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07.12.11 · 09:22 Uhr
Mond und Jupiter
Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt · Kommentare: 25
Ich habe schon lange keine selbst fotografierten Himmelsbilder mehr präsentiert. Das liegt vielleicht auch daran, dass ich nicht so wirklich viel Ahnung von Astrofotografie habe - oder die entsprechende Ausrüstung. Aber manchmal überkommt es mich doch und dann richte ich meine popelige Digicam gen Himmel. Zur Zeit gibt es dort einige schöne Sachen zu sehen. Zum Beispiel Mond und Jupiter.
Jupiter, der größte Planet im Sonnensystem ist schon seit Wochen der prominenteste Anblick am Abendhimmel. Man kann ihn schon am frühen Abend strahlen hell am Himmel sehen. Zur Zeit wird er vom Mond begleitet, die beiden halten sich in der gleichen Gegend des Himmels auf und sehen nochmal extra beeindruckend aus. Hier habe ich Mond und Jupiter über der Universität Jena fotografiert:
Wenn ihr auch ein paar schöne Fotos habt, sagt Bescheid! Und wenn ihr Abends draußen unterwegs seid, schaut ab und zu mal nach oben. Es lohnt sich!
Autor: Florian Freistetter· 25 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (25)
Schön, auch wenns bei dir ziemlich kalt aussieht, oder liegt das an der digicam?
Florian
Seufz! In Jena ist sternenklarer Himmel und in Göddingen geht die Welt unter. Toll! Da kann ich mir den Nacken verrenken wie ich lustich bin (Grummelmäkel)
Na ich will mal nicht so sein. Für den extrem unwahrscheinlichen Fall, dass dieses Mistwetter mal wieder aufhört, guck ich auch mal in den Himmel.
Wie lange bleibt uns dieser Anblick eigentlich noch erhalten mit den beiden hübschen da oben?
Schönes Foto! Du sagst es, die letzten Nächte waren nicht ganz so schön,
aber in den letzten Wochen gabs auch sehr nette Konstellationen.
Hier in Potsdam geht aufgrund der Lichtverschmutzung nicht viel, aber mit dem 70cm Cassagrain kann man zumindest photometrische Daten von CV und Planetenbedeckungen sammeln. (http://www.aip.de/groups/xray/telescope/70cm/70cm_d.html)
Wenn denn nicht Gevatter Mond alles überstrahlt, dann kann man halt nur die scheene Nacht genießen. :)
Wie sagt man immer so schön: Clear Sky!
Nicht zu vergessen, in den frühen Morgenstunden kann man Mars unterhalb des Löwen und Saturn am Südosthimmel beobachten... :-)
Ich hätte da ein Mond- und ein Sonnenbild mit Sonnenflecken zu bieten, aufgenommen mit einem 50 Jahre alten "Questar" Teleskop und einer Canon EOS 550 von unserer Terrasse ausserhalb Granadas. Beides gehört leider meinem Freund, teures technisches Spielzeug hab ich mir nie geleistet.
ich habe in der letzten woche die gelegenheit genutzt und meiner 6-jaehrigen Tochter Jupiter und 3 seiner Monde im Teleskop gezeigt, sie war begeistert. ich natuerlich auch.
Ich filme fotografiere auch ab und zu gerne den Himmel mit einer einfachen Digicam ;-) Ich halte die Kamera auch immer gerne ans Teleskop (die Astrofotografen werden jetzt sicher den Kopf schütteln). Naja vielleicht besorge ich mir mal noch eine Digiklemme. Aber die Ergebnisse sind gar nicht mal so schlecht: www.youtube.com/watch?v=3XvzKtayIbs
Grüße
@Christina
SEHR schöne Aufnahmen, knackscharf, man sieht sogar die Granulation auf der Sonne. Ein Questar hat doch nur 3 1/2 Zoll Öffnung, das ist ein beachtliches Ergebnis.
@Rico
Ist doch schon vielversprechend. Du solltest mal versuchen, ein Filmchen vom Mond in Giotto zu "stacken", wirst staunen, was sich da rausholen lässt. Auch den rot-blauen Rand (Kamera vermutlich verkantet?) kann man damit ziemlich gut kompensieren.
Ein Klemme zum Fixieren der Kamera wäre sicherlich hilfreich. Man kann aber auch die Kamera auf ein Stativ schrauben und sie so einige Sekunden durch das Okular schauen lassen.
