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31. Mai 2009
Blog-Teleskop #27
Kategorie: Blog-Teleskop·Naturwissenschaften
Wieder eine Premiere beim Blog-Teleskop! Zum ersten Mal findet es nicht in einem Astronomie- bzw. Wissenschaftsblog statt, sondern wagt sich in die Welt der "normalen" Blogs. Diesmal berichtet Andreas von cimddwc darüber, was er in den Astroblogs lesenswertes gefunden hat. Schaut mal vorbei und rein in die Ausgabe Nummer 27!
Und wer auch mal eine Ausgabe des Teleskops beherbergen möchte, der soll mir Bescheid sagen.
Autor: Florian Freistetter· 31.05.09 · 22:45 Uhr· 0 Kommentare
30. Mai 2009
Chaotische Systeme Teil 2: Der Raum als Donut
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 12
Nachdem ich im letzten Artikel erklärt habe, was ein Phasenraum ist, möchte ich nun eine spezielle Art von Koordinaten erläutern, mit denen man Bahnen im Phasenraum beschreiben kann. Das absolut notwendig, um zu verstehen, wie chaotische Systeme funktionieren. Denn die Phasenraum-Orbits stellen ja die zeitliche Entwicklung eines bestimmten Zustands da. Die Eigenschaften der Bahnen im Phasenraum spiegeln also auch gleichzeitig die Eigenschaften des Systems wieder.Die speziellen Koordinaten heissen "Action-Angle-Coordinates" was auf deutsch soviel wie "Wirkung-Winkel-Koordinaten" bedeutet. Die genaue Ableitung ist ziemlich mathematisch (hier gibt es eine ausführlichere Beschreibung) - deswegen werde ich das ganze an einem Beispiel erklären.
Autor: Florian Freistetter· 30.05.09 · 09:00 Uhr· 12 Kommentare
29. Mai 2009
Chaotische Systeme Teil 1: Der Phasenraum
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 13
Was ist eigentlich ein chaotisches System? Was passiert, wenn das Chaos zu stark wird und wie beschreibt man dann alles wissenschaftliche?
Wenn man dynamische Systeme, KAM-Theorie und Chaos erklären will, dann muss man zuerst einmal wissen, was ein Phasenraum ist. Ein Phasenraum ist etwas abstraktes; ein rein mathematischer Raum, der nichts mit dem "normalen" dreidimensionalen Raum zu tun hat, den wir jeden Tag erfahren. Der Phasenraum eines dynamischen Systems wird durch die Anzahl der Freiheitsgrade bestimmt. Damit ist die Zahl der Parameter gemeint, die nötig sind, um das System vollständig zu beschreiben.
Autor: Florian Freistetter· 29.05.09 · 09:00 Uhr· 13 Kommentare
28. Mai 2009
Was ist "Chaostheorie"?
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 8

Eigentlich gibt es ja "die Chaostheorie" nicht. Zumindest nicht im gleichen Sinne wie "die Relativitätstheorie" oder "die Quantentheorie". Das Wort "Chaostheorie" wird meistens nur von den Medien verwendet; unter den Fachleuten spricht man eher von "Chaosforschung", der "Theorie dynamischer/komplexer Systeme" oder der "Theorie nichtlinearer Systeme".
Wie auch immer man nun die Beschäftigung mit den Eigenschaften nichtlinearer dynamischer Systeme bezeichnen möchte - als Himmelsmechaniker sollte man sich damit auskennen! Denn die Bewegung der Himmelskörper unter ihrem wechselseitigen gravitativen Einfluss ist ein Paradebeispiel für so ein potentiell chaotisches System. Viele der Grundlagen der Chaostheorie (ab und zu verwende auch ich dieses Wort ;) ) wurden z.B. von Henri Poincaré geschaffen, als er 1888 untersuchte, ob und wie sich das berühmte N-Körper-Problem lösen lässt (das ist die Bewegung von mehr als 2 Himmelskörpern, die sich gegenseitig gravitativ beeinflussen).
Aber auch heute noch beschäftigen sich viele Astronomen mit den Eigenschaften dynamischer Systeme. Genauso wie die beobachtenden Astronomen immer wieder neue Instrumente entwickeln, müssen sich auch die Theoretiker um ihre Instrumente kümmern - und das ist eben die entsprechende Mathematik, mit der sich nichtlineare Systeme beschreiben lassen.
Auch ich habe meine Diplomarbeit über ein chaostheoretisches Thema geschrieben das nur am Rande mit Astronomie zu tun hatte. Es ging darum, wie man fraktale Dimensionen zur Charakterisierung bzw. Identifizierung chaotischer und regulärer Zustände in dynamischen Systemen benutzen kann Hier gibt es eine Zusammenfassung meiner Arbeit - die ist aber eher nur was für Fachleute.
Ich möchte aber gerne auch in meinem Blog darüber schreiben. Dafür ist es aber erst einmal nötig, gewisse Grundlagen zu erklären. In den nächsten Tagen werde ich daher hier eine kleine "Mini-Serie" an Artikeln über die Theorie nichtlinearer System veröffentlichen. Keine Angst, es wird nicht allzu mathematisch und Formeln werden kaum vorkommen ;)
Autor: Florian Freistetter· 28.05.09 · 08:30 Uhr· 8 Kommentare
27. Mai 2009
Stadt Hamburg an der Elbe Auen
Kategorie: Kultur · Kommentare: 20
Obwohl - alllzuviel Sightseeing werde ich nicht machen. Ich war ja schon oft genug in Hamburg (wenn man es genau nimmt, bin ich halber Hamburger ;) ). Aber man weiß ja nie - Hamburg ist eine große Stadt - da dauert es lange, bis man alles gesehen hat. Habe ich Leserinnen oder Leser aus HH? Was gibts denn dort so für Geheimtipps, die man nicht verpassen darf?
Ansonsten werde ich einfach mal ein paar Tage abseits von Arbeit und Internet genießen. Das heisst aber nicht, dass hier im Blog deswegen tote Hose ist! Gleich morgen geht es los mit einer kleinen Serie über Chaostheorie! Von Morgen, bis nächsten Dienstag werde ich probieren zu erklären, wie das mit dem Chaos so ist; wie man chaotische Systeme beschreibt und wie man das Chaos mathematisch in den Griff kriegen kann.
Die Artikel werden automatisch veröffentlicht - ich bin also nicht da, um etwaige Fragen zu beantworten. Zumindest nicht bis nächsten Dienstag - danach erkläre ich gerne alles, was bis dahin noch unklar ist ;)
Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern schöne Pfingsten. Endlich mal wieder kann man das geniale Pfingstlied von den noch genialeren Christoph & Lollo hören!
Autor: Florian Freistetter· 27.05.09 · 09:40 Uhr· 20 Kommentare
26. Mai 2009
Astrologie unter der Dusche, Zeitreisen und Wiedergeburt: 5 völlig absurde Links
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur·Naturwissenschaften · Kommentare: 14
Im Laufe der Zeit sammeln sich bei mir immer diverse Links bzw. Emails an, die vor Unsinn nur so triefen... Es wird langsam wieder einmal Zeit, dass ich mein Postfach leere - die letzte absurde Linksammlung ist ja schon ne Zeitlang her.
Diesmal sind einige besonders schöne Sachen dabei: Horoskope zum mitsingen und Astrologie zum duschen; eine Reinkarnationsbank; seltsame Lichter am Himmel und Zeitreisen. Aber lest selbst:
Autor: Florian Freistetter· 26.05.09 · 15:05 Uhr· 14 Kommentare
25. Mai 2009
Coole Physik-Experimente mit magnetischen Bausteinen
Kategorie: Naturwissenschaften·Technik · Kommentare: 7
Ich recherchiere gerade für eine kleine Mini-Serie über Chaostheorie. Die wird von Donnerstag bis nächsten Dienstag hier erscheinen, während ich auf Urlaub in Hamburg bin ;) Bei der Suche nach schönen Bildern und Videos bin ich auf einen interessanten YouTube-Channel gestoßen.
Aldo aus Italien spielt offensichtlich gerne mit magnetischen Bausteinen. Er baut damit tolle Sachen. Zum Beispiel ein Modell von John Harrisons H1-Uhr (Harrisons Uhren ermöglichten es im 17. Jahrhundert erstmals, die geografische Länge genau zu bestimmen). Ein anderes Video demonstriert die Drehimpulserhaltung. Es gibt alle Arten von interessanten Videos über Pendel und... Aber schaut es euch am besten selbst an.
