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Florian Freistetter promovierte am Institut für Astronomie der Universität Wien und hat danach an der Sternwarte der Universität Jena und dem Astronomischen Rechen-Institut in Heidelberg als Astronom gearbeitet. Zur Zeit lebt er in Jena, bloggt über Wissenschaft und schreibt manchmal Bücher:

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08.03.11 · 09:38 Uhr

Video: Zeitansage per Plattenspieler

Kategorie: Kultur·Technik  ·  Kommentare: 19

Gestern hat die Sendung mit der Maus ihren 40. Geburtstag gefeiert. Gibt es eine bessere Kindersendung? Ich bin sicher nicht der einzige Erwachsene, der sich auch heute noch die Sendung mit der Maus begeistert ansieht. Ok, mittlerweile nicht mehr so sehr wegen der Zeichentrickserien; der "Lachgeschichten". Aber die "Sachgeschichten sind heute noch genauso spannend, faszinierend und lehrreich wie damals. Das Video mit der Zeitansage steht schon lange auf meiner Videoliste.

Heute kann man ja leicht via Internet die exakte Zeit einer Atomuhr bekommen. Aber wie lief das früher? Da gab es die Zeitansage die man einfach mit dem Telefon anrufen konnte und dann hat einem jemand ganz genau gesagt, wie spät es gerade ist (Hab ich als Kind oft gemacht ;) ). Natürlich sitzt dort kein echter Mensch und rezitiert ständig die Uhrzeit. Aber wie hat das damals in den 1970ern funktioniert? So ganz ohne Computer; digitale Abspielgeräte, usw. Mit einem Plattenspieler:


Cool! Ich hoffe, die Sendung mit der Maus gibt es noch ganz lange! Sowas braucht das Fernsehen (Und ich bin enorm stolz, dass ich letztens zumindest einen winzigen Beitrag leisten durfte: bei einer Frage für die "Frag doch mal die Maus-Show" konnte ich bei der Recherche helfen und erklären, wie groß der Olympus Mons auf dem Mars tatsächlich ist ; )).


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Autor: Florian Freistetter· 19 Kommentare· Permalink· Trackback-URL

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Kommentare (19)

Kommentar-Direktlink Fujiwara· 08.03.11 · 09:40 Uhr

Der Akzent der "Tonansage"-Stimme ist irgendwie ziemlich befremdlich (besonders wenn man so etwas ggf. mit den heutigen Ansagestimmen vegleicht).

Kommentar-Direktlink ulf_der_freak· 08.03.11 · 10:24 Uhr

Die Maus halte ich nach wie vor für die beste Sendung im deutschen Fernsehen. :-)

Kommentar-Direktlink cimddwc· 08.03.11 · 10:41 Uhr

Jetzt outen wir uns alle – mich eingeschlossen –, die sich noch an die Stimme erinnern, als alt. :) Nur dass das mit so einem speziellen Plattenspieler funktionierte, wusste ich nicht – da muss ich diese Maus damals verpasst haben, oder sie kam vor meinem Fernseh-Alter. (Oder ich hab's vergessen, alt und so...)

Kommentar-Direktlink Moss· 08.03.11 · 10:44 Uhr

Bei der Post anrufen. Mit einem grauen Wählscheibentelefon. Fernmeldeämter voller mannshoher Schaltschränke mit mechanischen Getrieben … das waren Zeiten, huiuiuiuiui. ;-)

Die Sendung mit der Maus läuft hier auch jeden Sonntagmittag zum Frühstück (außer, sie verbreiten mal wieder religiöse Propagande, wie regelmäßig zu Weihnachten). Und nichts gegen die Lachgeschichten -- wenn’s keinen Blaubär oder Shaun gibt, fehlt mir was!

Kommentar-Direktlink celsus· 08.03.11 · 11:01 Uhr

Weiß noch jemand die Nummer der Zeitansage auswendig?

Ich nicht mehr, musste nachschauen. Ist bestimmt 20 Jahre her, dass ich die zuletzt benutzt habe.

