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Florian Freistetter promovierte am Institut für Astronomie der Universität Wien und hat danach an der Sternwarte der Universität Jena und dem Astronomischen Rechen-Institut in Heidelberg als Astronom gearbeitet. Zur Zeit lebt er in Jena, bloggt über Wissenschaft und schreibt manchmal Bücher:

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Archiv September 2010

30. September 2010

Gliese 581 g: der erste habitable Exoplanet?

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 107

Gerade erst habe ich über die Suche nach den "Erdzwillingen" berichtet und über eine Vorhersage nach der wir spätestens im Mai 2011 einen Planeten finden, der so groß wie die Erde ist und in der habitablen Zone um seinen Stern liegt; auf dem also theoretisch Leben existieren könnte. Und nun ist es anscheinend schon jetzt soweit. Gestern wurde die Entdeckung eines solchen erdähnlichen, eventuell habitablen Planeten verkündet.

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Autor: Florian Freistetter· 30.09.10 · 10:20 Uhr· 107 Kommentare

29. September 2010

Asteroiden im Sonnensystem

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 12

Mir fällt gerade auf, dass ich hier zwar schon sehr viel über Asteroiden geschrieben habe - aber noch nie wirklich eine allgemeine Übersicht über die verschiedenen Asteroidenpopulationen in unserem Sonnensystem. Das muss sich ändern! Denn da gibt es nicht den einen Asteroidengürtel zwischen den Bahnen von Mars und Jupiter, den die meisten kennen werden. Das Sonnensystem ist voll mit den kleinen Dingern; sie verstecken sich überall ;)

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Autor: Florian Freistetter· 29.09.10 · 20:20 Uhr· 12 Kommentare

Erfolg bei der Suche nach potentiell gefährlichen Asteroiden

Kategorie: Naturwissenschaften·Technik·Umwelt  ·  Kommentare: 24

Das All ist zwar größtenteils leer - aber der eine oder andere Asteroid verirrt sich trotzdem manchmal in die Nähe der Erde. Richtig krachen tut es zwar glücklicherweise recht selten; meistens sind die Objekte so klein um in der Atmopshäre zu verglühen. Aber irgendwann wird ein Asteroid kommen, der mit der Erde kollidiert und groß genug ist, um enormen Schaden anzurichten. Das ist keine Frage des "ob" - sondern nur eine Frage des "wann". Im Gegensatz zu versponnenen Theorien über schwarze Löcher in Teilchenbeschleunigern oder kippende Erdachsen stellen Asteroiden eine reale Gefahr da. Man muss jetzt nicht unbedingt gleich Bunker bauen und Lebensmittel einlagern. Es ist äußert unwahrscheinlich dass uns in naher Zukunft ein größere Asteroid trifft. Deren Bahnen kennen wir mittlerweile fast alle. Aber eben nur fast - und dann sind da ja noch die kleineren Objekte die zwar keine globale Katastrophe auslösen können aber lokal durchaus verheerend sein könnten. Der beste Schutz gegen einen Asteroideneinschlag ist immer noch die Himmelsbeobachtung. Nur wenn wir lange genug vorher wissen, dass da etwas auf dem Weg ist, können wir rechtzeitig reagieren.

Und was die Suche nach solchen "potentiell gefährlichen Asteroiden" angeht, scheint alles gut zu laufen. Das Pan-STARRS-Teleskop in Hawaii, dass speziell für solche Himmelsdurchmusterungen gebaut wurde und seit Mai diesen Jahres die Vollzeitbeobachtung aufgenommen hat, ist das erste Mal fündig geworden und hat den ersten PHA ("potentially hazardous asteroid") gefunden.

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Autor: Florian Freistetter· 29.09.10 · 10:00 Uhr· 24 Kommentare

28. September 2010

"Die Wahrheit" über Intelligent Design

Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 96

Ich hab noch einen kleinen Nachtrag zur Diskussion über Kreationismus und Intelligent Design die nebenan gerade läuft. Darüber, dass der bibeltreue Kreationismus; mit der Schöpfung in 6 Tagen; Adam und Eva usw. Unsinn ist, sind sich ja die meisten halbwegs rationalen Menschen einig. Aber es soll ja immer noch einige geben, die sich von Vertretern des "Intelligent Design" reinlegen haben lassen und meinen, diese "Theorie" wäre 1) eine wissenschaftliche Theorie und würde 2) irgendwas erklären.

Da aber "Intelligent Design" auch nichts anderes ist als versteckter Kreationismus handelt es sich hier natürlich weder um Wissenschaft noch kann ID irgendwelche Dinge erklären. "Gott" (oder "Designer") ist eben keine Erklärung für irgendwas. Wie auch immer - zu diesem Thema gibt es zwei schöne Videos, die ich euch nicht vorenthalten will.

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Autor: Florian Freistetter· 28.09.10 · 09:22 Uhr· 96 Kommentare

27. September 2010

Blog-Teleskop #61

Kategorie: Blog-Teleskop·Naturwissenschaften

Mit einem Tag Verspätung kommt hier die aktuelle Ausgabe des Blog-Teleskops. Polarsternpreisträgerin Maria Pflug-Hofmayer hat die Ausgabe Nr. 61 in ihrem Blog meta-physik zusammengestellt. Schaut rein! Es hat sich viel getan in den letzten zwei Wochen...


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(Und wer auch einmal ein Blogteleskop ausrichten will, der soll mir Bescheid sagen!)


Autor: Florian Freistetter· 27.09.10 · 20:35 Uhr· 0 Kommentare

Die Sonne in der Dose

Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt  ·  Kommentare: 4

Montage gehören ja nicht unbedingt zu den beliebtesten Tagen - aber einen Vorteil haben sie: am Montag erscheint immer das neue Picture of the Week der europäischen Südsternwarte ESO. Die ESO betreibt in der chilenischen Wüste einige der größten Teleskope der Welt und dementsprechend sind wir auch großartige Bilder aus den Tiefen des Alls gewohnt. Aber um spannende Bilder zu machen braucht man nicht unbedingt riesige Teleskope. Manchmal reicht auch eine Dose mit einem Loch darin.