Autor: Florian Freistetter· 25.05.09 · 20:00 Uhr· 7 Kommentare
Willi und die Wunder dieser Welt
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften·Wissenschaft für Kinder · Kommentare: 15
Ich bin ja sowieso der Meinung, dass die Sendung "Will wills wissen" zum besten gehört, was das deutsche Kinderfernsehen zu bieten hat. Ach, was heisst Kinderfernsehen - ich finde, die Serie gehört zu den besten im gesamten Fernsehprogramm und schaue sie mir auch ohne Kind an ;)
Ich hoffe, jeder kennt die Serie? Falls nicht: der Reporter Willi Weitzel (der heißt wirklich so) besucht die unterschiedlichsten Leute und berichtet über die unterschiedlichsten Themen (einmal war er sogar an der Thüringer Landessternwarte in Tautenburg ;) ). Und das auf eine äußerst interessante und informative Art und Weise (ich erinnere mich an die kürzlich gelaufene Sendung über Äpfel und das cool Apfelschwimmbad!). Da ist wirklich kein Thema langweilig - "Willi wills wissen" ist ein bisschen so, wie "Die Sendung mit der Maus" - allerdings ohne Zeichentrickgeschichten und ein bisschen cooler ;)
Und jetzt gibt es zur Serie auch endlich einen Kinofilm (naja - eigentlich gibt es den Film schon seit Anfang März - ich habe es aber erst jetzt geschafft, ihn anzusehen).
Autor: Florian Freistetter· 25.05.09 · 15:20 Uhr· 15 Kommentare
24. Mai 2009
Wissenschaft unter Beschuß: Tag 3 der GWUP-Konferenz
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur·Naturwissenschaften · Kommentare: 33
Gestern ging die Konferenz der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) in Hamburg zu Ende. Aber auch vom dritten und letzten Tag hat Gastautor rolak wieder einen netten Bericht geschrieben (so wie von Tag 1 und Tag 2). Diesmal ging es um Astrologie, Verschwörungen und Intelligent Design.Autor: Florian Freistetter· 24.05.09 · 17:37 Uhr· 33 Kommentare
23. Mai 2009
Gefährdet Astrodicticum Simplex die Jugend?
Kategorie: Politik · Kommentare: 21
Ist mein Blog eine Gefährdung für die Jugend? Anscheinend schon - jedenfalls meint das Jugendschutzprogramm.de. Die machen folgendes:
Jugendschutzprogramm.de schützt
Kinder und Jugendliche vor Gefährdung
durch Erotik oder Gewalt auf
deutschsprachigen Internet-Seiten.
Jugendschutzprogramm.de ist ein Filter
für das international anerkannte
Schutzsystem ICRA. Das bedeutet:
Jugendschutz weltweit!Jugendschutzprogramm.de bietet seinen
Filter kostenlos für Eltern an. Auch die dazu
empfohlene ICRA-Software ist kostenlos.
Kinderleichte Installation!
Und anscheinend muss die Jugend auch vor "Astrodicticum Simplex" geschützt werden. Denn auch meine Seite ist im Filter enthalten (genauso übrigens wie die kompletten ScienceBlogs):
Ich bin absolut für Jugendschutz - aber irgendwie erscheint mir dieser Filter ein wenig seltsam...
(Ich bin übrigens nicht der einzige der gesperrt wurde - Blogs scheinen dort generell als gefährlich zu gelten)
Autor: Florian Freistetter· 23.05.09 · 18:56 Uhr· 21 Kommentare
Viele schlechte Bücher...
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften·Themenwoche · Kommentare: 234
Ich lese ja gerne und viel. Und wenn es sich um wirklich interessante Bücher mit wissenschaftlichen oder astronomischen Hintergrund handelt, dann berichte ich hier meistens auch darüber. Aber ich kriege auch viele schlechte Bücher in die Finger. Bücher, die so schlecht sind, dass ich mir wünsche, ich hätte sie nicht gelesen. Und damit das anderen nicht ebenfalls so geht, gibt es hier nun eine kleine Liste mit Bücher, um die man besser einen Bogen machen sollte.
Autor: Florian Freistetter· 23.05.09 · 18:45 Uhr· 234 Kommentare
Wissenschaft unter Beschuß: Tag 2 der GWUP-Konferenz
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Medizin·Naturwissenschaften · Kommentare: 6

Gestern berichtetet Gastautor rolak über den ersten Tag der Konferenz der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP). Heute geht es weiter mit dem zweiten Tag der Konferenz, der unter dem Thema "Wissenschaft unter Beschuß" stand.
Autor: Florian Freistetter· 23.05.09 · 13:32 Uhr· 6 Kommentare
22. Mai 2009
"Wissenschaft unter Beschuß": GWUP Konferenz in Hamburg
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur·Naturwissenschaften · Kommentare: 19
Seit gestern findet in Hamburg die 19. Konferenz der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) statt. Ich habe es leider nicht geschafft, dabei zu sein (ich fahre allerdings nächste Woche nach Hamburg ;) ).
Glücklicherweise ist einer der Stammkommentatoren bei ScienceBlogs - rolak - dort und hat sich bereit erklärt, von dort zu berichten.
Ich freue mich also, hier seinen Bericht vom ersten Tag der Konferenz präsentieren zu können!
Autor: Florian Freistetter· 22.05.09 · 15:43 Uhr· 19 Kommentare
Schwebendes Bier!
Kategorie: Naturwissenschaften
Heute muss ich mal Jörgs Rubrik "Video am Freitag" klauen. Aber bei so einem coolen Video habe ich keine andere Wahl: An der Universität Nottingham lässt man Bier schweben!
Von den tollen "Sixty-Symbols"-Videos habe ich ja schon berichtet. Das hier ist eines über den griechischen Buchstaben Χ (der sieht dem "X" sehr ähnlich): die magnetische Suszeptibilität.
Mit starken Magneten lassen sich allerhand nette Dinge machen. Denn eigentlich ist alles magnetisch. Zum Beispiel eben auch Bier:
Mein Lieblingssatz: "In the interest of science I am now going to drink the beer out of the magnet".
Wissenschaft ist cool!
Autor: Florian Freistetter· 22.05.09 · 13:12 Uhr· 0 Kommentare
21. Mai 2009
Ignorieren, Löschen, Sperren: über den Umgang mit Kommentaren
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur·Naturwissenschaften·Technik · Kommentare: 156
Scienceblogs wird immer populärer und immer mehr Leserinnen und Leser finden den Weg zu uns. Immer mehr nehmen auch aktiv an den Diskussionen über die Artikel teil. Das führt aber auch zwangsläufig dazu, dass auch immer "schwierige" Kommentare auftauchen.
In den Artikel über "Alternativwissenschaften" (Homöopathie u.ä.) tauchen immer wieder die gleichen Vorwürfe und unbelegten Behauptungen der Homöopathie-Fans auf. Aussagen, die schon in zig anderen Artikel diskutiert worden sind. In anderen Artikeln treiben Hardcore-Leugner der Relativitätstheorie ihr Unwesen, die sich durch wissenschaftliche Argumente und Diskussion keinen Fußbreit von ihrer Mission abbringen lassen. Manche Kommentatoren hängen den wildesten Verschwörungstheorien an und sind keinen vernünftigen Argumenten mehr zugänglich. Usw - ich denke, ihr wisst, welche Art von Kommentaren ich meine.
Aktuell beschäftigen sich einige Beiträge hier bei ScienceBlogs mit diesem Thema. Wenn es um den Umgang mit Kommentaren geht, ist meiner Meinung nach die Ansicht der Leserinnen und Leser besonders wichtig. Sie schreiben die Kommentare ja immerhin!
Deswegen möchte ich diesen Artikel nutzen, um einerseits meine persönliche Einstellung zu diesem Problem darzulegen und andererseits auch eine (hoffentlich konstruktive) Diskussion mit den Leserinnen und Lesern anzuregen.
Autor: Florian Freistetter· 21.05.09 · 12:16 Uhr· 156 Kommentare
20. Mai 2009
Johannes Kepler: Astronomie Nova - Kapitel 4
Kategorie: Astronomia Nova·Naturwissenschaften·Themenwoche · Kommentare: 4
Ich habe jetzt schon längere Zeit nichts mehr aus der Astronomia Nova von Kepler gepostet. Das liegt nicht daran, dass ich aufgehört habe, im Buch zu lesen. Aber ich überlege schon seit einiger Zeit, ob mein ursprüngliches Konzept, die Lektüre des Buches bloggend zu begleiten, noch funktioniert.
