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31. August 2009
Ein Drache in der Garage
Kategorie: Der Drache in meiner Garage·Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur·Naturwissenschaften·Themenwoche · Kommentare: 46
[Das hier ist eine Rezension eines Kapitels des Buches "Der Drache in meiner Garage" von Carl Sagan. Links zu den Rezensionen der anderen Kapitel finden sich hier.]
"In meiner Garage lebt ein feuerspeiender Drache!" Wie würde man reagieren, wenn man auf so eine - ernstgemeinte - Behauptung trifft? Mit dieser Frage beginnt Kapitel 10 in Sagans Buch.
Klar - die erste Antwort wäre: "Zeig mir den Drachen!". Man bekommt eine leere Garage zu Gesicht. Und den Hinweis, es handle sich um einen unsichtbaren Drachen. Man schlägt vor, Mehl auf den Boden zu streuen, um die Fußspuren zu sehen - aber der Drache fliegt in der Luft. Man benutzt einen Infrarotdetektor um das Feuer zu registrieren - aber das Feuer gibt keine Wärme ab. Man will den Drachen mit Farbe ansprühen - aber es ist ein immaterieller Drache und die Farbe haftet nicht. Und so weiter - jeder Einwand, jede Frage, jeder vorgeschlagene Test kann entsprechend abgewehrt werden.
Was aber ist dann der Unterschied zwischen einem unsichtbaren, immateriellen, schweben Drachen, der hitzeloses Feuer speit und gar keinem Drachen? Wenn es keine Möglichkeit gibt, den behaupteten Drachen zu widerlegen, was bedeutet es dann, wenn man sagt, der Drachen würde existieren?
Autor: Florian Freistetter· 31.08.09 · 06:59 Uhr· 46 Kommentare
30. August 2009
Unter Hypnose: Therapeuten und Gefahren
Kategorie: Der Drache in meiner Garage·Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur·Medizin·Naturwissenschaften·Themenwoche · Kommentare: 4
[Das hier ist eine Rezension eines Kapitels des Buches "Der Drache in meiner Garage" von Carl Sagan. Links zu den Rezensionen der anderen Kapitel finden sich hier.]
In Kapitel 9 widmet sich Sagan einem sehr heiklen Thema. Den Therapeuten, die die Opfer angeblicher Entführungen durch Außerdirdische betreuen. Er beginnt mit der Geschichte von John Mack, einem Psychiater, der überzeugt davon ist, dass Menschen von Außerirdischen entführt werden und dass versteckte Erinnerungen daran in therapeutischen Sitzungen freigelegt werden können. Damit steht er nicht alleine - viele Therapeuten sind ähnlicher Meinung.
Sagan stellt sich dazu einige Fragen:
Have the hypnotists and psychotherapists working with "abductees" made consientious attempts to steep themselves in the body of knowledge on hallucinations and perceptual malfunctions? Why do they believe these witnesses but not those who reported, with comparable conviction, encounters with gods, demons, saints, angels and fairies? And what about those who hear irresistible commands from a voice within? Are all deeply felt stories true?
Autor: Florian Freistetter· 30.08.09 · 06:59 Uhr· 4 Kommentare
29. August 2009
Falsche Erinnerungen, Visionen und Marienerscheinungen
Kategorie: Der Drache in meiner Garage·Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur·Naturwissenschaften·Themenwoche · Kommentare: 4
[Das hier ist eine Rezension eines Kapitels des Buches "Der Drache in meiner Garage" von Carl Sagan. Links zu den Rezensionen der anderen Kapitel finden sich hier.]
Wie findet man heraus, ob das, was man zu sehen oder zu hören meint, real ist, oder nicht? Hat das Telefon gerade geläutet, oder habe ich mir das nur eingebildet? Ist meine Freundin gerade am Fenster vorbei gelaufen? Die Strasse in dieser fremden Stadt kommt mir so bekannt vor, als hätte ich sie schon mal gesehen.
Erinnerungen und Wahrnehmungen sind nicht immer die felsenfesten, absolut klaren Sachen, als die sie uns erscheinen. Das, an was wir uns erinnern, muss noch lange nicht passiert sein.
Autor: Florian Freistetter· 29.08.09 · 06:59 Uhr· 4 Kommentare
28. August 2009
Eine Welt voller Dämonen und Hexen
Kategorie: Der Drache in meiner Garage·Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur·Naturwissenschaften·Themenwoche · Kommentare: 11
[Das hier ist eine Rezension eines Kapitels des Buches "Der Drache in meiner Garage" von Carl Sagan. Links zu den Rezensionen der anderen Kapitel finden sich hier.]
Kapitel 7 trägt den gleichen Titel wie das ganze Buch "The demon-haunted world". Sagan widmet sich darin einem Thema, das scheinbar erstmal nichts mit UFOs und Außerirdischen zu tun hat: Dämonen und Hexen.
Autor: Florian Freistetter· 28.08.09 · 06:59 Uhr· 11 Kommentare
27. August 2009
Zwischen Traum und Realität: entführt von Außerirdischen
Kategorie: Der Drache in meiner Garage·Kultur·Medizin·Naturwissenschaften·Themenwoche · Kommentare: 20
[Das hier ist eine Rezension eines Kapitels des Buches "Der Drache in meiner Garage" von Carl Sagan. Links zu den Rezensionen der anderen Kapitel finden sich hier.]
In Kapitel 6 beschäftigt sich Sagan mit den Geschichten über Außerirdische, die Menschen entführen und mit Halluzinationen. Er erzählt von den Leuten, die ihm Briefe schreiben und die angeblich in telepathischen Kontakt mit Außerirdischen stehen (die gibt es übrigens auch hier in meinem Blog ;) ). Sagan wird dann oft aufgefordert, den Aliens eine beliebige Frage zu stellen:
And so, over the years I've prepared a little list of questions. The extraterrestrials are very advanced, remember. So I ask things like, "Please provide a short proof of Fermat's Last Theorem." Or the Goldbach Conjecture. And then I have to explain, what these are, because extraterrestrials will not call it Fermat's Last Theorem. So I write out the simple equation with the exponents. I never geht an answer. On the other hand, if I ask something like "Should we be good?" I almost alwas get an answer. Anything vague, especially involving conventional moral judgments, these aliens are extremely happy to respond on. But on anything specific, where there is a chance to find out if they actually know anything beyond what most humans know, there is only silence. Something can be deduced from this differential ability to answer questions.
