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30.10.11 · 16:02 Uhr
Zelten unterm Sternenhimmel
Kategorie: Umwelt · Kommentare: 24
Zeitraffervideos von fantastischen Landschaften und tollen Sternen hatten wir ja letztens erst. Aber ernsthaft: Kann so etwas jemals langweilig werden?
Crater Lake Under the Stars from Ben Canales on Vimeo.
Man müsste mal wieder zelten gehen... Schade das man in Deutschland nicht einfach so irgendwo in der Landschaft campen darf. Ich bezweifle, dass die Atmosphäre auf einem deutschen Campingplatz mit der am Crater Lake in Oregon vergleichbar ist.
(via Bad Astronomy)
Autor: Florian Freistetter· 24 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (24)
Mach doch ein Plakat "99% der Sterne machen 1% des Lichts - Occupy irgendwas", dann kommt die Presse wenn jemand das Zelten verbeiten will.
Ich wollte das übrigens mal nachrechnen, aber die EDB-Files von xephem sind ja eher Grobübersichten, und der Rest kommt als xe2 ("the internal format of the remaining catalogs can be inferred from the source code" - na danke aber auch).
Bekommt man bei uns mit der gleichen Art und Weise zu knippsen ansatzweise auch so viele Sterne auf die Linse? Wohl kaum, oder?
Zwischen 00:41 und 00:49 sieht man einige feststehende weiße Punkte am Sternenhimmel. Was kann das sein? Satelliten?
Wenn sie feststehen, können's keine Satelliten sein. Ich tippe auf das Siebengestirn (Plejaden), sieht aus wie ein Mini-Ausgabe des kleinen Wagens.
Nun ja... aber die Plejaden sind doch auch Sterne und sollten sich aufgrund der Drehung der Erde doch wie alle anderen Sterne verhalten und nicht an der selben Stelle stehen.
Und Satelliten können sich doch genau so schnell bewegen wie die Erde sich dreht und so immer an der gleichen Stellen stehen!?
@Steffen
Innerhalb von 10 Minuten wirst Du keine große Bewegung der Sterne bemerken, da müsstest Du Dir schon einen Referenzpunkt suchen, einen Baum oder ein Gebäude nahe bei den Sternen. Dann erst fällt die Bewegung in so kurzer Zeit auf. Oder nach einer Stunde nochmal schauen.
Und ja, geostationäre Satelliten gibt es auch, aber die sieht man ohne Teleskop nicht (bis auf sehr seltene Ausnahmen). Die sind nämlich bis zu einhundert mal weiter entfernt, als die Satelliten im niedrigen Orbit, die man andauernd über den Himmel ziehen sieht.
Hast Du mal das Bild im verlinkten Plejaden Artikel angeschaut? Könnten es die gewesen sein? Sind natürlich mit bloßem Auge viel kleiner, und die blauen Reflexionsnebel sieht man auch nicht.
Ja den Verlinkten Artikel habe ich mir angesehen. Was ich nicht verstehe ist das der Sternenhimmel sich ja augenscheinlich dreht. Nur diese 10-12 Lichtpunkte am Himmel nicht. Der eine Lichtpunkt ist im oberen linken drittel, nahe der Sternschnuppe zu sehen. Einige andere sind direkt über der Bergekette.
Ich habe hier mal welche Markiert. http://dl.dropbox.com/u/2432651/pictures/Bildschirmfoto%202011-10-30%20um%2023.17.37.png Diese Punkte bleiben fix während der Rest des Himmels über den Horizont zieht.
Ist vielleicht auch ein Produkt der Bildmontage.
@Steffen
Ach, bin ich blöd, Du meinst natürlich den Film und nicht Sterne am Himmel zwischen 0h44 und 0h49....
Wenn's geostationäre Satelliten wären, müssten sie auf einer Linie stehen die in Richtung der Bewegungsrichtung der Sterne geneigt ist. Das ist bei den von Dir markierten Punkten nicht der Fall. Insofern... merkwürdig.