Eigentlich wollte ich ja alles lesen und die einzelnen Kapitel hier in kurzen Blogbeiträgen zusammenfassen. Je länger ich aber mit der Astronomia Nova zu tun habe, desto unpraktischer erscheint mir das.
Man darf nicht vergessen, dass es sich um ein 400 Jahre altes Buch handelt. Damals stand die Astronomie (und eigentlich die komplette moderne Wissenschaft) noch ganz am Anfang. Die Astronomia Nova hat nur wenig mit modernen wissenschaftlichen Texten gemein. Die Fachbegriffe, die Art der Argumentation, die Beschreibung der astronomischen Phänomene: all das würde man heute ganz anders beschreiben. Hinzu kommt die etwas "archaische" Sprache. So lautet der Titel des 4. Kapitels beispielsweise:
"Über die unvollkommene Gleichwertigkeit zwischen dem doppelten Epizykel auf dem Konzenter beziehungsweise dem Exzenterepizykel und dem Ausgleichskreis beim Exzenter".
Da muss man schon ein bisschen drüber nachdenken, bis man das aufgedröselt hat ;) Und so liest sich mehr oder weniger der ganze Text. Würde ich das alles so für mein Blog zusammenfassen, dass es auch jemand versteht, der kein Fachmann für Himmelsmechanik ist, dann wäre das unverhältnismäßig viel Arbeit. Vor allem, weil die Astronomia Nova zwar ein sehr interessantes Buch ist - aber doch nicht jedes einzelne Kapitel so bedeutungsvoll ist, dass ich es unbedingt erläutern müsste. Würde ich mich wirklich daran machen, eine komplette, allgemeinverständliche Version der Astronomia Nova zu bloggen, dann würde ich vermutlich zu sonst nichts mehr kommen.
Deswegen habe ich mich dazu entschieden, mein ursprüngliches Vorhaben aufzugeben. Ich werde die Astronomia Nova natürlich weiter lesen - aber nicht mehr jedes Kapitel hier präsentieren. Ich werde die interessanten und wichtigen Stellen; diejenigen, die die wirklich revolutionären Erkenntnisse darstellen, hier blogtechnis verarbeiten - aber das "Beiwerk" ein bisschen unter den Tisch fallen lassen. Ich hoffe, diese Entscheidung ist verständlich...
Bisherige Artikel zur Astronomia Nova: Die Einleitung (1), Die Einleitung (2), Die Einleitung (3), Kapitel 1 bis 3
Noch mehr Buchrezensionen auf ScienceBlogs:
Autor: Florian Freistetter· 20.05.09 · 23:38 Uhr· 4 Kommentare
Ordnung und Chaos in extrasolaren Planetensystemen Teil 4: Die Dynamik des TrES-2 Systems
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 4
Nachdem letzte Woche nun endlich mein Artikel über die Dynamik des TrES-2 Systems erschienen ist (oder zumindest der preprint bei arXiv; der eigentliche Artikel erscheint erst im Juni in den "Astronomischen Nachrichten") kann ich nun endlich meine Serie über Ordnung und Chaos und Planetensystemen abschließen.
In Teil 1 habe ich erklärt, wie man überhaupt anfängt, will man herausfinden, wo sich in einem Planetensystem Himmelskörper auf geordneten Bahnen bewegen können und wo nicht. In Teil 2 habe ich erläutert, wie man die Bewegung der Himmelskörper simuliert und berechnet. Und in Teil 3 habe ich gezeigt, wie man anhand der Ergebnisse unterscheiden kann, ob es sich um geordnete oder chaotische Regionen handelt.
In diesem vierten Teil werde ich das alles nun anhand eines konkreten Beispiels erläutern. Es geht darum, herauszufinden, ob es im Planetensystem um den Stern TrES-2 noch weitere Planeten geben kann - und falls ja, wo.
Autor: Florian Freistetter· 20.05.09 · 10:30 Uhr· 4 Kommentare
19. Mai 2009
Wie viele Sterne sehen wir noch?
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften · Kommentare: 5
Über das Problem der Lichtverschmutzung wurde hier bei ScienceBlogs ja schon öfter berichtet. Erst im März habe ich über die Aktion "GLOBE at Night" geschrieben, bei der im Rahmen des Internationalen Jahrs der Astronomie (IYA2009) jeder dazu aufgerufen war, den Himmel zu beobachten um so Daten über die Lichtverschmutzung zu sammeln.
In Österreich gibt es so ein Projekt schon seit dem Jahr 2001. Dort heisst es "Wieviele Sterne sehen wir noch?" und gerade jetzt läuft eine neue Kampagne um die Ergebnisse von 2001 mit aktuellen Werten vergleichen zu können.
Autor: Florian Freistetter· 19.05.09 · 16:45 Uhr· 5 Kommentare
Wie sich wissenschaftliche Ergebnisse in den Medien verändern
Kategorie: Kultur · Kommentare: 46
Zu Jörgs Artikel über Akupunktur, in dem er erklärt, warum aus einer Studie, die zeigt, dass Akuptunktur NICHT funktioniert, Schlagzeilen werden, die verkünden: "Wissenschaftler beweisen, dass Akkupunktur hilft", gibt es heute bei PHD-Comics das passende Bild.
The Science News Cycle:
Autor: Florian Freistetter· 19.05.09 · 15:48 Uhr· 46 Kommentare
3. Thüringer Bloglesung: Leben in Hypertext
Kategorie: Kultur · Kommentare: 4
Am 6. Juni findet in Jena zum dritten Mal die Thüringer Bloglesung statt. Blogautoren aus Thüringen treffen sich im Markt 11 und lesen ihre Texte vor. Dazu gibts Musik, eine Tombola und irgendein Twitter-Dingens ;)
Das Thema der Veranstaltung lautet "Netzliteratur: Leben in Hypertext" und vorlesen werden die folgenden Blogger:
Autor: Florian Freistetter· 19.05.09 · 11:05 Uhr· 4 Kommentare
18. Mai 2009
Kein Austritt: Österreich bleibt doch beim CERN!
Kategorie: Naturwissenschaften·Politik · Kommentare: 28
Da soll nochmal einer sagen, dass Protest nichts bewirkt. Nachdem Wissenschaftsminister Johannes Hahn vor einigen Tagen angekündigt hatte, dass Österreich aus Kostengründen nicht mehr Mitglied beim europäischen Kernforschungszentrum CERN sein wird, gab es heftige Kritik von allen Seiten.
Österreichische und internationale Wissenschaftler protestierten und eine Online-Petition erbrachte in kürzester Zeit Zehntausende Unterschriften. Nun scheint auch der anderen Regierungspartei aufgefallen zu sein, was hier passiert. Bundeskanzler Faymann (SPÖ) sagt "Nein" zum Austritt:
"Ich kann mir einen Austritt nicht vorstellen, ich bin dagegen. Reputation und Ansehen Österreichs ist etwas, das übergeordnetes Interesse hat."
Und da auch alle Oppositionsparteien gehen einen CERN-Austritt sind, steht die ÖVP mit dieser Entscheidung nun alleine da. Ohne Mehrheit im Parlament gibt es keinen Ausstieg.
Aber nachdem sich letzte Woche der mächtige ÖVP-Landeshauptmann von Niederösterreich, Erwin Pröll (übrigens der Onkel des Vizekanzlers und ÖVP-Chefs Josef Pröll), gegen den CERN Ausstieg ausgesprochen hat, dachte ich mir schon, dass nun vielleicht noch was passiert. In seinem Bundesland steht ja auch das Krebsforschungszentrum MedAustron, dass vom CERN-Austritt betroffen gewesen wäre. Und der Direktor von Prölls Prestige-Objekt in Niederösterreich ("Institute of Science and Technologie - IST Austria) hat den Austritt kritisiert. Und wenn Erwin Pröll etwas nicht will, dann haben es seine Parteikollegen schwer...
Fragt sich nur, was der Wissenschaftsminister nun machen wird (etwas Dummes vermutlich). Er will nun das Forschungsbudget umschichten... Das klingt potentiell gefährlich.