Autor: Florian Freistetter· 27.08.09 · 06:59 Uhr· 20 Kommentare
26. August 2009
UFOs: Schwindel, Vertuschung und Geheimhaltung
Kategorie: Der Drache in meiner Garage·Kultur·Naturwissenschaften·Themenwoche · Kommentare: 96
[Das hier ist eine Rezension eines Kapitels des Buches "Der Drache in meiner Garage" von Carl Sagan. Links zu den Rezensionen der anderen Kapitel finden sich hier.]
Auch in Kapitel 5 beschäftigt sich Sagan mit UFOs. Diesmal liegt der Fokus auf der Beweislage und auf den Vorwürfen der Vertuschung und der Unterschlagung von Beweisen von Seiten der Regierung. Sagan macht sich zuerst Gedanken über die Bedeutung des Wortes "UFO":
That there are things seen which the ordinary observer, or even an occasional expert, does not understand is inevitable. But why, if we see something we don't recognize, should we conclude it's a ship from the stars? A wide variety of more prosaic possibilities present themselves.
Autor: Florian Freistetter· 26.08.09 · 06:59 Uhr· 96 Kommentare
25. August 2009
UFOs und Kornkreise
Kategorie: Der Drache in meiner Garage·Kultur·Naturwissenschaften·Themenwoche · Kommentare: 111
[Das hier ist eine Rezension eines Kapitels des Buches "Der Drache in meiner Garage" von Carl Sagan. Links zu den Rezensionen der anderen Kapitel finden sich hier.]
In den folgenden Kapiteln beschäftigt Sagan sich mit einem weitverbreiteten Glauben: Aliens landen regelmäßig auf der Erde um Menschen zu entführen um mit ihnen Experimente anzustellen.
Gleich zu Beginn stellt Sagan ein paar berechtigte Fragen:
Why should beings so advanced in physics and engineering - crossing vast interstellar distances, walking like ghosts through walls - be so backwards when it comes to biology? Why, if the aliens are trying to do their business in secret, wouldn't they perfectly expunge all memories of the abduction? Too hard for them to do? Why are all the examining instruments macroscopic and so reminiscent of what can be found at the neighborhood medical clinic? Why go to all the trouble of repeatd sexual encounters between aliens and humans? Why not steal a few egg and sperm cells, read the full genetic code, and then manufacture as many copies as you like with whatever genetic variations happen to suit your fancy?
Autor: Florian Freistetter· 25.08.09 · 06:59 Uhr· 111 Kommentare
24. August 2009
Das Marsgesicht
Kategorie: Der Drache in meiner Garage·Kultur·Naturwissenschaften·Themenwoche · Kommentare: 16
[Das hier ist eine Rezension eines Kapitels des Buches "Der Drache in meiner Garage" von Carl Sagan. Links zu den Rezensionen der anderen Kapitel finden sich hier.]
In Kapitel Drei seines Buches demonstriert Sagan die pseudowissenschaftliche Denkweise an zwei Beispielen aus seinem Arbeitsgebiet, der Erforschung fremder Welten.
Erst seit ein paar Jahrzehnten sind wir in der Lage die Oberflächen der Himmelskörper mittels Raumsonden genau zu betrachten. Bis dahin war der Mond das einzige Objekt, das mit Teleskopen im Detail angesehen werden konnte.
Die Interpretation der Oberflächenstrukturen auf fremden Himmelskörpern bietet unzählige Möglichkeiten für pseudowissenschaftliche "Theorien". Das Gehirn des Menschen ist darauf ausgelegt, Muster zu erkennen. Diese Fähigkeit war aus evolutionären Gründen wichtig - so wichtig, dass Menschen auch dort Muster erkennen, wo gar keine sind. Und das wichtigste Muster für einen Menschen ist ein menschliches Gesicht.
Autor: Florian Freistetter· 24.08.09 · 06:59 Uhr· 16 Kommentare
23. August 2009
Wissenschaft und Hoffnung
Kategorie: Der Drache in meiner Garage·Kultur·Naturwissenschaften·Themenwoche · Kommentare: 33
[Das hier ist eine Rezension eines Kapitels des Buches "Der Drache in meiner Garage" von Carl Sagan. Links zu den Rezensionen der anderen Kapitel finden sich hier.]
Im zweiten Kapitel mit dem Titel "Science and Hope" erläutert Sagan weiter, warum Wissenschaft und deren Vermittlung so wichtig ist. Dabei spricht er auch von seiner ganz persönlichen Leidenschaft für die Wissenschaft die er schon als kleines Kind entwickelte. Sein Drang zur Wissensvermittlung folgt direkt daraus:
Popularizing science then follows naturally and immediately. Not explaining science seems to me perverse. When you're in love you want to tell the world. This book is a personal statement, reflecting my lifelong love affair with science.
Autor: Florian Freistetter· 23.08.09 · 06:59 Uhr· 33 Kommentare
22. August 2009
Die kostbare Wissenschaft
Kategorie: Der Drache in meiner Garage·Kultur·Naturwissenschaften·Themenwoche · Kommentare: 13
[Das hier ist eine Rezension eines Kapitels des Buches "Der Drache in meiner Garage" von Carl Sagan. Links zu den Rezensionen der anderen Kapitel finden sich hier.]
Im ersten Kapitel mit dem Titel "The most precious thing" spricht Sagan darüber, warum Wissenschaft so wichtig ist und wodurch sie gefährdet wird. Er beschreibt die Begegnung mit einem Taxifahrer von vielen Dingen fasziniert war: Nostradamus, Atlantis, Area 51, Außerirdische, Channeling, etc. Er war etwas enttäuscht, als Sagan im erklärte, das er von diesen Dingen nicht viel hält. Dafür war er umso faszinierter, als Sagan ihm von der echten Wissenschaft erzählte. Sagan schreibt:
Mr. "Buckley" - well-spoken, intelligent, curious - had heard virtually nothing of modern science. He had a natural appetite for the wonders of the universe. He wanted to know about science. It's just that all the science had gotten filtered out before it reached him. Our cultural motifs, our educational system, our communications media have failed this man. What the society permitted to trickle through was mainly pretense and confusion. It had never tuaght him how to distinguish real science from the cheap imitation. He knew nothing about how science works.
