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Jörg Friedrich wurde 1965 geboren. Er studierte Meteorologie und Physik an
der Humboldt-Universität Berlin und ist Diplom-Meteorologe. In seiner Diplomarbeit beschäftigte er sich mit der Simulation von Konvektionsstrukturen mit Zellulären Automaten.

Seit 1994 ist er Software-Unternehmer und berät Großunternehmen bei Sourcing-Projekten.

Seit dem Frühsommer 2009 ist er nach einem Philosophie-Studium an der FernUni Hagen Master of Arts in Philosophie. Er schrieb seine Masterarbeit über die Existenz theoretischer Entitäten in den Wissenschaften.

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Neues in der Kategorie Politik

10. März 2010

Können Wissenschaftler unbezahlt arbeiten?

Kategorie: Politik  ·  Kommentare: 29

Im Zusammenhang mit der Kritik am IPCC wir in den letzten Wochen von Diaxs Rake bis nature darauf verwiesen, dass die beteiligten Wissenschaftler ihre Arbeit für die Berichte kostenlos und neben ihrer eigentlichen Arbeit als Wissenschaftler erbringen. Die Frage, ob diese Tatsache in irgendeiner Weise als Entschuldigung für Fehler und arroganten Umgang mit Kritikern herangezogen werden kann, soll hier außenvor bleiben. Mich interessiert, ob es nicht bereits ein entscheidender Konstruktionsfehler einer Politikberatungs-Institution ist, wenn die Arbeit der Berater kostenlos erbracht wird.

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Autor: Jörg Friedrich· 10.03.10 · 16:35 Uhr· 29 Kommentare

04. März 2010

Klimaforschung: Zeit zum Umdenken

Kategorie: Politik  ·  Kommentare: 98

Seit der Konferenz von Kopenhagen ist fast ein viertel Jahr vergangen. So groß die Enttäuschung über das ergebnislose Treffen der Regierungen war, neue Ideen wie die Probleme des Klimawandels angegangen werden sollen, sind nirgens zu erkennen. Dabe hat das Scheitern von Kopenhagen vor allem eines gezeigt: Es ist höchste Zeit, radikal umzudenken.

Gerade einmal 7 % der Weltbevölkerung leben in der Europäischen Union. Tendenz fallend. Wir Europäer machen uns diese simple Tatsache viel zu selten bewusst. Wir sind auf dem Wege zur Randgruppe, im deutschen Wahlsystem würden wir bald unter die 5%-Hürde der Bedeutungslosigkeit fallen.

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Autor: Jörg Friedrich· 04.03.10 · 20:15 Uhr· 98 Kommentare

17. Februar 2010

Walter Mixa und der Kindesmissbrauch

Kategorie: Politik  ·  Kommentare: 168

Vor einige Wochen erschien in der FAZ ein Artikel von Manfred Lütz, Psychater und Theologe, zum Thema Kindesmissbrauch durch katholische Priester. Walter Mixa, katholischer Bischof in Augsburg und Lieblingsfeind vieler Kritiker der katholischen Kirche, hat Lütz' Artikel offenbar gut gelesen, bevor er der Augsburger Allgemeinen ein Interview zum gleichen Thema gab, das am Dienstag veröffentlicht wurde.

Es passierte, was in solchen Fällen immer zu passieren pflegt.

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Autor: Jörg Friedrich· 17.02.10 · 10:33 Uhr· 168 Kommentare

09. Oktober 2009

Physik-Nobelpreis für Peter Higgs!

Kategorie: Politik  ·  Kommentare: 12

Würde man der Logik der Vergabe der Friedensnobelpreise auch bei den Wissenschaftspreisen folgen, dann hätte spätestens in diesem Jahr der Nobelpreis für Physik an Peter Higgs gehen müssen. Zwar ist das nach ihm benannte Elementarteilchen noch nicht nachgewiesen und damit der auch nach ihm benannte Mechanismus noch nicht experimentell bestätigt - aber was soll's? Seit Barack Obamas Amtsantritt als US-Präsident wurde auch noch kein Soldat aus Afghanistan oder dem Irak abgezogen, die Zahl der Toten ist noch nicht gesunken, die Anzahl der Atomsprengköpfe auf der Welt wurde noch nicht reduziert - trotzdem ist er der Träger des diesjährigen Friedens-Nobelpreises.

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Autor: Jörg Friedrich· 09.10.09 · 15:40 Uhr· 12 Kommentare

13. August 2009

Zerfall und Erstarken der Nationalstaaten in Europa

Kategorie: Politik  ·  Kommentare: 54

Geht der Prozess der europäischen Einigung mit einem Zerfall der Nationalstaaten einher? Die interessante Antwort von Ali Arbia auf die Frage, ob es 2020 noch Nationalstaaten geben wird, hat mich zu einem so langen Kommentar veranlasst, dass ich ihn als eigenen Artikel einstelle. Denn genauso, wie die verschiedenen kleinen Bevölkerungsgruppen aus ihren bisherigen staatlichen Gebilden heraus wollen, streben sie in das große Europa hinein. Und was bedeutet diese Entwicklung Deutschland und die anderen großen europäischen Nationalstaaten? Zerfallen auch sie in den nächsten Jahrzehnten?

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Autor: Jörg Friedrich· 13.08.09 · 16:30 Uhr· 54 Kommentare

02. August 2009

Respekt, Herr Kardinal!

