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02.03.09 · 07:00 Uhr
Wann wird es endlich Frühling?
Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt · Kommentare: 28
Gestern hat der Frühling begonnen. Zumindestens, wenn man der meteorologischen Definition folgt. Die besagt, dass am 1. März jedes Jahres der Frühling beginnt. Und zufällig hat das auch recht gut gepasst. Zumindest in Jena war das Wetter frühlingshaft; schön warm und sonnig.
Aber eigentlich liegen den Jahreszeiten astronomische Fakten zugrunde - also möchte ich hier auch etwas über die astronomische Definition der Jahreszeiten sagen.
Die Jahreszeiten auf der Erde verdanken wir der Tatsache, dass die Erdachse gegenüber der Bahnebene der Erde geneigt ist. Man hört und liest zwar öfter mal, dass es im Sommer deswegen wärmer ist als im Winter, weil sich die Erde da näher an der Sonne befindet - aber das ist Unsinn. Die Erde ist zwar tatsächlich mal näher an der Sonne und mal weiter weg - aber der Unterschied ist gering (und den sonnennächsten Punkt durchläuft die Erde außerdem Anfang Januar). Das würde auch nicht erklären, warum die Jahreszeiten auf Nord- und Südhalbkugel unterschiedlich sind.
Aber die Neigung der Erdachse führt tatsächlich dazu, dass sich die Sonneneinstrahlung auf verschiedene Regionen der Erde im Laufe eines Jahres ändert. Dadurch entstehen die Jahresezeiten. Dementsprechend basiert auch die Definition der Jahreszeiten auf den Eigenschaften des Erdumlaufs.
Dazu muss man wissen, was ein Äquinoktium ist. Damit bezeichnet man in der Astronomie den Zeitpunkt, an dem die Sonne auf ihrem (scheinbaren) Lauf um die Erde entlang der sg. Ekliptik den Himmelsäquator kreuzt:
Der Himmelsäquator ist einfach der an den Himmel projizierte Äquator der Erde; die Ekliptik entspricht der Ebene, in der die Erde um die Sonne läuft.
Der Zeitpunkt, an die Sonne auf ihrer scheinbaren Bahn um die Erde die Ekliptik von Süden nach Norden überschreitet, ist der astronomische Frühlingsbeginn. Nun ist die Nordhalbkugel der Erde der Sonne zugewandt und es wird wärmer. Ein halbes Jahr später folgt der entgegengesetzte Übergang von Norden nach Süden und nun wendet sich die Südhalbkugel der Sonne zu: dort beginnt jetzt der Frühling während bei uns der Herbst anfängt.
Die beiden Schnittpunkte von Ekliptik und Himmelsäquator nennt man deswegen auch Frühlingspunkt und Herbstpunkt.
Ein durchschnittlicher Umlauf der Erde um die Sonne dauert ein bisschen länger als das Standardjahr von 365 Tagen - deswegen verschiebt sich der Zeitpunkt der Äquinoktien immer ein bisschen. Astronomisch gesehen kann der Frühling auf der Nordhalbkugel am 20. oder 21. März anfangen (manchmal auch am 19. März). Dieses Jahr ist es am 20. März um 12:43 MEZ so weit.
Ob es dann aber auch schon frühlinghaft warm sein wird, ist eine Frage, die die Meteorologen beantworten müssen.
Autor: Florian Freistetter· 28 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
Trackbacks (4)
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Kommentare (28)
Widderpunkt.
@Bongard,
nicht mehr lange :)
„Der Schnittpunkt des Äquators mit der Ekliptik heißt Widder-, Frühlings- oder Nullpunkt. Der gegenüberliegende, um 180° entfernte Schnittpunkt der beiden Kreise, heißt Waage- oder Herbstpunkt. Widder- und Waagepunkte figurieren auch unter der Bezeichnung Äquinoktialpunkte.“
Gertrud I. Hürlimann: Astrologie: Ein methodisch aufgebautes Lehrbuch, Oesch Verlag Zürich 2002, 10. Aufl., Seite 16, ISBN 3-0350-1501-5
test
Irgendwie witzig, dass hier jemand mit einer Definition aus einem Astrologie-"Lehrbuch" daherkommt.