Autor: Florian Freistetter· 22.08.09 · 06:59 Uhr· 13 Kommentare
21. August 2009
Der Drache in meiner Garage
Kategorie: Der Drache in meiner Garage·Kultur·Naturwissenschaften·Themenwoche · Kommentare: 25
Ich habs eigentlich nicht so mit der Fankultur. Ich habe keine Poster meiner Lieblingssänger oder Lieblingsfilmstars an der Wand hängen; ich hab keine Star-Trek-Bettwäsche oder Star-Wars T-Shirts oder sonstige Auswüchse des Kultigen. Es gibt natürlich viele Menschen und viele Wissenschaftler, die mich beeinflusst haben - aber bei niemanden würde ich mich als "Fan" bezeichnen.
Eine Ausnahme würde ich allerdings eventuell bei Carl Sagan machen.
Autor: Florian Freistetter· 21.08.09 · 06:59 Uhr· 25 Kommentare
20. August 2009
Urlaub in Krems
Kategorie: Kultur · Kommentare: 14
Ich mache (endlich!) Urlaub. Bald geht es los und ich bin vorher noch mit diversen Dingen beschäftigt - das bedeutet, ich werde mich ab heute nicht mehr wirklich intensiv um mein Blog kümmern können.
Das heisst aber nicht, dass es hier nichts mehr zu lesen gibt. Ich war fleissig und hab ein bisschen vorgearbeitet ;) Ab morgen gibt es daher eine sehr ausführliche Buchrezension - jeden Tag ein Kapitel. Das mag übertrieben erscheinen - aber bei diesem Buch lohnt es sich wirklich!
An meinem Urlaubsort gibt es zwar Internet, ich weiß aber nicht, wieviel Zeit bzw. Lust ich darauf habe. Also nicht wundern, wenn es etwas länger dauert, bis ich auf Fragen antworte. Also benehmt euch und schreibt nicht zuviel Blödsinn ;)
Ich fahre übrigens wieder nach Krems an der Donau - quasi meine Heimatstadt in Österreich (ist auch nicht ganz richtig, aber das wäre jetzt zu kompliziert). Wenn ihr mal in der Gegend seid, schaut vorbei! Krems ist eine tolle Stadt (auch wenn die Schlagzeilen in letzter Zeit eher etwas negativ waren - aber dafür konnte Krems nichts).
Habe ich eigentlich Leserinnen oder Leser aus Krems (also welche, die nicht mit mir verwandt sind) ?
Ich wünsche euch jedenfalls weiterhin viel Spaß in meinem Blog - wir sehen uns dann im September wieder!
Autor: Florian Freistetter· 20.08.09 · 07:57 Uhr· 14 Kommentare
19. August 2009
Delfine sind blöd!
Kategorie: Kultur·Umwelt · Kommentare: 58
Ich bin schon in Urlaubsstimmung (bald gehts los!) und deswegen gibt es heute wieder ein etwas weniger ernstes Thema: dumme Delfine!
Nur um nicht falsch verstanden zu werden: eigentlich habe ich gar nix gegen Delfine (mittlerweile habe ich mich auch daran gewöhnt, in einem Haushalt voller heißgeliebter Kuscheldelfine zu wohnen ;) ). Delfine sind Tiere und gegen die kann man nichts haben. Tiere sind per se nicht böse oder dumm oder nervig oder sonstwas. Tiere sind Tiere. Das gilt natürlich auch für Delfine.
Nervig wird es erst dann, wenn man Tiere anthropomorphisiert und so tut, als wären sie genauso wie Menschen. Und das trifft besonders auf die Delfine zu - quasi das Symboltier der Esoteriker.
Autor: Florian Freistetter· 19.08.09 · 21:05 Uhr· 58 Kommentare
Ach - das ist also der Grund, warum Astrologie nicht funktioniert
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften · Kommentare: 7
Jetzt ist es endlich raus - nun weiß ich, warum Astrologie Unsinn ist! Und die Begründung ist gar nicht mal so unlogisch...

Autor: Florian Freistetter· 19.08.09 · 10:22 Uhr· 7 Kommentare
18. August 2009
Der LHC ist nicht gefährlich. Wirklich!
Kategorie: Naturwissenschaften·Politik·Technik · Kommentare: 880
Der große Teilchenbeschleuniger LHC (Large Hadron Collider) des europäischen Kernforschungszentrums CERN in Genf wird in wenigen Monaten (Mitte November) wieder aktiviert. Nachdem letztes Jahr im September der erste Start hervorragend geklappt hat, hab es kurz danach Probleme mit den supraleitenden Magneten, die erst jetzt gelöst werden konnten.
Jetzt, wo die erneute Aktivierung des LHC näher rückt, berichten auch die Medien wieder vermehrt darüber. Und leider mehren sich auch die Kommentare von Leuten, die Angst haben, dass der Teilchenbeschleuniger den Weltuntergang verursacht. Ich habe zwar schon damals geschrieben, dass man vor dem LHC keine Angst zu haben braucht - aber viele Argumente finden sich bis jetzt auch nur verstreut in den Kommentaren zu den einzelnen Artikeln. Daher kommt jetzt hier noch einmal eine Zusammenfassung all der Argumente, die zeigen, dass sich niemand vorm LHC fürchten muß!
Autor: Florian Freistetter· 18.08.09 · 13:27 Uhr· 880 Kommentare
17. August 2009
10 Fragen, die man einem Alien stellen könnte
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur·Naturwissenschaften · Kommentare: 52
Ich arbeite gerade an einer langen (sehr langen!) Rezension eines Buches von Carl Sagan (am Freitag gehts los). In diesem Buch findet sich auch eine Fußnote, die einerseits sehr interessant ist, andererseits aber auch gut zum Artikel von gestern passt ("Mit den Aliens reden in 160 Zeichen").
Sagan beschreibt darin, wie er immer wieder von Leuten angeschrieben wird, die behaupten, in telepathischen Kontakt mit Aliens zu stehen ("Channeling" nennt man das heutzutage). Diese Leute bieten ihm an, beliebige Fragen an die Außerirdischen zu stellen. Oft fragt Sagan sie nach mathematischen Themen: ein kurzer Beweis des Satz von Fermat oder ein Beweis für die Goldbach-Vermutung. Auf solche konkreten Fragen hat er nie ein Antwort bekommen. Hat er die Aliens dagegen gefragt "Should we be good?" o.ä. vages, dann bekam er immer eine ausführliche Antwort ;)
Auch bei mir im Blog kommentiere Milliarden Jahre alte außerirdische Wesen - da hab ich das natürlich gleich mal ausprobiert - mit dem zu erwartenden Ergebnis ;)
Viel interessanter ist aber Sagans Frage nach passenden Fragen: Welche Fragen soll/kann man einem Alien stellen? Was für Fragen gibt es, deren Antwort wir heute noch nicht wissen, bei denen wir eine richtige Antwort aber sofort erkennen würden? Er schlägt vor einen Wettbewerb durchzuführen, und die besten Antworten als "10 Questions to Ask an Alien" zu sammeln. Also, los gehts!
