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Florian Freistetter promovierte am Institut für Astronomie der Universität Wien und hat danach an der Sternwarte der Universität Jena und dem Astronomischen Rechen-Institut in Heidelberg als Astronom gearbeitet. Zur Zeit lebt er in Jena, bloggt über Wissenschaft und schreibt manchmal Bücher:

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28.11.11 · 09:30 Uhr

Samuel Hahnemann und Till Eulenspiegel

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 39

Ich war in Mölln. Und bei meinem Kurzbesuch in Schleswig-Holstein habe ich ein paar interessante Dinge gefunden.

Zuerst einmal natürlich Till Eulenspiegel. Der Witzbold aus dem Mittelalter ist überall in der "Eulenspiegelstadt" zu finden. Im Zentrum steht die berühmte Statute (und wie üblich existiert auch hier der Aberglaube, es würde Glück bringen, wenn man Fuß und Finger von Till reibt):

EULENSP1.jpg

Bild: Hans Weingartz, CC-BY-SA 2.0

Ob Eulenspiegel eine historische Figur ist, oder doch nur eine literarische, ist immer noch nicht ganz klar. Unbestritten ist dagegen die Existenz der Geschichten über ihn. Die älteste Fassung stammt aus den Jahren 1510/1511 und Eulenspiegel selbst soll im Jahr 1300 geboren worden sein. 1350 soll er in Mölln gestorben sein und es ist darum nicht verwunderlich, wenn man hier überall auf den berühmten Narren trifft.

(Hmm - soll ich die Überleitung nun verwenden oder nicht?)

Nicht gerechnet habe ich aber damit, eine andere bekannte Person hier anzutreffen: Samuel Hahnemann, der Begründer der pseudomedizinischen Lehrer der Homöopathie hat sich ebenfalls in Mölln aufgehalten! Von 1800 bis 1801 lebte er in Mölln und wohnte in der Ratsapotheke:

DSC04614.JPG

Hauptsache berühmt, egal für was, scheint man sich nicht, nur, in Köthen (einer der anderen Wirkstätten von Hahnemann) gedacht zu haben, sondern auch in Mölln und hat eine Straße nach Hahnemann benannt:

DSC04615.JPG

Ok, Homöopathen verarschen die Leute oft genauso wie es Till Eulenspiegel getan hat. Der ist mir aber irgendwie trotzdem viel sympathischer. Es ist ja schade, dass sich Hahnemann und Eulenspiegel 500 Jahre voneinander getrennt waren und sich nie getroffen haben. Ich bin sicher, Eulenspiegel wären ein passende Worte zur Homöopathie und den absurden Hahnemannschen Regeln eingefallen. Mit Apothekern jedenfalls hatte Eulenspiegel seinen Spaß, wie die 91. Historie zeigt, die den schönen Titel trägt: "Die 91. Historie sagt, wie Eulenspiegel in Mölln krank wurde, dem Apotheker in eine Büchse schiß, wie er in den »Heiligen Geist« gebracht wurde und seiner Mutter ein süßes Wort zusprach.":

"Elend und sehr krank wurde Eulenspiegel, als er von Mariental nach Mölln kam. Da zog er zu dem Apotheker in die Herberge, um der Arznei willen. Nun war der Apotheker dort auch ein wenig schalkhaftig und listig und gab Eulenspiegel ein scharfes Abführmittel. Als es auf den Morgen zuging, begann das Abführmittel zu wirken, und Eulenspiegel stand auf und wollte seines Kotes ledig werden. Das Haus war jedoch allenthalben verschlossen, und ihm wurde angst und bange. Er kam in das Apothekenzimmer, schiß in eine Büchse und sprach: »Hier kam die Arznei heraus, hier muß sie wieder hinein. So verliert auch der Apotheker nichts, ich kann ihm ja doch kein Geld geben.«"

 

Autor: Florian Freistetter· 39 Kommentare· Permalink· Trackback-URL

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Kommentare (39)

Kommentar-Direktlink Wilhelm Leonhard Schuster· 28.11.11 · 09:55 Uhr

Sowas nenn ich "Logik" !Bei noch´n Flo hätt ich für solchtenen Kommentar ne glatte 6 bekommen.Der Eulenspiegel jedenfalls kriegt von mir lachend die 1 " gut " geschrieben!

