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Archiv Juni 2009
30. Juni 2009
Astronomische Nobelpreise
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften · Kommentare: 9
Aber einen Nobelpreis für Astronomie gibt es nicht.
Autor: Florian Freistetter· 30.06.09 · 17:15 Uhr· 9 Kommentare
Walkman vs. iPod
Kategorie: Kultur·Technik · Kommentare: 10
Ein "Experiment" mit vorhersehbarem Ausgang wurde von der BBC durchgeführt: ein 13jähriger tauscht seinen iPod gegen einen Walkman aus den achtziger Jahren.
Wenig überraschend fand Scott Campell den Walkman nicht ganz so toll wie seinen iPod:
"Personally, I'm relieved I live in the digital age, with bigger choice, more functions and smaller devices. I'm relieved that the majority of technological advancement happened before I was born, as I can't imagine having to use such basic equipment every day."
Naja - ein digitaler mp3-Player ist ja auch besser als ein Walkman. Ein Gerät aus den 80ern mit einem von heute zu vergleichen macht ja auch nicht viel Sinn.
Ich erinnere mich, dass ich meinen Walkman (nicht ganz so ein klobiges Ding wie der von der BBC) noch ziemlich lange benutzt habe. Fast bis ins aktuelle Jahrtausend. Ich hatte ihn auf jeden Fall noch dabei, als ich Ende 1999 für ein Monat an die Uni in Thessaloniki ging. Damals gabs zwar schon mp3s - aber die mp3-Player waren wahnsinnig teuer. Ich weiß noc, dass ich damals noch mp3-Dateien von meinem Computer über meine Stereoanlage auf Kassette überspielt habe, um sie auch unterwegs hören zu können.
Meinen ersten mp3-Player hab ich mir 2000 gekauft. Der konnte 64 MB speichern und kostete damals 3500 Schilling (etwa 250 Euro). Den habe ich auch wirklich lange verwendet. Erst nach meinem Unzug nach Deutschland, 2005, habe ich ihn weggeschmissen. An meinen neuen Computer konnte ich ihn nicht mehr anschließen.
Seitdem habe ich keine tragbaren Musikabspielgeräte mehr. Das finde ich aber auch ganz ok; ich finde dieses "Abkapseln von der Umwelt" sowieso nicht mehr so toll. Es gibt ja auf der Welt genug zu hören - auch ohne Kopfhörer im Ohr ;)
Autor: Florian Freistetter· 30.06.09 · 15:27 Uhr· 10 Kommentare
Der höllische Klimawandel und ein Bilderrätsel
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften·Politik · Kommentare: 22
Das Gros der Wissenschaftsblogger macht sich ja gerade ein paar schöne Tage bei der Nobelpreisträgertagung in Lindau ;) Ich dagegen hab den heutigen Tag überwiegend in überhitzten öffentlichen Verkehrsmitteln verbracht. Aber immerhin hab ich ein paar nette Bilder mitgebracht.
Autor: Florian Freistetter· 30.06.09 · 00:25 Uhr· 22 Kommentare
28. Juni 2009
Der Heilige Jörg Haider?
Kategorie: Politik · Kommentare: 12
Ist das ernst gemeint? Unter http://heiligerhaider.wordpress.com/ hat sich eine "Gebetsliga" gegründet, mit dem Ziel, den verstorbenen österreichischen Rechtspopulisten Jörg Haider selig bzw. heilig sprechen zu lassen:
"Herzlich Willkommen auf der neuen Seite der Gebetsliga für die Selig- und Heiligsprechung von LH Dr. Jörg Haider. Wir bitten und beten für die Selig- und in der Folge Heiligsprechung des im Oktober 2008 verstorbenen Kärntner Landeshauptmannes Doktor Jörg Haider."
Das kann ja eigentlich nur ein Scherz sein, oder? Allerdings würde ich es den Österreichern (vor allem den Kärtnern) durchaus zutrauen, so etwas tatsächlich ernst zu meinen. Das hier ist ja leider auch kein Scherz.
Autor: Florian Freistetter· 28.06.09 · 23:37 Uhr· 12 Kommentare
Blog-Teleskop #29
Kategorie: Blog-Teleskop·Naturwissenschaften
Schon wieder sind 2 Wochen rum. Zeit für ein neues Blog-Teleskop! Das steht diesmal wieder in Österreich, im Blog des "austroscepticus" Christian. Er hat einen schönen Überblick über die letzen 2 Wochen in den Astroblogs erstellt.
Übrigens: am 1. Juni feierte das Blog-Teleskop seinen 1. Geburtstag! Das Jubiläum hab ich irgendwie nicht rechtzeitig bemerkt ;)
Und wer auch mal eine Ausgabe des Teleskops beherbergen möchte, der soll mir Bescheid sagen.
Autor: Florian Freistetter· 28.06.09 · 12:20 Uhr· 0 Kommentare
Astrologe in Sri Lanka verhaftet
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Naturwissenschaften·Politik · Kommentare: 40
Der Astrologe Chandrasiri Bandara aus Sri Lanka wurde kürzlich verhaftet. Er sagte voraus, dass die Regierung im September Probleme bekommen würde: der Premierminister würde am 9. September den Präsidentenposten übernehmen, während der Oppositionsführer Premierminister werden würde.
Für diese Vorhersage wurde er am Mittwoch verhaftet; die Behörden wollen die "Grundlage seiner Prognose" überprüfen.
Das ist natürlich großer Unsinn. Aber man sieht recht gut, wohin es führen kann, wenn der Glaube an Astrologe in einem Land so weit verbreitet ist wie in Sri Lanka. Führende Politiker, inklusive des Präsidenten, sind von Astrologie überzeugt, konsultieren regelmäßig Astrologen und haben auch kein Problem damit, das in der Öffentlichkeit bekannt zu geben.
Es ist ja bekannt, dass ich Astrologie für großen Unsinn halte. Und ich bin eigentlich auch der Meinung, dass Astrologen in Bezug auf ihre Arbeit so wie alle anderen behandelt werden sollten. Das heisst: wenn sie Dinge versprechen oder für Geld verkaufen, die sie nicht halten können, dann sollten sie vom Gesetz her genauso behandelt werden, wie andere Dienstleister, die mangelhafte Ware verbreiten.
Aber das macht die Verhaftung von Bandara nicht besser. Auch wenn seine Prognosen Unsinn sind - das Vorgehen der Regierung ist ein Angriff auf die freie Meinungsäußerung und die Opposition in Sri Lanka ist zu Recht besorgt, dass sich das Land auf eine Diktatur hin bewegt.
(via Exposing PseudoAstronomy)
Ähnliche Artikel: Astrologie ist Unsinn, Astrologie ist immer noch Unsinn: eine Nachlese, Österreichs Wissenschaftsminister und ihr Hang zur Astrologie, Firma vergibt Jobs anhand von Sternzeichen, Astrologische Beratung für Banken - der Weg aus der Finanzkrise?, Überprüfung verboten? Astrologische Prognosen dürfen nicht zitiert werden, Zum Tag der Astrologie, Warum die Astrologie ein guter Ratgeber auf dem Weg zum neien Arbeitsplatz ist, "Instant Karma" oder die "Faulheit des Psychologen", Astrologie vs. Klimawandel, Ich habe schon wieder ein Horoskop bekommen, Suspended: No Astrology Allowed, Die Prophezeiung 2009: Wahrsagen auf RTL, Über den Umgang mit Pseudowissenschaften und Esoterik, Die Finanzkrise und die Astrologie, Astrologie und Galileo Mystery, Astrologen mögen mich nicht, Aszendent Liebe: ein selten dummer Film, Ich habe ein Horoskop bekommen, EM 2008 und Astrologie, Update: EM 2008 und Astrologie
Autor: Florian Freistetter· 28.06.09 · 12:10 Uhr· 40 Kommentare
27. Juni 2009
Die Zukunft der Physik: Macht Stringtheorie die Physik kaputt?
