon interessiert - aber der Markt für Astronomen ist schon sehr gering, Leute mit einem Abschluss in grönländischer Philologie werden es am Arbeitsmarkt vermutlich noch ein wenig schwerer haben. Aber gut, ich bin auch als Astronom in Jena sehr zufrieden. Den Norden finde ich aber immer noch enorm schön. Schaut euch mal dieses Bild hier an:

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Autor: Florian Freistetter· 09.01.12 · 16:17 Uhr· 17 Kommentare

Die Suche nach extrasolaren Monden

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 11

Wir haben schon über 700 extrasolare Planeten entdeckt. Wir kennen schon 32 Trümmerscheiben um andere Sterne die uns sagen, dass es dort Asteroiden geben muss. Wir kennen Systeme mit vielen Planeten, wir kennen Systeme mit Trümmerscheiben, d.h. Asteroiden, und Planeten. Das, was wir im All finden, ähnelt immer mehr unserem eigenen Sonnensystem. Eines aber fehlt noch. Unser Sonnensystem besteht nicht nur aus acht Planeten und einem ganzen Haufen Asteroiden, sondern auch aus vielen Monden. Wir können eigentlich davon ausgehen, dass auch extrasolare Planeten Monde haben. Gefunden wurde bis jetzt aber noch keiner davon. Es wurde aber auch noch nie wirklich systematisch danach gesucht. Das möchte David Kipping von der Uni Cambridge mit seinen Kollegen nun ändern. Er hat das Projekt HEK - The Hunt for Exomoons with Kepler ins Leben gerufen.

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Autor: Florian Freistetter· 09.01.12 · 10:30 Uhr· 11 Kommentare

08. Januar 2012

Ergründung der Elektrizität ohne Wunderkultus

Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 22

Seit es Wissenschaft gibt, gibt es auch diverse Cranks und Pseudowissenschaftler. Auf ein schönes Exemplar aus dem Jahr 1906 hat mich ein Leser aufmerksam gemacht:

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Autor: Florian Freistetter· 08.01.12 · 18:05 Uhr· 22 Kommentare

07. Januar 2012

Video: Der Weltuntergang 2012 - kurz und knapp entzaubert

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 146

Ich wünschte, ich hätte die Begabung, gute Videos zu machen. Aber leider versteh ich von der nötigen Technik so gut wie gar nichts und ich vermute, dass mir dieses Medium auch nicht wirklich liegen würde. Ich fühle mich beim Schreiben viel wohler. Andere Menschen sind aber in der Lage, Texte, Bilder und Filme zu wunderbaren und informativen Videos zu kombinieren. Zum Beispiel C.P.G. Grey. Seine Videos sind toll. Er hat sich kürzlich auch des nicht stattfindenden Weltuntergangs im Jahr 2012 angenommen und ein wirklich tolles Video dazu gemacht.

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Autor: Florian Freistetter· 07.01.12 · 10:11 Uhr· 146 Kommentare

06. Januar 2012

Bernhard Hoëcker und das Lob der Strichlisten

Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 75

Ich habe ja notorisch wenig Zeit, um mir Podcasts anzuhören. Früher habe ich das immer auf dem Arbeitsweg erledigt. Aber seit ich selbstständig bin und zuhause arbeite, ist mein Arbeitsweg gerade mal 5 Meter lang und das reicht nur für sehr kurze Podcasts ;) Gestern habe ich mir aber doch mal wieder Zeit genommen und mir die aktuelle Ausgabe des Hoaxilla-Podcast angehört. Der "skeptische Podcast aus Münster" (Eigenbeschreibung) hat Bernhard Hoëcker interviewt. Und Hoëcker hatte sehr interessante Dinge zu sagen.