Kommentar-Direktlink knorke· 28.11.11 · 10:16 Uhr

Zur Eulenspiegel-Statue: Glänzt der Daumen so, weil alle an dem rumrubbeln, oder ist das nur das Licht?

Kommentar-Direktlink Philipp· 28.11.11 · 10:39 Uhr

@knorke Fuß und Daumen sind tatsächlich von den vielen Besuchern blank gerubbelt worden...

Kommentar-Direktlink noch'n Flo· 28.11.11 · 10:39 Uhr

So sollte man künftig auch die HPler bezahlen.

@ WLS: Du hast es wohl immer noch nicht kapiert...

Kommentar-Direktlink Adent· 28.11.11 · 11:55 Uhr

@Florian Freistetter
Die spannendste Frage nun, HAST DU ODER HAST DU NICHT?

Gerubbelt meine ich ;-).

Author Profile Page Florian Freistetter· 28.11.11 · 11:57 Uhr

@Adent: Ich wurde von den mich begleitenden Menschen dazu genötigt ;)

Kommentar-Direktlink Adent· 28.11.11 · 12:01 Uhr

Megabreites Grinsen, soso, wie verträgt sich denn ein gestandener Wissenschaftler mit Aberglaube?
PS: Ich hätte auch gerubbelt, schaden kann es ja nichts ;-).

Author Profile Page Florian Freistetter· 28.11.11 · 12:05 Uhr

@Adent: "Megabreites Grinsen, soso, wie verträgt sich denn ein gestandener Wissenschaftler mit Aberglaube? "

Man muss als Wissenschaftler nicht gleich zum Misantrophen werden. Genauso, wie man als Atheist J.S. Bach hören oder eine Kirche schön finden kann, kann man als Wissenschaftler mal ein paar abergläubische Rituale mitmachen...

Kommentar-Direktlink Alderamin· 28.11.11 · 12:09 Uhr

Niels Bohr soll mal darauf angesprochen worden sein, dass er ein Hufeisen als Glücksbringer über seine Tür gehängt hatte, und ob er den Unsinn tatsächlich glaube. Nein, nein, versicherte er, und ergänzte: "Ich habe aber gehört, es helfe auch, wenn man nicht dran glaubt."

Kommentar-Direktlink Jürgen Schönstein· 28.11.11 · 13:17 Uhr

Na, hoffentlich haben die Möllner nicht ein ähnliches Ritual wie wir hier in Cambridge (Massachusetts): Hier werden Touristen tagtäglich aufgefordert, den linken Fuß der Statue von John Harvard zu reiben - und allnächtlich ... lest lieber selbst.

Kommentar-Direktlink Wolf· 28.11.11 · 13:41 Uhr

@Jürgen Schönstein:
Ich gehe davon aus, dass der gute Till daran aber seine helle Freude gehabt hätte ;-)