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur·Naturwissenschaften·Themenwoche · Kommentare: 53
Ich habe in letzter Zeit einige Bücher über String-Theorie gelesen (z.B. von Lisa Randall und Brian Greene). String-Theorie ist eine faszinierende Sache: es gibt darin keine Elementarteilchen, sondern nur einen einzelnen, elementaren "String"; ein eindimensionales Objekt. Je nachdem, wie dieser Stringt schwingt, erscheint er uns als die verschiedenen Teilchen, die das Standardmodell der Teilchenphysik kennt (Photon, Elektron, Neutrino, etc). Damit diese Theorie funktioniert, müsste unser Universum allerdings mehr als nur die drei bekannten Raumdimensionen haben: wir bräuchten insgesamt 11!
Die Stringtheorie ist verführerisch: sie könnte die allgemeine Relativitätstheorie mit der Quantentheorie vereinen und so die Probleme lösen, an denen schon Albert Einstein selbst (erfolglos) gearbeitet hat. Sie könnte uns erklären, wie unser Universum wirklich entstanden ist und das Paradox der Urknallsingularität auflösen. Und noch viel mehr - sie könnte die erste wirkliche "Theorie von allem" sein.
Allerdings ist in der Stringtheorie nicht alles eitel Sonnenschein. Die ganze Disziplin steht vor gravierenden Problemen. Und es ist zweifelhaft, ob sie in absehbarer Zeit gelöst werden können. Mehr noch, die Konzentrierung der Physiker auf die Stringtheorie könnte die Versuche, die großen Probleme der Physik zu lösen, regelrecht sabotieren.
Das meint zumindest der Physiker Lee Smolin in seinem Buch "The Trouble with Physics: The Rise of String Theory, the Fall of a Science, and What Comes Next"
Autor: Florian Freistetter· 27.06.09 · 19:12 Uhr· 53 Kommentare
Raumschiff ISS
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften·Technik · Kommentare: 4
Die NASA wird in letzter Zeit wirklich kreativ, was die Öffentlichkeitsarbeit angeht. Ich habe ja schon vor einiger Zeit das coole Poster zur STS-125-Mission erwähnt. Das Poster zur aktuellen Expedition 21 zur Internationalen Raumstation ISS ist aber auch nicht schlecht:
Schaut zwar eher irgendwie wie das Poster von nem schlechten Raumschiff Enterprise Fan-Film aus - aber auf jeden Fall witzig ;)
Hier kann man sich übrigens auch die Poster der vergangenen Missionen ansehen und in großer Auflösung runterladen - sind ein paar nette Bilder dabei!
Autor: Florian Freistetter· 27.06.09 · 07:30 Uhr· 4 Kommentare
26. Juni 2009
Erhard Weigel und das Astrodicticum Simplex
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur·Naturwissenschaften · Kommentare: 5
In Jena gibt es eine nette Tradition: überall in der Stadt findet man kleine Informationstafeln, die anzeigen, wo frühere Universitätsangehörige gearbeitet haben. Durch diese Tafeln merkt man erst, wie sehr Jena von der Universität geprägt wurde und wird. In der Innenstadt findet man die weißen Schilder fast überall an den Hausmauern.
Immerhin gibt es die Universität Jena schon seit 450 Jahren und hatte in der Zeit jede Menge Mitarbeiter. Da stößt man beim Spazieren durch Jena immer wieder auf alte Bekannte, von denen man gar nicht wusste, dass sie auch mal in Jena gearbeitet haben. Zum Beispiel Erwin Schrödinger (der war 1920/21 dort):
Viel öfter lese ich aber Namen, die ich noch nie vorher gehört habe. Aber auch das ist lehrreich - denn natürlich recherchiere ich dann oft nach, um wenn es sich da gehandelt hat und dabei lernt man immer wieder was dazu.
Wie gesagt: die Infotafeln sind zahlreich in Jena vertreten - aber einer ihrer berühmten und großen Mitarbeiter der Vergangenheit (ein Astronom) wurde bisher irgendwie vergessen.
Autor: Florian Freistetter· 26.06.09 · 21:22 Uhr· 5 Kommentare
Das älteste Planetarium der Welt
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften·Technik · Kommentare: 4
Als Jenaer muss ich ja eigentlich behaupten, dass das älteste, noch funktionierende Planetarium der Welt in Jena steht. Das stimmt zumindestens dann, wenn man unter "Planetarium" die moderne Bedeutung des Wortes besteht: also eine große Kuppel an die mit speziellen Projektoren ein Bild des realen Sternenhimmels geworfen werden kann.
Versteht man unter "Planetarium" allerdings ein funktionsfähiges Modell des Sonnensystems (das korrekte Wort dafür würde eigentlich "Orrery" lauten), dann befindet sich die älteste, noch funktionierende Version in Holland: das 1781 gebaute Eisinga Planetarum.
Seine Entstehung verdankt es einer interessanten Geschichte, bei der wieder einmal Weltuntergangspropheten eine wichtige Rolle spielen. Und niemals war wohl jemand nach dem Bau eines Planetariums so enttäuscht wie Eise Eisinga...
Autor: Florian Freistetter· 26.06.09 · 11:30 Uhr· 4 Kommentare
25. Juni 2009
NASA und Nibiru
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 609
Mein Artikel über den angeblichen Weltuntergang am 21.12.2012 erzeugt ja immer noch reges Interesse. Leider, muss man fast sagen - denn die verschiedenen Kommentare zeigen deutlich, dass in den Weiten des Internets immer noch viele verwirrende Informationen herumschwirren die den Menschen teilweise echte Angst einjagen (mit dafür verantwortlich ist sicherliche die virale Werbekampagne für Roland Emmerichs neuen Film zum Thema 2012, der Ende des Jahres in die Kinos kommt).
Ein Aspekt der ganzen Geschichte um 2012 sind Beobachtungen, die die NASA in den 80er Jahren angestellt hat und die angeblich Beweise für die Existenz des Planeten Nibiru (der ja bei den Weltuntergangstheorien eine wichtige Rolle spielt) enthalten sollen.
Die Geschichte um diese NASA-Beobachtungen taucht immer wieder auf. Ich habe mich deswegen entschlossen, die "NASA-Verschwörung" einmal genauer zu beleuchten.
Autor: Florian Freistetter· 25.06.09 · 19:42 Uhr· 609 Kommentare
24. Juni 2009
Werkzeuge zur Identifizierung von Unsinn
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur·Naturwissenschaften · Kommentare: 9
Ich bin immer noch mit den Vorbereitungen meines Workshops für die Lehrerfortbildung in Jena beschäftigt; darum habe ich eigentlich keine Zeit zum Bloggen ;) Aber bei Aufklärung 2.0 habe ich heute ein schönes Video gefunden, dass ich euch nicht vorenthalten will: "The Baloney Detection Kit" von der Richard-Dawkins-Foundation.