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Autor: Florian Freistetter· 06.01.12 · 14:47 Uhr· 75 Kommentare

Wellenphysik lernen mit Google Earth

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 7

Unsere Erde bietet einen tollen Anblick; nicht nur als schöne, blau-weiße Kugel aus dem All sondern auch im Detail. Das ist wohl auch der Grund, warum Google-Earth so faszinierend ist. Hier kann man sich jeden Fleck der Erde ganz aus der Nähe ansehen. Dass man daraus auch viel lernen kann, überrascht nicht. In Geografie oder Geologie lässt sich Google Earth wunderbar einsetzen - zum Beispiel um Meteoritenkrater zu finden. Fabrizio Logiurato von der Università di Trento hat nun einen weiteren Einsatzzweck gefunden: Die Visualisierung der Physik der Wellen.

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Autor: Florian Freistetter· 06.01.12 · 09:58 Uhr· 7 Kommentare

05. Januar 2012

Der Pulsar, der sich zu langsam dreht

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 111

Pulsare sind cool. Pulsare sind tote Sterne. Pulsare sind das, was von einem massereichen Stern übrig bleibt, wenn sein Brennstoff zu Ende geht. Dann kann der Stern nicht mehr genug Strahlung erzeugen, um der Gravitationskraft die seine Masse ausübt, entgegen zu wirken. Der Stern stürzt in sich zusammen, es gibt eine gewaltige Explosion. Diese Supernova schleudert das meiste Material aus dem der Stern bestand, ins All. Der Rest des Sterns wird dabei zu einer extrem kompakten Kugel komprimiert. Mit nur wenigen Kilometern Durchmesser hat so ein Neutronenstern dabei eine Masse die größer ist als die der Sonne! Ein Stück dieses Sterns, so groß wie ein Zuckerwürfel, wiegt in etwa so viel wie ein Würfel aus massivem Eisen mit einer Kantenlänge von einem Kilometer! So einen Neutronenstern hat das Weltraumteleskop Chandra kürzlich beobachtet. Die Ergebnisse waren verblüffend.

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Autor: Florian Freistetter· 05.01.12 · 10:00 Uhr· 111 Kommentare

04. Januar 2012

Ein Gletscher und die Richtung der Zeit

Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt  ·  Kommentare: 7

So richtig kalt ist dieser Winter momentan ja noch nicht (was übrigens nichts damit zu tun hat, dass die Erde heute Nacht ihren sonnennächsten Punkt erreicht). Wer Eis und Schnee sehen will, der muss in den Norden fahren oder auf hohe Berge klettern. Oder aber man fährt ganz weit in den Süden. In das südliche Argentinien zum Beispiel zum Perito-Moreno-Gletscher. Der ist wirklich atemberaubend:

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Autor: Florian Freistetter· 04.01.12 · 14:10 Uhr· 7 Kommentare

Der Sonne entgegen: Happy Perihel!

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 28

Sollte jemand es aus Versehen verpasst haben, Silvester zu feiern: Keine Angst! Heute Nacht gibt es noch einen Grund für eine Party. Am 5. Januar 2012 um circa 2 Uhr morgens erreicht die Erde ihr jährliches Perihel. Also den sonnennächsten Punkt ihrer Bahn.

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Autor: Florian Freistetter· 04.01.12 · 09:40 Uhr· 28 Kommentare

03. Januar 2012

Coole Gedankenexperimente in 60 Sekunden

Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 12

Die Open University aus Großbritannien hat einige der coolsten Wissenschaftskurzvideos erstellt, die ich bisher gesehen habe. In der Serie "60-Second Adventures in Thought" werden sechs klassische Gedankenexperimente in wunderbarer Animation vorgestellt. Von Achilles und der Schildkröte über das chinesische Zimmer und Hilberts Hotel bis hin zu Schrödingers Katze: selbst wenn man über diese Experimente schon oft gelesen hat sollte man sich die Animationen nicht entgehen lassen. Sie sind wirklich extrem gut gemacht. Ich bin begeistert!