Geostationäre Satelliten stehen immer über dem Äquator, wie hoch sie über dem Horizont erscheinen, kannst du ja anhand der Satellitenantennenschüsseln abschätzen - die zeigen ja auf geostationäre Satelliten. Aber bei 36000 km Höhe wird man da sicher nichts erkennen.
Wieso lese ich am 30. Oktober schon einen Kommentareintrag vom 31. Oktober?
@Roland
Über die Höhe über dem Horizont kann man nicht viel sagen, nur dass sie maximal in etwa 90°-geographische Breite beträgt (bei uns stehen sie wegen der Parallaxe ca. 7° unter dem Himmelsäquator). Ein GEO-Satellit kann aber auch tiefer stehen. Wenn er genau im Osten oder Westen steht, kann er knapp über dem Horizont stehen. Man kann GEO-Satelliten mit langen Belichtungszeiten auch fotografieren. Aber in dem Film stimmt die Verbindungslinie der Punkte nicht mit der Drehrichtung der Erde überein. Auch kann es kein Pixelfehler auf der Kamera oder eine Reflexion in der Linse sein, weil diese schwenkt, während die Punkte am Himmel stationär bleiben.
Da also geostationäre Satelliten, Pixelfehler der Kamera, oder Reflexionen auszuschliessen sind, kann es sich hier nur um Planet X handeln! :)
einfach nur cool.
@Alderamin Ich habe mich vermutlich nicht deutlich genug ausgedrückt :) Eventuell ist es ein durch die Bildmontage(?) hervorgerufener Effekt.
@Steffen, all:
ich sehe nur vier Punkte, aber a) nicht nur in dieser einen Sequenz, sondern auch in der davor, in der das Zelt noch hell leuchtet (bei 0:29), und es kommt mir deutlich so vor, als ob der eine Punkt vor dem Zelt vorbeizieht. Ich würde auch davon ausgehen, daß die Bilder teilweise vor dem Videofizieren noch ausgerichtet/gecropt wurden, um zusätzliche Zoom-Effekte zu erzeugen. Sieht erstaunlich aus, ja, aber ich halte es für ein trotzdem relativ banales Kameraartefakt.
Klitzekleine weiße Punkte, die sich nicht bewegen: a bissl klitzekleiner Staub auf der Linse? (einfachste Lösungen sind oft die besten und wer kommt draus? Ein Laie)
Kenn ich vom Fotobearbeiten mittels Computer, und erst recht von gescannten Bildern, da ist IMMER sowas drauf, egal wie sehr man vorher putzt.
Leider zeigt der kurze Film mehr den Akteur, sein (auch noch sehr hell beleuchtetes!) Zelt sowie seine tolle Aufbauarbeit ...und für den Himmel bleibt dann nicht mehr viel. War ihm der womöglich "zu langweilig" ?
Kein Blick durch ein Teleskop hat mich je so beeindruckt wie eine Nacht in Namibia, in der ich einfach das ganze Equipment für eine Stunde ruhen ließ. Das Gefühl für die Ausmaße alleine der Milchstraße und für die Zugehörigkeit zu diesem dynamischen System ist durch keine Lektüre, durch kein Foto oder Video zu ersetzen. Dazu die Geräusche wilder Tiere jenseits des Weidezauns (und das Wissen um Skorpione im Sand) - das ist einfach elementar.
Und nochmals etwas unernst zum Thema:
Dr. Watson und Sherlock Holmes unternahmen zusammen einen Campingausflug. Nach einer guten Flasche Wein legten sie sich gemütlich schlafen. Einige Stunden später weckte Holmes seinen Freund auf und fragte den Doktor: "Mein Freund, was siehst du, wenn du nach oben schaust?"
Watson antwortete: "Ich sehe Millionen und Abermillionen von Sternen." "Und was sagt dir das", hakte Holmes nach.
Watson überlegte und antwortete dann:
"Astronomisch gesehen sagt das mir, dass Millionen Galaxien und Abermillionen Planeten existieren.