Nachtrag: Der Standard-Fotograf Matthias Cremer hat ein geniales Foto von Hahn und Faymann gemacht:
Hier gibts auch noch was lustiges: Gio Hahn: ich bleib dabei, CERN ist unnötig
Autor: Florian Freistetter· 18.05.09 · 16:33 Uhr· 28 Kommentare
Esoterik im Biomarkt
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur·Medizin·Naturwissenschaften · Kommentare: 107
"Esoterik im Biomarkt" - Ja, und? wird sich vielleicht mancher fragen. Dass es zwischen der grünen Bio- bzw. Vegetarier/Veganer-Szene und der Esoterik sehr viele Überschneidungen gibt, ist ja leider bekannt. Warum eigentlich? Führt einen der Umwelt- bzw. Tierschutzgedanke automatisch zu einer wissenschaftsfeindlichen Einstellung? Das ist aus meiner Sicht unsinng - wenn man irgendwie die Umweltprobleme in den Griff kriegen will, dann geht dass nur mit Wissenschaft! (Außerdem ist nicht jeder Veganer gleich auch ein Eso-Spinner ;) )
Man braucht sich also nicht wundern, wenn man im Bioladen auf Esoterik trifft. Aber was ich im großen Biosupermarkt in Heidelberg-Handschuhsheim gefunden habe, hat selbst mich überrascht.
Autor: Florian Freistetter· 18.05.09 · 07:59 Uhr· 107 Kommentare
17. Mai 2009
"Zukunft mit Komplementärmedizin": Zwei Drittel der Schweizer stimmen zu
Kategorie: Medizin·Naturwissenschaften·Politik · Kommentare: 69
Heute wurde in der Schweiz darüber abgestimmt, ob die Berücksichtigung der "Komplementärmedizin" (Homöopathie, Anthroposophische und Chinesische Medizin sowie Neural- und Phytotherapie) in der Verfassung verankert werden soll.
67% der Schweizer haben mit "Ja" gestimmt.
Das macht mich echt sprachlos. Dazu fällt mir nichts mehr ein. Aber ich vermute, Ali wird dieses Ergebnis in seinem Blog noch ausführlich kommentieren.
Ähnliche Artikel: Homöopathische "Medikamente" gegen Schweinegrippe, Homöopathische "Medikamente" gegen Schweinegrippe (jetzt auch in Deutschland), Medikamente aus Hundekot, Homöopathie für Babys, Wie hältst du's mit der Homöopathie: Antworten der Politiker, Homöopathie, Doping und grottenschlechter Journalismus, Zwei Drittel der deutschen Kinder bekommen homöopathische Medikamente, 13 Fragen an die Homöopathen, Homöopathie-Propaganda für Kinder, Homöopathie aus der Apotheke, Anthroposophische Streukügelchen gegen Erkältung, Abstimmen über Homöopathie, Gastbeitrag: Homöopathie auf Ö1 und der Kinderuni Wien, Homöopathie an der Kinderuni: Antwort der Verantwortlichen, Homöopathie, Placebos und Quantenunsinn, Homöopathie am LKH Klagenfurt, Homöopathie auf dem Prüfstand, Homöopathie-Propaganda in der Qualitätszeitung, Erste deutsche Homöopathie-Professur ins Leben gerufen
Autor: Florian Freistetter· 17.05.09 · 16:28 Uhr· 69 Kommentare
Blog-Teleskop #26
Kategorie: Blog-Teleskop·Naturwissenschaften
Wieder sind zwei Wochen rum und es wird Zeit für eine neue Ausgabe des Blog-Teleskops. Das ist diesmal wieder nach Wien gewandert, wo Maria Pflug-Hofmayer in ihrem Blog Meta-Physik die Ausgabe Nummer 26 gestaltet hat.
In den letzten zwei Wochen hat sich viel getan: Herschel und Planck sind gestartet, das Space-Shuttle ist im Orbit und Österreich tritt aus dem CERN aus. Was die Blogwelt dazu zu sagen hat, kann man bei Maria nachlesen.

Und wer auch mal eine Ausgabe des Teleskops beherbergen möchte, der soll mir Bescheid sagen.
Autor: Florian Freistetter· 17.05.09 · 15:49 Uhr· 0 Kommentare
16. Mai 2009
Illuminati: Angels, Demons und Dan Brown
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur·Naturwissenschaften · Kommentare: 24
Die Bücher von Dan Brown... Irgendwie sie sind ziemlich gut. Irgendwie sind sie aber auch großer Mist. Vielleicht sollte ich das genauer erklären.
Vor einigen Jahren habe ich zum ersten Mal "The Da Vinci Code" (dt. "Das Sakrileg") gelesen und gleich danach "Angels and Demons" (dt. "Illuminati"). Beide Bücher habe ich in kürzester Zeit ausgelesen; sie waren wirklich extrem spannend.
Wenn man mal über die etwas seltsamen "Theorien" hinwegsieht, die den beiden Büchern zugrunde liegen, sind es sehr spannende Geschichten. Typische Bestseller eben. Wenn man allerdings genauer hinsieht, dann merkt man, dass sich die Bücher sehr ähnlich sind. Beide Mal ist der Hauptperson eine weibliche Heldin zur Seite gestellt; beide Male stellt sich der "gute" Nebencharakter später als der eigentliche Böse heraus; während der offensichtlich böse Charakter in Wirklichkeit der Gute war - usw. Ganz schlimm war es, als ich dann auch noch "Digital Fortress" (dt. "Diabolus") gelesen habe. Da konnte ich schon fast von Anfang an sagen, wie die Handlung laufen wird. Man musste nur das Schema der anderen beiden Bücher anwenden.
Ich gehöre auch zu den Leuten, die Bücher gerne mehrmals lesen (manche Bücher von Terry Pratchett habe ich sicher schon zwanzigmal gelesen). Einem guten Buch schadet das auch nicht. Oft gewinnt es sogar noch, weil man sich nun weniger auf die Handlung und mehr auf die Form konzentrieren kann und sieht, wie der Autor eigentlich die Geschichte aufgebaut hat und die Stimmung erzeugt (Leo Perutz ist hier ein Paradebeispiel - die Bücher werden hier beim mehrmaligen Lesen immer besser).
Bei Dan Brown sollte man eine nochmalige Lektüre lieber unterlassen. Seine Bücher werden wirklich nur von der Handlung getragen. Ist da die Spannung weg, merkt man erst, wie schlecht und plump die Bücher eigentlich geschrieben sind. Ich habe es nicht geschafft, eines der Bücher nochmals bis zum Ende zu lesen.
Mit dementsprechend gemischten Gefühlen bin ich heute Nachmittag ins Kino gegangen, um mir die Verfilmung von "Angels and Demons" anzusehen.
Autor: Florian Freistetter· 16.05.09 · 19:55 Uhr· 24 Kommentare
Wolfram Alpha - Nix für Astronomen
Kategorie: Naturwissenschaften·Technik · Kommentare: 25
Wolfram Alpha, die neue Überdrüber-Suchmaschine, ist seit heute endlich online. Angeblich soll sie Wunderdinge können - aber erste Versuche von Thilo haben schon gezeigt, dass Wolfram Alpha vielleicht doch nicht so toll ist.
Ich habe das natürlich auch gleich ausprobiert und mal nachgesehen, was Wolfram Alpha so über die Astronomie zu sagen hat.
Autor: Florian Freistetter· 16.05.09 · 12:30 Uhr· 25 Kommentare
15. Mai 2009
Der Start von Herschel/Planck: Fotos vom Launch-Event
Kategorie: Naturwissenschaften·Technik · Kommentare: 2
Gestern war ein aufregender Tag: Ich war im europäischen Satellitenkontrollzentrum ESOC in Darmstadt und habe das große Launch-Event anläßlich des Starts des Weltraumteleskops Herschel und des Satelliten Planck miterlebt. Gestern war aber auch ein anstrengender und hektischer Tag: Ich habe die komplette Veranstaltung und den Start der Ariane-5-Rakete live in meinem Blog begleitet.
Heute möchte ich noch einmal in Ruhe in den gestrigen Tag zusammenfassen und vor allem meine ganzen Fotos präsentieren, die ich gemacht habe.
Autor: Florian Freistetter· 15.05.09 · 21:56 Uhr· 2 Kommentare
Sixty Symbols: Sechzig Super Videos!
Kategorie: Naturwissenschaften
Eine geniale Sache: Bei Sixty Symbols werden die verschiedensten astronomischen und physikalischen Symbole erklärt: H, die Hubble-Konstante; c, die Lichtgeschwindigkeit; α, die Feinstrukturkonstante - usw.
Vorgestellt und erläutert werden die Symbole von Wissenschaftlern der Universität Nottingham in England. Im Moment sind 18 Videos vorhanden und es werden laufend mehr. Verpasst keines davon!