Kommentar-Direktlink Wilhelm Leonhard Schuster· 28.11.11 · 13:52 Uhr

noch ´ n Flo Sie sollten doch mittlerweile kapiert haben, daß ich nie kapieren werde!
(Frei nach Eulenspiegel)Also bitte etwas mehr Eulenspiegelsche Toleranz!
Interessant ist immerhin, daß sich Hanemann Mölln ausgesucht hat-obwohl er dorten dem Eulenspiegel (selbst im Spiegel )nicht mehr begegnen konnte.
Das mit dem abgelutschten Fuß cetera : In aller Welt ist der Vorgang in ähnlicher Form überall gegeben und hat wie hier beim Eulenspiegel mit dem dargestellten Objekt eigentlich im tiefsten Sinne nur am Rande zu tun. Hunderttausend klappern jährlich am Ring des schönen Brunnens zu Nürnberg der kontinuierlich gestohlen wird also seine Jahrhundert alte Strahlkraft nicht haben kann . Und doch :jeder läßt vielleicht ein bißchen gutes oder auch schlechtes am Ring hängen.
Das erinnert mich an Leute die angeblich Zugang" zur Denke" von Leuten bekommen ,wenn sie ein Ding in die Hand kriegen, das derjenige längere Zeit im Besitz hatte.
Man kennt dieses aus diversen Fernsehshows.Millionen, pilgern um die Kaaba.
Ich behaupte nicht, daß die allesamt total verrückt sein müssen!
Besser als der von Aldemarin angeführte Niels Bohr kann man über diese Dinge nicht urteilen.Irgendwas muß doch an alten Bräuchen wie: eine Blume cetera dem Toten ins Grab nachzuschmeißen usw. SEIN. Oder sind DIE allesamt total verrückt und überall bescheuert, milliardenfach ? und nur
cetera cetera.... ! Haben die Weisheit gepachtet?

Kommentar-Direktlink cydonia· 28.11.11 · 13:58 Uhr

???? WTF?

Kommentar-Direktlink ZetaOri· 28.11.11 · 14:00 Uhr

. . . Ok, Homöopathen verarschen die Leute oft genauso wie es Till Eulenspiegel getan hat. Der ist mir aber irgendwie trotzdem viel sympathischer. Es ist ja schade, dass sich Hahnemann und Eulenspiegel 500 Jahre voneinander getrennt waren und sich nie getroffen haben. . . .
Hmm . . . , vielleicht war Hahnemann ja "Eulenspiegel D500"? Zwar keine Substanz mehr vom ursprünglichen, aber dafür ins quasi Unendliche potenzierte Verarsche! >;->

Kommentar-Direktlink cydonia· 28.11.11 · 14:02 Uhr

Das bezog sich auf WLS....Wie wäre es denn mit einem Hahnemann-Kopf, an dem man als kritisch Denkender das Harvard-Ritual vollzieht? Und den Gläubigen erzählt man dann, man müsse dran lecken, um gesund zu werden.................

Kommentar-Direktlink mr_mad_man· 28.11.11 · 14:14 Uhr

HAST DU ODER HAST DU NICHT
Haha, genau das habe ich mich auch gefragt.

Ich hätts auch gemacht. Ist genauso, wie wenn man eine Münze findet, draufspuckt und Toi-toi-toi sagt; oder eine Münze in einen Glücksbrunnen wirft; oder versucht einen Schornsteinfeger anzufassen; oder vier-blättrige Kleebläter sucht. Sowas machen viele Leute, mach ich auch. Habe bei meinem Hufeisen über der Tür auch darauf geachtet, dass es richtigrum hängt, damit das Glück nicht rausfällt. Finde die Niels Bohr Anekdote dazu übrigens sehr schön.

Kommentar-Direktlink mr_mad_man· 28.11.11 · 14:24 Uhr

@cydonia: Ja und dann stellt sich raus, dass die 'leckenden Gläubigen' auf einmal Abwehrkräfte gegen alles mögliche entwickeln, und weniger häufig als Ungläubige erkranken, und dann???

Kommentar-Direktlink Adent· 28.11.11 · 14:32 Uhr

@mr_mad_man
Folgendes ist allerdings äußerst ungesund:

Einen Schronsteinfeger mit dem Hufeisen zu betäuben, dreimal auf ihn draufzuspucken, um ihn dann in den Wunschbrunnen zu werfen.

Danach ist
a) Der Schornsteinfeger extrem sauer und du solltest das Weite suchen, auch toi toi toi zu rufen oder ihm ein 4blättriges Kleeblatt anzubieten, hilft dann nicht mehr
b) Der Wunschbrunnen ist total versaut
und c) Dein Hufeisen fliegt dir hinterher, Zielrichtugn Kopf

Was eindeutig zeigt, Aberglaube wirkt nur in homöopathischen Dosen.

