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Florian Freistetter promovierte am Institut für Astronomie der Universität Wien und hat danach an der Sternwarte der Universität Jena und dem Astronomischen Rechen-Institut in Heidelberg als Astronom gearbeitet. Zur Zeit lebt er in Jena, bloggt über Wissenschaft und schreibt manchmal Bücher:

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12.12.11 · 17:07 Uhr

Antarktis ohne Eis

Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt  ·  Kommentare: 46

Übermorgen, am 14. Dezember 2011, ist es genau 100 Jahre her, dass Roald Amundsen als erster Mensch den Südpol erreicht hat. Wenn wir uns die Antarktis vorstellen, dann denken wir meistens an gewaltige Eisflächen bis zum Horizont. Und das stimmt ja auch, die Antarktis ist eine einzige Eiswüste. Auch die globale Erwärmung wird es so schnell nicht schaffen, das ganze Eis der Antarktis verschwinden zu lassen. Das BEDMAP2-Projekt des British Antarctic Survey hat aber kürzlich die bisher detailliertesten Karten des antaktischen Kontinents veröffentlicht, so wie er ohne Eis und Schnee aussehen würde.

Die Daten für diese Karte stammen aus verschiedensten Quellen. Messungen wurden von Satelliten gemacht, aber auch von Flugzeugen oder Schiffen aus. Manche Daten wurden von den Wissenschaftlern sogar persönlich und direkt vor Ort gesammelt. Die entstandenen Bilder des "versteckten" Kontinents sind nicht nur an sich äußerst faszinierend. Sie sind auch wichtig, wenn man verstehen will, wie die Antarktis auf die globale Erwärmung reagieren wird. Mit den genauen Karten kann man nun die Gletscherflüsse besser vorhersagen und herausfinden, wie der Eiszyklus abläuft. Denn die Erwärmung lässt das Eis an den Rändern des Kontinents nicht nur schmelzen, sondern sorgt auch für verstärkten Niederschlag im Landesinneren. Die ganze Eisschicht ist ständig im Fluss und dank der detaillierten Karten lässt sich der nun besser verstehen.

Die erste Version von BEDMAP hatte 1,9 Millionen Messpunkte verarbeitet, bei der neuen Karte sind es nun ganze 25 Millionen auf einem Netz mit einer Auflösung von 5 Kilometern. Um unter das Eis sehen zu können, hat man übrigens Mikrowellen eingesetzt. Die dringen durch die Eisschicht und werden erst an den Felsen darunter reflektiert. Mit diesen Daten sieht man nun statt der Eiswüste eine völlig neue Welt voller Täler, Ebenen, Erhebungen und ganzer Gebirge:


Mehr zur Antarktiskarte kann man in diesem BBC-Artikel nachlesen. Schade, dass es so teuer ist, die Antarktis als Tourist zu besuchen. Diesen Kontinent würde ich zu gerne mal mit eigenen Augen sehen...

(via derstandard.at Klicktipp)

 

Autor: Florian Freistetter· 46 Kommentare· Permalink· Trackback-URL

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Kommentare (46)

Kommentar-Direktlink Christina· 12.12.11 · 17:09 Uhr

@Florian:
Musst dich halt bei einer Forschungsstation bewerben, dann bekommst sogar gutes Geld während du in der Antarktis bist. ;) Ich bin auch leider immer in den falschen Instituten oder an den falschen Projekten beteiligt, um da mal hinzukommen. Da müsste man Neutrinos machen oder Infrarotastronomie...