P.S. Ich habe extra noch nicht nach bisherigen Sammlungen solcher Fragen gegoogelt. Ich möchte mich überraschen lassen ;)
Autor: Florian Freistetter· 17.08.09 · 22:55 Uhr· 52 Kommentare
Kein Geld für die Asteroidenabwehr
Kategorie: Naturwissenschaften·Politik·Technik · Kommentare: 34
Asteroiden können gefährlich sein. Immer wieder kollidiert die Erde mit Objekten aus dem Weltall. Meistens sind sie klein und sorgen für ein paar schöne Special-Effects am Himmel - wie z.B. die Perseiden. Manchmal sind die Objekte aber auch größer und können enorme Zerstörung anrichten.
Ok, die Wahrscheinlichkeit, dass ein gewaltiger Asteroideneinschlag große Teil der Welt zerstört, ist gering. Aber sie ist nicht gleich null. Wenn man Zeiträume betrachtet, die lang genug sind, dann wird so ein Einschlag sogar mit Sicherheit stattfinden!
Allerdings können wir etwas dagegen tun - vorausgesetzt, die entsprechende Forschung wird finanziell nicht ausgehungert. Genau das scheint aber zu passieren.

Autor: Florian Freistetter· 17.08.09 · 06:55 Uhr· 34 Kommentare
16. August 2009
Mit den Aliens reden in 160 Zeichen
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften·Technik · Kommentare: 32
Mit Außerirdischen zu reden, ist interessant. Und damit meine ich nicht irgendwelche Leute, die telepathische Botschaften von unsichtbaren Aliens empfangen. Die Suche nach Leben auf anderen Planeten bzw. der Versuch, mit außerirdischen Lebewesen zu kommunizieren wird durchaus auch wissenschaftlich betrieben.
Bei "Hello from Earth" kann nun jeder selbst seine Botschaften an die Aliens schicken.
Autor: Florian Freistetter· 16.08.09 · 12:30 Uhr· 32 Kommentare
15. August 2009
"Sacrificium" - Wissenschaft vs. Religion
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften·Themenwoche·Umwelt · Kommentare: 9
Ich bin ja immer noch auf der Suche nach einem vernünftigen Buch, in dem ein Astronom oder eine Astronomin eine Hauptrolle spielt. Aber seit Carl Sagans "Contact" (1985) hat sich da nicht viel getan.
Auch "Sacrificium" von Veronique Roy ist da leider keine Ausnahme. Der Astrophysiker, der noch im Klappentext prominent erwähnt wird, stirbt gleich auf der ersten Seite und auch der mysteriöse Meteorit verschwindet ziemlich schnell.

Autor: Florian Freistetter· 15.08.09 · 16:17 Uhr· 9 Kommentare
14. August 2009
2 coole Videos: Hypathia von Alexandria und das Hubble Ultra Deep Field
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften·Technik · Kommentare: 1
Hypatia von Alexandria war die erste Astronomin (zumindest die erste, von der es überliefert ist). Sie war eine der führenden Gelehrten der Antike und soll sogar den Lehrstuhl für platonische Philosophie am Museion von Alexandria inne gehabt haben. Sie wurde von fanatischen Christen ermordet.
Über diese faszinierende Frau kommt Ende des Jahres ein Film in die Kinos. Hier ist ein kurzer Trailer von "Agora":
Ebenfalls faszinierend sind die Aufnahmen, die das Hubble-Weltraumteleskop macht. Ganz besonders das Hubble Deep Field und das Hubble Ultra Deep Field. Dazu gibt es nun ein tolles Video, das uns wieder einmal klar macht, wie groß unser Universum eigentlich ist.
Autor: Florian Freistetter· 14.08.09 · 18:20 Uhr· 1 Kommentar
Pi auf Klingonisch: Q'apla!
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften · Kommentare: 10
Gestern war der große Tag! In Jena stand eine Aufnahmeprüfung für die "Freunde der Zahl der Pi" auf dem Program. Michael wollte beitreten und hatte vor, die ersten 100 Nachkommastellen der Zahl Pi auf Klingonisch zu rezitieren.
Autor: Florian Freistetter· 14.08.09 · 13:57 Uhr· 10 Kommentare
13. August 2009
Schon wieder: Homöopathie, Schweinegrippe und der Standard
Kategorie: Medizin·Naturwissenschaften · Kommentare: 66
Die Homöopathie-Propaganda-Abteilung des Online-Standard hat wieder einmal zugeschlagen: "Schweinegrippe kann auch mit homöopathischen Medikamenten behandelt werden."So beginnt der ein aktueller Artikel aus dem Gesundheits-Ressort. Wie kommt man dazu, so etwas zu schreiben. Das es bis jetzt keinen Nachweis einer Wirksamkeit der Homöopathie gab, wurde ja schon oft genug gezeigt (siehe dazu z.B. die Links am Ende des Artikels).
Aber wahrscheinlich gab es nun eine neue Studie, die nicht nur zweifelsfrei die Wirksamkeit der Homöopathie demonstriert sondern auch noch zeigt, dass sie bei Schweinegrippe hilft. Es erscheint mir zwar etwas seltsam, dass ich von diesem Durchbruch, der unser komplettes naturwissenschaftliches Weltbild auf den Kopf stellt, nichts mitbekommen habe - aber spätestens wenn die Nobelpreise verteilt werden, werde ich dazu wohl die Details erfahren.
Autor: Florian Freistetter· 13.08.09 · 19:33 Uhr· 66 Kommentare
Gegen die Einbahn: der erste retrograde Exoplanet
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 8
In den letzten Tagen häufen sich die spektakulären Entdeckungen in anderen Planetensystemen. Kepler hat die Atmosphäre eines Exoplaneten "gesehen" und im System HD 172555 konnte man eine gewaltige Kollision zwischen zwei großen Himmelskörpern nachweisen.
Dramatisches dürfte sich auch im System WASP-17 abgespielt haben - denn der dort entdeckte Planet bewegt sich "falsch herum" um seinen Stern!
Autor: Florian Freistetter· 13.08.09 · 15:02 Uhr· 8 Kommentare
12. August 2009
Pi auf Klingonisch!