@alle
Noch ein Tipp für Deep-Sky-Fotos: Es muss nicht immer ein Teleskop sein, eine Spiegelreflex, ein Stativ und etwas Kreativität reichen für den Anfang schon aus.
Mit einer DSLR auf 1600 oder 3200 ISO, Stativ und einem Objektiv von 50 mm Äquivalentbrennweite (bezogen auf 24x36-Format) kann man auch schon tolle Deep-Sky-Aufnahmen machen. Bis 20 s Belichtungszeit macht sich die Erddrehung noch nicht bemerkbar, und wenn man zahlreiche Bilder (bis zu 100) macht und die dann mit dem Deepskystacker addiert, kann man sehr lange Belichtungszeiten ohne jede Nachführung machen und damit z.B. die Milchstraße aufnehmen. Den Versatz durch die Erddrehung zwischen den Bildern kompensiert der Deepskystacker.
Wer mit mehr Brennweite einzelne Objekte wie den Andromedanebel heranholen will, kann sich für kleines Geld eine "Barndoor Mount" basteln, die er mit der Hand antreibt (mit einem Metronom oder der Sekundenanzeige einer Uhr als Taktgeber). Hier gibt's zum Beispiel eine Bauanleitung. Man muss nicht unbedingt ein Sucherfernrohr als Polsucher haben, ein Röhrchen mit zwei Fadenkreuzen and den Enden, Kimme und Korn oder ähnliches tun's auch, solange sie parallel zur Kippachse justierbar sind (beim Kippen muss ein weit entferntes Ziel immer im Zielkreuz bleiben).
Belichtungszeit 2-3 Minuten bei 1600 ISO und dann 10, 20 Bilder mit Deepsky-Stacker addieren.
@Alderamin
Danke für die tollen Tipps!
@Alderamin: Vielleicht liegt das an der granadinischen Sonne... ;). Scherz beiseite, das Questar ist echt ein sehr cooles Miniteleskop mit anscheinend der besten Optik, die man in der Grössenklasse so bekommen kann. Macht sich übrigens auch sehr schick in der Wohnung wenn man grade nicht beobachtet. :) Die Winzigkeit des Hauptspiegel(chens) macht sich leider bei lichtschwachen Objekten dann doch bemerkbar: Wir sind beim dem letzten Meteorschauer mal raus aus Granada und haben hinterher Andromeda (M31) angeschaut, mein Fernglas war da leider nicht viel schlechter.
Ist übrigens lustig wie mein Freund da dran kam. Sein Opa war mal kurzfristig an Astronomie interessiert und wollt sich eigentlich ein Fernglas kaufen. Aber jemand arbeitete bei einer spanischen Firma, die das Questar nachbauen wollte und die hatten deshalb eins als Muster gekauft. Leider haben sie's nicht hinbekommen, also wurde das Muster wieder verkauft, für ziemlich unter Wert, das war in den 70er Jahren. Mein Freund ist (verständlicherweise) ganz stolz drauf dass es jetzt ihm gehört.
Mal sehen was uns noch so einfällt damit zu fotografieren, ausser das Wohnzimmer vom Nachbarn ;)
@Christina
Nette Geschichte um das Questar, das ja hierzulande eher eine Rarität ist.
Oh ja, der grandinische Himmel... hab' damals mal nette Hale-Bopp-Bilder am Stausee (halbe Strecke auf dem Weg nach Almunecar) gemacht.
Bitterböse enttäuscht hat mich hingegen der Himmel an der Costa Blanca weiter nordöstlich. Bei der ringförmigen Sofi 2005 hatte ganz Spanien einen wolkenlosen Himmel. Nur in Xabia an der Küste kämpfte sie gegen die Wolken an und vermieste mir die Sicht. Natürlich nur, bis die ringförmige Phase vorbei war.
Ist schon schön in Spanien.
@Alderamin: Spanien ist nur schön wenn man nicht hier arbeitet, bzw. von den Löhnen hier leben muss, da bleibt am Ende des Geldes immer noch soviel Monat übrig. Mal ganz abgesehen von den antiquierten Arbeits- und Hierarchievorstellungen. Ich will hier so schnell wie möglich wieder weg, mich hält nur ein persönlicher Grund hier, sonst aber auch gar nichts. Aber das ist jetzt sehr off-topic. Die Arbeitsbedingungen von Wissenschaftlern in Spanien wär einen eigener Artikel wert.