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Autor: Florian Freistetter· 27.09.10 · 16:25 Uhr· 4 Kommentare

Der Wert der Bildung: 1,39 €

Kategorie: Politik  ·  Kommentare: 110

Ich sollte aufhören, Nachrichten zu lesen. Das ist mittlerweile zu deprimierend geworden. Zum Beispiel diese Auflistung der Zusammensetzung des neuen Hartz-IV Regelsatzes. Dort findet sich auch folgender Punkt:

Bildung: 1,39 Euro

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Autor: Florian Freistetter· 27.09.10 · 10:15 Uhr· 110 Kommentare

26. September 2010

Verlasst euch nicht auf eure Sinne!

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 36

Unsere Sinneorgane; unsere Augen und unsere Ohren sind zwar ziemliche coole Dinger - aber sie sind leider nicht perfekt und lassen sich erstaunlich leicht täuschen. Das wollen wir aber meistens nicht wahrhaben. Verständlich - sind unsere Sinne doch der einzige Zugang zur Welt um uns herum und wir haben gelernt, uns völlig auf sie zu verlassen (großartige andere Möglichkeiten haben wir ja nicht). Und deswegen sind sehr viele Menschen überzeugt, dass das, was sie selbst erfahren haben; das was sie selbst gesehen oder gehört haben auch auf jeden Fall so gewesen sein muss. "Ich weiß doch was ich gesehen habe!" "Ich bin doch nicht dumm und naiv. So leicht täuscht man mich nicht!" Usw - wir alle vertrauen unseren Sinnen und das oft zu sehr. Denn unsere Sinne (in Kombination mit dem berüchtigten "gesunden Menschenverstand" ;) ) sind ein äußerst unzureichendes Instrument um objektive Erkenntnisse über unsere Umwelt zu erhalten. Und wer meint, er wäre - im Gegensatz zu den ganzen anderen Leichtgläubigen da draussen - nicht zu täuschen, der soll sich mal dieses kurze aber äußerst instruktive Video von Richard Wiseman ansehen:

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Autor: Florian Freistetter· 26.09.10 · 17:28 Uhr· 36 Kommentare

25. September 2010

Kreationismus an der Uni Magdeburg

Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 143

Erinnert sich noch jemand an die Universität in Magdeburg? Die, die ein Studium der Homöopathie anbietet? Dort scheint man anscheinend wirklich nicht viel von Wissenschaft zu verstehen - denn nun wird dort sogar der Kreationismus propagiert...

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Autor: Florian Freistetter· 25.09.10 · 19:25 Uhr· 143 Kommentare

Manchmal wäre ich gerne ein Pseudowissenschaftler...

Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften·Umwelt  ·  Kommentare: 199

Manchmal denke ich mir, es wäre cool ein Pseudowissenschaftler zu sein. Ich bräuchte mich nicht darum zu kümmern ob das was ich sage irgendwas mit der Realität zu tun hat. Ich müsste mich bei meiner Arbeit nicht darum sorgen, ob und welche Fehler ich gemacht habe und ob meine Modelle und Methoden gut genug sind. Ich könnte mich ganz allein von meiner Vorstellungskraft leiten lassen und mir einfach irgendwas Spannendes ausdenken. Zum Beispiel, dass das Universum voll von einer mysteriösen Raumenergie ist die alle unsere Energieprobleme lösen wird. Und wenn mich wer fragen sollte, warum wir dann immer noch Kohle und Öl verbrennen, dann sag ich einfach dass die Erforschung dieser Energie von der bösen Industrie und der Schulwissenschaft unterdrückt wird. Oder ich reise einfach durch die Welt; schau mir an den schönsten Plätzen die schönsten Bauwerke an; messe dort alles aus und spiele dann solange mit den Zahlen herum, bis ich irgendwelche angeblich beeindruckenden Sachen entdeckt habe und schreibe dann darüber Bücher und halte Vorträge. Oder ich mache es so wie Dieter Broers und tue - nach einer gewissen Zeit in der ich genug leichtgläubige Anhänger gesammelt habe - irgendwann nichtmal mehr so als würde ich Wissenschaft betreiben und werde gleich zum Esoterik-Guru. Dann kann ich einfach frei drauf los schwafeln und brauch mir überhaupt keine Gedanken zu machen. Und irgendwann darf ich dann auch in einem Film mitspielen.

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Autor: Florian Freistetter· 25.09.10 · 10:50 Uhr· 199 Kommentare

24. September 2010

Die wilde Jugend macht exzentrisch!

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 3

Die Planeten in unserem Sonnensystem bewegen sich alle auf annähernd kreisförmigen Bahnen. Die Abweichungen von der Kreisform - die sogenannte Exzentrizität - ist relativ klein. Bei den fast 500 extrasolaren Planetensystemen die wir bisher entdeckt haben, sieht das aber anders aus. Hier haben wir bisher überraschend viele Objekte mit überraschend hohen Exzentrizitäten gefunden. Das ist ein wenig verwunderlich weil die normale Theorie der Planetenentstehung eigentlich Planeten auf eher kreisförmigen Bahnen produzieren sollte. Man erklärt sich die hohen Exzentrizitäten durch einen Vorgang, der "planet-planet scattering" genannt wird. Der basiert auf der planetare Migration bei der Planeten ihre Bahnen vergrößern oder verkleinern. Wenn zwei Planeten gemeinsam migrieren, dann kann es zu Bahnstörungen kommen die zu hohen Exzentrizitäten führen. Einer der Planeten fliegt dann schließlich aus dem System oder kollidiert mit einem anderen Objekt oder dem Stern und es bleibt ein Planet auf exzentrischer Bahn übrig.

Daniel Malmberg von der Sternwarte in Lund und seine Kollegen haben nun einen anderen Mechanismus untersucht. Können nahe Begegnungen mit anderen Sternen vielleicht die großen Exzentrizitäten verursacht haben?

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Autor: Florian Freistetter· 24.09.10 · 10:10 Uhr· 3 Kommentare

23. September 2010

Endlich Frühling!

Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt  ·  Kommentare: 18

800px-Colorful_spring_garden.jpgSeit genau 5 Uhr und 9 Minuten ist Frühling! Ja tatsächlich...

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Autor: Florian Freistetter· 23.09.10 · 05:00 Uhr· 18 Kommentare

22. September 2010

Wie man die Sonnenaktivität vorhersagt

Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt  ·  Kommentare: 12

Über die Sonnenaktivität habe ich hier ja schon einiges gesagt. Zum Beispiel, dass wir uns nicht wirklich Sorgen machen müssen, dass die böse Sonne im Jahr 2012 die Welt kaputt macht. Aber das Thema eignet sich halt so gut für spektakuläre Berichte - da wird dann gerne auch der "Sonnen-Tsunami" herauf beschworen. Besonders gern wird auch von der NASA erzählt, die ja angeblich eine Studie veröffentlicht hat laut der 2012 mit ganz besonders katastrophaler Sonnenaktivität zu rechnen ist. Dass das nicht stimmt, scheint die wenigstens zu interessieren.

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Autor: Florian Freistetter· 22.09.10 · 19:55 Uhr· 12 Kommentare

Was passiert wenn man seine Hand in den Strahl des LHC steckt?

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 42

Über die Videoreihe Sixyt Symbols habe ich hier schon öfter berichtet und immer wieder einige der interessante Videos vorgestellt. Nun sind zwei Videos erschienen, in denen Fragen der Zuseher beantwortet werden - unter anderem auch die aus dem Titel dieses Beitrags. Sehr sehenswert! Besonders interessant im ersten Teil ist zum Beispiel die Antwort der Forscher auf die Frage, was sie am meisten nervt...

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Autor: Florian Freistetter· 22.09.10 · 09:30 Uhr· 42 Kommentare

21. September 2010

2012, der spontane Polsprung, die Sonnenaktivität und immer noch kein Weltuntergang

Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt  ·  Kommentare: 39

CampoMagnetico.pngDas die Welt 2012 nicht untergehen wird, sollte mittlerweile jedem klar sein, der sich über dieses Thema halbwegs vernünftige Gedanken gemacht hat. 2012 werden auch noch eine Menge weitere Dinge nicht geschehen: die Erde wird zum Beispiel nicht "umkippen"; die Ausrichtung der Erdachse wird sich nicht ändern: den viel beschworenen "Polsprung" wird es nicht geben. Und auch das die echte Wissenschaft diesen Begriff verwendet ändert daran nichts. Wenn man in der Geophysik von "Polsprung" redet, dann meint man damit keine Veränderung der Erdachse sondern eine Umpolung des Magnetfeldes. So etwas ist in der Vergangenheit tatsächlich schon öfter vorgekommen und das haben mittlerweile auch einige der Weltuntergangspropheten und Esoteriker mitbekommen und ihre "Theorien" entsprechend abgeändert. Da sich das Magnetfeld während der Umpolung abschwächt erreicht uns auf der Erdoberfläche zu dieser Zeit der verstärkt der Sonnenwind was dann wahlweise zu Katastrophen oder einem "Bewusstseinsprung" führen soll. Kürzlich haben Geophysiker nun Forschungsergebnisse veröffentlicht, die nahelegen, dass so ein Polsprung nicht immer einige tausend Jahre dauert so wie bisher angenommen sondern unter Umständen auch viel schneller, während weniger Jahre oder gar Monate ablaufen kann. Dieser "spontane Polsprung" wird nun immer wieder als Beleg für das nahende Unheil bzw. den nahenden Bewusstseinssprung gebracht. Was steckt da aber wirklich dahinter?

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Autor: Florian Freistetter· 21.09.10 · 20:50 Uhr· 39 Kommentare

Christliche Propaganda: Atheisten machen Weihnachten kaputt

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 192

Amerika ist ja immer ein wenig anders. Auch wenn es um den Konflikt zwischen Gläubigen und Atheisten geht. Das kann man sich dort auch bald im Kino ansehen. In "Christmas with a Capital C" geht es um eine nette Kleinstadt voll netter Menschen die ein nettes Weihnachtsfest feiern wollen - wäre da nicht der böse atheistische Bürgermeister (ich glaub es ist der Bürgermeister?) der alles kaputt machen will. Meine Güte. Als ob Weihnachten+USA+Kinofilm nicht eh schon eine ausreichend grauenhaft-schmalzige Kitschmischung wäre... Da muss man nicht auch noch die ganze Religionskiste mit rein bringen. Bleibt zu hoffen, dass dieser Film es nicht bis nach Europa schafft. Der Trailer ist schon schlimm genug...

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Autor: Florian Freistetter· 21.09.10 · 09:27 Uhr· 192 Kommentare

20. September 2010

Mai 2011: Der erste habitable extrasolare Planet wird entdeckt

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 66

Szientometrie; also die wissenschaftliche Untersuchung der wissenschaftlichen Forschung ist eine interessante Sache. Anhand von Publikationen in Büchern und Zeitschriften; von Zitaten und ähnlichen Messgrößen wird beispielsweise versucht herauszufinden, wie der wissenschaftliche Fortschritt aussehen könnte. Manchmal funktioniert das hervorragend - wie z.B. bei Moore's Law das besagt dass sich die Komplexität integrierter Schaltkreise alle 2 Jahre verdoppelt. Aber so gut funktioniert es leider nicht immer.
Mit Hilfe von szientometrischen Methoden hat man nun auch versucht vorherzusagen, wann die Astronomen den ersten erdähnlichen und habitablen extrasolaren Planeten finden werden...