Als Einstieg habe ich hier noch das Video über das Plancksche Wirkungsquantum, h, eingebunden:
Autor: Florian Freistetter· 15.05.09 · 14:10 Uhr· 0 Kommentare
14. Mai 2009
Live: Der Start von Herschel/Planck
Kategorie: Naturwissenschaften·Technik · Kommentare: 15
Hier werde ich am 14. Mai, ab etwa 14:30 live vom Start der Ariane-5 Rakete berichten, die das Weltraumteleskop Herschel und den Satelliten Planck in ihre Orbits bringen wird. Ich bin direkt vor Ort im Satellitenkontrollzentrum der europäischen Weltraumagentur ESA und berichte so schnell und so viel wie möglich!
Ich hoffe, alles geht gut.
Autor: Florian Freistetter· 14.05.09 · 14:10 Uhr· 15 Kommentare
Live: Herschel/Planck Launch-Event am ESOC Darmstadt
Kategorie: Naturwissenschaften·Technik · Kommentare: 4
Heute ist der große Tag! Zwei der wichtigsten astronomischen Missionen der letzten Jahre werden gemeinsam ins All gebracht: das Weltraumteleskop Herschel und der Satellit Planck. Das ESA-Team am Weltraumbahnhof Kourou wartet ebenso angespannt auf den Start wie die Astronomen und Raumfahrt-Fans überall auf der Welt:
Aus diesem Anlaß gibt es im Satellitenkontrollzentrum ESOC der europäischen Weltraumagentur ESA in Darmstadt eine große Launch-Party. Ich bin live dabei und werde hier in diesem Artikel von den Vorträgen, Reden und Ereignissen dort berichten. Ich bemühe mich, so aktuell wie möglich so bleiben: schaut einfach immer wieder mal rein und ladet die Seite neu.
Dann, am Nachmittag, wenn es ernst wird mit dem Start, werdel ich zu dieser Seite wechseln (ich hoffe, der Link funktioniert. Ansonsten einfach über die Startseite des Blogs zum Artikel "Live: Der Start von Herschel/Planck" gehen). Dort kann man dann tatsächlich live verfolgen, wie ich den Start erlebe.
Ich hoffe alles geht gut!
Autor: Florian Freistetter· 14.05.09 · 07:30 Uhr· 4 Kommentare
13. Mai 2009
Daumen drücken für Herschel/Planck
Kategorie: Naturwissenschaften·Technik · Kommentare: 11
Morgen geht es los! Das Weltraumteleskop Herschel und der Planck-Satellit werden mit einer Ariane-5 Rakete zu ihren Orbits gebracht. Am Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana steht schon alles bereit:
Mehr coole Bilder der fertigen Ariane-5 gibt es übrigens hier.
Autor: Florian Freistetter· 13.05.09 · 15:05 Uhr· 11 Kommentare
Star Trek: viel besser als erwartet!
Kategorie: Kultur · Kommentare: 49
Gerade komme ich aus dem Kino, wo ich mir den neuen Star Trek Film angesehen habe. Als Jugendlicher war ich ja ein großer Fan. Naja - nicht so ein Fan mit Raumschiff-Enterprise Bettwäsche der ständig kostümiert herumgelaufen ist ;) Aber ich habe mir die Serie immer mit Begeisterung im Fernsehen angeschaut.
Die klassische Serie fand ich zwar auch immer ok - aber so richtig vom Hocker gerissen hat sie mich nie. Mich hat erst die Next Generation richtig begeistert. Und dann Deep Space Nine! Die Serie war echt genial - zusammen mit Babylon 5 und Space 2063 eine der besten Sci-Fi-Serien überhaupt (Space! Warum gibt es diese Serie eigentlich nicht mehr und nicht auf DVD? Die war echt super!). Voyager fand ich auch gut - aber als ich dann nach Wien gezogen bin und kein Kabelfernsehen mehr hatte, hab ich irgendwie den Anschluß verloren und die neue Enterprise-Serie hab ich nur mehr am Rande mitbekommen.
Auch die Kinofilme habe ich alle gesehen - zumindest bis zu Teil 9. Den 10. hab ich immer noch nicht gesehen - aber den aktuellen Film wollte ich mir dann doch anschauen. Und das hab ich heute getan (keine Angst, es kann ruhig jeder weiterlesen, es kommen keine Spoiler).
Autor: Florian Freistetter· 13.05.09 · 07:07 Uhr· 49 Kommentare
12. Mai 2009
Esoterik per Teleskop: Sternenlicht-Juwelen
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften·Technik · Kommentare: 258
Ich dachte da an "Die Kraft der Sterne - personalisierte Sternenenergie®". Ich berechne (streng wissenschaftlich!!) welcher Stern zu den Problemen des jeweiligen Kunden passt (dafür denk ich mir noch ein Schema aus; was mit Zeitpunkten wahrscheinlich; die kann man leicht in Entfernungen umwandeln und damit Sterne identifizieren). Dann werden hochmoderne astronomische Instrumente benutzt (hier kommen tolle Fotos vom ESO und den anderen Großteleskopen ins Prospekt) um das Licht des jeweiligen Sterns einzufangen und auf persönliche Gegenstände zu transferieren. Mit diesem personalisiertem Kraftobjekt voll Sternenenergie lassen sich dann alle Probleme beheben. Dazu noch ein bisschen Schwurbelei über Energien und Schwingungen im Universum, über die "persönliche Lebenssphäre" die sich mit Lichtgeschwindigkeit vom Zeitpunkt der Geburt an durchs All ausbreitet und dabei vom Sternenlicht beeinflusst wird und das Licht der Sterne beeinflusst... alles hängt mit allem zusammen... feinstoffliche Energien... usw. (Ok, ich beruhig mich schon wieder ;) ) Das Schlimme ist: ich fürchte, das könnte wirklich funktionieren :(Und nun hat sich wieder mal bestätigt, dass keine Parodie der Esoterik besser sein kann als die Wirklichkeit: In der Schweiz werden tatsächlich genau solche "Sternenlicht-Juwelen" produziert!
Autor: Florian Freistetter· 12.05.09 · 16:10 Uhr· 258 Kommentare
Save our Science - Online Petition gegen Österreichs CERN Austritt
Kategorie: Naturwissenschaften·Politik·Technik · Kommentare: 17
Am Donnerstag hat Wissenschaftsminister Johannes Hahn verkündet, dass Österreich seine Mitgliedschaft beim europäischen Kernforschungszentrum CERN beenden wird. Angeblich könne man sich den Mitgliedsbeitrag von 15 Millionen Euro nicht mehr leisten.
Natürlich wurde diese Entscheidung hart kritisiert. Nicht nur, dass Hahn den Ausstieg nicht mit den zuständigen Wissenschaftlern abgesprochen hat - die haben das erst aus den Medien erfahren. Auch der Zeitpunkt ist äußerst dumm gewählt: nach jahrzehntelanger Vorbereitung startet am CERN gerade jetzt das größte Experiment in der Geschichte der Menschheit: der Large Hadron Collider LHC wird bald gestartet. Gerade jetzt auszutreten zeugt nicht gerade von Weitsicht. Und überhaupt: kann sich ein reiches Land wie Österreich wirklich nur 20 Millionen pro Jahr für die Teilnahme an internationalen Projekten leisten? Das ist gerade mal ein halbes Prozent des eh nicht so großen Wissenschaftsbudgets.
Hahn hat zwar gestern probiert, den CERN-Chef Rolf-Dieter Heuer zu überreden, Österreich eine "abgestufte Mitgliedschaft" zuzugestehen - aber Heuer meint, er könne sich nicht vorstellen, wie das aussehen könne.
Der Fachausschuss Kern- und Teilchenphysik (FAKT) der Österreichischen Physikalischen Gesellschaft hat nun unter sos.teilchen.at den Protest gegen Hahns Entscheidung organisiert. Unter dem Motto "Save our Science" wird nochmal genau erklärt, wie Österreich vom CERN profitiert und welche Konsequenzen ein Austritt hätte. Man kann alle Medienberichte nachlesen und die Meinungen prominenter Wissenschaftler hören.
Und man kann selbst seine Stimme für einen Verbleib Österreichs beim CERN abgeben: eine entsprechende Petition ist seit gestern online. Bis heute haben schon einige tausend Leute unteschrieben: Lasst es noch mehr werden!
Angesichts der österreichischen Bildungspolitik und dem Umgang mit vergangenen Volksbegehren u.ä. bleibt es zwar zweifelhaft, ob diese Unterschriften etwas bewirken. Aber seine Meinung zu sagen, ist auf jeden Fall besser als diese dumme Entscheidung stumm hinzunehmen!