Den Stausee kenn ich übrigens auch, das ist der über den die Autobahnbrücke etwas schief verläuft, weil sich die Bauingenieure mit den Pfeilern verrechnet haben, wenn man aufpasst sieht man auch noch einen einsamen Pfeiler herumstehen der nichts trägt (Spanier, pfff!). Aber zu Zeiten von Hale-Bopp gabs die Autobahn wohl noch gar nicht.
An die ringförmige 2005 kann ich mich gar nicht erinnern, aber wohl weil ich ringförmige Sofis jetzt nicht sooo spannend finde. Zur 1999er sind ein paar "Verrückte" (wie ich) von unserer Volkssternwarte nach Ungarn mitm Zug, nachdem die Aussichten für um München herum nicht so toll waren, und hatten Glück mit dem Wetter. Zur 2006er hatte jemand klugerweise einen Workshop in Antalya organisiert, da bekamen wir dann den Dach des Hotels ganz für uns paar Wissenschaftler alleine :) - mit Blick von den Bergen bis übers Meer. Ach, das warn noch Zeiten... *seufz*
Na ja, zur Forschung kann ich nichts sagen. In der Industrie verdienen sie anscheinend nicht überall schlecht, die Kollegen bei Ericsson schienen ganz zufrieden zu sein. Und die Fluglotsen, habe ich mal gehört, bekommen 200 k€ pro Jahr. Natürlich hat Spanien auch eine hohe Jugendarbeitslosigkeit, das hat man ja dieses Jahr mitbekommen.
Nee, da gab's nur eine Landstraße von der Küste nach Granada direkt am See vorbei.
So verrückt war ich auch, statt 200 km in's Saarland bin ich mit Frau und Eltern an den Balaton gefahren, und wir hatten perfektes Wetter - nach einem kräftigen Regenguss am Morgen. Aber wenn das verrückt ist, frag' lieber nicht, wo ich 1998 und 2009 war...
Da war ich in Side und hab' die Finsternis von der Hotelterasse vor dem Zimmer geschaut. Drei Tage lang waren zwei Busse von Sky & Telescope im Hotel, da war richtig was los.
Ach ja, und dann war da noch eine ringförmige in Island, 2003 oder so. Ich fahr' nicht zu jeder Finsternis, aber wenn eine stattfindet, wo ich immer mal hinwollte, dann nix wie hin. Schade, Nowosibirsk musste ich leider auslassen. :-(
@Alderamin:
Bei uns musst da eine Zehnerpotenz streichen... :(
Ja, die lieben Fluglotsen. Weils denen ja sooo schlecht geht mussten sie auch letzten Dezember mitten in einer Feiertagswoche streiken (kein Mitleid!).
Da warn wir ja anscheinend an sehr ähnlichen Orten! :D
Nur daß wir Hals über Kopf mit dem Zug nach Ungarn sind (weil jemand besorgt war wir könnten im Stau stehen und alles verpassen) und dann fast nicht in den Zug an den Plattensee kamen weil irgendjemand ein Jugendmusikfestival veranstaltet hatte und die Züge voll warn wie in Indien. In der Türkei waren wir die einzigen Astronomen im Hotel, so einem schrecklichen all-inclusive Dings, und das Hotel hatte irgendeine "Veranstaltung" geplant für die Sofi. Hüpfen und singen während der Sofi hatten wir allerdings nicht vor, irgendjemand hat dann wohl den Hotelmanager überzeugt uns alleine (!) das Dach zur Verfügung zu stellen.
Hinterher waren wir alle so begeistert daß wir unbedingt eine Konferenz in Grönland organisieren wollten für die Sofi 2008, hat dann aber niemand gemacht. Schade auch.
Diesen Januar warn wir Skifahren in Südtirol während der partiellen, die Sonne sollte ja partiell verfinstert aufgehen. Das Wetter war die ganze Woche eiskalt aber traumhaft, wir sind extra vorm Morgengrauen aufgestanden und auf die andere Seite des Eisacktals gefahren, hatten einen super Spot um Bilder von der aufgehenden Sonnensichel mit den Dolomiten im Hintergrund zu machen. Und genau an dem Tag war eine Wolkenschicht im Osten. mpf!
Lass mich raten... 1998: Galapagos ??! (*neid* ;) ), 2009: Nepal?? (auch neid)
2010 wolltest du nicht auf die Osterinsel? Kollegen von uns haben tolle Bilder gemacht!
Ich sehe gerade, 2015 muß ich nach Spitzbergen!!