Author Profile Page Florian Freistetter· 12.12.11 · 17:21 Uhr

@Christina: "Musst dich halt bei einer Forschungsstation bewerben, dann bekommst sogar gutes Geld während du in der Antarktis bist. ;)"

Ich kenn sogar Leute, die dort Astronomie-Projekte machen. Aber ich hab keinen Bock, dort monatelang zu überwintern. Ich will die Touristen-Luxus-Tour ;) Anreise mit Kreuzfahrtschiff; mit dem Flugzeug zum Pol, usw :P

Kommentar-Direktlink Christina· 12.12.11 · 18:23 Uhr

Mit dem Flugzeug zum Pol, das bekommt man aber nur als hoher politischer Vertreter eines Landes/Organisation o.ä. Touristen bestimmt nicht, da würden sich die Wissenschaftler freuen, wenn sie auch noch Touristen am Südpol rumführen müssten... ;)
Es gibt aber auch Projekte wo man nur im Sommer ein paar Monate arbeitet, man muss gar nicht unbedingt überwintern. Fürs Überwintern gibts natürlich mehr Geld (abgesehen davon daß man währenddessen das verdiente Geld gar nicht ausgeben kann ;) )

Kommentar-Direktlink Frank· 12.12.11 · 18:32 Uhr

Zum Glück ist es(noch) sehr schwierig und kostspielig in die Antarktis zu reisen.Das hällt dem Kontinent wenigstens den Massentourismus vom Hals

Kommentar-Direktlink nik· 12.12.11 · 19:49 Uhr

Probiers doch zuerst mal als Wetterwart auf einem Alpengipfel.
Da blaest auch der kalte Wind und kost nix.

Kommentar-Direktlink BreitSide· 12.12.11 · 20:27 Uhr

Frank·
12.12.11 · 18:32 Uhr

Zum Glück ist es(noch) sehr schwierig und kostspielig in die Antarktis zu reisen.Das hällt dem Kontinent wenigstens den Massentourismus vom Hals


Nicht zu reden von den CO2-Äquivalenten, die für so eine Reise rausgeblasen werden. Allein für den Flug. Und dann noch die Heizung für die Unterkunft, die Duschen und so...

Kommentar-Direktlink Tauron· 12.12.11 · 23:45 Uhr

Hi!

Jeder der H.P. Lovecrafts Werke kennt, z.b. Berge des Wahnsinns, wird wissen das unter dem Eis der Antarktis eine außerirdische Stadt liegt. Ich denke das Lovecraft zum Teil hellseherrische Fähigkeiten hatte und seine Geschichten entspringen ja größtenteils auch aus seltsamen und mysteriösen Träumen.

Wirklich wahr...


Das heißt aber nicht das die außerirdische Stadt unter dem antarktischen Eisschild von grauenhaften gottgleichen Wesen, den sogenannten großen Alten, bewohnt wurde denn das waren wilde Fantasien die sich in die Träume mischten.

Was haltet ihr davon?

Kommentar-Direktlink BreitSide· 12.12.11 · 23:49 Uhr

HPLovecraft? Kuuuuuuuult!

Kommentar-Direktlink Lohengrin· 13.12.11 · 03:36 Uhr

Wie heiß wird es denn?

Gemäß IPCC haben wir wegen CO2 zur Zeit 1.739 Watt/m^2 zuviel Energieaufnahme. Um das wieder loszuwerden, müsste die Erde so warm werden, dass statt der derzeitigen 235 Watt/m^2 236.739 Watt abgestrahlt werden. Da das mit Temperatur hoch vier geht, ergibt das 0.5 Grad Celsius mehr als heute.

Wie lange muss man eigentlich die Erde mit 1.739 Watt/m^2 heizen, damit sie 0.5 Grad Celsius wärmer wird?
Die Wärmekapazität der Luft und des Landes ist gegeüber der Wärmekapazität des Wassers zu vernachlässigen.
Es gibt 1.4 Milliarden Kubikkilometer Wasser, die Wärmekapazität von Wasser ist
4,18 kJ/(kg*K) und die Erde hat 509 Millionen Quadratkilometer Oberfläche.
Das ergibt 105 Jahre.

Bedenkt man noch, dass bei derzeitigen Verbrauch der fossilen Energieträger, diese in 100 verbraucht sind, wird das nichts mit der Polschmelze.
(Der Blob ist also auch in Zukunft im ewigen Eis sicher gelagert.)