Ja, einen Werzeugkasten zur Entdeckung von Unsinn kann oft wirklich nützlich sein ;)
Autor: Florian Freistetter· 24.06.09 · 13:29 Uhr· 9 Kommentare
23. Juni 2009
Ein Sonnenfleck! Und was für einer!
Kategorie: Naturwissenschaften·Technik · Kommentare: 9
Über Sonnenflecken wurde bei ScienceBlogs ja schon öfter berichtet. Bilder von Sonnenflecken sind im Internet auf den einschlägigen Seiten zu Hauf zu finden. Und auch für Amateurastronomen gehören die Flecken auf der Sonne zu den leicht beobachtbaren Phänomenen.
Aber das Bild eines Sonnenflecks, dass nun Wissenschaftler von UCAR (University Cooperation for Atmospheric Research) und dem Max-Planck-Institut für Sonnensystem-Forschung veröffentlicht haben, ist eine Klasse für sich!
Autor: Florian Freistetter· 23.06.09 · 22:48 Uhr· 9 Kommentare
Lernende Lehrer in Jena
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 3
Ich halte es ja für sehr sinnvoll, dass Astronomie an Schulen unterrichtet wird - wenn möglich, als eigenes Schulfach. Idealerweise sollte ein Lehrer ja immer über die neuesten Entwicklungen in seinem Fach informiert sein.
Deswegen finde ich es sehr gut, dass es jedes Jahr in Jena eine große Konferenz zur astronomischen Lehrefortbildung gibt (organisiert von der Physik- und Astronomiedidaktikgruppe der Universität Jena). Und noch mehr freue ich mich, wenn ich eingeladen werde, dort einen Vortrag zu halten.
Schon 2006 konnte ich den etwa 200 Lehrerinnen und Lehrern aus ganz Deutschland etwas über das "Chaos im Sonnensystem" erzählen; dieses Jahr werde ich einen Workshop zum Thema "Arbeit mit virtuellen Observatorien im Schulunterricht" leiten.
Ich hoffe sehr, dass ich die Lehrer überzeugen kann, dass es durchaus Sinn macht, die Werkzeuge und Daten des virtuellen Observatoriums für den Unterricht zu verwenden. Ein Beispiel dafür habe ich ja auch hier im Blog schon präsentiert (hier gibt es noch mehr Demonstrationsbeispiele).
Aber auch sonst bietet das Programm jede Menge interessante Vorträge: Prof. Holger Kersten von der Uni Kiel spricht über "Das Universum - eine Welt des Plasmas"; Prof. Eva Grebel von der Uni Heidelberg hält einen Vortrag mit dem spannenden Titel "Galaktischer Kannibalismus". Andere Themen sind z.B. "Astroteilchenphysik - Dunkle Materie, Neutrinos, kosmische Beschleuniger", "Die Vermessung des Mondes", "Wie die Welt altert" oder "Der Urknall auf der Bühne - ein fächerübergreifendes Projekt".
Außerdem wird Donnerstag Abend eine Ehrentafel für den Jenaer Astronom Erhard Weigel enthüllt - und der ist immerhin der Namensgeber für mein Blog ;) Das werde ich mir nicht entgehen lassen!
Autor: Florian Freistetter· 23.06.09 · 14:09 Uhr· 3 Kommentare
22. Juni 2009
Ich habe ein Glühwürmchen gesehen!
Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt · Kommentare: 11
Heute habe ich bei meinem Abendspaziergang im Jenaer Griesbachgarten einen ganzen Haufen Glühwürmchen gesehen! Das letzte Mal, als ich diese tollen Tiere gesehen habe, war während eines Italienurlaubs in meiner Kindheit (in Torre di Palme - falls da mal wer hinkommt, unbedingt anschauen!).
Diese Tiere sind ja echt beeindruckend!
Autor: Florian Freistetter· 22.06.09 · 23:59 Uhr· 11 Kommentare
Atheisten, Humanisten und Skeptiker in Thüringen gesucht
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur·Naturwissenschaften·Politik · Kommentare: 69
Aber ich, bzw. wir sind auf der Suche nach Gleichgesinnten. "Wir" sind in diesem Fall ich, sapere aude vom gleichnamige Blog und Isabelle, deren Blog noch im Entstehen begriffen ist.
Wir haben uns in letzter Zeit ein paar mal in Jena getroffen und dachten uns, es wäre eine nette Idee, wenn mehr Leute an unseren Treffen teilnehmen würden. Dann könnte man gemeinsam über den Atheistenbus diskutieren, über die neuesten Auswüchse bei Homöopathie und Esoterik oder über alles sonst, was uns einfällt. Eine Art "Skeptiker-Stammtisch". Oder "Atheisten-Stammtisch". Oder - ja, mit der Bezeichnung ist es ein wenig problematisch...
Bei "Skeptiker" fühlen sich die Atheisten vielleicht nicht angesprochen und umgekehrt. Deswegen haben wir uns für die Wortneuschöpfung "Brights" entschieden:
Ein Bright ist eine Person mit einem naturalistischen Weltbild. Das Weltbild eines Bright ist frei von übernatuerlichen und mystischen Elementen. Die Ethik und Handlungen eines Bright basieren auf diesem Weltbild.
Ich denke, damit sollte alles abgedeckt sein. Hier gibt es eine Homepage, auf der allgemeine Informationen zu finden sind - auf der sich aber auch jeder und jede melden kann, der gerne Mal bei einem Treffen dabei sein möchte. Für unser nächstes Treffen im Juli gibt es sogar eine kleine Abstimmung, um den optimalen Termin zu finden.
Ich hoffe wirklich sehr, dass es in Thüringen noch mehr Gleichgesinnte gibt, die auch nicht zu schüchtern sind, um sich mal mit uns zu treffen ;-)
Meldet euch, wenn ihr Interesse habt!
Autor: Florian Freistetter· 22.06.09 · 10:47 Uhr· 69 Kommentare
21. Juni 2009
Pi ist keine Konstante?
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften · Kommentare: 62
Ich weiß, ich bin ein bisschen spät dran. Veröffentlicht wurde der Artikel am 30. März; das physikBlog berichtete schon am 3. Juni darüber - aber ich hab die Sache irgendwie erst heute mitbekommen.
Da es aber um die Zahl Pi geht - und ich ja nicht nur Mitglied im Verein "Freunde der Zahl Pi" sondern auch Pi-Botschafter bin - kann ich natürlich nicht nicht darüber berichten.
Auch wenn es mir schwer fällt und ich diese neue wissenschaftliche Erkenntnis am liebsten unter den Tisch kehren möchte, bleibt mir wohl doch keine andere Wahl, als nun diese gravierenden Neuigkeit zu präsentieren: Pi, die Kreiszahl, unser aller Lieblingskonstante, ist vielleicht gar nicht konstant! Neue Erkenntnisse aus der String-Theorie zeigen, dass sich der Wert von Pi im Laufe der Zeit ändert.
Autor: Florian Freistetter· 21.06.09 · 17:48 Uhr· 62 Kommentare
Endlich Sommer!
Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt · Kommentare: 9
Heute morgen, um 7:45 hat der Sommer begonnen! Zumindest aus astronomischer Sicht - die Meteorologen haben den Sommeranfang schon am 1. Juni begangen.