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur·Naturwissenschaften · Kommentare: 12
Ich bin ja seit dem 14. März 2009 (dem Pi-Tag!) Botschafter der Zahl Pi ;)
Als solcher ist es nicht nur meine Aufgabe, den Geist der Zahl Pi hochzuhalten sondern auch dafür zu sorgen, dass begeisterte Menschen die Aufnahmeprüfung ablegen und den "Freunden der Zahl Pi" beitreten können.
Dafür ist es nötig, die ersten 100 Nachkommastellen von Pi ohne Hilfsmittel und auf ansprechende Art und Weise vorzutragen. Bis jetzt haben das schon 56 Leute gemacht und dabei die Stellen von Pi singend, tanzend, jonglierend oder sogar im freien Fall verkündet.
Für morgen steht in Jena eine ganz besondere Aufnahmeprüfung an. Michael Pürmayr aus Oberösterreich will Mitglied werden und hat sich etwas ganz besonderes ausgedacht. 100 Nachkommastellen von Pi auswendig zu lernen ist ja an sich schon nerdig genug. Michael setzt aber noch eins drauf und wird die 100 Stellen auf klingonisch aufsagen!
Definitiv ein weiterer Höhepunkt für alle Freunde des Klingonischen! Nicht nur, dass schon Bücher wie Hamlet oder das Tao Te King in die fiktive (aber offiziell anerkannte) Sprache übersetzt worden sind - nun also auch noch Pi!
Wer mit dabei sein und zusehen will, wie Michael den ultimativen Nerd-Overkill bewältigt, ist herzlich eingeladen. Wir können uns ja um 20:00 beim Pulverturm in Jena treffen (Ecke Johannisplatz/Fürstengraben). Gleich dort um die Ecke ist ja dieses Denkmal für Ernst Abbe in Form einer Kugel - das eignet sich gut als Ort für eine Pi-Rezitation ;)
Falls noch jemand mitmachen will - die 100 Stellen sind schnell gelernt! Und vielleicht berichtet ja auch die Deutsche Welle darüber ;)
Autor: Florian Freistetter· 12.08.09 · 17:14 Uhr· 12 Kommentare
Was heute noch wie ein Märchen klingt, kann morgen Wirklichkeit sein
Kategorie: Naturwissenschaften·Politik·Technik · Kommentare: 25
"Was heute noch wie ein Märchen klingt, kann morgen Wirklichkeit sein". Mit diesen Worten beginnt die deutsche Science-Fiction-Fernsehserie "Raumpatrouille Orion". Auch in der Realität will sich Deutschland wieder auf den Weg ins All machen - zumindest wenn es nach den Wünschen mancher Politiker geht.Autor: Florian Freistetter· 12.08.09 · 15:00 Uhr· 25 Kommentare
Fantastische Planetenbilder
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften · Kommentare: 1
Bei den Kosmologs beschwert sich Stefan Oldenbourg über Astrofotografen, die ein bisschen zu kreativ mit Photoshop umgehen und keine "echten" Bilder des Himmels mehr produzieren sondern höchstens "Kunst".
Tatsächlich "nur" Kunst gibt es bei "Experience the Planetes", einem Projekt zum Internationalen Jahr der Astronomie. Künstler haben dort die acht Planeten unseres Sonnensystems auf ihre Art und Weise dargestellt - und dabei sind enorm beeindruckende Bilder entstanden!
Unbedingt ansehen!
Autor: Florian Freistetter· 12.08.09 · 11:05 Uhr· 1 Kommentar
11. August 2009
Samstag: Brights-Treffen in Jena
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur·Naturwissenschaften·Politik · Kommentare: 100
Der Jenaer Stammtisch mit dem "umstrittenen" Namen ;) trifft sich wieder einmal. Und zwar am Samstag, 15. August ab 20:00 im Grünowksi in Jena.
Willkommen ist jeder, der Lust hat, über Atheismus, Astrologie, Angeln, Arbeitskampf oder Abmahnungen zu diskutieren - von den Themen mit den ganzen anderen Anfangsbuchstaben ganz zu schweigen ;) Ernsthaft: jeder der Lust hat, mit ein paar Atheisten und Skeptikern über Gott und die Welt zu diskutieren, ist herzlich eingeladen!
Das Grünowski sollte leicht zu finden sein - man muss nur diesmal aufpassen, da der Eingang ins Schillergäßchen auf der einen Seite wegen der Kulturarena gesperrt ist. Am besten, man nähert sich dem Lokal von der anderen Seite, dort wo das Phyletische Museum ist.
Und nicht schüchtern sein! Beim letzten Mal gab es angeblich Interessenten, die zwar dort waren, uns aber dann nicht gefunden haben. Sicherheithalber werde ich meinen schwarzen Hut als Erkennungszeichen aufbehalten ;) Ich werde auch meinen Laptop mitnehmen - zur Not bin ich also auch per Email/Twitter/Blog erreichbar.
Bis Samstag! Ich freue mich schon!
Autor: Florian Freistetter· 11.08.09 · 15:47 Uhr· 100 Kommentare
Ein Himmel voller Sternschnuppen: die Perseiden erreichen morgen ihr Maximum
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 26
Denn die kleinen Staubkörner, die durchs Sonnensystem fliegen und bei einem Zusammenstoß in der Erdatmosphäre verglühen, sehen wir am Boden als Sternschnuppen! Und morgen erreicht der jährliche Perseiden-Schauer sein Maximum!
Autor: Florian Freistetter· 11.08.09 · 11:18 Uhr· 26 Kommentare
10. August 2009
Gewaltige Kollision in extrasolaren Planetensystem entdeckt!
Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt · Kommentare: 5
Das Weltraumteleskop Spitzer hat seine eigentliche Missionsdauer schon hinter sich. Das Kühlmittel ist verbraucht und das Teleskop kann nicht mehr genug gekühlt werden um die Aufgaben zu erfüllen, für die es vorgesehen war. Aber auch wenn es sich langsam ein bisschen aufwärmt hat, kann es immer noch andere Aufgaben erfüllen. Es kann z.B. extrasolare Planetensysteme beobachten.
Und nun scheint man beim Stern HD 172555 etwas außergewöhnliches entdeckt zu haben: eine Kollision zwischen einem extrasolaren Planeten und einem mondgroßen Körper!