Kommentar-Direktlink TheBug· 13.12.11 · 08:26 Uhr

@Lohengrin: Schön gerechnet, aber leider völlig falsch. Die Erwärmung verläuft nicht homogen.

Kommentar-Direktlink Lohengrin· 13.12.11 · 08:35 Uhr

@TheBug
Stimmt. Es dauert ein paar Jahrzehnte, bis der Ozean die Wärme aufgenommen hat. Aber wenn es nur 1.0 Grad wärmer ist als bisher, wird schon 3.3 Watt pro Quadratmeter abgestrahlt.
Was zur Hölle muss geschehen, um auf die Szenarien des IPCC zu erklären?

Kommentar-Direktlink Uli· 13.12.11 · 10:11 Uhr

Zitat aus dem Aufmacher: "26 Millionen Kubikmeter Eis, das entspricht etwa 70 Prozent... "

Das macht bei einer Fläche der Antarktis von 21,2 Millionen km² also etwas mehr als einen Kubikmeter Eis pro Quadratkilometer. Da lohnt ja nicht mal Schneefegen! >;-)

Sollten wohl KubikKILOmeter werden...

Kommentar-Direktlink Sarah84· 13.12.11 · 11:36 Uhr

Hi!

Jeder der H.P. Lovecrafts Werke kennt, z.b. Berge des Wahnsinns, wird wissen das unter dem Eis der Antarktis eine außerirdische Stadt liegt. Ich denke das Lovecraft zum Teil hellseherrische Fähigkeiten hatte und seine Geschichten entspringen ja größtenteils auch aus seltsamen und mysteriösen Träumen.

Wirklich wahr...


Das heißt aber nicht das die außerirdische Stadt unter dem antarktischen Eisschild von grauenhaften gottgleichen Wesen, den sogenannten großen Alten, bewohnt wurde denn das waren wilde Fantasien die sich in die Träume mischten.

Was haltet ihr davon?

Author Profile Page Florian Freistetter· 13.12.11 · 11:40 Uhr

@Sarah84: !"Was haltet ihr davon? "

Lovecraft war Horror/Fantasy-Schrifsteller, kein Prophet. Und in der Antarktis wohnen keinen Tintenfische aus der Hölle.

Kommentar-Direktlink Sarah84· 13.12.11 · 11:50 Uhr

Ich schrieb doch nur von einer außerirdischen Stadt und Lovecraft beschreibt keine Tintenfische aus der Hölle sonder so etwas wie Außerirdische, auch wenn die mehr Göttern ähneln.

Also ich meinte halt einfach nur eine alte, verlassene außerirdische Stadt unter dem ewigen (Erdbeer) Eis. Übrigens habe ich gehört das Außerirdische auf Erdbeereis und Babybrei stehen. ^^

Kommentar-Direktlink Uli· 13.12.11 · 11:56 Uhr

@Florian:
Könntest Du noch die Kubikmeter in Kubikkilometer ändern? Ist schließlich das Topthema auf ScienceBlogs, da fällt sowas ab und zu auf...

Kommentar-Direktlink BK· 13.12.11 · 12:01 Uhr

@ Lohengrin
Schöne Rechnung, aber völlig sinnlos. Du missachtest z. Bsp. sämtliche Rückkopplungseffekte. Schon deshalb ist diese Rechnung ungeeignet, um die tatsächliche Erwärmung zu berechnen.

Kommentar-Direktlink BK· 13.12.11 · 12:05 Uhr

@ Florian:
Man sollte vielleicht beachten, dass hier nicht wirklich gezeigt wird, wie die Antarktis ohne Eis aussähe, sondern nur, wie sie jetzt unter dem Eis aussieht. Ohne das Eis würde sich die Landmasse heben und bekäme u. Umständen andere Umrisse, indem sich Teile, die jetzt unter Meeresniveau liegen, über den Meeresspiegel erheben würden.