Das, was heute morgen passierte, nennt man "Sonnenwende". Mit diesem Wort beschreibt man den Zeitpunkt, an dem die Sonne ihren größten Abstand vom Himmelsäquator hat.
Autor: Florian Freistetter· 21.06.09 · 13:07 Uhr· 9 Kommentare
20. Juni 2009
Warum Herschel tatsächlich toll ist
Kategorie: Naturwissenschaften·Technik · Kommentare: 8
Gestern habe ich über das beeindruckende erste Bild des neuen Weltraumteleskops Herschel geschrieben. Nachdem ich mittlerweile mit einigen Nicht-Astronomen gesprochen habe, denke ich, ich muss noch ein bisschen mehr dazu schreiben, um ein paar Mißverständnisse auszuräumen.
Zur Erinnerung: es geht um dieses Bild:
Was ist daran so toll?
Autor: Florian Freistetter· 20.06.09 · 17:57 Uhr· 8 Kommentare
Zu viele Bücher
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften · Kommentare: 29
Irgendwie lese ich zu viel... Ich habe in den letzten Wochen so viele Bücher gelesen über die ich gerne auch bloggen würde - aber mir fehlt die Zeit, das auch zu tun. Deswegen schreibe ich hier mal eine kurze Liste der Bücher, die mir am besten gefallen haben und frage die Leserinnen und Leser, von welchem Buch sie sich eine ausführliche Rezension wünschen:- The Sun Kings: The Unexpected Tragedy of Richard Carrington and the Tale of How Modern Astronomy Began Wie der Titel schon sagt, geht es hier um die Geschichte der Sonnenforschung - eine äußerst spannende Angelegenheit
- Fred Hoyle's Universe: Eine Biographie von Fred Hoyle, wahrscheinlich der wichtigste (und umstrittenste) Astronom des 20. Jahrhunderts.
- Roter Donner: Ein Sci-Fi-Roman über 4 Jugendliche, einen Ex-Astronauten und ein wissenschaftliches Genie, die versuchen ein Raumschiff zu bauen und damit die Chinesen beim Wettlauf zum Mars zu schlagen.
- The Trouble with Physics: The Rise of String Theory, the Fall of a Science, and What Comes Next. Eine kritische Auseinandersetzung mit der String-Theorie.
Autor: Florian Freistetter· 20.06.09 · 13:06 Uhr· 29 Kommentare
19. Juni 2009
First Light bei Herschel!
Kategorie: Naturwissenschaften·Technik · Kommentare: 5
Der Start der Weltraumteleskope Herschel und Planck vor knapp einem Monat war eine spannende Sache. Mittlerweile ist Herschel an seinem Bestimmungsort angekommen - dem Lagrange-Punkt L2 - und bereit, die Arbeit aufzunehmen.
Eigentlich sollte es ja noch ein bisschen länger dauern. Aber das Herschel-Team konnte es nicht mehr erwarten und darum gibt es heute schon das erste Bild des neuen Teleskops. Und das ist beeindruckend!
Autor: Florian Freistetter· 19.06.09 · 17:27 Uhr· 5 Kommentare
2012, die Maya und Roland Emmerich: ein neuer Trailer zum Weltuntergang
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften · Kommentare: 33
Der angebliche Weltuntergang (oder Aufstieg in eine andere Dimension; je nachdem) am 21. Dezember 2012 hat immer noch nichts an Interesse verloren. Das sieht man auch an den Kommentaren zu meinen Artikeln zum Thema. Das wird sich wohl auch nicht ändern; eher wird das Interesse noch wachsen - vor allem auch wegen des neues Films von Roland Emmerich, der Ende des Jahres ins Kino kommt.
Für diesen Film gibt es nun einen neuen Trailer:
Roland Emmerichs Filme sind ja nicht unbedingt für ihre wissenschaftliche Exaktheit bekannt. Das muss ja bei Popcorn-Kino aus Hollywood nicht unbedingt sein (obwohl die Panikmache bei der Vermarktung des Filmes nicht wirklich toll ist). Ich kann es mir aber trotzdem nicht verkneifen, ein paar Anmerkungen zu machen ;)
Erstmal sind die Maya natürlich nicht die älteste Zivilisation der Erde. Dafür sind sie ein paar tausend Jahre zu spät gekommen. Und ich bin immer noch gespannt, was denn das nun für eine Katastrophe sein soll, die da stattfindet. Von den paar einschlagenden Meteoriten, die man im Trailer sind, fangen jedenfalls keine Häuser an, einzustürzen. Und auch die Ursache des Mega-Tsunamis lässt mich immer noch rätseln. Das einzige, was mir spontan dazu einfällt, ist ein Eisenmeteorit, der einige Kilometer groß ist, und ins Meer fällt. Das sollte eine kilometerhohe Flutwelle erzeugen können, die es bis zum Himalaya schafft.
Naja - ich hoffe jedenfalls, dass der Film nicht zu vielen Leuten Angst einjagt. Viele Menschen sind ja jetzt schon panisch genug, wenn es um 2012 geht.
Ähnliche Artikel: Kein Weltuntergang am 21.12.2012, Die Jagd nach Planet X, Planet X ist weit weg, Weltuntergang 2012: bald auch im Kino, 2012 - Das Ende aller Zeiten (Buch), Erich von Däniken: Götterdämmerung
Autor: Florian Freistetter· 19.06.09 · 15:00 Uhr· 33 Kommentare
18. Juni 2009
Live von Apollo 11 - 40 Jahre später
Kategorie: 40 Jahre Mondlandung·Naturwissenschaften·Technik · Kommentare: 13
Im Juli steht uns ja ein großes Jubiläum ins Haus: Die erste bemannte Landung auf dem Mond jährt sich zum vierzigsten Mal. Dieses Ereignis wird selbstverständlich dann auch bei ScienceBlogs ausführlich behandelt werden. Aber zur Einstimmung habe ich jetzt schon einen kleinen Linktipp.
Das Nature News Blog twittert unter ApolloPlus40 die komplette Mondlandung von 1969 - genau 40 Jahre zeitversetzt.
1969 war ich ja leider noch nicht geboren. Das war erst 1977 der Fall und da waren die bemannten Flüge zum Mond schon wieder vorbei. 1994 wurde das 25jährige Jubiläum gefeiert und ich hab mich enorm gefreut, als im Fernsehen die komplette Berichterstattung von damals zeitgleich - aber 25 Jahre verschoben - ausgestrahlt wurde. Leider hat mich der Schlaf übermannt und meine Eltern haben mich nicht rechtzeitig geweckt um Armstrongs erste Schritte auf dem Mond zu sehen. Aber diesmal werde ich nichts verpassen, dass verspreche ich!
Und auch den Tweets von ApolloPlus40 werde ich aufmerksam folgen: gerade eben erhielten wir die gute Nachricht, dass die Quarantänestation für Astronauten und Mondgestein ihre Tests bestanden hat.
Autor: Florian Freistetter· 18.06.09 · 06:14 Uhr· 13 Kommentare
17. Juni 2009
Wissenschaft für Kinder: Das Universum in Bremen
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften·Technik·Umwelt·Wissenschaft für Kinder · Kommentare: 6
Nachdem ich im Winter öfters mal in den verschiedenen Museen war um sie auf Kindertauglichkeit zu checken, gab es in letzter Zeit weniger entsprechende Besuche. Aber klar, jetzt, wo es draußen immer so schön ist, lockt eher der Park und nicht das Museum (aber auch im Park kann es spannende Wissenschaft geben).