Kategorie: Politik  ·  Kommentare: 35

"Nur wer sich ändert, bleibt sich treu" sang Wolf Biermann in einer autobiographischen Ballade und gab damit die Vorlage für das Motto hunderter Essays und Veranstaltungen die sich mit dem Thema auseinandersetzen, dass nur der, der sich an geänderte Bedingungen anpasst, seinen Zielen und Idealen treu bleiben kann. Die Liedzeile könnte auch als Motto für den Artikel von Joachim Kardinal Meisner dienen, der unter der Rubrik "Fremde Federn" in der FAZ von gestern (01.08.2009, online leider nicht frei verfügbar) abgedruckt ist.

Es geht um das Adoptionsrecht für homosexuelle Paare. Selbstverständlich lehnt Meisner eine solche Adoption ab. Das ist nicht überraschend, aber den Text zu lesen lohnt sich trotzdem. Gleich im ersten Absatz findet sich eine Überraschung:

Nun ist auch die katholische Kirche gegen jede Diskriminierung von homosexuellen Menschen. Der Katechismus betont dies ausdrücklich.

Natürlich kann man fragen, wie diese Einstellung sich praktisch auswirkt, aber es ist schon gut, dass die Anerkennung der Homosexualität durch einen hockrangigen katholischen Priester einmal so klar formuliert wird.

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Autor: Jörg Friedrich· 02.08.09 · 16:44 Uhr· 35 Kommentare

25. Juli 2009

Live dabei

Kategorie: Politik·Themenwoche  ·  Kommentare: 2

Ein Freund von mir erinnert sich, dass er als elfjähriger die Mondlandung im Fernsehen verfolgt hat - Live. Er weiß noch, dass es Nacht war. Aus heutiger Sicht ist ihm zwar klar, dass es vielleicht kleine technische Verzögerungen gab, aber er ist sicher, dass er faktisch dabei war, als Armstrong den Mond betrat.

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Autor: Jörg Friedrich· 25.07.09 · 10:53 Uhr· 2 Kommentare

24. Juli 2009

Martin Heidegger und die Mondlandung

Kategorie: Politik·Themenwoche  ·  Kommentare: 18

Wenige Wochen nach der ersten Mondlandung der Amerikaner trafen sich in dem beschaulichen südfranzösischen Ort Le Thor einige französische Philosophen mit Martin Heidegger um über Hegel und Kant zu diskutieren. Es war das dritte Seminar dieser Art und es wäre sicher interessant, die philosophiegeschichtliche Bedeutung dieser Seminare einmal genauer zu beleuchten, wenn man bedenkt, wie sehr Martin Heidegger die französische Philosophie des späten 20. Jahrhunderts geprägt hat ist es eigentlich schade, dass selbst die Webseite der Gemeinde und auch der französische Wikipedia-Eintrag zu Le Thor diese Seminare nicht erwähnt.

Es ist nicht überraschend, dass während des Seminars auch der erfolgreiche amerikanische Flug zum Mond zum Thema wurde. Das liegt weniger daran, dass die Mondlandung im Sommer 1969 nun einmal „in aller Munde" war, sondern an der Tatsache, dass ein Seminarteilnehmer bereits 1966 sieben Fragen zum Thema Technik an Martin Heidegger gerichtet hatte, und von Heideggers Einstellung zur Technik (und zum Verhältnis von Wissenschaft und Technik) zur Mondlandung war es natürlich auch für öffentlichkeitsferne Philosophen nicht weit.

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Autor: Jörg Friedrich· 24.07.09 · 15:10 Uhr· 18 Kommentare

21. Juli 2009

Die Logik der Wahlplakate

Kategorie: Politik  ·  Kommentare: 4

In Nordrhein-Westfalen ist bald Kommunalwahl und diejenigen, die in den Städten an die Macht wollen, es aber im Moment nicht sind, haben schon die ersten Plakate an den Straßenbäumen befestigt. Im bürgerlichen Münster, das von einem kurzen, von vielen Münsteranern wohl als peinlich empfundenen Ausrutscher abgesehen, seit Jahrzehnten schwarz oder schwarz-gelb regiert wird, können bereits seit ein paar Wochen die Plakate von SPD und Grünen besichtigt werden.

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Autor: Jörg Friedrich· 21.07.09 · 11:50 Uhr· 4 Kommentare

13. Juli 2009

Piraten!

Kategorie: Politik  ·  Kommentare: 12

Vor allem das Thema Internet-Zensur hat einer Partei zu großer öffentlicher Aufmerksamkeit verholfen, die sich vor knapp drei Jahren gegründet und in Anlehnung an ähnliche Gruppierungen „Piratenpartei Deutschland" genannt hat. Die Piratenpartei hat vielleicht das Potential, für das junge 21. Jahrhundert das zu werden, was die Grünen im alt gewordenen 20. Jahrhundert waren.

Das gilt allerdings kaum für das Thema, mit dem die Piraten zurzeit in aller Munde sind: Mit ihrer Gegnerschaft zu Internet-Sperren, der Verhinderung eines Überwachungsstaates und der Sicherung der Privatsphäre steht die Partei nämlich nicht so einzigartig da, wie die Grünen mit dem Thema Umweltschutz in den frühen 1980er Jahren. Freie Demokraten und eben auch die Grünen formulieren zwar etwas weniger radikal, sind aber in der Sache mit den Piraten einig, wenn es um Freiheit und Bürgerrechte geht.

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Autor: Jörg Friedrich· 13.07.09 · 15:23 Uhr· 12 Kommentare

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