Author Profile Page Florian Freistetter· 13.12.11 · 12:12 Uhr

@Uli: "Könntest Du noch die Kubikmeter in Kubikkilometer ändern? Ist schließlich das Topthema auf ScienceBlogs, da fällt sowas ab und zu auf..."

Ich kann nur Texte meines eigenen Blogs ändern. Das Topthema schreibt Jürgen Schönstein, der SB-Redakteur.

Author Profile Page Florian Freistetter· 13.12.11 · 12:15 Uhr

@Sarah: "Also ich meinte halt einfach nur eine alte, verlassene außerirdische Stadt unter dem ewigen (Erdbeer) Eis"

Also ich wüsste nicht, warum unter der Antarktis (oder sonstwo auf der Erde) eine alte Alienstadt sein sollte. Nur weils in nem Fantasybuch steht?

Kommentar-Direktlink Dietmar· 13.12.11 · 12:15 Uhr

Lovecraft war Horror/Fantasy-Schrifsteller, kein Prophet. Und in der Antarktis wohnen keinen Tintenfische aus der Hölle.

Allein schon deshalb, weil (Überraschung!) es keine Propheten gibt.

Kommentar-Direktlink Dietmar· 13.12.11 · 12:17 Uhr

Oh, Zitatkennzeichnung funktionierte nicht ...

Heiliger Guttenberg!

Kommentar-Direktlink Boron· 13.12.11 · 12:22 Uhr

@BK
Würde die Antarktis abschmelzen, käme zur Uplift des Kontinents aber auch der Meeresspielgelanstieg hinzu. Von daher änderten sich die Küstenlinien (nicht "Umrisse" - wenn schon klugschei**en, dann aber richtig ;) womöglich garnicht in so hohem Maße.

Kommentar-Direktlink BK· 13.12.11 · 12:54 Uhr

Küstenlinien, natürlich^^ mea culpa.
Das ist richtig, allerdings ändert das nichts an meinem Einwand ;)

Kommentar-Direktlink BreitSide· 13.12.11 · 15:58 Uhr

@Lohengrin: hatte irgend jemand behauptet, der Südpol würde in näxter Zeit komplett abschmelzen?

Nein, im Gegentum.

Ist aber nett, dass Du versuchst, zu rechnen.

Der Nordpol ist allerdings nicht mehr sicher.

Kommentar-Direktlink Olli F.· 13.12.11 · 17:13 Uhr

"Erstaunlicher" Methanaustritt in arktischer See. Vielleicht sind wir das Eis bald doch schneller los :-/

> http://www.independent.co.uk/environment/climate-change/shock-as-retreat-of-arctic-sea-ice-releases-deadly-greenhouse-gas-6276134.html

Kommentar-Direktlink Christina· 14.12.11 · 16:47 Uhr

@Florian:
Ich muss mich übrigens korrigieren, es gibt tatsächlich Touristenflüge zum Südpol!! Sowohl von Chile als auch von Australien, mit kleinen Maschinen und Zwischenlandung irgendwo am Rand der Antarktis. Kostet dann für einen 7-Tage Trip von Punta Arenas auch "nur" 42000$, Kosten für den Linienflug nach Punta Arenas natürlich nicht inclusive. Skytraders fliegt tatsächlich mit einer modifizierten A319 von Hobart auf die Casey Station, Preise auf Anfrage. Hier kannst dir zumindest mal Bilder anschauen. Und zum noch mehr Sehnsucht bekommen empfehle ich den Lonely Planet Antarktis, kannst dir ja auf deinen Wunschzettel schreiben. ;)
Es gibt auch eine Südpol-"Autobahn", hab ich erst gestern gelesen! :D Fahrbahn aus verdichtetem Schnee versteht sich. Und VW Käfer sind auch schon in der Antarktis herumgefahren (meine Mutter hatte einen als ich klein war, besonders wintertauglich war der aber nicht, brrr! ;) ).