@Christina
Na ja, die Zentrallinie ist lang, aber schmal... da trifft man regelmäßig dieselben Leute. Auf Island hat Mr. Eclipse Fred Espenak unseren Reisebus mit Finsternisbrillen versorgt. Das war eine gewöhnliche Busrundreise, aber zur richtigen Zeit ausgewählt. Ich konnte die Reiseleiterin überzeugen, die Interessierten (immerhin 50% der Reisenden) morgens um 2 Uhr Ortszeit zu einem geeigneten Punkt rauszufahren, wo dann auch eine Menge anderer Busse warteten.
Nee, bevor Du vor Neid eingehst: 1998 Curacao in der Karibik (wir wurden upgegradet, weil unser Hotel voll war, und landeten in einem der besten Läden auf der Insel, wo ich meine, Brian May von Queen gesehen zu haben; bin mir nicht 100% sicher, aber es gibt ja nicht so viele ältere Herren mit langen Haaren und jungen Frauen, die sich zu einer Sonnenfinsternis in der Nähe der Zentrallinie aufhalten; Brian hat ja einen Doktor in Astronomie).
2009 in Shanghai. Sky & Telescope war da und die hatten vor dem Wolkenbruch eine Lücke. Stefan Krause war mit Eclipse Reisen da und die hatten eine Wolkenlücke im Wolkenbruch. Und ich war mit einem Chinesen unterwegs im Auto, wir hatten zwar einen trockenen Platz auf einer Raststätte gefunden, aber keine Wolkenlücke :-(
Osterinsel, Galapagos... is sicher toll, aber nee, ist mir zu teuer.
Mit fast garantierter Wolkenbedeckung und bei arktischen Temperaturen im März...? Eher Faröer-Inseln. Fred Espenak gibt immer ein Eclipse-Bulletin raus, da gibt's vorher Tipps für die besten Beobachtungsorte.
Ach ja, und mit ein bisschen Geduld gibt's 2026 und 2027 ein Finsternisdoppel in - Trommelwirbel - Spanien! Ist noch ein bisschen hin, aber auf die 99er hatte ich mich auch 22 Jahre lang gefreut.
Brian May hat auch irgendwann mal auf La Palma beobachtet, bilde ich mir ein. Der Mensch hat's richtig gemacht, erst berühmt werden und richtig Geld verdienen und dann Wissenschaft (laut Wikipedia ist/war? er Kanzler der Univ. Liverpool..?)
Jetzt versinkst du bestimmt im Neid wenn ich erzähle daß mein Trip auf die Osterinsel genau 13 Euro gekostet hat (allerdings nicht zur Sofi, sondern schon 2007). Der Flug nach Santiago wurde vom Institut gezahlt, da ich ja beobachten war. Den Flug auf die Osterinsel hab ich von LAN Meilen gekauft (zu Zeiten als ich noch soviel geflogen bin daß ich anständig Meilen ansammeln konnte). 13 Euro waren dann die Flughafensteuern. :)
Galapagos ist derzeit aber auch völlig außer Reichweite, da kann man ja nur mit geführten Schiffsreisen hin und das ist dann so richtig teuer.
Auf den Färöern warn ich aber schon :). Ist auch recht einfach wenn man in Kopenhagen wohnt. Hab ich mir nach Abgabe der Doktorarbeit gegönnt, im Juli. Trotzdem wars meistens saukalt und das Wetter ist auch nicht das beste, aber hübsche Insel und sehr merkwürdig so komplett ohne Bäume (wirkt dabei aber noch seltsamer als Island)... Im März mußt du aufpassen daß überhaupt ein Flieger ankommt, selbst im Sommer kann man damit rechnen daß aufgrund von starkem Wind einen Tag pro Woche gar nichts geht. Auf Spitzbergen war ich aber noch nie und außerhalb der Saison sind die Flugpreise auch ok. Mit Norwegian nach CPH und dann mit SAS über Oslo + Tromsö nach Longyearbyen. Ach je... Geld wenn ich hätte. :(
Wenn ich da noch in Spanien bin hab ich mich schon erhängt...
um... das ging bei mir nicht, da hätt sich meine Mutter schon vorher drauf freuen müssen ;))
Och, ich gönn's Dir. Bin beruflich auch schon rumgekommen von Phoenix bis Shanghai. Einmal durfte ich an einer Konferenz mit NASA-Beteiligung teilnehmen, darin enthalten war eine besondere Tour durchs Kennedy Space Center. Wir waren sogar in der großen Halle, Vehicle Assembly Building (VAB), wo die Shuttles und Raketen zusammengesetzt werden. Am Schluss gab's noch einen echten Hurrican, aber zum Glück einen kleinen (das war so ungefähr wie unsere heftigen Gewitterstürme, aber 36 h lang in einem fort). Das war mal eine spannende Dienstreise.
