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Florian Freistetter promovierte am Institut für Astronomie der Universität Wien und hat danach an der Sternwarte der Universität Jena und dem Astronomischen Rechen-Institut in Heidelberg als Astronom gearbeitet. Zur Zeit lebt er in Jena, bloggt über Wissenschaft und schreibt manchmal Bücher:

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19.06.11 · 19:02 Uhr

Jedi-Astronomen?

Kategorie: Naturwissenschaften·Technik  ·  Kommentare: 12

Was treiben die Astronomen da am Keck-Observatorium am Mauna Kea in Hawaii? Amüsieren sie sich mit gigantischen Lichtschwertern? Bekriegen sich die einzelnen Teleskope mit Laserwaffen?

Lasers3MK20110526.jpg

Bild: Andrew Cooper, Keck Observatory

Hier gibt es das ganze nochmal als Video:

Lasers 3 over Mauna Kea from Andrew Cooper on Vimeo.


Schaut extrem cool aus! Und die regelmäßigen Leserinnen und Leser meines Blogs wissen sicher worum es sich handelt. Keine Jedi-Astronomen, kein Teleskopkrieg - sondern adapative Optik im Einsatz. Um die Bildverzerrungen durch Luftunruhen auszugleichen, erzeugt man einen künstlichen Stern am Himmel in dem man einen Laserstrahl in die Luft feuert:

Cooper-2-lasers-zenith-1.jpg

Bild: Andrew Cooper, Keck Observatory

Dann beobachtet man, wie dieser Laserstern flackert, ermittelt daraus wie die Wellenfront des Lichts gerade aufgrund der Luftunruhen verformt ist, schickt diese Information an einen Computer der dann automatisch den Spiegel des Teleskops genau auf die richtige Art und Weise ebenfalls verformt um die Verzerrungen auszugleichen. Das ganze wiederholt man 100 Mal pro Sekunde und am Ende hat man scharfe astronomische Aufnahmen! Und äußerst cool sieht das ganze auch noch aus...

(via Skyweek 2.0)

 

Autor: Florian Freistetter· 12 Kommentare· Permalink· Trackback-URL

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Kommentare (12)

Kommentar-Direktlink frantischek· 19.06.11 · 19:23 Uhr

Warum leuchten die Mittelstreifen auf der Straße am oberen Bild so stark?

Kommentar-Direktlink larsan· 19.06.11 · 19:32 Uhr

@frantischek Das sieht nach Langzeitaufnahme aus, wahrscheinlich hat sich der mittlere Laserstrahl bewegt. Der linke bewegte sich auch leicht, sieht man aber schlechter.

Kommentar-Direktlink Redfox· 19.06.11 · 19:32 Uhr

Mich würde mal ein Foto dieses künstlichen Sternes von der ISS aus interesieren. Irgendwann müsste der Laserstrahl doch mangels Atmosphäre "unsichtbar" werden, oder?

P.S.: DON'T CROSS THE STREAMS!!!

Kommentar-Direktlink Odysseus· 19.06.11 · 19:33 Uhr

Sehr lange Belichtungszeit. Da erscheinen die nur schwach leuchtenden Streifen ziemlich hell.

Freakin' Lasers!

Kommentar-Direktlink ulf· 19.06.11 · 19:40 Uhr

@frantischek: möglicherweise fuhr während der langen belichtungszeit ein auto vorbei, dessen scheinwerfer die einzelnen elemente des mittelstreifens anleuchtete. dafür spricht, dass im video die straße mehrmals kurz "aufleuchtet" und danach wieder dunkel wird.

Kommentar-Direktlink Theres· 19.06.11 · 19:47 Uhr

Möge die Bildschärfe mit ihnen sein :-)
Faszinierendes Video.

Kommentar-Direktlink frantischek· 19.06.11 · 20:49 Uhr

@larsan:
Ich meinte nicht die Laser, sondern die Straße die von rechts ins Bild führt.
@ulf:
Sollten dann nicht auch Streifen von den Autoscheinwerfern oder wenn es vom Fotographen wegfährt von den Rücklichtern zu sehen sein?

Ich hätte ja auch drauf getippt das die Mittelstreifen da irgendwas reflektieren (sehr scharfsinnig, was sonst?).
Von der Farbe passts recht gut mit den Laserstrahlen zusammen, aber die sollten doch nicht nach unten leuchten!? Vielleicht das Sternenlicht?

Kommentar-Direktlink schlappohr· 19.06.11 · 21:02 Uhr

"Das ganze wiederholt man 100 Mal pro Sekunde"

Das verstehe ich nicht... wann wird diese Kalibrierung gemacht? *Während* einer langbelichteten Aufnahme? D.h. die Belichtung des Sensors wird 100mal/sec unterbrochen, um die Lasermessung zu machen?

Kommentar-Direktlink Wurgl· 19.06.11 · 21:11 Uhr

Also das Licht des Autoscheinwerfers ist nicht gleichförmig hell, sondern hell und halbhell abwechselnd, weil ... tata ... Leitschienen.

Es ist irgendwie unglaublich, aber selbst der geringe Verkehr zu diesem Observatorium macht Leitschienen notwendig. Witzigerweise ist das selbe übertriebene Sicherheitsdenken auch bei den Teleskopen der europäische Südsternwarte.

Kommentar-Direktlink Wurgl· 19.06.11 · 21:17 Uhr

Ja, das wird eben so oft gemacht, weil sich die Luft oberhalb des Observatoriums bewegt.

Wenn man das nur einmal oder gar nicht macht, dann bekommt man große Flecken statt kleiner Punkte.

http://de.wikipedia.org/wiki/Adaptive_Optik

Übrigens ist das eine Technik die aus der Star-Wars-Doktrin aus der Zeit eines Ronald Reagan stammt.

Kommentar-Direktlink kumi· 20.06.11 · 06:35 Uhr

@ frantischek:

So sieht das aus, wenn ein Auto während einer Langzeitbelichtung vorbeikommt und blinkt. Kann man im Film auch ganz gut sehen.

Kommentar-Direktlink REALM· 20.06.11 · 08:39 Uhr

Moderne Technologie ist doch immer wieder faszinierend.
Da wären auch Bilder der Technik höchst interessant, weiss jemand wo es die anzusehen gibt?

Existiert darüber schon eine Verschwörungstheorie?
Könnte ja auch ein Kommunikationsmedium mit den anfliegenden Raumschiffen für 21.12.2012 sein!
Haarp bereitet die Landebahnen, die Leitstrahlen aus Hawai geben die Richtung vor.

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