Während meines Aufenthalts in Hamburg zu Pfingsten habe ich aber gleich die Gelegenheit genutzt, um einen Abstecher nach Bremen zu machen. Dort befindet sich nämlich das Universum! Und dieses Science Center stand schon lange auf meiner Liste...
Autor: Florian Freistetter· 17.06.09 · 16:47 Uhr· 6 Kommentare
Bildungsstreik: Universität Jena wurde besetzt
Kategorie: Politik · Kommentare: 30

Heute findet in ganz Deutschland der "Bildungsstreik" statt. Schüler und Studierende demonstrieren für eine bessere Bildung:
"Die derzeitigen Zustände und Entwicklungen im Bildungssystem sind nicht weiter hinnehmbar! Weltweit sind Umstrukturierungen aller Lebensbereiche nicht mehr gemeinwohlorientiert, sondern den sogenannten Gesetzen des Marktes unterworfen. Seit ein paar Jahren ist auch das Bildungssystem in den Fokus solcher "Reformen" geraten: Bildungsgebühren und die Privatisierung treffen uns alle!
"Ziel des Bildungsstreiks ist es, eine Diskussion zur Zukunft des Bildungsystems anzuregen. Des Weiteren sollen Möglichkeiten einer fortschrittlichen und emanzipatorischen Bildungs- und Gesellschaftspolitk aufgezeigt und durchgesetzt werden. Dem Einfluss der maßgeblichen politischen und ökonomischen Interessen im Bildungsbereich setzen wir unsere Alternativen entgegen:
Dem stimme ich zu! Die Universitäten werden tatsächlich immer mehr zu Schulen und die Ausbildung orientiert sich zu stark an den Bedürfnissen der Wirtschaft (siehe dazu auch den lesenswerten Artikel von Helmut Wicht). Hier müsste dringend etwas geändert werden. Nur: sind Studenten in der Lage, so eine Änderung zu bewirken?
Autor: Florian Freistetter· 17.06.09 · 12:03 Uhr· 30 Kommentare
16. Juni 2009
"Kritischer Journalismus" oder Werbung? Osteopathie im Standard
Kategorie: Medizin·Naturwissenschaften · Kommentare: 29
Vor 2 Wochen habe ich über einen Artikel in der Online-Ausgabe der Zeitung "Der Standard" berichtet, in dem eine Serie über "Komplementärmedizin" angekündigt wurde. Darin fanden sich die für den Online-Standard leider schon üblichen unkritischen und uninformierten Aussagen über Homöopathie und Co. Zum Beispiel:
"Denn, dass die homöopathische Therapie mehr kann als Placebo, wurde in zahlreichen Arbeiten bewiesen."
Heute ist nun der erste Artikel der Serie erschienen. Die Journalistin Regina Phillipp beschäftigte sich mit der Osteopathie (diese Lehre gehört zur "Alternativmedizin", auch wenn sie einen seriös klingenden Namen trägt). Angesichts der vergangenen Berichterstattung im Online-Standard (z.B. hier oder hier habe ich keinen sonderlich seriösen Artikel erwartet. Andererseits versprach man in der Ankündigung aber
"Alle vier Wochen werden wir die Wirkungsweise einzelner Methoden gezielt hinterfragen."
Hat das geklappt? Nein, der Artikel ist zu einer einzigen Werbeveranstaltung für die Osteopathie verkommen.
Autor: Florian Freistetter· 16.06.09 · 17:36 Uhr· 29 Kommentare
Großer Mond, kleiner Mond: Die Mondtäuschung
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Medizin·Naturwissenschaften · Kommentare: 15
Den Mond in einer klaren Nacht am Himmel zu sehen ist immer ein schöner Anblick. Besonders beeindruckend ist es, wenn der Mond gerade auf- oder untergeht und sich in der Nähe des Horizonts befindet. Dann scheint er nämlich enorm groß zu sein!
Es ist aber tatsächlich nur Schein - die Größenänderung ist nicht auf einen physikalischen Effekt zurückzuführen (manchmal hört man, dass Refraktion oder eine Streuung des Lichts in der Atmosphäre dafür verantwortlich sein sollen). Der Mond ist immer gleich groß; egal ob er sich nahe oder fern dem Horizont befindet. Dass er uns größer vorkommt, ist ein psychologischer Effekt, der bis heute noch nicht vollständig erklärt werden kann.
Autor: Florian Freistetter· 16.06.09 · 14:37 Uhr· 15 Kommentare
15. Juni 2009
Blog-Teleskop 28
Kategorie: Blog-Teleskop·Naturwissenschaften · Kommentare: 1
Einen Tag später als gewohnt kommt jetzt die Ausgabe Nummer 28 des Blog-Teleskops. Diesmal steht es wieder in ungewohnter Umgebung - und zwar bei Gunnar Ries und seinem Geologie-Blog Amphibol. Wenn ihr wissen wollt, wie ein "Geognost" die Astroblogs sieht, dann schaut rein!
Und wer auch mal eine Ausgabe des Teleskops beherbergen möchte, der soll mir Bescheid sagen.
Autor: Florian Freistetter· 15.06.09 · 21:20 Uhr· 1 Kommentar
Süße Raumfahrt
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften · Kommentare: 13
Gerade habe ich ein Rakete gebacken. Naja, ich hab es zumindest versucht:
Schokokuchen eignet sich anscheinend nur bedingt für die Raumfahrt. Aber zumindest weiß ich jetzt, dass man für eine erfolgreiche Kucherakete wesentlich mehr Zuckerguß und wesentlich mehr Zeit braucht. Ein Vormittag war doch zu knapp kalkuliert. Aber schmecken wird sie vermutlich ;)
Autor: Florian Freistetter· 15.06.09 · 13:27 Uhr· 13 Kommentare
Weltuntergang reloaded: Jacques Laskar und seine kollidierenden Planeten
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 7
Jacques Laskar vom Observatoire de Paris gehört zu den bekanntesten aktuellen Himmelsmechanikern (sofern Himmelsmechaniker überhaupt bekannt sein können ;) ). Seine Prominenz verdankt er einigen spektakulären wissenschaftlichen Ergebnissen (die sich auch immer sehr gut für Zeitungsschlagzeilen eignen). Dazu gehört zum Beispiel die Erkenntnis, dass die vom Mond ausgeübte Gravitationskraft die Achse der Erde stabilisiert und allzu große Schwankungen unterbindet, was ansonsten zu katastrophalen klimatischen Entwicklungen hätte führen können.
Am bekanntesten sind aber wohl seine Arbeiten über die Stabilität des Sonnensystems. Darüber arbeitet Laskar schon seit Jahren und ich habe hier im Blog auch schon über frühere Ergebnisse berichtet.
Nun hat er wieder eine neue Arbeit zum Thema veröffentlicht. Und wieder lautet das wichtigste Ergebnis: es besteht eine geringe Chance, dass in fernster Zukunft die Planeten des inneren Sonnensystems (also auch die Erde) miteinander kollidieren bzw. aus dem System geworfen werden.