Zum Abschmelzen der Antarktis: Genau so wie es "drunter" aussieht würde die Antarktis ja nie auftauen, man nimmt ja nicht von heute auf morgen einfach 3km Eis weg, da kommt noch Erosion etc. dazu. Ich frage mich ja auch ob die Teile, die jetzt 2500m unterm Meeresspiegel liegen, hinterher über dem Wasser liegen würden (wohl eher unwahrscheinlich), oder ob die Westantarktis nicht eher eine Ansammlung von Inseln werden würde. Auf jeden Fall hätte die Antarktis dann tolle Fjorde und so, das transantarktische Gebirge z.B. würde ja dann am (ehemaligen) Ross-Eisschelf wohl fast direkt ins Meer abfallen.

Heute ist ja jetzt genau der 100. Jahrestag der Entdeckung des Südpols! Gratulation an die Norweger! :) Hab mir diesen Sommer die Original-Fram mal wieder angeschaut, die war damals das Versorgungsschiff für Amundsens Expedition. Amundsens Originalreport hab ich mir dann auch gekauft, aber weil mein Freund kein Norwegisch kann mußt ich ihn auf Englisch nehmen (die norwegische Version war noch dazu hübscher, tja, was tut man nicht alles für seine bessere Hälfte... ;) ).

Author Profile Page Florian Freistetter· 14.12.11 · 17:38 Uhr

@Christina: "Kostet dann für einen 7-Tage Trip von Punta Arenas auch "nur" 42000$, Kosten für den Linienflug nach Punta Arenas natürlich nicht inclusive"

Ein Schnäppchen quasi ;) Hmm - wenn hier schon Spenden für einen Apple-Laptop gesammelt werden, dann müsste doch auch Geld für meinen Südpoltrip aufzutreiben sein :P

(Nur ein Scherz! Wehe jemand kommt auf die bescheuerte Idee, wirklich irgendwo ne Spendenseite einzurichten...)

Kommentar-Direktlink Christina· 14.12.11 · 18:47 Uhr

@Florian:
Ach, wenn du das Geld hinterher nicht willst nehm ich das gerne. Würde mir dann aber überlegen ob ich das gleich für eine Südpol Reise ausgebe oder eher doch auf einen ISS Flug spare... ;)
Aber wenn wir uns bis dahin soviele gemeine Kommentare anhören müssen wie die Leute von der Laptop Spendenaktion...

Kommentar-Direktlink Lohengrin· 15.12.11 · 03:25 Uhr

@Christina
@FF
Ich war vor zwei Jahren auf Feuerland. Da gab es Fahrten mit dem Schiff zur Antarktis. Den genauen Preis habe ich vergessen, aber es war unter 1000 Dollar.
Nach Ushuaia kommt man am billigsten, indem man nach Buenos Aires fliegt und von dort einen Bus nimmt.
Es ist ja auch nicht mehr weit von Feuerland zum Südpol. Ich habe im Zelt gelebt. Um Mitternacht hatte ich eine Zentimeterdicke Eiskruste auf dem Zelt und Mittags war es 40 Grad Celsius im Zelt. Sehr beeindruckend!
Dies ist eine Reiseempfehlung.

Kommentar-Direktlink Lohengrin· 15.12.11 · 04:09 Uhr

Kann man feststellen, ob der Nordpol in den letzten Jahrtausenden mal eisfrei war?
An der Eisschicht selbst wird man es nicht feststellen können, weil die von oben zuschneit und von unten abschmilzt. Wie könnte man so etwas feststellen?