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Autor: Florian Freistetter· 20.09.10 · 10:50 Uhr· 66 Kommentare

19. September 2010

Kornkreise: Wie Esoteriker sich selbst täuschen

Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften·Umwelt  ·  Kommentare: 161

Über die "geheimnisvollen" Kornkreise haben wir hier ja schon öfter diskutiert (hier und hier). Und ich bin jedesmall immer wieder aufs Neue verblüfft, wie sehr sich manche Menschen von ein paar niedergedrückten Getreidehalmen beeindrucken lassen. "Sowas können Menschen unmöglich gemacht haben!" heisst es dann immer; die Muster seien viel zu komplex um menschlichen Hirnen zu entstammen und das Korn sei auf eine Art und Weise manipuliert worden wie es nicht durch "normale" Mittel möglich sei. Das solche Aussagen sich leicht widerlegen lassen und daher auch längst widerlegt sind stört da wenig. Die UFO-Fans vermuten in den Kornkreisen Botschaften von Aliens (klar, weil das Zertrampeln von Getreidefeldern ja ganz eindeutig DIE beste und sinnvollste Art der interplanetaren Kommunikation ist...) und "messen" mysteriöse Magnetfelder und anderen technischen Klimbim und die Esoteriker "spüren" ganz besondere Energien, Felder und Schwingungen. Wie stark hier der Einfluss der Selbsttäuschung ist, kann man an diesem schönen Video sehen.

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Autor: Florian Freistetter· 19.09.10 · 13:00 Uhr· 161 Kommentare

18. September 2010

Die modernsten Observatorien der Welt

Kategorie: Naturwissenschaften·Technik  ·  Kommentare: 4

Ich habe ja erst kürzlich ausführlich über das "European Extremly Large Telescope (EELT)" geschrieben. Passend dazu habe ich noch ein sehr schönes Video gefunden, dass die Arbeit an der Europäische Südsternwarte (ESO) (die das EELT ja bauen wird) beschreibt und die bisherigen Teleskope vorstellt. Sehr sehenswert! (Und dieses coole ESO-Intro kannte ich ja noch gar nicht):

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Autor: Florian Freistetter· 18.09.10 · 19:47 Uhr· 4 Kommentare

17. September 2010

Kann uns Planet X im Jahr 2012 überraschen?

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 49

Vorschaubild für 2012bannerneu.jpgÜber den mysteriösen "Planet X" bzw. "Nibiru" wurde hier ja schon viel diskutiert. Wenn es nach den Esoterikern und Weltuntergangspropheten geht, dann steht uns im Jahr 2012 eine nahe Begegnung oder gar Kollision mit diesem Objekt bevor und das wird katastrophale Folgen haben. Natürlich ist das Unsinn! Es lässt sich schnell und einfach zeigen, dass ein Objekt mit den Eigenschaften die dem Planet X zugeschrieben werden, nicht existieren kann. Denn angeblich haben ja die alten Kulturen - wahlweise Maya, Babylonier oder Sumerer - den Planeten schon gekannt und herausgefunden, dass er alle 3600 Jahre wieder zurück zur Erde kommt und sich den Rest der Zeit weit weg im äußeren Sonnensystem befindet. Nun, wie gesagt: gegen so einen Planeten der die Sonne auf dieser speziellen Bahn umkreist sprechen nicht nur grundlegende himmelsmechanische Gesetze - sondern auch Beobachtungsdaten. Denn dieser Planet müsste schon längst hell und dramatisch am Nachthimmel zu sehen sein wenn er rechtzeitig im Jahr 2012 die Erde erreichen will. Aber was ist, wenn sich Planet X irgendwie von außerhalb des Sonnensystems "anschleicht" und ganz überraschend im Dezember 2012 aus dem Nichts auftaucht?

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Autor: Florian Freistetter· 17.09.10 · 18:10 Uhr· 49 Kommentare

16. September 2010

Astronomie zum Aufhängen: Die Postersession - Teil 2

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 2

Ich bin immer noch bei der Tagung der Astronomischen Gesellschaft in Bonn und hab mir hier schon schöne Vorträge über Zwillingserden, Yetis, verwässerte Sterne und Riesenteleskope angehört. Aber neben den Vorträgen gibts ja auch die Poster und in meinem ersten Eintrag dazu konnte ich bei weitem noch nicht alle vorstellen. Seltsame Welterklärungsmodelle hab ich zwar keine mehr gefunden - dafür aber jede Menge echte und interessante Wissenschaft!

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Autor: Florian Freistetter· 16.09.10 · 17:50 Uhr· 2 Kommentare

Das extrem große Teleskop aus Europa

Kategorie: Naturwissenschaften·Technik  ·  Kommentare: 18

Seit dem ersten astronomischen Teleskop von Galileo Galilei vor 400 Jahren hat sich einiges getan. Mittlerweile beobachten die europäischen Astronomen von der Europäischen Südsternwarte ESO aus mit 8 Meter großen Spiegeln - und selbst das ist eigentlich nicht genug (Ok, für Astronomen sind die Teleskop generell immer zu klein ;) ). Momentan wird das EELT geplant. Das steht für "European Extremly Large Telescope" - ein nur logischer Name für den Nachfolger des VLT - dem "Very Large Telescope". Ursprünglich war ja der Bau des OWL ("Overwhelmingly Large Telescope") geplant das einen Spiegeldurchmesser von 100 Meter haben sollte - man hat sich dann aber doch auf das EELT beschränkt. Das ist aber mit einem Spiegel von etwa 42 Metern immer noch ordentlich groß. Aber wozu brauchen die Astronomen überhaupt so riesige Teleskope? Müssen die heutzutage wirklich so groß sein oder geht das nicht vielleicht doch auch kleiner? Diese Fragen hat heute Roberto Gilmozzi von der ESO in seinem Vortrag bei der Tagung der Astronomischen Gesellschaft in Bonn beantwortet.

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Autor: Florian Freistetter· 16.09.10 · 13:40 Uhr· 18 Kommentare

15. September 2010

Wissenschaft im Riesenrad und ein Zwangsstudium der Theologie

Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 17

Auf der Tagung der Astronomischen Gesellschaft in Bonn passieren gerade so viele interessante Dinge das ich kaum Zeit habe, um bei den Dingen am Laufenden zu bleiben, die sonst noch so passieren. Dabei steht die Welt ja nicht still und es gibt jede Menge spannende Nachrichten. Denen werde ich mich wohl erst nächste Woche widmen können - zwei kurze und erwähnenswerte Meldungen möchte ich hier aber doch noch schnell verbreiten.