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Autor: Florian Freistetter· 03.01.12 · 18:39 Uhr· 12 Kommentare

Die Rotverschiebung und die vielen Entfernungen der Kosmologie

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 140

In vielen Artikeln und Pressemitteilungen über Astronomie liest man Sätze wie "Das Licht dieser Galaxie hat 12 Milliarden Jahre bis zu uns gebraucht." Folgt daraus, dass die Galaxie auch 12 Milliarden Lichtjahre entfernt ist? Nicht wirklich. In einem Universum, dass sich ausdehnt und in dem die Lichtgeschwindigkeit nicht unendlich groß ist, sind die Dinge ein wenig komplizierter.

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Autor: Florian Freistetter· 03.01.12 · 11:00 Uhr· 140 Kommentare

02. Januar 2012

Polarlichter und die Bewegung der Sterne

Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt  ·  Kommentare: 22

Das Jahr 2012 verspricht nervig zu werden. Zumindest, wenn es um diese ganzen Weltuntergangsspinnereien geht. Es lohnt sich also, zwischendurch jede Gelegenheit zur Entspannung wahrzunehmen. Man kann sich zum Beispiel dieses tolle Video ansehen. Es wurde in Kirkenes und einem Nationalpark im nördlichen Norwegen aufgenommen und zeigt fantastische Polarlichter.

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Autor: Florian Freistetter· 02.01.12 · 15:06 Uhr· 22 Kommentare

Schadet Wissenschaftskommunikation und Medienpräsenz der akademischen Karriere?

Kategorie: Kultur·Politik  ·  Kommentare: 61

Ich habe hier im Blog in vielen Artikel über die Bedeutung der Öffentlichkeitsarbeit geschrieben. Ich habe mich darüber geärgert, dass für viele Wissenschaftler eine viel zu geringe Rolle spielt und dafür plädiert, dass viel mehr Forscher in der Öffentlichkeit und den Medien über ihre Arbeit sprechen sollen. Norbert Bolz, Professor für Medienwissenschaft an der TU Berlin, ist ganz anderer Meinung. Medienpräsenz schadet der wissenschaftlichen Karriere. Junge Wissenschaftler sollen möglichst wenig Interviews geben und keine populärwissenschaftlichen Texte verfassen.

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Autor: Florian Freistetter· 02.01.12 · 10:20 Uhr· 61 Kommentare

01. Januar 2012

Weltuntergang 2012: Katastrophenvorhersage im ORF

Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 119

Das Jahr 2012 fängt ja schon mal gut an. Dass dieses Jahr verstärkt mit Medienberichten über den nicht stattfindenden Weltuntergang 2012 zu rechnen ist, war zwar klar. Aber das der österreichische öffentlich-rechtliche Fernsehsender ORF auf seiner Homepage das Jahr gleich mit esoterisch motivierten Katastrophenvorhersagen beginnt, hat mich dann doch etwas deprimiert.

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Autor: Florian Freistetter· 01.01.12 · 16:00 Uhr· 119 Kommentare

Warum sich alles dreht, wenn man besoffen ist

Kategorie: Medizin  ·  Kommentare: 13

Habt ihr gestern ordentlich gefeiert? Vielleicht auch ein bisschen was getrunken? Vielleicht sogar ein bisschen mehr? Dann habt ihr sicher auch gemerkt, dass man besoffen nicht mehr ganz so sicher auf den Beinen ist wie sonst. Und dass die Welt sich irgendwie so komisch dreht. (Besonders nervig ist das, wenn man eigentlich schon im Bett liegt und schlafen will, das blöde Zimmer aber nicht aufhören will, sich im Kreis zu drehen). Falls ihr mittlerweile schon wieder nüchtern seid, könnt ihr euch ja mal dieses Video hier ansehen. Da wird erklärt, warum der Alkohol die Welt rotieren lässt.

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Autor: Florian Freistetter· 01.01.12 · 10:43 Uhr· 13 Kommentare

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