Author Profile Page Florian Freistetter· 08.03.11 · 11:15 Uhr

@celsus: Also die Nummer weiß ich nicht mehr - aber das "Es wird mit dem Summerton..." (so hieß das in Österreich) ist mir noch ganz frisch im Ohr ;)

Kommentar-Direktlink Johannes· 08.03.11 · 11:53 Uhr

Die Nummer war (kann man am Anfang des Mausfilms auch sehen) 119. Bloss nicht daneben greifen, sonst rief man den Notruf an!

Und die Maus ist bei uns auch Pflichtprogramm, jeden Sonntag. Sonst würde mir mein Sohn aber was erzählen!

Kommentar-Direktlink noch'n Flo· 08.03.11 · 13:07 Uhr

Aus einigen kleineren Städten und Gemeinden war es später dann auch die 0119, noch viel später dann die 01191. Ich glaube, das mit dem Plattenspieler hatte ich sogar schon in meiner Kindheit von der Maus gelernt.

Aber die Maus ist wirklich klasse. Vor allem - und darin liegt mE auch das Erfolgsgeheimnis - weil auch Erwachsene in dieser Sendung eine ganze Menge lernen können. Damit hat die Maus auch einen deutlich höheren Lerneffekt als so manche sog. "Wissenschaftssendung" im Privatfernsehen.

Einer meiner Lieblingsteile der Maus-Sendung war ja immer der zweite Durchlauf des Vorspannes, wo die Ankündigungen der verschiedenen Filmchen in einer fremden Sprache wiederholt wurden. So kam ich schon früh mit Fremdsprachen in Kontakt. Und es war immer ein grosser Spass zu raten, welche Sprache es diesmal war - bis es dann aufgelöst wurde.

Ein echtes Highlight dabei gab es dann ja mal in irgendeiner Jubiläumssendung (ich glaube es war zum 20jährigen, aber sicher bin ich da nicht mehr), wo nur ein unverständliches Kauderwelsch zu hören war, gefolgt von der Auflösung: "Das war rückwärts." Tja, Humor haben die Macher ja schon seit jeher gehabt.

Kommentar-Direktlink AlteWeser· 08.03.11 · 14:18 Uhr

Ja, die Sachgeschichten sind klasse, gleichgültig, ob sie schon 20 Jahre alt oder neu sind. Und ja, besser als manche Sachsendung auf den privaten!

Blaubär hatte mich auch begeistert, wird aber noch von Shaun getoppt. Dabei ist Shaun auch wieder für Erwachsene gemacht. Nur wer Aerobic und Jane Fonda kennt, wird verstehen, warum Shaun beim Aerobic ein Stirnband trägt.

Kommentar-Direktlink noch'n Flo· 08.03.11 · 14:46 Uhr

Yo, Shaun ist klasse!

Kommentar-Direktlink DerLustigeRobot· 08.03.11 · 16:03 Uhr

Auf jeden Fall zuerst herzliche Glückwünsche zum 40-jährigen Jubiläum an die symphatische kleine-große dickliche orange Maus, und ihre Sendung!

Ein unverzichtbares Format auch nach meiner Ansicht, und mittlerweile hält man sie sogar für pädagogisch wertvoll, wie die Nachrichten vermelden. Auch ich hatte da in jüngeren Zeiten oft mit meinen Geschwistern zusammen zugeschaut und viel gelernt (wo wäre das nicht so?). In den letzten Jahren schaue ich immer mal wieder rein, wenn ich Zeit dazu habe, also eher bei regnerischem Wetter. Und ich oute mich ebenfalls als Fan von Käpt'n Blaubär (und besonders seiner Stimme Wolfgang Völz) und vom knuddeligen irischen Schaf, als Irland-Fan sowieso!