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Autor: Florian Freistetter· 15.09.10 · 17:40 Uhr· 17 Kommentare

Wasser und Sterne: erste Resultate von Herschel

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 3

wishlogo.jpgÜber den Start des Weltraumteleskops Herschel habe ich im letzten Jahr ausführlich berichtet. Mittlerweile ist das Teleskop schon einige Zeit im All und macht interessante Entdeckungen. Eines der Forschungsprogramme, die mit Herschel durchgeführt werden ist WISH (Water in Star-forming regions with Herschel). Dabei geht es um die Suche nach Wasser. Denn dieses Molekül gibt es in den warmen Sternentstehungsregionen haufenweise (es ist das dritthäufigste Molekül). Aus der Beobachtung der Verteilung der Wassermoleküle; der Interaktion mit den Protosternen und der unterschiedlichen Zustände der Moleküle lässt sich jede Menge Interessantes über die Sternentstehungsgebiete und die Prozesse die dort ablaufen herausfinden. Auf der Tagung der Astronomischen Gesellschaft in Bonn berichtet heute Ewine van Dishoeck von der Sternwarte in Leiden über die ersten Ergebnisse die aus Herschel-Beobachtungen gewonnen wurden.

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Autor: Florian Freistetter· 15.09.10 · 13:05 Uhr· 3 Kommentare

Astronomie zum Aufhängen: Die Postersession

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 11

Wenn sich einige hundert Astronomen für ein paar Tage treffen, dann reicht die Zeit meist nicht, damit jeder seine Forschung in einem eigenen Vortrag vorstellen kann. Deswegen gibt es die wissenschaftlichen Poster. Auf einem Plakat der Größe A0 probiert man, seine Ergebnisse möglichst übersichtlich und interessant darzustellen und in den Kaffeepausen können dann alle von Poster zu Poster wandern und schauen, was es so neues gibt. Bei wissenschaftlichen Postern kann man sehr viel falsch machen - und im Allgemeinen wird das auch gemacht ;) (Georg hat übrigens eine schöne Analyse der Posterpräsentation geschrieben). Die meisten Leute verwechseln Poster mit wissenschaftlichen Artikel und knallen sie voll mit Text in kleinsten Schriftarten. Text, denn dann natürlich eh niemand liest denn wer hat schon Lust sich in den Kaffeepausen durch dutzende Poster in A0, bedruckt mit 12-Punkt-Schrift zu lesen ;)

Wie auch immer - so wie letztes Jahr habe ich mir auch diesmal die astronomischen Poster angesehen und die (aus meiner Sicht) interessantesten werden hier vorgestellt (das seltsamste Poster war ja schon gestern dran)

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Autor: Florian Freistetter· 15.09.10 · 10:04 Uhr· 11 Kommentare

14. September 2010

Seltsame Wissenschaft auf der AG-Tagung: Die Weltpotentialtheorie

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 35

Auf der Tagung der Astronomischen Gesellschaft in Bonn gibt es ja nicht nur interessante Vorträge - sondern auch jede Menge interessante Poster. Über die wird es morgen noch einen eigenen Artikel geben - aber als ich mir heute einen ersten Überblick über die vielen Poster verschafft habe, bin ich dort auf eine sehr seltsame Theorie gestossen. Die "Weltpotentialtheorie" von Peter Wolff.

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Autor: Florian Freistetter· 14.09.10 · 20:10 Uhr· 35 Kommentare

Plato, fiese Doppelsterne und Yetis: das Neueste aus der Exoplanetenforschung

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 5

Neben den Vorträgen von allgemeinen Interesse am Vormittag gibt es bei der Tagung der Astronomischen Gesellschaft am Nachmittag immer jede Menge spezielle Meetings. Bei den vielen unterschiedlichen Sessions, die da parallel ablaufen ist es gar nicht so einfach, sich für ein Thema zu entscheiden. Ich bin dann aber doch dorthin gegangen, wo ich mich fachlich am wohlsten fühle: zu den Exoplaneten.

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Autor: Florian Freistetter· 14.09.10 · 18:06 Uhr· 5 Kommentare

Michel Mayor und die Suche nach den Zwillingen der Erde

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 6

Mit 20 Minuten Verspätung1 fing der Vortrag von Michel Mayor endlich an. Mayor wurde mit der Karl-Schwarzschild-Medaille der Astronomischen Gesellschaft ausgezeichnet - für die Entdeckung des ersten extrasolaren Planeten im Jahr 1995 (gemeinsam mit Didier Queloz) und die Entdeckung noch vieler weiterer Planeten in der Zeit danach. Der erste Planet, 51 Pegasi b, war noch viel größer als Jupiter - mittlerweile sind unsere Instrumente aber besser geworden und man macht sich auf die Suche nach kleineren Planeten. Darüber spricht auch Mayor; der Titel seines Vortrags lautet: "Exoplanets: The road to earth twins"

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Autor: Florian Freistetter· 14.09.10 · 10:55 Uhr· 6 Kommentare

13. September 2010

AG 2010 - die ersten Impressionen

 ·  Kommentare: 5

Ich komme gerade von den Eröffnungsfeierlichkeiten der Tagung der Astronomischen Gesellschaft in Bonn. Bis jetzt ist noch nicht viel passiert; mit den wissenschaftlichen Vorträgen geht es so richtig erst morgen los. Aber ein paar Fotos hab ich schon gemacht.

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Autor: Florian Freistetter· 13.09.10 · 22:09 Uhr· 5 Kommentare

Die Widersprüche der Bibel und die "Katholische Konferenz über das Geozentrische Weltbild"

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 23

Ich sitze gerade im Zug nach Bonn, les mich durch die Neuerscheinungen bei arXiv (einige coole Sachen dabei; demnächst gibts dann hier mehr dazu) und schau zwischendurch ein paar Videos. Zum Beispiel das hier, dass schön demonstriert, dass man bei der Auslegung des "Wort Gottes" vielleicht doch etwas vorsichtig sein sollte...