Autor: Florian Freistetter· 10.08.09 · 22:00 Uhr· 5 Kommentare
Biodiagnostische Radionikphotonen und periphysische Feinstofflichkeitstransformationen
Kategorie: Kultur·Technik · Kommentare: 12
Schonmal etwas von einer epidynamische Übersinnlichkeitsmanifestation gehört? Nicht? Dabei handelt es sich um ein postmediales Reinkarnationsmysterium, ausgelöst durch eine kontrasystemische Meditationsmanifestation einer peripsychologische Mantraseele. Eine
kontrapsychologische Tachyoneninvokation verursacht eine kardioalternative Hyperraumkristallisation die transdynamische Zukunftsphotonen erzeugt. Dabei entsteht kontratranszendentale Selbstheilungsstrahlung die in Form einer epienergetischen Mantraströmung eine postalternative Harmonisierungskommunikation ermöglicht. Ist doch ganz einfach!
Vielen Dank an die GWUP Rhein-Rhur! Dank ihres "Phrasendreschers" kann ich endlich auch so schön schwurbeln wie die Esoteriker! ;)
Autor: Florian Freistetter· 10.08.09 · 17:05 Uhr· 12 Kommentare
Ja, das ist Astronomie!
Kategorie: Naturwissenschaften·Technik · Kommentare: 4
Astronomie - genauer gesagt die beobachtende Astronomie - ist eine Wissenschaft, die stark vom Wetter abhängt. Wenn der Himmel voller Wolken ist, es regnet oder stürmt, ist keine Beobachtung möglich.
Früher waren die Observatorien dort, wo auch die Astronomen waren: in den Städten, in Privathäusern, in Gärten. Aber die zunehmende Lichtverschmutzung in den Ballungsräumen und der Wunsch, immer lichtschwächere Objekte sehen zu können, hat die professionellen Astronomen seit einiger Zeit in abgelegene Gebiete getrieben; in Wüsten und auf Berggipfel. Dort gibt es keine Lichtverschmutzung und auch das Wetter ist ist besser als überall sonst. Zusätzlich hat man neue Beobachtungsmöglichkeiten aufgetan, die größtenteils unabhängig vom Wetter sind; z.B. Radio- oder Weltraumastronomie.
Durch diese Entwicklungen hat sich die Arbeit eines Astronomen deutlich geändert. Früher verbrachte man die Nächte mit dem Auge am Teleskop - heute sitzen die Beobachter meist in bequemen Kontrollräumen und steuern ihre Geräte mit dem Computer bzw. sie lassen die Teleskope überhaupt vollautomatisch laufen und bekommen die Ergebnisse über Internet direkt an ihren weit entfernten Arbeitsplatz geliefert.
Auch wenn es immer noch kompliziert ist, Beobachtungszeit an den internationalen Großteleskopen zu bekommen: die professionellen Astronomen haben diese Möglichkeit zumindest. Anders sieht es bei den Amateurastronomen aus. Wenn hier mal schlechtes Wetter ist, kann man nicht einfach mal eben nach Chile oder Hawaii fahren und dort beobachten. Amateurastronomen müssen sich immer noch mit den gleichen Problemen herumärgern wie die Astronomen früherer Zeiten.
Autor: Florian Freistetter· 10.08.09 · 14:58 Uhr· 4 Kommentare
09. August 2009
Blog-Teleskop #32
Kategorie: Blog-Teleskop·Naturwissenschaften
Diesmal gibt es das Blog-Teleskop wieder mal bei mir. Was hat sich also getan, in den letzten 2 Wochen?
- Alexander von Alles was fliegt zeigt uns das erste Satellitenbilder der Erde, das 1959 aufgenommen wurde.
- Eugen Reichl von Astra's Spacelog berichtet über die "Augustine Commission", die sich mit der Zukunft des amerikanischen Weltraumprogramms beschäftigt. Die ist nicht allzu rosig - nach dem kommenden Ende der Shuttleflüge wird die NASA 5 Jahre lang nicht in der Lage sein, Menschen ins All zu bringen.
- Natürlich war die Sonnenfinsternis am 22. Juli ein Thema in den Astroblogs. Carolin von "Astronomers do it at night" berichtet über ihre Erlebnisse in China.
- Lars Depka von Cassini hat neue Informationen über den Saturnmond Enceladus und den dort stattfindenden Kryovulkanismus: gibt es dort vielleicht flüssiges Wasser?
- Nicht ganz so spektakulär wie eine totale Sonnenfinsternis ist eine Halbschattenmondfinsternis. So eine fand am 6. August statt und Stefan von Clear Skies hat die Infos dazu.
- Michael Khan von Go for Launch erklärt, was sich mit einer Webcam auf dem Mars anstellen lässt.
- Die Blogger von Lichtecho haben in den letzten 2 Wochen jede Menge interessante Artikel geschrieben: grüne Erbsengalaxien, blubbernde Sterne, gefährliche Asteroiden, Meteroiten auf dem Mars, Keplers erste Ergebnisse, Sternwind und Remote-Astronomie für Amateurastronomen (dazu gibt es morgen von mir auch einen Artikel ;) )
- Daniel Fischer zieht Bilanz und berichtet über die erste Hälfte des laufenden Internationalen Jahrs der Astronomie.
- Die österreichische Astronomiesendung "Supernova" hat eine neue Folge ausgestrahlt. Wer sie verpasst hat, kann sie später im Supernova-YouTube-Kanal ansehen.
- Susanne Hoffmann von Uhura Uraniae berichtet in zwei Artikeln über das astronomische Sommerlager für Jugendliche.
Und wer in 2 Wochen (oder später) gerne mal das Blog-Teleskop veranstalten will, soll mir Bescheid sagen. Es muss auch kein Astronomie- oder Wissenschaftsblogs sein. Jedes Blog ist willkommen!
Autor: Florian Freistetter· 09.08.09 · 18:35 Uhr· 0 Kommentare
08. August 2009
Auch Physiker haben Sex!
Kategorie: Technik · Kommentare: 13
Ja - es ist heiß, es ist Sommer - da drängt dann irgendwann auch mal der Sex in die Schlagzeilen. Aber die Geschichte ist zu amüsant, um sie nicht zu bloggen ;)
Die Physiker am europäischen Kernforschungszentrum CERN, wo auch der neue und heiß diskutierte Teilchenbeschleuniger LHC betrieben wird, haben Sex! Ja, tatsächlich - auch Physiker sind menschlich Wesen ;) Aber nicht alle scheinen das gut zufinden - zumindest nicht dann, wenn es zu laut wird und noch dazu am Arbeitsplatz stattfindet. Und darum hängen am CERN jetzt solche Zettel:
Beim Thema Sex und Physik werden natürlich auch die Blogger vom physikBlog hellhörig und haben eine ganze Artikelreihe zum Thema geschrieben. Das ist ja auch kein Wunder - denn die Schweizer Zeitung "Blick am Abend" hat die Verstrickungen des physikBlogs in die CERN-Sex-Affaire aufgedeckt ;) (Die Blick-Schlagzeile "Big Bang - Sexalarm im CERN" stellt außerdem zweifelsohne einen Höhepunkt im Wissenschaftsjournalismus dar ;) ).