Autor: Florian Freistetter· 12.05.09 · 06:42 Uhr· 17 Kommentare
11. Mai 2009
Wer fährt zum Herschel/Planck Launch-Event nach Darmstadt?
Kategorie: Technik · Kommentare: 9
Ich! ;) Und auch noch einige andere Blogger. Aber eigentlich geht es um die Resultate der Verlosung. Ich hatte nämlich 2 Tickets für den großen Launch-Event am Donnerstag im Satellitenkontrollzentrum der europäischen Raumfahrtsagentur ESA in Darmstadt zu vergeben.
Hinfahren wollten viele - vergeben konnte ich leider nur 2 Karten - und wer die bekommt, entschied der Zufall. Ich habe dazu extra zwei Glücksfeen engagiert und die haben aus allen Teilnehmer 4 Namen gezogen. Falls die erste Person nicht kann oder nur ein Ticket will, kommt die zweite an die Reihe - usw. Ich hoffe, das vier Leute genug sind, um alle Karten zu vergeben - ansonsten wird nochmal nachgelost.
Und damit jeder sieht, dass alles mit rechten Dingen zugegangen ist, gibts von der Auslosung natürlich ein Video:
Und hier sind nochmal die 4 Namen, die Katrin und Hanne gezogen haben:
Axel- Silvio
- Fatmike182
- Markus Kessler (per Email)
Axel hat also die zwei Tickets gewonnen! (Nachtrag: Axel hat sich leider auf meine Emails nicht gemeldet) Silvio hat die zwei Karten gewonnen! Herzlichen Glückwunsch! (Die anderen informiere ich noch darüber, wenn ein oder zwei Tickets frei werden!)
Für die, die nicht hinfahren können, tut es mir leid :( Aber ich hoffe, dass ihr trotzdem meine Live-Berichterstattung am Donnerstag verfolgt!
Autor: Florian Freistetter· 11.05.09 · 14:15 Uhr· 9 Kommentare
Hubble: Das Teleskop und die Konstante
Kategorie: Naturwissenschaften·Technik · Kommentare: 8
Heute Abend wird das Space-Shuttle Atlantis zum 30. Mal in den Weltraum fliegen. Diesmal mit einer ganz besonders wichtigen Mission: die Reparatur des Hubble-Weltraumteleskops. Obwohl, Reparatur ist das falsche Wort. Hubble funktioniert gut - aber wenn man es nicht wartet, dann wird es bald aufhören zu funktionieren.
Die Crew der STS-125 Mission wird deswegen das Teleskop einfangen und dort u.a. die Wide Field and Planetary Camera und die Batteriemodule austauschen. Wenn alles nach Plan läuft, wird Hubble noch bis 2014 den Weltraum beobachten können!
Mehr Informationen zu dieser vierten Hubble-Service-Mission gibt es auf der Homepage der NASA. Dort findet sich auch dieses tolle Poster der Atlantis-Crew:
Hoffentlich klappt alles mit der Hubble-Reparatur. Denn das dieses Teleskop immer noch zu den besten Instrumenten gehört, die wir haben, zeigt u.a. diese aktuelle Meldung:
Autor: Florian Freistetter· 11.05.09 · 06:14 Uhr· 8 Kommentare
10. Mai 2009
Voodoo-Politik
Kategorie: Politik · Kommentare: 19
Eigentlich kann einem bei der österreichischen Politik ja das Lachen vergehen. Wenn allerdings Alexander Van der Bellen den FPÖ-Chef H.C. Strache so richtig vorführt, dann ist das großes Kino:
Dass die Grünen Alexander Van der Bellen als Parteichef abgewählt haben, halte ich immer noch für deren dümmste Entscheidung der letzten Jahre. Solche Politiker wie ihn gibt es nicht oft - die sollte man nicht so leichtfertig wegschicken.
Autor: Florian Freistetter· 10.05.09 · 11:13 Uhr· 19 Kommentare
09. Mai 2009
Kannibalismus unter Krebsen
Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt·Wissenschaft für Kinder · Kommentare: 10
Mit Urzeitkrebsen erlebt man jeden Tag etwas Neues! Nachdem ich die kleinen Triops-Babys bewunderen konnte, und ihnen beim Aufwachsen und Erwachsensein zusehen durfte, sind sie nun schon alt und langsam am Ende ihres Lebens angelangt :(
Insgesamt 6 Triopse sind erwachsen geworden und zu richtig schönen Krebsen herangewachsen:
Bevor sich die Krebse aber aus dieser Welt verabschieden, sorgen sie noch für Nachwuchs.
Autor: Florian Freistetter· 09.05.09 · 13:55 Uhr· 10 Kommentare
08. Mai 2009
Österreichs Abschied von CERN: Reaktionen
Kategorie: Naturwissenschaften·Politik·Technik · Kommentare: 17
Gestern hat der österreichische Wissenschaftsminister Johannes Hahn verkündet, dass Österreich nicht mehr weiter Mitglied des europäischen Kernforschungszentrum CERN sein wird. In meinem Artikel dazu habe ich auch schon von einige Reaktionen berichtet - fast ausschließlich negativ.
Mittlerweile haben sich noch mehr Menschen zu Wort gemeldet. Hier kommt ein kleiner Überblick:
Autor: Florian Freistetter· 08.05.09 · 22:15 Uhr· 17 Kommentare
Was Österreich verpassen wird: Colliding Particles
Kategorie: Naturwissenschaften·Technik · Kommentare: 1
Der österreichische Wissenschaftsminister Johannes Hahn gab gestern in einer Pressemitteilung folgendes bekannt:
"Das Wissenschafts- und Forschungsbudget zeigt deutlich: Wissenschaft und Forschung sind ein klarer Schwerpunkt dieser Bundesregierung. Wir investieren gerade jetzt in diese Bereiche, um gestärkt aus der Krise hervor zu gehen", so Wissenschaftsminister Johannes Hahn im heutigen Budgetunterausschuss. "Wir können den Wachstumspfad fortsetzen, es gibt keinen Bruch in der Forschungsfinanzierung", sagte Hahn.Die Budgetplanung bis 2013 bringe dem Wissenschafts- und Forschungsstandort Österreich "die notwendige Stabilität und Planbarkeit", betonte der Wissenschaftsminister."
Und wie investiert man in Wissenschaft und Forschung? Wie setzt man den "Wachstumspfad" fort? Genau - indem man die 50jährige Mitgliedschaft Österreichs beim europäischen Kernforschungszentrum CERN beendet. Das gibt Hahn nämlich in der gleichen Pressemitteilung bekannt. Damit werden dann immerhin gewaltige 15 Millionen Euro eingespart. Der Zeitpunkt ist natürlich auch gut gewählt: gerade beginnt am CERN das größte physikalische Experiment in der Geschichte der Menschheit - am Teilchenbeschleuniger LHC werden tausende Wissenschaftler aus aller Welt (aber nicht aus Österreich) neue physikalische Theorien erproben.
Was Österreich hier genau verpasst, zeigt eine tolle Dokumentation: Colliding Particles. In kurzen Episoden wird hier die Arbeit eines Forscherteams am LHC begleitet und erklärt. Und, wie die Kollegen vom physikBlog schreiben, das ist die reine "Awesomeness".
Autor: Florian Freistetter· 08.05.09 · 07:01 Uhr· 1 Kommentar
07. Mai 2009
Ausstieg: Österreich verlässt CERN!
Kategorie: Naturwissenschaften·Politik·Technik · Kommentare: 250
Na toll... Am großen Teilchenbeschleuniger LHC des europäischen Kernfoschungszentrums CERN werden in den nächsten Jahren wahrscheinlich die großen Entdeckungen in der Physik gemacht. Entdeckungen, die unser Weltbild dramatisch verändern könnten.
Und was macht Österreich? Es beendet die Mitgliedschaft. Warum? Es sei zuwenig Geld da und die Mitgliedschaft bei anderen internationalen Organisationen sei wichtiger.
Noch im November letzten Jahres hat Wissenschaftsministern Hahn stolz erzählt, wie toll die Mitgliedschaft bei CERN nicht ist:
"Der LHC ist ein eindrucksvoller Beweis für die Schlagkraft der Grundlagenforschung und deren Bedeutung für die technologische Weiterentwicklung", sieht sich Wissenschaftsminister Johannes Hahn in seiner Forderung nach einer stärkeren Dotierung der Grundlagenforschung bestärkt. „Ganz besonders freue ich mich über die starke österreichische Beteiligung an den verschiedenen Teilprojekten dieses größten Experiments der Wissenschaftsgeschichte.", so Hahn."