@Hannes Bongard: Danke, ich weiß, dass der Frühlingspunkt auch Widderpunkt heisst. Aber in einem Blog-Beitrag muss man nicht immer alles erwähnen. Ich hab ja auch nichts von der erkliptikalen Länge, der Nutation, der geozentrischen Beobachtungsposition usw. geschrieben. Wenn ich immer jede Information einbaue, dann wird der Beitrag irgendwann so unverständlich wie die astrologischen Prognosen ;)
@Schmetter-Ling: Hannes Bongard zitiert immer aus Astrologie-Büchern. Er steht halt anscheinend sehr auf seine Gurus ;)
@Schmetter-Ling
Das ist ein besonderer Leserservice hier ;-). Wenn Hannes Bongard ein neues Astrologiebuch hat, versorgt er uns mit schönen Zitaten. Die kann man sich dann rauskopieren und spart Geld. :-D
... sie "figurieren auch" ist ja ganz allerliebst gesagt.
„Die Bewegung des Frühlingspunktes im Verhältnis zu den Sternbildern wurde mit astrologischer Bedeutung belegt und mit dem Begriff des Zeitalters verbunden. Seine Bewegung vom Widder zu den Fischen setzte man mit dem Christentum in Beziehung, und derzeit wird die Bewegung des Frühlingspunktes zum Sternbild Wassermann mit einem neuen Zeitalter, genannt Wassermann-Zeitalter, assoziiert.“
Lars Steen Larsen, Erik Michael, Per Kjærgaard Rasmussen: Astrologie – Von Babylon zur Urknall-Theorie, Böhlau Verlag Wien/Köln/Weimar 2000, Seite 26, ISBN 3-205-99186-9
@Hannes Bongard: Muss ich das eigentlich jedes Mal wiederholen? Ich möchte hier keinen Zitatespam. Mittlerweile ist durchaus bekannt, dass sie haufenweise Bücher über Astrologie haben und gerne daraus zitieren.
In meinem Beitrag ging es um die Definition der Äquinoktien und Jahreszeiten. Nicht um Astrologie. Wenn ihnen die astrologische Deutung des Frühlingspunktes ein Anliegen ist, dann schreiben sie bei astrologie.de selbst darüber. Wenn sie über irgendein Thema diskutieren wollen, dann diskutieren sie. Aber auf den ständigen pseudo-intellektuellen kryptischen Zitatespam hab ich keine Lust (aber das wissen sie ja, ich habs ja schon oft genug gesagt). Also: in Zukunft entweder selbst denken und schreiben oder ihre Kommentare landen im Spam-Nirvana.
ja das passt gerade denn ich mache mich morgen mal in den urlaub auf :)
wünsche also allen blog-lesern hier für die nächsten 2 wochen eine coole zeit... aber natürlich auch dem Florian ;)
viele lg's :)
Karol
Nun, es ging auch um angeblich unverständliche astrologische Prognosen. Ich diskutiere nicht - ich kommentiere. Wenn's nicht passt: zensieren.
@Hannes Bongard: Sie kommentieren auch nicht, sie "kopieren". Und wenn sie der Unverständlichkeit etwas entgegensetzen wollen, dann ist das kommentarlose kopieren von astrologischen Zitaten der falsche Weg.
Ich zitiere. Die Zitate wurden abgetippt. Zitieren ist legal.
@Bongard: Meine Güte... Ja - sie "zitieren" und das ist legal. Hab ich was anderes behauptet? Ein Zitat ist aber trotzdem eine Kopie - auch wenn sie es abtippen. Aber an einer Kopie muss ja nichts illegales sein.
Können wir dieses Thema jetzt beenden? (Übrigens: Hier freut man sich über Leute, die Zitate sammeln - vielleicht wollen sie ja dort weitermachen und mein Blog hier verschonen).
Das Zitat ist der Feind des Gerüchts.
Hat jemand einen Schimer, worauf der hinaus will?
@klaus: Nein - Herrn Bongard gefällt es nur, diverse Blog-Artikel heimzusuchen und die dann mit unkommentierten Zitaten zu beglücken. Ein echtes Gespräch will er nie führen.
Aber ich warte ja eigentlich schon die ganze Zeit gespannt auf den Kommentar eines Meteorologen, der uns sagen kann, wie es denn nun weitergeht, mit dem Frühlingswetter. Ich wills endlich wieder warm haben! :)
herr Bongard
diesmal zitiere ich mal... damit mir hier keine gerüchte entstehen ;)
"Das Zitat ist der Feind des Gerüchts."
gegen welche, mir nicht erkennbaren, gerüchte kämpfen sie gerade, mit Ihren zitaten, auf diesen blog an ?... wenn ich mal so fragen darf...
aber da ich, von meinen vorschreibern mitbekommen habe, tauchen Sie hier öffters mal auf, also können Sie sich mit der antwort auch zeit lassen... ich bin ich zwei wochen wieder da :)
Was ist eigentlich mity der Präzession der Erdachse? Die Erde rotiert nämlich nicht perfekt um die Achse sondern wie ein Kreisel wandert die Achse leicht.