Die Sache mit der (füheren) Zeitansage habe ich so nicht gewusst; da habe ich etwas gelernt, danke! — Musste wohl die damalige Folge der Maus verpasst haben... Da ich nun den Wikipedia-Eintrag nachgelesen habe, lerne ich, dass die Platte wohl sogar eine Art Magnetband oder -platte war, eben ein Speichermedium aufgeteilt in Segmente.

Kommentar-Direktlink noch'n Flo· 08.03.11 · 19:03 Uhr

@ DLR:

und besonders seiner Stimme Wolfgang Völz

Und hier noch ein wenig Fan-Trivia: wer aus der geschätzten SB-Leserschaft wusste eigentlich, dass dies ein Künstlername ist? Eigentlich heisst der Mann nämlich "Aaron Isaak Treppengeländer" [sic!].

Kommentar-Direktlink Christian Berger· 08.03.11 · 19:13 Uhr

Die Britische Version davon hat schon optisch funktioniert. Da wurden die Wörter auf einer teilgeschwärzten Glasscheibe gespeichert.
http://en.wikipedia.org/wiki/File:Speakingclock.JPG
Oder noch früher:
http://en.wikipedia.org/wiki/File:1937TimeVoice.jpg

Kommentar-Direktlink DerLustigeRobot· 08.03.11 · 22:00 Uhr

@nochnFlo: Kannst Du das nachweisen? Wikipedia (als Wissen der Massen) weiß nichts darüber, und Guggl findet nur ganz wenige Seiten über diesen Zusammenhang bei Wolfgang Völz, wobei diese Privatseite ähnliches meint, aber den fast-Namen "Wolfgang Otto Isaak Treppengeländer" nennt und in einer Fußnote die angebliche Aussage "...doch Völz selbst stellte richtig, das dies lediglich Fiktion wäre".

Habe ich dir jetzt eine Verschwörungtheorie zerdeppert? .-(

Kommentar-Direktlink noch'n Flo· 08.03.11 · 22:12 Uhr

@ DLR:

Ups, da hast Du mich wohl kalt erwischt. Ich habe diese Geschichte tatsächlich nicht mehr aufs Neue überprüft, nachdem ich diese Behauptung im Laufe der letzten Jahre "unabhängig" voneinander aus drei verschiedenen Medien (Zeitung, Fernsehreportage und Internetbeitrag) aufgenommen hatte.

Aber jetzt - nach kurzer Recherche - kann ich den Namen tatsächlich nicht mehr bestätigen. Also nehme ich (in "guter alter" Guttenberg-Manier) meine vorherige Aussage zurück und werde mich nach weitergehenden Nachforschungen noch einmal dazu äussern...

Zumindest führe ich aber keinerlei akademischen Grad, den ich jetzt erst einmal ruhen lassen müsste!

Kommentar-Direktlink Jules· 09.03.11 · 10:44 Uhr

Ha, dieses schöne Geräusch, wenn die Wählscheibe auf ihre Anfangsposition zurückläuft! :)
Jaaa, die fremdsprachlichen Ansagen am Anfang fand ich auch immer super!
Ich sollte tatsächlich die Maus mal wieder schauen - in meiner Kindheit durfte ich schließlich keine Folge verpassen... Diese Sendung ist genial.
Und zum Thema Zeitansage: Ziemlich cool ist diese Aufnahme aus dem Jahr 1950, wo jemand in den USA die Zeitansage anruft:
http://www.youtube.com/watch?v=HKFobXbx2sQ

Kommentar-Direktlink DerLustigeRobot· 09.03.11 · 13:22 Uhr

@nochnFlo: Danke, und kein Problem, ich hab's ja nicht persönlich genommen.

Kommentar-Direktlink zwutz· 09.03.11 · 15:15 Uhr

hab die Sendung eigentlich seit Jahren nicht mehr geguckt. Bin eh nicht so mit dem Fernseher aufgewachsen. Und auch auf die Gefahr hin, eure Missgunst auf mich zu ziehen, aber ich war nie ein Fan das Blaubären

Kommentar-Direktlink Blaubaer· 09.03.11 · 16:09 Uhr

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