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Autor: Florian Freistetter· 13.09.10 · 12:40 Uhr· 23 Kommentare

12. September 2010

"The Cosmos at High Resolution": Tagung der Astronomischen Gesellschaft in Bonn

Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 4

Nebenan bereitet man sich auf den großen Historikertag vor, der in knapp 2 Wochen stattfindet - die Astronomen tagen allerdings schon morgen und zwar in Bonn. Die Jahrestagung der Astronomischen Gesellschaft (AG) steht diesmal unter dem Motto "Zooming in: The Cosmos at High Resolution" und es gibt jede Menge interessante Vorträge zu hören.

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Autor: Florian Freistetter· 12.09.10 · 16:33 Uhr· 4 Kommentare

Blog-Teleskop #60

Kategorie: Blog-Teleskop·Naturwissenschaften

Falls es jemand noch nicht gemerkt haben sollte: ScienceBlogs hat seit einiger Zeit einen äußerst lesenswerten Zuwachs bekommen: Unter Hier wohnen Drachen bloggt der Physiker Martin Bäker. Und er hat auch gleich die Ausgabe Nr. 60 des Blog-Teleskops übernommen (das übrigens auch ähnliche Aktionen inspiriert hat. Also schaut rein!

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(Und wer auch einmal ein Blogteleskop ausrichten will, der soll mir Bescheid sagen!)


Autor: Florian Freistetter· 12.09.10 · 13:48 Uhr· 0 Kommentare

11. September 2010

Computer-Nostalgie: Commodore 64

Kategorie: Technik  ·  Kommentare: 71

Ich erinnere mich noch ganz genau! Weihnachten, irgendwann in den 80er Jahren - und unter dem Weihnachtsbau leuchtete blau der Startbildschirm des Commodore 64. Mein erster Computer. Und, für die Jugend von Heute, damals waren Computer absolut keine Selbstverständlichkeit. PCs, so wie es sie heute gibt, existierten damals quasi nicht. Aber der Commodore 64, der war super. Geschenkt bekam ich damals nicht nur den Commodore selbst sondern auch gleich mein erstes Spiel: Jungle Hunt (das wurde damals noch auf Datasette gespeichert; also auf normalen Audiokassetten - aber das kennt ja heute auch niemand mehr ;) ). Das war ein fantastisches Spiel - so sah es aus:


Und wer jetzt nicht versteht, warum das cool ist, der braucht gar nicht erst weiterlesen...

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Autor: Florian Freistetter· 11.09.10 · 17:10 Uhr· 71 Kommentare

Die Steine von Washington

Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt

Hmm - ich überlege gerade einen neue Rubrik mit dem Titel "Steine am Samstag" einzurichten ;) Denn nach dem coolen Video über die Geologie des Massanutten Mountain von letzter Woche habe ich nun noch eines über die Geologie von Washington, D.C. gefunden.

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Autor: Florian Freistetter· 11.09.10 · 13:32 Uhr· 0 Kommentare

10. September 2010

Durchgefallen: Vom Urknall zum Durchknall

Kategorie: Medizin·Naturwissenschaften·Themenwoche  ·  Kommentare: 152

UrknallDurchknall.jpgIch weiß, in letzter Zeit häufen sich hier die Rezensionen. Aber ich habe in den vergangenen Wochen so viele interessante Bücher gelesen und noch so viele vor mir... und wenn ich zu lange warte, dann vergesse ich wieder alles, was ich in die Rezension schreiben wollte. Also muss ich jetzt mal den ganzen Rückstau aufarbeiten bevor es mit den neuen Büchern weitergeht.

Heute ist wieder mal ein Buch zum Thema "Kosmologie und theoretische Physik" dran. Davon hab ich ja in der Vergangenheit einige vorgestellt. Diesmal geht es um "Vom Urknall zum Durchknall". Und dieses Buch ist - zumindest meiner Meinung nach - absolut durchgefallen...

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Autor: Florian Freistetter· 10.09.10 · 08:00 Uhr· 152 Kommentare

09. September 2010

Wer nichts weiß, muss alles glauben

Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften·Themenwoche·Umwelt  ·  Kommentare: 35

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"Ein sehr dicker Experimentalphysiker, ein dicker Kabarettist und ein alter Professor für Theoretische Physik (...) - warum wollen sich die Menschen das anschauen?"

Weil es die Science Busters sind - und die sind einfach cool ;) Bis jetzt hat sich das Wirken von Werner Gruber (der dicke Experimentalphysiker), Heinz Oberhummer (der alte Professor für Theoretische Physik) und Martin Puntigam (der dicke Kabarettist) mehr oder weniger auf Wien beschränkt. Über ihren Podcast konnte man aber auch bisher schon ein wenig des tollen Wissenschaftskabaretts mitbekommen und seit kurzem gibt es nun auch endlich das Science-Buster-Buch "Wer nichts weiß, muss alles glauben".

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Autor: Florian Freistetter· 09.09.10 · 14:55 Uhr· 35 Kommentare

08. September 2010

Zwei harmlose Asteroiden kommen zu Besuch

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 19

Nur für den Fall das irgendjemand in irgendwelchen dunklen Ecken des Internets was aufschnappt und Angst bekommt: die beiden Asteroiden, die heute ganz nah an der Erde vorbeifliegen sind völlig ungefährlich!

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Autor: Florian Freistetter· 08.09.10 · 15:30 Uhr· 19 Kommentare

Kein Geld am CERN: Beschleunigerstopp im Jahr 2012

Kategorie: Naturwissenschaften·Politik·Technik  ·  Kommentare: 105

atlas.jpgNoch läuft alles gut am CERN und am großen Teilchenbeschleuniger LHC (der nicht gefährlich ist!). Nach den technischen Schwierigkeiten am Anfang läuft jetzt alles wieder und die ersten Ergebnisse laufen ein. Aber es gibt wieder Probleme - nicht mit den Maschinen; die sind in Ordnung. Aber die Regierungen der Mitgliedsländer wollen nicht mehr so viel Geld bezahlen und zwingen das CERN zu Einsparungen. Der Budgetentwurf für die Jahre 2011 bis 2015 hat zu großen Diskussionen geführt und nun wird das CERN etwa 135 Millionen Franken (ca. 105 Millionen Euro) weniger zur Verfügung haben. Um keine Experimente absagen zu müssen hat sich CERN-Direktor Rolf-Dieter Heuer dazu entschlossen, 2012 sämtliche Teilchenbeschleuniger ein Jahr lang pausieren zu lassen um so Kosten zu sparen.