Hat das einen Einfluss auf den Frühlingsbeginn auf längere Sicht?
Hatte das seit der Festlegung unseres Kalenders eine Auswirkung auf den Frühlingsbeginn?
@Detlev Also die Präzession sorgt dafür, das die Äquinoktialpunkte während 25800 Jahren einmal um die Ekliptik wandern. Das führt nun dazu, dass sich die Position der Erde auf ihrer Umlaufbahn zu Frühlingsbeginn im Laufe der Zeit ändert (hier ist das schön erklärt und bebildert).
Übrigens hatte man früher tatsächlich das Problem, dass sich der Frühlingsanfang dramtisch verschob. Der alte julianische Kalender wurde immer falscher und falscher - und irgendwann hätte man Ostern zu Weihnachten müssen ;) Das wollte Papst Gregor XIII natürlich vermeiden und reformierte den Kalender; 1582 wurden dann auch noch gleich 10 Tage gestrichen um sicherzustellen, das Ostern immer auf (bzw. in die Nähe des) 21. März fällt...
Na gut, wenn Hannes wieder da ist, dann kann ich nicht anders.
Ich habe Da so ein schönes Horoskop gefunden. Von ihm geschrieben über die T-Aktie. Eine Seite nichtssagendes Geschwurbel verwundert ja durchaus nicht.
Aber dass er den sagenhaften Fall dieser Aktie auch nicht einmal nur andeutet... Na ja, wie sollte er auch. Zwar tut er so, als ob er und Astrologie könnte, aber können kann er noch lange nicht tun, was er zu können behauptet.
Und hier der Link:
http://www.astrobroker.de/t-aktie.htm
@Hannes: diese Seite jetzt aber nicht löschen, das wäre unfair ;-)
@Alteweser
Andererseits nicht sicher ob der Astrobroker schlechter liegt als ein Bayesian Approach on Risk Evaluation of Stockmarket Uncertainties oder etwas in der Preisklasse.
Man, wo hab ich das nochmal gelesen, dass die ganzen Daytrader zu jedem Zeitpunkt ihre Lineale an den Monitor halten, um den Kurs der nächsten Minute vorherzusagen ... Ich meine, das war irgendwo hier. Aber sorry für OT.
Ich will übrigens nicht, dass es jetzt schon wieder wärmer wird. Das Vogelgezwitscher ist auch bei 5°C herzerwärmend, und der Weg zur Arbeit mit dem Rad ist angenehmer für mich bei unter 10° (Wärmeaustauschprobleme wegen überschüssiger Isolierung ... ;-) )
@ Georg Hoffmann (03.03.09, 13:19 Uhr): Bezieht sich Deine Kritik auf den (a) "Bayesian Approach" oder auf (b) "Risk Evaluation of Stockmarket Uncertainties"? Wenn Du (a) oder [(a) & (b)] sagtst, dann würde mich Deine Kritik an (a) interessieren :-)
@Bernd
Nee, nee. Ich wollte nichts ernsthaftes zum Thema sagen. Als Aussenstehende hat man ein bisschen den Eindruck die Finanzexperten haben viele tolle Worte, aber dann doch nicht mehr als astroblog zu bieten.
Das ist aber wiohl Quatsch, sagt unser Klimastatistiker, mit dem ich darueber oft beim Kaffee diskutiere. Er versichert mir, dass all die Risikomodelle an irgendeinem Punkt die Dekorellation der Aufs und ABs der Boerse oder Wirtschaft beeinhalten. Bei Extremereignissen aber sei alles ploetzlich gekoppelt. Sprich, er meint die Finanzmodelle are doing fine.
Hell, das hat alles nicht mit dem Fruehling zu tun.
@Georg: "Hell, das hat alles nicht mit dem Fruehling zu tun."
Doch - denn wenns endlich mal richtig Frühling werden würde, dann würden wir nicht mehr so lange vorm Computer sitzen und solche Diskussionen führen ;)
@Florian
Wie wahr, wie wahr, und ich wohne immerhin mindestens eine Klimazone naeher am Fruehling dran als du. Gruesze
AlteWeser· 03.03.09 · 12:59 Uhr: „[...] Ich habe Da so ein schönes Horoskop gefunden. Von ihm geschrieben über die T-Aktie.“
Das Aktienhoroskop über die T-Aktie wurde von Katrin Bongard geschrieben.
AlteWeser· 03.03.09 · 12:59 Uhr: „@Hannes: diese Seite jetzt aber nicht löschen, das wäre unfair ;-)“
Danke für den Link auf das Aktienhoroskop.