Anscheinend ist die Einsparung von gerade Mal 15 Millionen Euro Mitgliedsbeitrag pro Jahr aber nun wichtiger als die "stärkere Dotierung der Grundlagenforschung".
Auch die jungen Forscher werden nicht begeistert sein. Hieß es bis jetzt noch:
"Österreich stellt ein Drittel aller CERN-Stipendiat/innen und liegt damit an zweiter Stelle aller Mitgliedsstaaten."
so werden die österreichischen Studenten in Zukunft von der Forschung in CERN weitesgehend ausgeschlossen sein.
Auch Forschungszentren wie das Austrian Research Center Seibersdorf, die bisher eng mit dem CERN zusammengearbeitet haben, werden nun Probleme kriegen.
Aber irgendwie überrascht mich diese Entwicklung nicht wirklich. Von einem Minister, der keine Probleme damit hat, einem Esoteriker, der nach Anweisung Gottes Wasser energetisiert für diese "wissenschaftliche Leistung" einen Orden zu verleihen; und der die Grundlagenforschung in Österreich monatelang ohne Finanzierung dastehen lässt, von dem ist kein besonderer Weitblick zu erwarten.
Laut Hahn ist das aber alles zum Besten der österreichischen Forschung:
"Um den österreichischen Wissenschafterinnen und Wissenschaftern sowie dem Universitätssystem die genannten Perspektiven eröffnen zu können, erscheint eine Beendigung der österreichischen CERN-Mitgliedschaft notwendig und sinnvoll"
Ja klar... nicht an der europäischen Spitzenforschung teilzunehmen, eröffnet wahrlich neue Perspektiven für die österreichischen Forscher.
Autor: Florian Freistetter· 07.05.09 · 22:57 Uhr· 250 Kommentare
Spitzer: Ein Teleskop erzählt aus seinem Leben
Kategorie: Naturwissenschaften·Technik · Kommentare: 5
Das Weltraumteleskop Spitzer macht seit 6 Jahren tolle Aufnahmen des Weltraums und hat schon einige wichtige Entdeckungen gemacht. Es ist ein Teleskop, das im infraroten Teil des Spektrums beobachtet. Es "sieht" also Wärmestrahlung. Deswegen muss das Teleskop auch sehr kalt sein - damit seine eigene Wärmeabstrahlung die Beobachtungen nicht stört.
Leider geht das Kühlmittel langsam zu Ende und dann wird sich das Teleskop von -271 Grad Celsius auf etwa -242 Grad Celsius erwärmen. Die hochpräzisen Messungen der Vergangenheit können dann nicht mehr weitergeführt werden. Aber Spitzer funktioniert ansonsten noch wunderbar und man wird das Teleskop für andere Aufgaben weiter nutzen.
Aus diesem Anlass hat die NASA ein Interview mit dem Teleskop veröffentlicht ;) Wer also immer schon wissen wollte, was so ein Weltraumteleskop so zu sagen hat, kann das jetzt nachlesen. Ich habe das Interview mal übersetzt:
Autor: Florian Freistetter· 07.05.09 · 13:05 Uhr· 5 Kommentare
06. Mai 2009
Integration durch Differenzieren: Lie-Integration
Kategorie: Naturwissenschaften·Technik · Kommentare: 32
Die Infinitesimalrechnung (Integration und Differentation) gehört zu den wichtigsten Werkzeugen der Naturwissenschaftler. Sehr viele Prozesse in der Natur lassen sich als Differentialgleichung darstellen; also als Gleichungen, in dem denen nicht nur der gesuchte Parameter selbst vorkommt sondern auch dessen Änderungsrate.
Um solche Differentialgleichungen lösen zu können, muss man sie integrieren. Das ist knifflig: jeder der schon ein bisschen auf diesem Gebiet gearbeitet hat weiß, dass die Integration im Gegensatz zum Differenzieren sehr schwer sein kann. Differenzieren geht immer. Da braucht man nur die bekannten Regeln anwenden und kann damit alles und jedes differenzieren - egal wie komplex der Ausdruck ist. Differenzieren kann auch jedes bessere Computer-Mathematikprogramm. Integrieren dagegen ist schwerer. Hier gibt es zwar auch ein paar Regeln - aber keine allgemeingültige Vorschrift wie bei der Differentation. Da braucht es dann sehr oft viel Kreativität bzw. Genialität um Lösungen für Differentialgleichungen zu finden. Und manchmal findet man überhaupt keine.
Auch in der Astronomie und speziell in der Himmelsmechanik ist das Lösen von Differentialgleichungen wichtig. Ich möchte hier jetzt eine ganz spezielle Methode vorstellen, bei der man Differentialgleichungen durch differenzieren lösen kann anstatt durch Integration!
Autor: Florian Freistetter· 06.05.09 · 13:15 Uhr· 32 Kommentare
05. Mai 2009
Planetenjäger
Kategorie: Naturwissenschaften·Themenwoche · Kommentare: 6
Lohnt es sich dann überhaupt noch, ein Buch zu diesem Thema zu lesen, das vor mehr als 10 Jahren - 1997 - erschienen ist? Beim Buch "Planetenjäger" von Reto U. Schneider lohnt es sich auf jeden Fall!
Durch Zufall habe ich es gestern in der Bibliothek des Astronomischen Recheninstituts in Heidelberg entdeckt und gleich in einem Rutsch durchgelesen.
Autor: Florian Freistetter· 05.05.09 · 15:36 Uhr· 6 Kommentare
Wissenschaftliches Gezwitscher
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften·Technik · Kommentare: 8
Ich hab mich ja schon öfter gefragt, wozu Twitter eigentlich gut ist.Der Mikroblogging-Dienst ist populär nie wie - aber eine echte "Killer-Anwendung" dazu gibt es noch nicht. Auch das Projekt, von dem ich gleich berichte, wird das nicht sein - aber es ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung.
Orbiting Frog hat die nette Seite "arXiv on Twitter" ins Leben gerufen. arXiv ist ein preprint-Server; also eine Datenbank für freizugängliche wissenschaftliche Veröffentlichungen. Viele der in Fachjournalen veröffentlichten Artikel finden sich auch auf arXiv wieder und manche Wissenschaftler publizieren ihre Arbeiten überhaupt nur auf arXiv (obwohl dort keine Begutachtung stattfindet).
"arXiv on Twitter" informiert nun darüber, welche preprints gerade bei Twitter besonders stark diskutiert werden. Neben einer Liste mit allen Tweets, die von arXiv-Artikel handeln gibt es auch Rangliste mit den Artikeln, über die letzte Woche, letztes Monat bzw. überhaupt am meisten "gezwitschert" worden ist. Zur Zeit führt in allen Kategorien die Arbeit "Precision determination of electroweak coupling from atomic parity violation and implications for particle physics". Klingt recht interessant:
"In particular, we increase the lower limit on the masses of extra Z-bosons predicted by models of grand unification and string theories."
Hmm - ich bin jetzt kein Teilchenphysiker, aber ich frage mich, ob das Auswirkungen auf die Arbeit des LHC haben wird? Ich weiß nicht genau, welche Teilchen man dort alle nachweisen will und ob die angesprochenen "extra Z-bosons" dazu gehören. Aber falls ja, ist eine größere Minimalmasse eine schlechte Nachricht - denn das heisst, dass mehr Energie nötig ist, um die Teilchen zu finden.
Wie auch immer - diese interessante Arbeit (die ich mir nochmal in Ruhe ansehen muss) hätte ich vermutlich ohne "arXiv on Twitter" nicht entdeckt; genauso wie z.B. diese hier über die Geschichte der hinduistischen Astronomie.
"arXiv on Twitter" ist auf jeden Fall gleich bei meinen Bookmarks gelandet - das war wirklich eine sehr gute Idee für die Verwendung von Twitter!
(via no comment)
Autor: Florian Freistetter· 05.05.09 · 08:18 Uhr· 8 Kommentare
04. Mai 2009
Der Atheistenbus tourt durch Deutschland
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur·Technik · Kommentare: 50
Jörg hat vor einiger Zeit schon von den Bemühungen berichtet, analog zur britischen Atheist Bus Campaign, auch in Deutschland atheistische Werbung auf Autobussen unterzubringen. Für diese säkulare Werbekampagne kamen zwar über 36000 Euro an Spenden zusammen - trotzdem war es schwierig, einen Verkehrsbetrieb zu finden, der diese Werbung genehmigt.