Autor: Florian Freistetter· 15.06.09 · 07:52 Uhr· 7 Kommentare
14. Juni 2009
Raumsonde kollidiert mit Erde (absichtlich)
Kategorie: Naturwissenschaften·Technik · Kommentare: 6
Bei der Landung gab es Probleme und die Sonde geriet nach dem Start ins Taumeln; der Kontakt zur Erde wurde verloren. Das war schlecht - denn eigentlich sollte Hayabusa zur Erde zurückfliegen und die Proben dort abliefern. 2006 gelang es aber glücklicherweise, die Sonde wieder zu orten und auf einen Kurs zur Erde zu bringen. Dort wird sie im Juni 2010 erwartet und dann hoffentlich auch die ersten Bodenproben eines Asteroiden sicher zur Erde bringen.
Für die Sonde selbst, die dann ihre schwere Aufgabe erfüllt haben, haben sich die Wissenschaftler von der japanischen Raumfahrtsbehörde JAXA aber noch etwas ganz Besonderes ausgedacht...
Autor: Florian Freistetter· 14.06.09 · 20:18 Uhr· 6 Kommentare
13. Juni 2009
Nein - wir sind nicht das Zentrum des Universums
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 33
Gerade bei Bad Astronomy gefunden und gleich geklaut: ein äußerst gut gemachtes Video über die Größenverhältnisse im Universum:
Autor: Florian Freistetter· 13.06.09 · 07:48 Uhr· 33 Kommentare
12. Juni 2009
Österreichs Wissenschaftsminister und ihr Hang zur Astrologie
Kategorie: Naturwissenschaften·Politik · Kommentare: 20
Das in der österreichischen Wissenschafts- und Forschungspolitik einiges im Argen liegt, ist kein Geheimnis. Da werden Staatsorden an esoterische Wasserbeleber vergeben; Wünschelrutengeher werden mit Staatsgeldern bei ihrer "Forschung" unterstützt; die Grundlagenforschung bekommt kein Geld und der Wissenschaftsminister wollte kürzlich sogar einen Austritt beim europäischen Kernforschungszentrum CERN durchsetzen.
Warum ist gerade die österreichische Wissenschaftspolitik so wissenschaftsfern? Vielleicht liegt es daran, dass der aktuelle Minister für Wissenschaft, Johannes Hahn, und seine Vorgängerin, Elisabeth Gehrer, (die von 1995 bis 2007 für Österreichs Forschung zuständig war), beide der esoterischen Szene ziemlich nahe zu stehen scheinen.
Autor: Florian Freistetter· 12.06.09 · 21:35 Uhr· 20 Kommentare
11. Juni 2009
Der Sprung ins All
Kategorie: Naturwissenschaften·Technik · Kommentare: 21
Heute habe ich es endlich wieder mal ins Jenaer Planetarium geschafft um mir die Show "Der Sprung ins All" (Dawn of the Space Age) anzusehen.
Falls das jemand noch nicht gesehen haben sollte: unbedingt nachholen!
Autor: Florian Freistetter· 11.06.09 · 22:37 Uhr· 21 Kommentare
Jede Menge coole Forschung...
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 19
Es gibt im Moment jede Menge tolle Forschungsergebnisse - und ich hab kaum Zeit, darüber zu schreiben. Ich hoffe, ich komme in den nächsten Tagen mal dazu. Aber ich kann zumindest mal einen kurzen Überblick geben:
- Jacques Laskar lässt wieder einmal die Planeten kollidieren. Über seine früheren Arbeiten habe ich hier schon mal geschrieben - jetzt hat er neue Rechnungen angestellt und kommt wieder zu dem Schluß, dass irgendwann in ferner Zukunft mal die Erde mit der Venus zusammenstoßen könnte.
- Die japanische Mondsonde Kaguya ist gestern - geplant - auf dem Mond abgestürzt und es gibt tolle Bilder.
- Der Stern Beteigeuze - ein enorm großer roter Riese - macht komische Sachen: er schrumpft! In den letzten 15 Jahren ist er um 15% kleiner geworden. Noch weiß niemand so richtig, was dort passiert.
- Die Galaxie M87 hat das bis jetzt massenreichste schwarze Loch in ihrem Zentrum: 6.4 Milliarden Sonnenmassen!
- Sunrise - eine Mission zur Sonnenbeobachtung wurde gestartet: auf einem Ballon!
- Eine Teenager aus New York hat eine Supernova entdeckt - und vielleicht handelt es sich dabei gleich um eine neue Art.
Jede dieser Entdeckungen würde eigentlich einen eigenen ausführlichen Artikel verdienen. Aber mal sehen - ich denke, zumindest die Arbeit von Laskar werde ich nochmal ausführlich behandeln. Immerhin gehts da um Himmelsmechanik - mein Spezialgebiet.
Autor: Florian Freistetter· 11.06.09 · 12:46 Uhr· 19 Kommentare
10. Juni 2009
Der Wert der Sinnlosigkeit
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur·Naturwissenschaften · Kommentare: 166
Ich ärgere mich gerade. Jörg Friedrich philosophiert in seinem Blog ein wenig über den Sinn der Grundlagenforschung. Und sagt dabei Dinge, die ich für absolut falsch und unsinnig halte. Um zu zeigen, dass es auch ScienceBlogger mit einer anderen Meinung zu diesem Thema gibt, möchte ich mich hier nochmal ausführlich dazu äußern.
Autor: Florian Freistetter· 10.06.09 · 14:26 Uhr· 166 Kommentare
Futurama kommt zurück!
Kategorie: Kultur · Kommentare: 10
Das war auch Zeit! Die Absetzung von Futurama habe ich nie wirklich verstanden - die Serie war echt genial! Das fanden anscheinend auch die Zuseher. Die Futurama-DVDs verkauften sich hervorragend und die Einschaltquoten bei den Wiederholungen der Serie waren hoch. Also entschied man sich für eine Fortsetzung.
Auch Matt Groening, der Schöpfer der Serie, freut sich:
"We're thrilled Futurama is coming back. We now have only 25,766 episodes to make before we catch up with Bender and Fry in the year 3000."
Ein bisschen warten müssen wir zwar noch - mit neuen Folgen ist erst nächstes Jahr zu rechnen. Aber da hat man zumindest noch genug Zeit, sich die alten Folgen und Filme nochmal anzusehen - das lohnt sich sowieso immer!
Autor: Florian Freistetter· 10.06.09 · 11:56 Uhr· 10 Kommentare
09. Juni 2009
Erster extragalaktischer Planet entdeckt?
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 35
Die Suche nach extrasolaren Planeten hat in den letzten Monaten dramatische Fortschritte gemacht: das Weltraumteleskop CoRoT fand den ersten terrestrischen Exoplaneten (also einen Planeten mit fester Oberfläche; so wie die Erde); Michel Mayor und seine Kollegen fanden den bisher kleinsten Exoplaneten, der nur knapp doppelt so schwer wie die Erde ist; vor einigen Tagen konnte das "Wackeln" eines Sterns, das durch die Anwesenheit eines Planeten verursacht wird, direkt beobachtet werden.
Und nun hat man vielleicht sogar einen Planeten entdeckt, der sich nicht in unserer Galaxie befindet, sondern in der 2.5 Millionen Lichtjahre entfernten Andromedagalaxie!
Autor: Florian Freistetter· 09.06.09 · 14:20 Uhr· 35 Kommentare
Fermi-Probleme: Wie man richtig schätzt
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 14
Wieviele Haare hat ein Mensch am Kopf? Wieviele Grashalme wachsen auf einem Fussballfeld? Aus wie vielen Atomen besteht Deutschland? Wie groß ist der Anteil der Erdoberfläche, der von Autos bedeckt wird?