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Autor: Florian Freistetter· 08.09.10 · 09:25 Uhr· 105 Kommentare

07. September 2010

Das Templiner Manifest: an den Unis muss sich was ändern!

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Naturwissenschaften·Politik  ·  Kommentare: 56

Ich habe hier ja schon an vielen Stellen über die gängige Wissenschaftspolitik gemeckert. Über die demotivierenden befristeten Arbeitsverträge, über die Probleme der Doktoranden, über die Chancen auf dem Arbeitsmarkt, über die mangelnde Förderung von guter Lehre und über die mangelnde Förderung der Öffentlichkeitsarbeit. Damit sich da was ändern kann, muss sich die Struktur der Universitäten grundlegend ändern. Und genau so eine Änderung fordert die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in ihrem Templiner Manifest.

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Autor: Florian Freistetter· 07.09.10 · 11:19 Uhr· 56 Kommentare

06. September 2010

Ein sterbender Stern und eine coole Spirale

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 34

Habt ihr sowas schonmal gesehen?

spirale.jpg


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Autor: Florian Freistetter· 06.09.10 · 19:53 Uhr· 34 Kommentare

Ein Laserstrahl ins Herz der Milchstrasse

Kategorie: Naturwissenschaften·Technik  ·  Kommentare: 16

Da! Da ist er endlich, der mysteriöse Synchronisationsstrahl aus dem Zentrum der Milchstrasse!

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Autor: Florian Freistetter· 06.09.10 · 14:55 Uhr· 16 Kommentare

Naturwissenschaftliche Märchen: "Die kleine Sonne auf großer Fahrt"

Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften·Themenwoche·Wissenschaft für Kinder  ·  Kommentare: 11

die_kleine_sonne_auf_grosser_fahrt_bildung_von_anfang_an.jpgEs wird mal wieder Zeit, ein Kinderbuch mit astronomischen Inhalt zu rezensieren. Es heisst "Die kleine Sonne auf großer Fahrt", trägt den Untertitel "Märchensammlung zur naturwissenschaftlichen Bildung" und wurde von unter anderem vom Physiker Werner Gruber verfasst, der den meisten wohl von seinem Auftritt bei Markus Lanz oder den Science Busters bekannt ist.

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Autor: Florian Freistetter· 06.09.10 · 08:00 Uhr· 11 Kommentare

05. September 2010

Gemeinsam gegen Leukämie

Kategorie: Medizin  ·  Kommentare: 20

DKMS-Logo_de.jpgIch gehöre ja zu den Menschen, die die Existenz tödlicher Krankheiten am liebsten einfach ignorieren würden. Aber so läuft es ja leider nicht. So schlimm die Vorstellung auch ist, so schwer zu erkranken - es kann jeden treffen und man sollte sich damit auseinandersetzen. Außerdem ist es mit der modernen Medizin mittlerweile ja sogar möglich, viele Krankheiten erfolgreich zu bekämpfen, deren Diagnose früher einem Todesurteil gleich kam. Aber nicht immer reicht es, wenn die Ärzte wissen, was sie tun müssen. Oft braucht es auch die Hilfe anderer Menschen - und oft auch einfach nur Geld. Diese Hilfe wird jetzt gerade wieder gebraucht und ich hoffe, ihr wollt dabei helfen.

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Autor: Florian Freistetter· 05.09.10 · 16:55 Uhr· 20 Kommentare

04. September 2010

Steine sind cool!

Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt  ·  Kommentare: 7

Ich weiß auch nicht, warum ich die Geologie so interessant finde. Vielleicht, weil sie so einen krassen Gegensatz zur Astronomie darstellt. Unsere Forschungsobjekte sind unvorstellbar weit entfernt und alles was wir im Normalfall mit ihnen anstellen können, ist sie anzuschauen. Der Geologe braucht nur vor die Tür zu gehen und kann dort Steine sammeln, erforschen und untersuchen so viel er will ;)

Aber ich finde es auch immer wieder interessant, was man aus so ein bisschen Gestein alles ablesen kann und wie sich heute noch eine Millionen Jahre alte Vergangenheit rekonstruieren lässt, indem man nur ein paar Steine sammelt. Das wird in diesem Video, in dem der Massanutten Mountain im Shenandoah Valley in Virginia untersucht wird, wunderbar einfach und verständlich erklärt:

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Autor: Florian Freistetter· 04.09.10 · 09:54 Uhr· 7 Kommentare

03. September 2010

"Hanny and the Mystery of the Voorwerp"

Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 11

Im Juni 2006 habe ich über ein mysteriöses grünes Ding im Weltall berichtet. Nein, kein Alien - sondern ein Objekt, dass eine holländische Lehrerin im Projekt Galaxy Zoo entdeckt hat. So sah es aus:

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Autor: Florian Freistetter· 03.09.10 · 17:16 Uhr· 11 Kommentare

Die Supernova und die Perlenkette

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 20

Die Supernova 1987A gehört wohl zu den bekanntesten Objekten ihrer Art. Dabei gibt es jede Menge davon; Sterne die am Ende ihres Lebens in einer großen Explosion vergehen findet die Astronomen ständig. Aber die sind alle weit weg; in anderen Galaxien. Aber 1987 fand so eine Supernova in der Großen Magellanschen Wolke statt und mit einer Entfernung von knapp 150000 Lichtjahren ist das die erdnächste Supernova die wir derzeit beobachten können. Und beobachtet wurde sie! Supernovae sind enorm wichtig, wenn man z.B. besser verstehen will, wie Sterne mit ihrer Umgebung interagieren; wie sie die Eigenschaften einer Galaxie beeinflussen und natürlich auch, wie Sterne generell funktionieren. Also wurden seit 1987 jede Menge Teleskope auf die Supernova gerichtet - darunter natürlich auch das Hubble-Teleskop, dass ja schon 1990 im Orbit war und somit nur die ersten drei Jahre von SN 1987A verpasst hat. Mit tollen Bilder hat Hubble das aber schnell wieder aufgeholt und gestern wurde nun ein neues Bild veröffentlicht, aus dem sich interessante Rückschlüsse auf die Dynamik der Supernova ziehen lassen.