Kommentar-Direktlink Rarehero· 15.12.11 · 04:59 Uhr

Kann man feststellen, ob der Nordpol in den letzten Jahrtausenden mal eisfrei war?
Stimmt! Es sind Krabben. Und sie kommen von Beteigeuze.
Kann man feststellen, ob der Nordpol in den letzten Jahrtausenden mal eisfrei war?
Eisfrei? Wenn der Nordpol eisfrei ist, dann ist da nur Wasser. Man wird wohl aus Borhkernen von anderer Stelle, zum Beispiel vom Südpol, und Fossilien bestimmen können, wann welches Klima herrschte und daraus auch schließen, ob die Pole Eispanzer hatten oder nicht.

Kommentar-Direktlink Lohengrin· 15.12.11 · 05:41 Uhr

@Rarehero
Hör mir doch auf mit Krabben von Beteigeuze! Ich will eine Antwort.
Vllt gibt es ja Ablagerungen unter dem Nordpol, die zeigen, dass oder dass nicht immer Eis darüber war. Leider habe ich so etwas noch nicht im Web gefunden. Und deshalb frage ich hier.

Kommentar-Direktlink Theres· 15.12.11 · 13:31 Uhr

@Lohengrin
Der Nordpol war auch nicht immer derselbe ...
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/638432/
Wenn ich mich recht erinnere, war das vor 17 Millionen Jahren, aber man muss nicht so in die Ferne schweifen. - er ist es in gewisser Weise öfter: siehe hier: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/638432/

Kommentar-Direktlink Theres· 15.12.11 · 14:50 Uhr

http://www.scienceblogs.de/primaklima/2008/08/der-nordpol-ist-eisfrei-oder-auch-nicht.php
Das sollte der zweite Link werden. Nun isser ja da.

Kommentar-Direktlink Lohengrin· 15.12.11 · 18:25 Uhr

@Theres
Dass irgendwer leicht widerlegbare Behauptungen macht, die den üblichen Behauptungen widersprechen, ist kein Beweis für die Korrektheit der üblichen Behauptungen.

Es gab mal Zeiten, wo es in Europa viel wärmer war als heute. Das war als Hannibal mit Elefanten über die Alpen kam, als die Römer in England Wein anbauten, und als die Wikinger das grüne Grönland entdeckten.
Ich will Beweise dafür haben, dass zu diesen Zeiten der Nordpol (oder meinetwegen auch ein klimarelevanter Bereich) auch im Sommer vereist war.
Ich habe nichts darüber im Web gefunden. Und ich weiß auch nicht, wie man so etwas beweisen kann. Möglicherweise geht das mit Ablagerungen am Meeresgrund, an denen man erkennen müsste, ob es zu dieser Zeit eisfreie Zeiten gab.

Kommentar-Direktlink Theres· 15.12.11 · 19:19 Uhr

Ich schlage dir vor, Lohengrin, dass du dich besonders an Unis, die Nordpolarexpeditionen machen oder Eisbohrkerne untersuchen umschaust. An der Uni Rochester, zum Beispiel, auf Deutsch hier: http://www.dgp-ev.de/ oder am Alfred Wegener Institut. Eigenständig, meine ich damit. Du kannst das schon selbst. Sie haben die dort die von dir gewünschten Beweise und wenn du hinreist, kannst du sie dir vielleicht sogar anschauen ... oder so.
( http://www.beobachter.ch/natur/forschung-wissen/artikel/forschung_badeurlaub-am-nordpol/ Damit du nicht ohne Link bleiben musst.)

Kommentar-Direktlink BreitSide· 17.12.11 · 23:28 Uhr

Jaja, Hannibal, der Wein und die Grönlandlüge.

Eine kurze Sammlung der üblichen Klimaleugnereien.

Abgesehen davon, dass die Ereignisse ein paar Jahrhunderte auseinander liegen, handelt es sich (nach der überwiegenden Expertenmeinung jedenfalls) um lokale Ereignisse, die keinen besonderen Einfluss auf das Weltklima hatten - und umgekehrt.

Zu den einzelnen Punkten:

Hannibals Elefanten kamen durch Schnee und Lawinen um. Da war nix mit warmem Lokalklima.