Kommentar-Direktlink winihuber· 28.11.11 · 15:49 Uhr

Der Clown lehrt, dass Verbohrtheit nie gut ist. Das ist der Verdienst von Figuren wie Eulenspiegel. Ich denke man muss schon ein Schuhfetischist sein um an dem Slipper von Eulenspiegeln zu rubbeln, und wirklich appetitlich sieht der Daumen auch nicht aus. Bei aller Wertschätzung für den Clown.

Kommentar-Direktlink schrauber2· 28.11.11 · 16:47 Uhr

"in Köthen (dem Geburtstort von Hahnemann) "

Köthen ist nicht der Geburtsort vom ollen Hahnemann.

Kommentar-Direktlink cydonia· 28.11.11 · 16:57 Uhr

Na Schrauber, war halt irgendwo im Osten. Ist immer noch näher dran an der Wahrheit als der Schuss ins Blaue, den Heilpraktiker üblicherweise abgeben.

Kommentar-Direktlink Jeeves· 28.11.11 · 19:58 Uhr

"...kann man als Wissenschaftler mal ein paar abergläubische Rituale mitmachen"

Eben. Wohl (fast) alle hier Versammelten feiern schließlich auch jedes Jahr fröhlich Weihnachten mit Tannenbaum und Weihnachtsmann, oder?

Kommentar-Direktlink Jeeves· 28.11.11 · 20:01 Uhr

"...dass er ein Hufeisen als Glücksbringer über seine Tür gehängt hatte, und ob er den Unsinn..."
Natürlich ist das großer Unsinn.
.
.
Allerdings nur, wenn man's falsch rum aufhängt.

Author Profile Page Florian Freistetter· 28.11.11 · 21:59 Uhr

@schrauber2: "Köthen ist nicht der Geburtsort vom ollen Hahnemann. "

Du hast recht, danke! Das hatte ich verwechselt. Habs korrigiert.

Kommentar-Direktlink DerLustigeRobot· 28.11.11 · 22:09 Uhr

@Jeeves: "Allerdings nur, wenn man's falsch rum aufhängt"

Das ist Glaubenssache und offenbar lokal völlig unterschiedlich!
Okay, als Glücksbringer wird ein Hufeisen mit der Öffnung nach oben aufgehängt, um das Glück "einzufangen".

Als Schadensabwender (also auch indirekt Glücksbringer) wird es mit der Öffnung nach unten gehängt, um den Teufel und (andere) Dämonen abzuwehren. Einerseits wegen der Geschichte mit dem gebogenen Eisen, andererseits angeblich als eine Art Vagina-Symbol, um die sich selbstverständlich sehr proletarisch verhaltenden Ungeister abzulenken.

Ergo, was tut man in manchen Gegenden, wenn man beides glaubenswert findet?

Ätsch mann! :P

Kommentar-Direktlink DerLustigeRobot· 28.11.11 · 22:16 Uhr

@schrauber2: Na schön, nicht in Köthen geboren, hat dort halt eben nur mal gearbeitet.

Und was tut man, wenn man als netter Kommentator in der Wikipedia nachgelesen hat, dass es sich anders verhält, und wo er geboren ist? - Dann teilt man eben mal mit, dass das in Meißen war; na, halt auch irgendwo im Osten, wie cydonia schon sagte.

Und ich weiß jetzt, dass er auf seinem Wege nach Mölln nicht nur in Leipzig halt machte, sondern auch in Magdeburg, Braunschweig und Wolfenbüttel, und das interessiert jetzt cydonia vielleicht auch wieder.

Kommentar-Direktlink Wilhelm Leonhard Schuster· 29.11.11 · 00:45 Uhr

Am Eulenspiegeldenkmal finde ich folgendes lustig und bezeichnend:
Der Künstler läßt Eulenspiegel mit der Fußspitze auf das "lebendige Wasser" zeigen.
Wahrscheinlich steht links daneben am Schild "Kein Trinkwasser!"
Ich war nie dort!Ist es wirklich so?

Kommentar-Direktlink Stephan· 29.11.11 · 07:47 Uhr

@Alderamin

Niels Bohr soll mal darauf angesprochen worden sein, dass er ein Hufeisen als Glücksbringer über seine Tür gehängt hatte, und ob er den Unsinn tatsächlich glaube. Nein, nein, versicherte er, und ergänzte: "Ich habe aber gehört, es helfe auch, wenn man nicht dran glaubt."