Genauer gesagt haben alle Städte, in denen die Buskampagne angefragt hat, diese Werbung abgelehnt. Meistens mit der Begründung, dass man prinzipiell keine religiöse/weltanschauliche Werbung mache bzw. nichts machen möchte, was Leute ärgern könnte.
Autor: Florian Freistetter· 04.05.09 · 22:55 Uhr· 50 Kommentare
Wer will zum Start von Herschel/Planck? Zwei Plätze für den Launch-Event zu verlosen!
Kategorie: Naturwissenschaften·Technik · Kommentare: 52
Es gab zwar die bei Raketenstarts üblichen Verspätungen - aber nun steht der Termin fest. Nächsten Donnerstag, am 14. Mai, soll die Rakete, die die beiden Satelliten Herschel und Planck ins All befördert, vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana aus starten.
Und ihr könnt live dabei sein! Ich freue mich sehr, dass ich hier auf meinem Blog zwei Tickets für den Launch-Event verlosen kann. Allerdings nicht für einen Trip nach Südamerika, wo die Rakete tatsächlich abheben wird ;)
Aber immerhin in das Satellitenkontrollzentrum ESOC der europäischen Weltraumorganisation ESA in Darmstadt.
Wer einmal live dabei sein und sehen möchte, wie so ein Satellitenstart aus der Perspektive der beteiligten Wissenschaftler aussieht, der hat nun die Möglichkeit dazu. Einfach ein "Ja, ich will!" in den Kommentaren hinterlassen (aber bitte mit gültiger Emailadresse!) oder eine Email an ichwillnachdarmstadt@gmx.de schicken und vielleicht noch dazu sagen, ob man alleine oder mit Begleitung kommen möchte. Je nach dem werde ich dann nächsten Montag einen oder zwei glückliche Gewinner bekanntgeben. "Einsendeschluß" ist also nächsten Sonntag (10.Mai) um Mitternacht.
Die Verlosung erfolgt selbstverständlich völlig subjektiv und unfair - wer sich mit (Geld)Geschenken einen Vorteil verschaffen will, soll das nur tun! ;-) Nein - natürlich wird alles mit rechten Dingen zugehen und nur der Zufall wird entscheiden, wer nach Darmstadt kommen kann.
Ich werde auch anwesend sein und den Start hier auf meinem Blog live begleiten.
Autor: Florian Freistetter· 04.05.09 · 15:05 Uhr· 52 Kommentare
Wissenschaft mit Herschel: Warum Staub so interessant sein kann
Kategorie: Naturwissenschaften·Technik · Kommentare: 9
Nachdem der Start des neuen Weltraumteleskops Herschel und der Raumsonde Planck nun wieder einmal verschoben wurde, soll es nun am 14. Mai losgehen. Um die Wartezeit bis dahin zu verkürzen, hat Torsten Löhne von der Sternwarte Jena wieder einen Gastbeitrag spendiert. Nachdem er beim letzten Mal erzählt hatte, wie man überhaupt dazu kommt, mit Herschel zu arbeiten; erklärt er nun, was genau gemacht werden soll: er und die anderen Wissenschaftler des Teams wollen Herschel benutzen, um den Staub zu untersuchen, der andere Sterne umkreist (wie z.B. den Stern Beta Pictoris). Daraus lässt sich nämlich einiges lernen. Aber das erzählt Torsten besser selber:Autor: Florian Freistetter· 04.05.09 · 07:09 Uhr· 9 Kommentare
03. Mai 2009
Blog-Teleskop #25
Kategorie: Blog-Teleskop·Naturwissenschaften
Die Szene der deutschsprachigen Astronomie-Blogs ist ja (leider) ziemlich überschaubar. Um so mehr freue ich mich, dass es seit einiger Zeit eine weitere aktive Bloggerin gibt: Carolin Liefke und ihr Blog "Astronomers do it at night".
Und Carolin hat sich auch gleich bereit erklärt, die heutige Ausgabe des Blog-Teleskops auszurichten. Also schaut vorbei und lest auch gleich, was es bei "Astronomers do it at night" sonst noch so zu entdecken gibt!

Übrigens: der englischsprachige "Carnival of Space", das Vorbild für das Blog-Teleskop, hat letzte Woche die 100. Ausgabe gefeiert!
Und wer auch mal eine Ausgabe des Teleskops beherbergen möchte, der soll mir Bescheid sagen.
Autor: Florian Freistetter· 03.05.09 · 20:41 Uhr· 0 Kommentare
02. Mai 2009
Homöopathische "Medikamente" gegen Schweinegrippe (Nachtrag): Jetzt auch in Deutschland
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Medizin·Naturwissenschaften · Kommentare: 50
Nicht nur in England empfehlen Homöopathen eine Behandlung der Schweinegrippe mit Globuli. Auch der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) meint in einer Aussendung von Donnerstag ist überzeugt, dass sich diese "Infektionskrankheit sehr gut homöopathisch behandeln lässt. Die Homöopathie hat von ihren Anfängen an immer wieder gerade bei epidemischen Erkrankungen ihre Wirksamkeit unter Beweis stellen können - es gibt keinen Grund, davon auszugehen, dass sich dies nun grundsätzlich anders verhält."
Dass der Grund für die früheren Behandlungs"erfolge" der Homöopathie - z.B. bei den Cholera-Epidemien in London - nicht in der Wirksamkeit der Homöopathie zu finden ist, sondern in der Tatsache das damalige "Medizin" nichts mit der heutigen zu tun hat und meistens eher schädlich für ihre Patienten war, wird verschwiegen. Damals bestand die Wahl quasi zwischen Homöopathie (=nichts tun) oder Aderlaß bzw. ähnlich schädlichen Therapien. Dass hier die Homöopathie bessere Ergebnisse lieferte, ist nicht verwunderlich (siehe dazu eine detaillierte Beschreibung in "Gesund ohne Pillen" von Ernst & Singh). Aber in den letzten 200 Jahren hat sich die Medizin enorm weiterentwickelt. Und das sollten auch die Homöopathen mitbekommen haben. Aber die scheinen weiterhin ihrer Lehre von 1810 zu folgen wollen:
"Auch die heutige Viruserkrankung äußert sich an deutlichen Symptomen, wie etwa ´plötzlicher schneller Beginn`, ´hohes Fieber` oder ´Abgeschlagenheit`, so dass der gut ausgebildete homöopathische Arzt die entsprechende Arznei nach dem Grundprinzip der Homöopathie - der Ähnlichkeitsregel - finden kann."Und natürlich beruft man sich schon auf erste "Behandlungserfolge" der homöopathischen Kollegen aus Mexiko (ohne genauere Quellen anzugeben).
Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie leicht es den Homöopathen fällt, die Augen vor den Ergebnissen der medizinischen Forschung der letzten 200 Jahre zu verschließen. Aber wahrscheinlich wird auch weiterhin fröhlich dem alten Aberglauben von Schütteln und Verdünnen gehuldigt werden - es scheint mittlerweile fast aussichtslos, diese Entwicklung noch aufzuhalten.
Autor: Florian Freistetter· 02.05.09 · 15:06 Uhr· 50 Kommentare
Rocket Science im Park
Kategorie: Naturwissenschaften·Technik·Wissenschaft für Kinder · Kommentare: 9
Eine Wasserrakete macht erstens sehr viel Spaß. Und zweitens kann man Kindern damit sehr gut Physik beibringen.
So wie eine echte Rakete funktioniert auch eine Wasserrakete nach dem Rückstoßprinzip. In die Rakete kommt Wasser und dann wird darin mit einer Luftpumpe ein Überdruck erzeugt. Wird die Rakete gestartet, dann drückt die Luft das Wasser unten raus und die Rakete fliegt nach oben.
Und mit etwas Glück wird man dabei nichtmal naß ;)
Autor: Florian Freistetter· 02.05.09 · 06:46 Uhr· 9 Kommentare
01. Mai 2009
Sie werden ja so schnell erwachsen...
Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt · Kommentare: 3
Vor zwei Wochen waren es noch kleine süße Babys, letzte Woche noch junge, flinke Krebschen - und heute habe ich schon annähernd ausgewachsene Triopse in meinem Aquarium...
Vermutlich finde ich nächste Woche ein leeres Aquarium, weil die Biester mehr Unabhängigkeit wollten und ausgezogen sind... Und die armen Eltern bleiben wieder mal übrig ;)
Naja - aber immerhin stehen die Chancen gut, dass ich bald Triops-Opa werde, wenn die Krebse sich in diesem Tempo weiterentwickeln ;)
Autor: Florian Freistetter· 01.05.09 · 07:06 Uhr· 3 Kommentare
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