Musst ja nicht die ganze Zeit da warten. Und für einen kleinen Urlaub (ist beidesmale im August) wirst Du die Motivation schon zusammenkratzen können. Du schaffst das!
Ich mache die 22 Jahre an einem Buch fest, das ich 1977 geschenkt bekommen habe, "Himmelskunde für jedermann", aus dem ich zum erstenmal ernsthaft Astronomie gelernt habe, mit Spektralklassen, HRD und allem pipapo. Da war die 99er-SoFi angekündigt.
Die Zeit geht verdammt schnell rum, umso schneller, je älter man wird. Manchmal wünsche ich mir, ach wär's doch schon 2035, dann landen vielleicht Menschen auf dem Mars und ich kann zuschauen. Bis mir dann einfällt, au weia, da wäre ich dann schon 71... Nee, darf dann doch ruhig noch ein wenig dauern...
Im August, Hilfe! Im August befinden sich nur Touristen in Spanien, die meinen es könne nie zu warm sein, oder die paar armen Schw... die selbige unterhalten müssen. Mal sehen, vielleicht gibts in der Totalitätszone irgendeine Gegend wo man die ohne Klimaanlage anschauen kann (falls Klimaanlagen 2026 überhaupt noch erlaubt sind...). Wenigsten fällt ja während der Totalität die Temperatur merklich.
1977... *räusper*... da konnte ich noch weder lesen noch sonst recht irgendwas, da bestand ich noch aus zwei Hälften...
Tja, ob ich Menschen noch auf dem Mars landen sehe frage ich mich auch schon...
Bevor sich der Rest hier anfängt sich zu langweilen mit unserer Privatkonversation wollen wir mal zum eigentlichen Thema des Beitrags zurückkommen, nämlich astronomische Fotos. Und deswegen poste ich hier jetzt noch ein paar, wo wir so viel über Reisen und Sonnenfinsternisse geredet haben (ich hoffe mit den "vielen" links bleibt das nicht wieder im Spamfilter hängen, Florian: 4 ungleich "viele"! ;) ):
1. Sofi 2006, Antalya: Diamantringeffekt beim Austritt. Aufgenommen mit einer simplen Olympus SP 510-UZ und Sonnenfilterfolie:
http://dl.dropbox.com/u/6065213/Astropictures/Sofi2006_diamond.jpg
2. Sofi 1999, Balaton: Totalität mit Protuberanzen. Aufgenommen mit einer alten Spiegelreflex, deren Marke ich vergessen habe und derselben Sonnenfilterfolie. Leider eingescannt, deswegen schlechtere Qualität:
http://dl.dropbox.com/u/6065213/Astropictures/Sofi1999_protub.jpg
3. Panorama des La Silla Observatoriums, August 2008 nach Schneefall in den Anden, mehrere Aufnahmen mit derselben Olympus wie in 1 und zusammengesetzt in Photoshop. Man sieht schön Orion über den Anden, auf dem Kopf, wir sind ja auf der Südhalbkugel. Hat zusammen mit 1, einem Bild von Eta Carinae und einigen anderen selbstgemachten Sachen als Photoshop-Collage den Umschlag meiner Doktorarbeit geziert (*stolz* :) ):
http://dl.dropbox.com/u/6065213/Astropictures/LaSilla.JPG
4. So sieht ein Nachthimmel mit mehreren Aufnahmen ohne Deepskystacker aus. Natürlich nicht irgendein Nachthimmel, das hier ist sozusagen die Synthese von Astronomie und Geologie, der Fleck im Wasser stammt nämlich vom neuen Unterwasservulkan vor El Hierro, aufgenommen diesen November mit der schon früher erwähnten Canon 550D:
http://dl.dropbox.com/u/6065213/Astropictures/ElHierro_night_stain.jpg
Viel Spaß beim Anschauen und gute Nacht!