Grönland war auch zur Zeit des "Mittelalterlichen Optimums" nicht grüner als heute, nämlich nur ein schmaler Küstenstreifen. Der Name war ein Marketinggag des wegen mehrfachen Mordes von den Wikingern(!) ausgewiesenen Schlägers, der nur auf diese Weise genug Siedler anlocken konnte in diese heute wie damals unwirtliche Wüstenei.

Das mit dem Wein in GB ist so eine Anekdote, die immer wieder hervorgeholt, aber nie belegt wurde. Dass die Römer überall, wo sie hinkamen, Wein anbauen wollten, ist schon klar. Und in Südengland (weiter hoch sind die Römer ja nicht gekommen) herrscht ja durchaus ein äußerst mildes Wetter.

Du erwartest BEWEISE, legst aber nur Kopien von Klimaleugner-VTen vor.

Guck mal einfach bei Georg Hoffmann ("PrimaKlima") nach, da sind all diese Irrungen bestens abgehandelt.

Oder bei Wikipedia. Du wirst staunen.

Kommentar-Direktlink Lohengrin· 19.12.11 · 00:52 Uhr

@BreitSide

Abgesehen davon, dass die Ereignisse ein paar Jahrhunderte auseinander liegen, handelt es sich (nach der überwiegenden Expertenmeinung jedenfalls) um lokale Ereignisse, die keinen besonderen Einfluss auf das Weltklima hatten - und umgekehrt.

Es steht der Verdacht im Raum, dass alle paar hundert Jahre des Klima ein paar Grad wärmer wird. Ein Beweis dafür, dass der Nordpol während dieser Zeit immer unter Eis war, würde diesen Verdacht ausräumen. Und genau deshalb habe ich hier nach so einem solchen Beweis gefragt.
Du erwartest BEWEISE, legst aber nur Kopien von Klimaleugner-VTen vor.

Woher wussten meine Lehrer vor mehreren Jahrzehnten, welche Lügen sie für heute verbreiten müssen?
Du bezeichest, alles, was nicht in dein Weltbild passt, als Kimaleugner-VTen, willst oder kannst deine Behauptungen aber nicht beweisen.
Ich erwarte Beweise, und die von dir andauernd erwähnten Experten, sollten solche Beweise haben. Ich kenne mich mit deinen Experten nicht aus. Deswegen bitte ich dich, mir die Beweise dieser Experten zu nennen.

Das Einbringen von dieser großen Menge Kohlendioxid in die Atmosphäre hat messbare Auswirkungen. Daran zweifle ich doch gar nicht. Ich bezweifle nur, dass die Auswirkungen derart dramatisch sind, wie das IPCC behauptet. Der Beweis dafür, dass der Nordpol in den letzten Jahrtausenden nie eisfrei war aber in den nächsten Jahrzehnten eisfrei wird, wäre für mich genau das, was ich für zukünftige Diskussionen brauche. Solche Behauptungen werde ich allerdings nur verbreiten, wenn ich die Korrektheit nachvollziehen kann. Und deshalb frage ich hier.

Kommentar-Direktlink Theres· 19.12.11 · 01:27 Uhr

@Lohengrin

Woher wussten meine Lehrer vor mehreren Jahrzehnten, welche Lügen sie für heute verbreiten müssen?

Falls das überhaupt stimmt, frag sie doch.
Der Beweis dafür, dass der Nordpol in den letzten Jahrtausenden nie eisfrei war aber in den nächsten Jahrzehnten eisfrei wird ...

Interessant. Wie, stellst du dir vor, soll ein Beweis für _zukünftige_, mögliche Ereignisse aussehen?

Kommentar-Direktlink Lohengrin· 19.12.11 · 02:49 Uhr

@Theres

Interessant. Wie, stellst du dir vor, soll ein Beweis für _zukünftige_, mögliche Ereignisse aussehen?