Das alles sind Fragen, die sich eigentlich nicht genau beantworten lassen. Obwohl eine Antwort existiert, existieren im Allgemeinen nicht genügend Daten, um diese exakte Antwort auch zu finden. Man kann nur eine mehr oder weniger vernünftige Abschätzung durchführen.
Fragen dieser Art werden als Fermi-Probleme bzw. Fermi-Fragen bezeichnet. Benannt sind sie nach dem Kernphysiker Enrico Fermi, der dafür bekannt war, solche spontanen Abschätzungen besonders gut und genau durchführen zu können.
Autor: Florian Freistetter· 09.06.09 · 12:00 Uhr· 14 Kommentare
08. Juni 2009
Rückzieher der Wiener Linien: Atheisten-Buskampagne wurde gestoppt
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur · Kommentare: 46
Gestern habe ich mich noch darüber gefreut, dass es in Österreich (im Gegensatz zu Deutschland) möglich ist, atheistische Werbung im öffentlichen Raum zu machen. Und heute erfährt man, dass die Verantwortlichen in Österreich genauso Mumm haben, wie in Deutschland. Auch die Wiener Linien, auf deren Bussen der Slogan "Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keinen Gott" prangen sollte, haben ihre Zustimmung zur Kampagne zurückgezogen.
Autor: Florian Freistetter· 08.06.09 · 16:10 Uhr· 46 Kommentare
Wie könnte die EU-Wahl europäischer werden?
Kategorie: Politik · Kommentare: 7
Gestern war also EU-Wahl. Ist jemand wählen gegangen? Ich nicht - ich hab meine Stimme per Briefwahl verschickt. Aber viele andere Menschen scheinen sich für die europäische Politik kaum zu interessieren; die Wahlbeteiligung war gering. Und die, die zur Wahl gingen, haben sich wohl eher von nationaler Politik leiten lassen anstatt von europäischen Themen.
Immerhin wurde es nicht ganz so schlimm wie erwartet; die grausliche FPÖ mit ihrem Chef H.C. Strache, der bei Wahlkampfreden das Kruzifix schwingt ("Abendland in Christenhand") und den Leuten einredet, Israel würde der EU beitreten wollen, hat zwar deutlich gewonnen - die Rechtsextremen landeten aber trotzdem "nur" auf Platz 4.
Zumindest in Österreich kommt es mir so vor, als würden dort die Parteien den EU-Wahlkampf fast nur mit nationaler Politik bestreiten. Das größere Ganze - eben die europäische Union - kommt gar nicht vor. Vermutlich ist das auch in anderen Ländern so - aber da können die Politik-Experten sicher mehr dazu sagen.
Aber irgendwie ist die EU selber schuld daran. Bzw. das Wahlsystem. Warum werden überhaupt nationale Parteien in ein übernationales Parlament gewählt? Warum kandidieren nicht direkt die Fraktionen des Europäischen Parlaments? In jedem Land würden dann die gleichen Parteien auf dem Wahlzettel stehen und die Stimmen der europäischen Bürger würden gemeinsam ausgezählt werden. Damit eine Partei in das EU-Parlament einziehen kann, bräuchte sie dann eben europaweit eine gewissen Mindestanzahl an Stimmen (bzw. eine Mindestanzahl an Stimmen aus einem Land). Die Spitzenkandidaten müssten sich dann mit den Problemem aller Länder beschäftigen und bei fraktionslosen Parteien wie z.B. der FPÖ würde ihre Isolation innerhalb der europäischen Demokratie wesentlich deutlicher werden als jetzt.
Abgesehen davon, dass sich die Länder Europas wahrscheinlich mit Händen und Füssen gegen so ein Wahlrecht wehren würden: gibt es irgendwelche grundsätzlichen Probleme/Nachteile bei so einem Wahlsystem? Ich bin ja kein Experte - vielleicht stelle ich mir das ja auch zu einfach vor?
Autor: Florian Freistetter· 08.06.09 · 15:32 Uhr· 7 Kommentare
07. Juni 2009
Der Atheistenbus fährt durch Wien
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur · Kommentare: 32
In Deutschland war es bis jetzt noch nicht möglich, eine Stadt zu finden, die atheistische Werbung auf Bussen zulassen will (Selbst Essen, wo zuerst eine Zusage vorlag, hat nun einen Rückzieher gemacht). Die Buskampagne hat sich deswegen privat einen Bus gechartert und tourt damit durch Deutschland.
Österreich scheint in dieser Hinsicht ein wenig progressiver zu sein. In Wien fahren derzeit die Buslinien 13A und 14A mit dem Slogan: "Es gibt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen Gott. Werte sind menschlich - auf uns kommt es an." durch die Stadt (Ich halte diesen Slogan ja immer noch für mißlungen - "Wahrscheinlichkeit" suggeriert, dass sich die Frage nach der Existenz Gottes mathematisch berechnen lassen würde.)
Langsam wird es für die deutschen Kommunen wirklich peinlich. Atheistische Werbung auf Bussen ist in vielen Ländern möglich (USA, Großbritannien, Spanien, ...) und jetzt auch in Österreich. Nur in Deutschland ist man immer noch nicht mutig genug, diese Werbung zuzulassen. Da steckt wohl immer noch zu viel Kirche im Staat...
P.S. Vielleicht kann mir ja einE LeserIn aus Wien Fotos eines Busses zukommen lassen?
Update: Wie die Buskampagne meldet, haben die Wiener Linien ihre Zustimmung zurückgezogen. Sobald eine Begründung für diese Entscheidung da ist, werde ich berichten.
Autor: Florian Freistetter· 07.06.09 · 21:16 Uhr· 32 Kommentare
06. Juni 2009
Air France 447: Absturz durch Meteoriteneinschlag?
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften · Kommentare: 27
Autor: Florian Freistetter· 06.06.09 · 07:28 Uhr· 27 Kommentare
05. Juni 2009
Home: Ein Film zum Weltumwelttag
Kategorie: Kultur·Umwelt · Kommentare: 5
Heute ist der Weltumwelttag. Dieses Jahr steht er unter dem Motto "Your Planet Needs You - UNite to Combat Climate Change". Aus diesem Anlaß läuft heute Abend auf n-tv die tolle Dokumentation "Home - Das ist unsere Erde"; ein Film des Fotografen Yann Arthus-Bertrand. Der hat unter anderem auch das geniale Buch "Die Erde von oben" veröffentlicht (auch dieses Buch gab es als Film).
Auch der neue Film von Yann Arthus-Bertrand ist absolut sehenswert. Wer es nicht ins Kino schafft und heute Abend keine Zeit hat, n-tv zu schauen - kein Problem! Denn der Film ist frei im Internet zugänglich!
Bei YouTube kann man sich den kompletten Film ansehen (hier ist die deutsche Version). Diese tollen Bilder sollte sich niemand entgehen lassen!