Noch behaupten die physikBlogger ja, das alles wäre nur eine PR-Aktion für ihr Blog (hat funktioniert ;) ). Aber ich vermute, da steckt noch viel mehr dahinter und bin gespannt auf weitere Enthüllungen! ;-)
Autor: Florian Freistetter· 08.08.09 · 23:43 Uhr· 13 Kommentare
07. August 2009
Jede Menge coole Videos
Kategorie: Naturwissenschaften·Technik·Umwelt · Kommentare: 4
Was tut man am besten, wenn das Wetter im Sommer so unerträglich schön und sonnig ist und sich die ganze Welt draußen aufhält? Man meidet den Trubel und schaut sich ein paar Videos an ;)
Bei YouTube gibt es ja viel zu sehen. Jede Menge Unsinn aber auch jede Menge interessantes. Zweiteres in der Menge von Ersterem zu finden, kann unter Umständen ganz schön schwierig werden. Abhilfe schafft der YouTube Kanal von Userin Julchen68 (ich habe keine Ahnung, wer das ist...)
Dort gibt es dutzende Videos über Astronomie, Physik, Geologie, Meteorologie, usw. Alle schön übersichtlich in Playlists zusammengefasst. Definitiv einen Besuch wert! Vielen Dank, Julchen68, wer immer du auch bist!
Autor: Florian Freistetter· 07.08.09 · 10:42 Uhr· 4 Kommentare
06. August 2009
Lesetipp: der katholische Politiker und der Atheist
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur·Politik · Kommentare: 33

In letzter Zeit wurde hier bei ScienceBlogs ja heftig über Religion diskutiert (hier, hier und hier). Ich will die Diskussion gar nicht wieder neu beginnen - aber im Standard hab ich heute ein sehr interessantes Streitgespräch zwischen Andreas Khol und Niko Alm gelesen.
Khol war einer der prominensten österreichischen Politiker der letzten Jahre (u.a 2. Nationalratspräsident zwischen 2000 und 2006) und ist einer der führenden Vertreter der konservativen Christen innerhalb ÖVP (Österreichische Volkspartei). Er war es auch, der einen Bezug zu Gott bzw. den "christlichen Werten" in die österreichische Verfassung einbauen wollte.
Im Gespräch trifft Khol auf Niko Alm, den Initiator der österreichischen Buskampagne, mit der Werbung für den Atheismus gemacht werden sollte.
Ich will die Diskussion zwischen den beiden gar nicht groß kommentieren - am besten jeder liest den Artikel selbst. Man sieht aber wieder sehr schöne viele der Standardvorwürfe/vorurteile, die Gläubige gegenüber Atheisten haben. Khol hat "Mitleid" mit Alm, weil der Atheist ist; nur die Religion können Werte und Moral hervorbringen; usw. Khol sagt aber auch überraschende Dinge: "Die Hölle steht in keiner Bibel. Die ist bloß ein Konstrukt, um den Leuten Angst zu machen".
Nachtrag: Niko Alm hat noch ein paar Anmerkungen zum Gespräch veröffentlicht.
Autor: Florian Freistetter· 06.08.09 · 09:30 Uhr· 33 Kommentare
Keplers erste Ergebnisse könnten ärgerlich sein (für mich)
Kategorie: Naturwissenschaften·Technik · Kommentare: 14
Seit Anfang März befindet sich die NASA-Sonder Kepler im All und sucht dort nach extrasolaren Planeten.
Die Suche scheint erfolgreich gewesen zu sein, denn die NASA hat für heute (11:00 PDT bzw. 20:00 MESZ) eine Pressekonferenz angekündigt, bei der die ersten wissenschaftlichen Ergebnisse der Mission vorgestellt und diskutiert werden sollen.
Ich bin ja wirklich schon gespannt, was die Sonde gefunden hat. Und ich bin auch ein bisschen nervös. Denn Gerüchten zufolge hat man etwas beim Stern TrES-2 gefunden. Ein Planet ist dort ja schon bekannt - hat man vielleicht einen zweiten gefunden?
So schön diese Entdeckung auch wäre - für mich würden sie zu einem ganz falschen Zeitpunkt kommen.
Im Moment arbeite ich nämlich gerade mit einem Kollegen aus Ungarn an einer Analyse der Dynamik des TrES-2-Systems. Dabei geht es speziell darum, die oberen Massengrenzen für mögliche weitere Planeten zu bestimmen. Diese Arbeit würde durch die Entdeckung eines solchen Planeten natürlich größtenteils obsolet :(
Naja - warten wir mal ab, was heute Abend bekanntgegeben wird (ich weiß nicht, ob ich online sein werde - aber in den nächsten Tagen berichte ich sicher darüber. Oder Ludmila). Mal sehen, ob ich dann meine Ergebnisse wegschmeißen und nochmal von vorne anfangen kann (dass diese Beobachter auch nie Rücksicht auf die Theoretiker nehmen! ;) ).
Autor: Florian Freistetter· 06.08.09 · 07:47 Uhr· 14 Kommentare
05. August 2009
Die Flecken auf Jupiter und Venus
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften · Kommentare: 8
Jupiter ist vor kurzem mit einem Asteroiden oder Kometen kollididert und der Zusammenstoß hat einen dunklen Fleck hinterlassen. Auch auf der Venus hat man kürzlich einen weißen Fleck entdeckt. Beide Phänomene kann man sich in einem netten Video erklären lassen.
Ich bin ja ein großer Fan der Video-Reihe "Sixty Symbols" (und von Amanda Bauer). Da trifft es sich hervorragend, dass Amanda gemeinsam mit ihren Kollegen ein Video mit dem Titel "Planets, Spots and Amateurastronomy" gedreht haben.
Apropos Video: Heute abend um 21:30 gibt es eine neue Folge der Astronomiesendung "Supernova". Zu empfangen entweder über den Wiener Fernsehsender Okto oder per Webstream.
P.S. Ich kann außerdem den YouTube-Kanal Nottinghamscience sehr empfehlen (dort erfährt man - u.a. - was Wissenschaftler frühstücken...)