Ja, die Geschichte ist bekannt. Allerdings musst du mal weiterdenken.

Wenn Bohr sagt: „Ich habe aber gehört, es helfe auch, wenn man nicht dran glaubt.“, dann könnte man dies so verstehen, dass er glaubt, dass es selbst dann hilft, auch wenn er nicht daran glaubt.
Damit ist und bleibt es ein „Glaubensakt“, denn Bohr hatte sicher keine Belege, Indizien, Gründe oder gute Argumente dafür, dass es selbst dann hilft, auch wenn er nicht daran glaubt.
Es verlagert das „Glauben“ also nur um eine Hierarchiestufe noch hinten.

Keine Ahnung ob ihm das bewusst war (wahrscheinlich schon) und er einfach einen Witz machen wollte, aber diesen Punkt sollte man beachten, wenn man das zitiert.

AberGLAUBE bleibt Aberglaube, auch in der zweiten Hierarchiestufe. ;-)

Kommentar-Direktlink Ronny· 29.11.11 · 08:07 Uhr

Also ich verstehs ja wenn man in einer Gruppe ist und sich einen Spass am 'Fingerreiben' macht, aber ich schaffs einfach nicht die Absurdität dahinter soweit zu verdrängen um mir vorzustellen dies aus eigenem Antrieb zu machen :)

Oder bin ich ein seltenes Objekt, dass bei einem Wunschbrunnen nicht was reinwirft mit der Hoffnung auf Glück sondern sich überlegt wieviel Geld da zusammenkommt, wieso Menschen so was machen und wer denn das Geld bekommt ?

Man könnte dieses Verhalten auch geschäftlich nützen. Ich bringe genügend Leute dazu was Absurdes zu glauben und nutze dies um Abzucashen.
...........
Mist, die Idee hatten schon andere :)

Kommentar-Direktlink Alderamin· 29.11.11 · 08:36 Uhr

@Stephan

Natürlich machte Bohr einen Scherz, das war doch offensichtlich. Er wird das Hufeisem als Zierrat aufgehangen haben. Oder seiner Frau zuliebe.

Kommentar-Direktlink noch'n Flo· 29.11.11 · 09:00 Uhr

@ FF:

Mal ganz nebenbei: was hat Dich eigentlich nach Mölln verschlagen? Einfach nur zum Sightseeing, oder gab es dort irgendeine interessante Wissenschaftsveranstaltung?

Kommentar-Direktlink Hendrik Hey· 29.11.11 · 09:02 Uhr

Ich mag mich ja irren, aber war nicht eher Schöppenstedt bei Braunschweig die Eulenspiegelstadt? Ich meine, da ist er geboren und dort steht auch das Eulenspiegelmuseum.
Ich hoffe, Du hast auch daran gedacht, die Fußspitze von Till zu küssen, das bringt Glück.

Kommentar-Direktlink Wolf· 29.11.11 · 09:11 Uhr

@Hendrik Hey:

Genauer gesagt das kleine Örtchen Kneitlingen im Elm, etwas südöstlich vom noch viel schöneren Braunschweig (wo übrigens gerade wieder Weihnachtsmarkt auf dem Burgplatz ist ;-) )

http://maps.google.de/maps?hl=de&q=kneitlingen+elm&gs_upl=2221l5087l0l7943l13l11l1l0l0l1l628l2392l3-2.1.2l6l0&bav=on.2,or.r_gc.r_pw.,cf.osb&biw=1117&bih=811&wrapid=tlif132255395230010&um=1&ie=UTF-8&ei=aJLUTuGrJILrOY-z-WE&sa=X&oi=mode_link&ct=mode&cd=3&ved=0CA4Q_AUoAg

Author Profile Page Florian Freistetter· 29.11.11 · 09:11 Uhr

@Hendrik Hey: Eulenspiegel ist viel herumgereist - deswegen nennen sich ein ganzer Haufen Städte "Eulenspiegelstadt"

@noch'n Flo: Kein besonderer Grund.