Theologisch gesehen sagt das mir, daß ein Gott alles wohl geordnet hat.
Metereologisch gesehen sagt das mir, daß es morgen wundervolles Wetter geben wird." Holmes unterbricht ihn ärgerlich: "Aber nein, Watson, jemand hat unser Zelt gestohlen!"
Kein Blick durch ein Teleskop hat mich je so beeindruckt wie eine Nacht in Namibia, in der ich einfach das ganze Equipment für eine Stunde ruhen ließ. Das Gefühl für die Ausmaße alleine der Milchstraße und für die Zugehörigkeit zu diesem dynamischen System ist durch keine Lektüre, durch kein Foto oder Video zu ersetzen. Dazu die Geräusche wilder Tiere jenseits des Weidezauns (und das Wissen um Skorpione im Sand) - das ist einfach elementar.
Und nochmals etwas unernst zum Thema:
Dr. Watson und Sherlock Holmes unternahmen zusammen einen Campingausflug. Nach einer guten Flasche Wein legten sie sich gemütlich schlafen. Einige Stunden später weckte Holmes seinen Freund auf und fragte den Doktor: "Mein Freund, was siehst du, wenn du nach oben schaust?"
Watson antwortete: "Ich sehe Millionen und Abermillionen von Sternen." "Und was sagt dir das", hakte Holmes nach.
Watson überlegte und antwortete dann:
"Astronomisch gesehen sagt das mir, dass Millionen Galaxien und Abermillionen Planeten existieren.
Theologisch gesehen sagt das mir, daß ein Gott alles wohl geordnet hat.
Metereologisch gesehen sagt das mir, daß es morgen wundervolles Wetter geben wird." Holmes unterbricht ihn ärgerlich: "Aber nein, Watson, jemand hat unser Zelt gestohlen!"
@klauszwingenberger
Namibia, wow, machst mich ganz neidisch. Aber für die meisten liegen die Kanaren in Reichweite. Ich bin vor Jahren mal mit dem Leihwagen abends hinauf zum Teide-Krater aufTeneriffa gefahren und hatte einen 15x80-Feldstecher dabei. Der Himmel dort war überwältigend, vor lauter Sternen fand ich kaum noch die bekannten Sternbilder. Relativ niedrig über dem Horizont stand die Deichsel des Großen Wagens, und im Feldstecher sprang mich die Galaxie M101 geradezu an. Da gab es neulich eine Supernova, deswegen habe ich sie vom heimischen Balkon mit dem 120 mm Refraktor nochmal gesucht. Keine Chance. Die Supernova war mit knapp 10. Größe und Aufsuchkarte schwer genug zu finden.
Wer also mal Urlaub auf Gran Canaria, Teneriffa oder La Palma macht, sollte einen klaren Abend oben auf den höchsten Bergen mit einplanen, so einen Himmel gibt's bei uns nicht. Feldstecher und warme Jacke nicht vergessen!
P.S.: Alleine da oben mit dem Wind ist es allerdings auch ziemlich gruselig...
Ich war letzte Woche mit der Familie auf Rügen. Des Nachts habe ich mal eine Wanderung abseits der kleinen Häuseransammlung über die Feldwege gemacht. Die Lichtverschmutzung ist in klaren Nächten an abgelegenen Stellen auf der Insel durchaus vernachlässigbar und auf einer Bank nahe eines jungsteinzeitlichen Grabhügels hatte ich einen wunderbaren klaren Blick auf Sterne und Milchstraße.
Das werde ich bei uns im Bergischen vermissen.
Kein Quatsch: Das letzte Bild ist so schön, das treibt mir Tränen in die Augen.
@Dietmar: das seh ich ja jetzt erst. Dein Kommentar ist vom 1.11. um 1:11. Machst du jetzt in Schnapszahlen? :)
Wo gibt es denn einen solch klaren Nachthimmel?
@Dean: Steht im Text