Ich war während der Mondfinsternis in Ostfriesland und hab mich von diesem grauenvollen am/pm verwirren lassen und war zu faul richtig zu recherchieren (oder deinen Artikel darüber zu lesen, anstatt ihn nur fürs spätere lesen zu markieren, habe momentan etwas Stau im Feedreader). Daher hab ich mir schön um 3 Uhr Nachts den Wecker gestellt um in der Kälte zu warten und mich zu wundern. Dafür hatte ich schön freie Sicht auf den unverdeckten Vollmond, hat auch etwas: http://lemontreepresse.de/die-blosen-amerikaner-und-der-vollmond/
Das Bild ist mit einer EOS 1000D und einem 18-135mm Zoom Objektiv aufgenommen, also keine allzu extrem teure Hardware.
@Christina
Schönschönschönschön. Obwohl ich sicher bin, dass die Finsternisbilder ohne Sonnenfilterfolie gemacht wurden ;-)
Mangels Spiegelreflex sind meine Sofi-06-Bilder mit der Kompaktkamera nur mittelmäßig geworden, aber der Nachbar nebenan hat mir netterweise später seine Bilder zugeschickt, die ich dann zu einem Komposit der Korona zusammengesetzt habe.
Geniale Bilder, ihr zwei, nein, drei. Der Vollmond hat auch etwas, aber besonders gut hat mir La Silla gefallen, irre.
Ach herrje, natürlich!! ich doof...
Das mit der Olympus stimmt auch nicht ganz hab ich hinterher gemerkt, die Sofi 2006 war noch mit der ersten, die hat ein Jahr später einfach den Geist aufgegeben, dann hab ich mir das Nachfolgermodell zugelegt.
Das Koronakomposit ist übrigens sehr cool, sowas kann ich natürlich mit einer Popelkamera nicht bieten. Hm... wo ist nochmal die nächste Sofi...?? Jetzt haben wir ja die Canon und das Questar im Haus...!
Solln wir auch noch eine Geldsammelaktion für simonnickel starten, der will ein Teleskop? Im Vergleich zur Antarktisreise sind das ja peanuts.
Ja, La Silla 2008... mein letztes Mal dort. Wo ich den bestellten, aber leider angeschaltet gelieferten Roll-Heizkörper (Frauen frieren ja bekanntlich *immer*) auf den Parkplatz gestellt hab um ihn später abzuholen, und der Support-Astronom mit dem Auto dagegengefahren ist und sich dann dachte wtf? macht ein heißer Heizkörper mitten in der Nacht auf einem Parkplatz??!? Und dann hab ich damit die Hauptsicherung des dänischen Teleskops gebraten und sämtliche Computer zum Absturz gebracht daß die Techniker kommen mußten. Ich hab noch nie in meinem Leben so viel am Stück gelacht. :D Am Ende des Beobachtungsruns gabs DeCecco Spaghetti (mein italienischer Co-Beobachter meinte, Spaghetti zum Beobachten mitzunehmen sei nie verkehrt, könnt ja sonst sein daß man verhungert aufm Berg...!) und Eis aus Stickstoffkühlung am Schweizer Teleskop. Das waren Zeiten... *seufz*.....
Zwischendurch beobachten wir Astronomen übrigens auch gelegentlich, nicht daß hier jemand denkt Steuergelder werden für Kochen, Heizen und hübsche Fotos machen verschwendet!
@Christina: Ich weiß nicht, ob euch dazu gratulieren soll, aber: Ihr habt es mit eurer Arbeit jetzt auch zum Kopp-Verlag geschafft: http://info.kopp-verlag.de/neue-weltbilder/neue-wissenschaften/andreas-von-r-tyi/das-geheimnis-des-weihnachtssterns.html
(falls dir der nichts sagt: http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Kopp_Verlag)
@Christina Danke für den Vorschlag, aber ich denke das ist dann etwas zu viel des Guten, da kann man sein Geld auch für sinnvollere Projekte spenden, z. B. kann man das in Flattr stecken und Querbeet sinnvolle Blogs flattrn.
@Florian:
Ach du Schande...! Das gibt eine Negativzitierung, wie Alex sagen würde (bezieht sich üblicherweise auf eine Zitierung durch DDDR = Dado, Dar, De Rujula, die Cannonball-crackpot Leute). ;)
Ein GRB als Stern von Bethlehem wär auch sehr unwahrscheinlich, die übersehen wohl daß wir das Dings mit anständigen Teleskopen gerade so gesehen haben, nicht mit bloßem Auge tage/wochenlang. Nun ja. Aber wenn selbst der Mensch, der die Nature News&Views geschrieben hat als letzten Satz was von wegen "fascination of a comet death on Christmas Day" faselt, was soll man dann von sowas wie dem Kopp Verlag erwarten...