Kommentar-Direktlink Karsten· 29.11.11 · 12:07 Uhr

Hahnemann hat vermutlich seine *räusper* Forschungen nicht als Verarschung angelegt, sondern nur mangels besseres Wissen gehandelt. Wahrscheinlich hatte er sogar zu seiner Zeit bessere Behandlungserfolge als die derzeitige Medizin; v.a. durch die (unbewusste) Nutzung des Placeboeffekts und das Unterlassen gefährlicher Behandlungsmethoden wie dem Aderlass.

Dass es allerdings heute immer noch als bessere Alternative zur Medizin geltend gemacht wird, geht für mich über eine reine Eulenspiegelei hinaus.

Kommentar-Direktlink cydonia· 29.11.11 · 12:27 Uhr

Es war so: Eigentlich war Hahnemann so etwas wie ein moderner Eulenspiegel.
Er hat sich eine lustige Geschichte ausgedacht und sich nur gewundert, dass die Menschen ihm glauben. Als er mit seiner Räuberpistole Ruhm und Ehre geerntet hatte, und wohlhabend geworden war, hatte er zwar immer noch ein schlechtes Gewissen, schwieg aber zeitlebens.
Sein Testament, in dem er die ganze Geschichte aufklärte, wurde aber von seinen Jüngern schnell vernichtet: Schließlich hatten auch diese ihre ganze Existenz auf den Schmonzes aufgebaut. Ihm ging es halt so wie Jesus("Gottes Sohn? Ihr spinnt wohl!" Da beschlossen die Jünger, ihn den Römern zu überlassen, weil sie wussten, dass ein lebendiger Jesus sich nie zur Ikone machen lassen würde)

Kommentar-Direktlink armin_k.· 29.11.11 · 14:19 Uhr

Eulenspiegel ist viel rumgekommen... scheinbar musste er immer wieder flüchten, weil ihm seine Streiche (übel genommen) sonst übel bekommen wären.

Vielleicht ists ja Hahnemann ja genauso ergangen??

Kommentar-Direktlink Tränchen· 03.12.11 · 18:29 Uhr

Welche Bewandtnis hat es eigentlich mit dem Kranz über seinem rechten Fuß? Hat das auch irgendeinen my(s)thischen Hintergrund?

@Ronny
Die meisten Wunschbrunnenmünzen werden wohltätigen Zwecken oder aber dem Unterhalt des Brunnens (seltener) zugeführt. Ab und an findet man in der örtlichen Tagespresse Hinweise welche Summe(n) bei der letzten "Brunnenputzete" geborgen wurden und wem sie zur Verfügung gestellt werden.

Tja, nimmt man jetzt den (esoterischen?) Gedanken, daß, wenn man Gutes tut einem auch Gutes wiederfährt....wer weiß, was Dir entgeht, wenn Du keine Münze wirfst und Dir dabei etwas wünschst. :D

Insgesamt finde ich, daß das jeder so halten kann wie er will - jetzt ist ja die Zeit um sich unterm Mistelzweig zu küssen - ich wünsche viel Spaß dabei. :D

Kommentar-Direktlink DerLustigeRobot· 07.12.11 · 20:36 Uhr

@Tränchen: Was es mit dem Kranz auf sich hat, kann ich nicht wirklich sagen, aber zum Einen ist der Eulenspiegel als historische Figur Teil des Tourismuskonzepts in Mölln und wird gepglegt, und andererseits kann an dem öffentlichen Denkmal jedermann/frau etwas aufhängen.

Die Stadt hat (oder hatte zumindest) sogar einen Eulenspiegelschauspieler, der fast täglich die Aufgabe wahrnimmt, in Narrenverkleidung die Touristen zu animieren, "anzukobern", wie man im Norden gerne sagt. Das Denkmal spielt dabei ein Rolle, auf Stadtführungen zumeist, und der "Eulenspiegel" fordert auch dazu auf die Figur massiv zu befingern.

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