Da würde es mir reichen, wenn es jetzt dort über Jahre hinweg drei Grad wärmer als sonst ist, und man damit errechnen kann, dass das Eis, wenn es fünfzig Jahre lang so weiter geht, im Sommer geschmolzen sein wird.

Kommentar-Direktlink Theres· 19.12.11 · 10:25 Uhr

@Lohengrin
Dann empfehle ich dir, wenn du unbedingt einen Blog willst, doch die entsprechenden der Spezialisten hier zum Beispiel oder eventuell auch dort. Die von mir vorgeschlagenen Quellen magst du ja nicht so, wie es scheint.
Temperaturtrends könntest du, wenn dein Interesse wirklich so groß ist, wahrlich selbst heraussuchen, ebenso Genaueres zur Eisschmelze und so weiter, nicht zu vergessen einiges zur Mediendarstellung wissenschaftlicher Zusammenhänge ... und mit Leuten diskutieren, die sich damit auskennen.

http://www.schneedecke.de/Temperaturen.html - bloß so. Das wäre doch ein guter Anfang einer eigenen, netten Statistik ? :)))

Kommentar-Direktlink BreitSide· 19.12.11 · 20:38 Uhr

Lohengrin, wie wäre es, wenn Du erst einmal die Basics studierst:

http://de.wikipedia.org/wiki/Globale_Erw%C3%A4rmung

Ich hoffe, das ist Dir nicht zu trivial;-)

Kommentar-Direktlink Lohengrin· 20.12.11 · 01:44 Uhr

@Theres
Deine Quellen bezogen sich auf Ereignisse der letzten Millionen Jahre. Ich interessiere mich aber nur für die letzten Jahrtausende.
Bei den Temperaturdaten ist der interessanteste Punkt, ob die Messstationen post-hoc ausgewählt wurden. Das ist ein großes Problem bei fast allen Wissenschaftlern.
Ob Daten post-hoc ausgewählt wurden, ist sehr schwer nachzuvollziehen, weil diejenigen, die die Daten ausgewählt haben, oft gar kein Problembewusstsein haben, oder aber diejenigen, die die Daten dann weiterverwerten, diese Informationen für unwichtig erachten, oder aus taktischen Gründen ignorieren. Ich habe es genau so in einem anderen Bereich erlebt.

und mit Leuten diskutieren, die sich damit auskennen.

Deswegen habe ich hier gefragt.
Wo soll ich denn sonst Leute treffen, die sich damit auskennen? Bei Primaklima ist völlig klar, wie der Konsens zu sein hat. Zu der Diskussion, die ich haben will, kann es dort gar nicht kommen.
Mir geht es nicht nur um eine menschgemachte Klimakatastrophe, sondern um etwas Grundsätzliches für alle Wissenschaften.

@BreitSide
Mainstream lesen und mit Zähnen und Klauen verteidigen ist unwissenschaftlich.

Kommentar-Direktlink BreitSide· 20.12.11 · 23:15 Uhr

@Lohi, weißt Du, was Du bist? Ein Dummschwätzer.

Du plusterst dich auf, hast keine Ahnung von den Basics und stellst unsinnige Fragen.

Wikipedia? Bäh, mainstream, Lohi ist doch was Elitäreres.
Fachleute? Bäh, mainstream, die sind doch alle befangen.

In Wirklichkeit hast Du Schiss, Dich mit wirklichen Fachleuten zu befassen. Stattdessen trollst Du halt lieber.

Troll doch weiter, soviel Du willst.
PLONK!

Kommentar-Direktlink Roland· 24.12.11 · 16:07 Uhr

Nur als Anmerkung zur Sache mit dem Wein in England: Man darf sich nicht vorstellen, daß da etwas wuchs, was sich heute als Wein vermarkten ließe. Die Römer tranken ihren Wein nicht (oder selten?) pur, sondern liebten es, alles mögliche Zeug reinzumischen, sehr oft Honig. Dafür tut's auch eine saure Traube.

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