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Autor: Florian Freistetter· 03.09.10 · 10:28 Uhr· 20 Kommentare

02. September 2010

Wurmlöcher, Zeitmaschinen und ein Universum, das sich selbst erzeugt

Kategorie: Naturwissenschaften·Themenwoche  ·  Kommentare: 13

Das Angebot an populärwissenschaftlichen Bücher über theoretische Physik und Kosmologie ist ja erstaunlich groß. Von den Grundlagen der Relativitätstheorie und Quantenmechanik über den Urknall bis hin zu ausgefallenen Themen wie Stringtheorie oder Paralleluniversen ist alles da. Ein solches Grundlagenbuch habe ich ja schonmal ausführlich vorgestellt: Brian Greens "Der Stoff aus dem der Kosmos ist". Gerade habe ich ein anderes Buch zu Ende gelesen, dass sich mit den eher exotischeren Themen beschäftigt. In "Tunnel durch Raum und Zeit" von Rüdiger Vaas geht es um schwarze Löcher, um Wurmlöcher, um Warp-Antrieb und Überlichtgeschwindigkeit; um Zeitreisen und Zeitmaschinen.

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Autor: Florian Freistetter· 02.09.10 · 19:00 Uhr· 13 Kommentare

Dark Sky, Bright Kids

Kategorie: Naturwissenschaften·Wissenschaft für Kinder  ·  Kommentare: 6

Wenn es darum geht, Kindern etwas über Astronomie bzw. allgemeine Wissenschaft beizubringen, dann finde ich das immer sehr toll. Deswegen bin ich auch von Projekten wie "Dark Syk, Bright Kids" von der Universität Virginia sehr begeistert.

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Autor: Florian Freistetter· 02.09.10 · 10:55 Uhr· 6 Kommentare

01. September 2010

Esoterik-Studium an der Viadrina: die DGEIM schämt sich

Kategorie: Kultur·Medizin·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 63

(Nachtrag 5. Oktober 2010: Heute hat sich Claus Fritzsche bei mir gemeldet. Er hat mir geschrieben, dass sich die DGEIM anscheinend nicht für ihr seltsames Kursangebot an der Uni Frankfurt schämt sondern dass die Informationen zum Wahlpflichtfachmodul "Energy Medicine" deswegen korrigiert wurden weil deren Darstellung auf der DGEIM-Homepage falsch war. Sie haben sich laut Fritsche nicht auf das Studium in Frankfurt bezogen sondern auf einen Studiengang am Interuniversitären Kolleg für Gesundheit und Entwicklung in Graz. Die Korrekturen an der DGEIM-Homepage über die ich hier berichtet habe wurden deswegen gemacht und nicht weil der DGEIM die Öffentlichkeit die ihr seltsames Lehrmodul erhalten hatte peinlich war. Wenn es so war, dann kann man den Rest dieses Artikels gerne ignorieren; so wirklich nachprüfen lässt sich das nun ja leider nicht mehr.



Letzte Woche habe ich über das Esoterik-Studium an der Uni in Frankfurt (Oder) berichtet. Im dort stattfindenden Masterstudiengang "Komplementärmedizin" gab es ein tolles Wahlpflichtfachmodul namens "Energy Medicine" - und das war voll mit übelster Esoterik: Skalarwellen, Global Scaling, Wünschelruten, Orgon, usw... Durchgeführt wurde dieses Modul in Zusammenarbeit mit der "Deutschen Gesellschaft für Energetische und Informationsmedizin (DGEIM)" die auf ihrer Homepage auch detailliert über das Modul berichtet. Nun scheint man sich dort aber doch nicht so sicher zu sein, ob es eine gute Idee war, die ganze Esoterik ausführlich der Öffentlichkeit darzustellen - denn kürzlich wurde die Homepage geändert.

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Autor: Florian Freistetter· 01.09.10 · 13:50 Uhr· 63 Kommentare

Wenn Theoretiker die Beobachter ärgern: sind die Planeten um HR 8799 doch braune Zwerge?

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 13

Die Astronomen sitzen nicht nur hinterm Teleskop und beobachten den Himmel. So wie überall sonst gibt es auch hier das Wechselspiel von Beobachtung und Theorie. Die Beobachter finden was und die Theoretiker erklären es. Oder die Theoretiker sagen etwas vorher - das die Beobachter dann finden (oder auch nicht). Natürlich ist das Verhältnis nicht immer frei von Spannungen. Als ich zum Beispiel vor 3 Jahren in einem Artikel die Existenz von Planeten um den Stern Beta Pictoris vorhergesagt hatte, war mir auch ein wenig Unwohl bei dem Gedanken, dass es nun die Beobachter in der Hand haben, unsere Arbeit entweder zu bestätigen oder mich gnadenlos zu widerlegen. Aber in diesem Fall hatte ich Glück - zumindest einer der Planeten ist tatsächlich da. Natürlich gehts auch andersum. Beobachter entdecken Planeten um einen Stern - und die Theoretiker finden heraus, dass das gar keine Planeten sein können. Christian Marois und seine Kollegen die vor 2 Jahren das erste direkte Bild eines extrasolaren Planetensystems um den Stern HR 8799 gemacht haben, dürften daher den kürzlich erschienen Artikel von Amaya Moro-Martin et al. mit etwas Unbehagen gelesen haben. Trägt er doch den Titel "Could the Planetes around HR 8799 be Brown Dwarfs?". Das wäre schon blöd, wenn man "nur" ein System von braunen Zwergen gefunden hätte und kein echtes Planetensystem. Aber immerhin steht im Titel ja ein Fragezeichen - also schauen wir mal, wie die Geschichte ausgeht.

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Autor: Florian Freistetter· 01.09.10 · 13:10 Uhr· 13 Kommentare

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