Autor: Florian Freistetter· 05.08.09 · 16:25 Uhr· 8 Kommentare
Löst bemannte Raumfahrt unser Energieproblem?
Kategorie: Naturwissenschaften·Technik·Themenwoche · Kommentare: 29
In den letzten Wochen wurde auf den Scienceblogs heftig über das Für und Wieder der bemannten Raumfahrt diskutiert (hier, hier, hier, hier, und hier). Ich habe in meinen Beiträgen ausführlich dargelegt, warum ich bemannte Raumfahrt für äußerst sinnvoll und notwendig halte. Meine Rechtfertigung basiert dabei nichtmal unbedingt auf wissenschaftlichen Zielen. Klar, Menschen können manche Dinge besser und schneller erledigen als Roboter. Aber für mich ist der Hauptgrund ein anderer. Ich zitiere mich einmal selbst:
Aber: Wissenschaft soll (zumindest meiner Meinung nach) nicht nur allein dem Erkenntnisgewinn dienen. Sie soll die Menschen auch faszinieren und inspirieren. In dieser Hinsicht ist Wissenschaft genauso wertvoll wie Kunst, Musik oder Literatur. Ein Bild von Van Gogh bringt uns keine neuen Erkenntnisse über die Natur oder das Universum. Aber seine Existenz ist für die Menschheit unzweifelhaft wichtig und nützlich.Genauso kann die bemannte Raumfahrt die Menschen viel stärker faszinieren und mitreißen als nur der Flug einer unbemannten Raumsonde. Will man, dass sich die Menschen wieder mehr für Wissenschaft, für Raumfahrt und für unser Universum und das All interessieren, dann ist es unumgänglich, dass die Menschen sich auch selbst ins All begeben!
Man muss also bemannte Raumfahrt nicht mit den zu erwartenden wissenschaftlichen oder technischen Leistungen rechtfertigen. Aber man kann. Ein Beispiel dafür möchte ich heute vorstellen.
Autor: Florian Freistetter· 05.08.09 · 13:10 Uhr· 29 Kommentare
04. August 2009
Weintrinker haben doch keine Ahnung...
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften · Kommentare: 79
"Verschlossene, tiefe Nase, die dunkle Beeren erahnen lässt. Ungemein jung und kräftig dann der Eindruck am Gaumen. Himbeeren, Cranberries, Cassis sowie Leder, Tabak und massives Tannin. Verdient Lagerung, momentan noch fest in der Hand des Gerbstoffe."Vielleicht bin ich ja einfach nur ein Banause ;) Aber mir kommt diese ganze Weinkritik doch extrem subjektiv und vor allem beliebig vor.
Autor: Florian Freistetter· 04.08.09 · 16:05 Uhr· 79 Kommentare
Gibt es eine bisher unbekannte Population von erdnahen Asteroiden?
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 5
Wenn ich mich bisher mit Asteroideneinschlägen beschäftigt habe, dann meistens mit Kollisionen mit der Erde. Klar, aus menschlicher Sicht sind die am interessantesten. Aber selbstverständlich werde auch die anderen Himmelskörper von Asteroiden getroffen.
Zum Beispiel der Mond. Er ist übersäht mit großen und kleinen Kratern. Vom 2240km großen Südpol-Aitken-Becken (dem größten Einschlagskrater im Sonnensystem, Bild rechts) bis hin zu Mikrokratern auf Mondstaubkörnern: die fehlende Atmosphäre des Mondes erlaubt nicht nur viel mehr Einschläge; jeder Impakt wird auch noch perfekt konserviert.
Aus diesen Kratern lässt sich viel lernen - und nun scheinen sie vielleicht einen Hinweis auf eine bisher unbekannte Asteroidengruppe zu liefern.
Autor: Florian Freistetter· 04.08.09 · 13:28 Uhr· 5 Kommentare
03. August 2009
Der kleine Prinz und seine Asteroiden
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur·Naturwissenschaften · Kommentare: 8
Ich bin ja nicht nur ein Fan von Asteroiden, sondern auch von Antoine de Saint-Exupéry. Und das unter anderem deswegen, weil in dessen berühmtesten Buch - "Der kleine Prinz" - Asteroiden ebenfalls eine wichtige Rolle spielen.
Beide Themen hat Randall Munroe von xkcd heute in seinem aktuellen Comic kombiniert:
Der arme kleine Prinz...
Autor: Florian Freistetter· 03.08.09 · 17:35 Uhr· 8 Kommentare
Der "neue Stern" von Benjamin Creme
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur·Naturwissenschaften · Kommentare: 100
Ich habe vor einigen Tagen eine Email erhalten, in der ich gefragt wurde, was von den Berichten über einen "neuen Stern" an Himmel zu halten sei, die im Internet kursieren und die von dem schottischen Schriftsteller Benjamin Creme verbreitet werden.
Die kurze Antwort: nichts! Für die längere Antwort muss ich ein wenig ausholen.
Autor: Florian Freistetter· 03.08.09 · 06:39 Uhr· 100 Kommentare
02. August 2009
Geheimnisvolle Bilder!
Kategorie: Naturwissenschaften·Technik · Kommentare: 16
Was die Nibiru-Fans mit ihren verwackelten Fotos können, kann ich schon lange! Beim durchsehen meiner alten Bilder bin ich auf ein paar ganz besondere Aufnahmen gestoßen:
Und die nächsten Bilder sollten wohl alle Zweifel ausräumen. Hier ist eindeutig eine außerirdische Intelligenz im Spiel. Immerhin kennen SIE meinen Namen:
Da sieht man mal, wie schnell aus ein bisschen Wackelei beim Fotografieren ganz seltsame Bilder entstehen können... Die Lichtquelle auf allen Bildern ist jedenfalls tatsächlich immer nur der Mond. (Alle Bilder habe ich übrigens ohne Stativ und mit einer Kamera gemacht, bei der sich die Belichtungszeit nicht manuell einstellen lässt. Das Rufzeichen war besonders schwierig ;) ).Autor: Florian Freistetter· 02.08.09 · 17:46 Uhr· 16 Kommentare
01. August 2009
Himmelsmechanische Küsse
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 1
Auch wenn heute nicht Valentinstag ist, möchte ich doch kurz einmal über Küsse reden ;) Die gibt es nämlich auch - hoch wissenschaftlich - in der Himmelsmechanik!
Autor: Florian Freistetter· 01.08.09 · 19:19 Uhr· 1 Kommentar
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