Zur Einstimmung binde ich noch den Trailer mit ein:
Autor: Florian Freistetter· 05.06.09 · 16:33 Uhr· 5 Kommentare
Wenn Physiker die Wand anstarren: auf der Suche nach der dunklen Materie
Kategorie: Naturwissenschaften·Technik · Kommentare: 10
In unserem Universum gibt es nicht nur "normale" Materie - sondern auch "dunkle" Materie: das ist Materie, die nur über ihre Gravitation mit dem Rest des Universums wechselwirkt aber nicht von der elektromagnetischen Kraft beeinflusst wird und deswegen auch "unsichtbar" ist. Dass diese Materie existiert, wissen wir, da sich der gravitative Einfluss messen lässt. Wir wissen allerdings nicht, was die dunkle Materie genau ist. Aus welchen Teilchen besteht sie?
Derzeit wird also überall auf der Welt eifrig gesucht und geforscht, um das Rätsel um die dunkle Materie endlich lösen zu können. Der Satellit PAMELA sucht(e) im Weltraum nach Hinweisen. Eine der wichtigsten Aufgaben des Teilchenbeschleunigers LHC wird unter anderem die Suche nach der dunklen Materie sein.
Und nun machen sich auch deutsche Physiker daran, ein wenig Licht auf die dunkle Materie zu werfen. In einem interessanten Experiment am DESY (Deutsches Elektronen-Synchrotron) soll die dunkle Materie sich durch ihre quantenphysikalischen Eigenschaften verraten.
Autor: Florian Freistetter· 05.06.09 · 12:43 Uhr· 10 Kommentare
04. Juni 2009
Open Moon: Freie Raumfahrt
Kategorie: Naturwissenschaften·Technik · Kommentare: 10
Der Berliner Verein c-base will diesen Preis gewinnen - und zwar auf eine ganz spezielle Art und Weise:
"Anders als die meisten der 17 teilnehmenden Teams, größtenteils finanzstarke US-Technologiefirmen, setzen wir auf die Fähigkeiten der Community - derselben Community, die Technologien wie freie Software und Betriebssysteme oder auch die Wikipedia hervorgebracht hat. Open Moon stellt die Plattform zur Verfügung, um sich den großen technologischen Herausforderungen gemeinsam zu stellen. Wir rufen alle Interessierten zur Mitarbeit auf, um in den Weltraum vorzudringen. Nach dem Muster der freien Software sollen diesmal nicht nur Bits und Bytes, sondern auch Triebwerke und Landesysteme entstehen."
Autor: Florian Freistetter· 04.06.09 · 18:55 Uhr· 10 Kommentare
Gesunde zu Kranken machen? Pseudomedizin im Standard
Kategorie: Medizin·Naturwissenschaften · Kommentare: 189
Pünktlich nach meiner Rückkehr aus dem Urlaub in Hamburg hat mich eine enorm heftige Erkältung erwischt. Deswegen bin ich gerade auch wenig motiviert, meinen geplanten langen Artikel über die Stabilität des Sonnensystems zu schreiben. Aber passend zum Thema "Gesundheit" habe ich mich heute morgen mal wieder über den Standard geärgert und hier ist der Grund:
Dass die Redakteure des Online-Standards gerne mal ein bisschen Werbung für Homöopathie & Co machen, ist bekannt.
Nun plant man dort gerade eine ganze Artikelserie zum Thema "Komplementärmedizin". Unter dem Titel "Heilsame Ergänzung" bekommt man schon einen ersten Vorgeschmack.
Autor: Florian Freistetter· 04.06.09 · 11:55 Uhr· 189 Kommentare
03. Juni 2009
Topfpflanzen
Kategorie: Kultur · Kommentare: 5
Auch wenn ich sehr gerne in Deutschland lebe, überkommt mich ab und zu doch ein bisschen Heimweh nach Österreich. In Zeiten des Internets ist das aber kein Problem - österreichische Musik, österreichisches Fernsehen, etc sind leicht aufzutreiben. Ein paar lustige Videos, z.B. von Maschek oder Wir sind Kaiser helfen - aber die kann man eigentlich immer sehen. Und dann ist da natürlich noch Josef Hader - sein Kabarett-Program "Privat" ist zwar schon alt - aber meiner Meinung immer noch das Beste, was es in dieser Sparte gibt. Daraus stammt auch das geniale "Topfpflanzen-Lied":
Autor: Florian Freistetter· 03.06.09 · 22:55 Uhr· 5 Kommentare
Norddeutsches Bilderrätsel
Kategorie: Kultur·Wissenschaft für Kinder · Kommentare: 20
Mein Urlaub ist leider vorbei :( Aber auch wenn es kurz war, war es schön! Bevor es hier wieder mit dem normalen Blogbetrieb weitergeht, habe ich noch ein kleines Bilderrätsel. Die folgenden 3 Bilder habe ich während meines Urlaubs aufgenommen. Wer bei allen drei errät, wo sie aufgenommen wurden, der darf sich was wünschen ;)
Autor: Florian Freistetter· 03.06.09 · 10:35 Uhr· 20 Kommentare
02. Juni 2009
Chaotische Systeme Teil 4: Wenn das Chaos immer größer wird
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 7
Bisher habe ich in meiner Serie über chaotische Systeme über den Phasenraum gesprochen, erklärt, welche Arten von Bahnen im Phasenraum es gibt und gezeigt, wie man diese Bahnen durch eine Surface of Section visualisieren kann.Jetzt kommen wir zur eigentlichen Fragen der Chaostheorie: Was passiert, wenn die Störungen in einem nichtlinearen System immer größer werden? Wie wirken sich Störungen auf die regulären Bereiche aus? Wie groß kann das Chaos werden, bevor alles zusammenbricht? Kann man das Chaos mathematisch überhaupt fassen?
Man kann! 1954 hat Andrei Nikolajewitsch Kolmogorow einen mathematischen Satz aufgestellt, der 1963 und 1964 von Jürgen Moser und Wladimir Igorewitsch Arnold bewiesen wurde. Nach den Anfangsbuchstaben ihrer Nachnahmen wird dieser Satz heute KAM-Theorem genannt.
Das KAM-Theorem ist quasi das Herzstück der Chaostheorie. Es beschreibt quantitativ, wie sich Störungen in (bestimmten) dynamischen Systemen auswirken. Allerdings ist es mathematisch ziemlich heftig - ich werde daher nur einen groben Überblick bieten können und bitte die mitlesenden Mathematiker bzw. Experten um Nachsicht gegenüber meinen Vereinfachungen (hier gibt es eine vollständigere Einleitung zum KAM-Theorem).
Autor: Florian Freistetter· 02.06.09 · 09:00 Uhr· 7 Kommentare
01. Juni 2009
Chaotische Systeme Teil 3: Stabile Inseln im chaotischen Meer
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 2
Bisher habe ich in meiner Serie über chaotische Systeme über den Phasenraum gesprochen und erklärt, welche Arten von Bahnen im Phasenraum es gibt. Heute möchte ich eine Methode vorstellen, mit der man die verschiedenen Zustände eines Phasenraums sehr schön und sehr einfach visualisieren kann.Diese Methode stammt von Henri Poincaré, der nicht umsonst als einer der Väter der Chaostheorie gilt. 1889 hat er sich mit dem N-Körper-Problem (also der Bewegung von mehr als 2 Himmelskörpern unter ihrem gravitativen Einfluss) beschäftigt und herausgefunden, dass es auch bei der Bewegung der Planeten in unserem Sonnensystem chaotische Aspekte gibt. Dafür hat er eine originelle Methode entwickelt, um den Phasenraum einfach zu visualisieren.
Autor: Florian Freistetter· 01.06.09 · 09:00 Uhr· 2 Kommentare
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