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Profil

Jörg Friedrich wurde 1965 geboren. Er studierte Meteorologie und Physik an
der Humboldt-Universität Berlin und ist Diplom-Meteorologe. In seiner Diplomarbeit beschäftigte er sich mit der Simulation von Konvektionsstrukturen mit Zellulären Automaten.

Seit 1994 ist er Software-Unternehmer und berät Großunternehmen bei Sourcing-Projekten.

Seit dem Frühsommer 2009 ist er nach einem Philosophie-Studium an der FernUni Hagen Master of Arts in Philosophie. Er schrieb seine Masterarbeit über die Existenz theoretischer Entitäten in den Wissenschaften.

Hinweise für Kommentatoren

FAQ's


EPR-Geschichte

Teil 1: Wie alles begann

Teil 2: Die Gallier

Teil 3: Zufallsgenerator für Bell

Teil 4: War alles umsonst?


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Archiv Mai 2010

31. Mai 2010

Wir sind Meyer-Landrut

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 23

An diesem denkwürdigen Abend war ich (schließlich war es Samstag) auf einer Party weitab von allen Fernsehern und Internet-Zugängen. Natürlich war "Satellite" schon in der ersten Stunde gelaufen. Es war gegen Mitternacht als sich auch auf dieser Party das Gerücht verbreitete, Lena habe gewonnen (zeitgleich verbreitete sich auch das Gerücht, dass Deutschland gegen Ungarn gewonnen und Klitschko seinen Titel verteidigt hat).

Mir fiel ein, dass ich doch nicht so weit weg war vom Internet, schließlich kann mein Handy, mit dem ich in den Tanzpausen Blog-Kommentare lese, auch Google. So konnte ich innerhalb weniger Minuten die gute Nachricht bestätigen. Erneut tönte Satellite aus den Boxen.

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Autor: Jörg Friedrich· 31.05.10 · 17:43 Uhr· 23 Kommentare

Köhlers Rücktritt: Was man nicht sagen kann

Kategorie: Politik  ·  Kommentare: 22

Gerade war ich dabei einen kleinen Artikel über Lena Meyer-Landrut zu schreiben. Der wird Fragment bleiben, der Spaß ist mir vergangen. Horst Köhler ist zurückgetreten.

Köhler hat etwas gesagt, was keiner aussprechen soll. Er hat ein Tabu verletzt, sowas tun Politiker nicht. Es scheint sich in der politischen Klasse die Devise breitzumachen, dass man nicht alles ausspricht, was man denkt. Sarrazin hat das zu spüren bekommen, dann Ackermann. Jetzt Köhler.

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Autor: Jörg Friedrich· 31.05.10 · 15:47 Uhr· 22 Kommentare

28. Mai 2010

Intelligenz, Kontextwissen oder Motivation

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 6

Gestern war ein Gedächtnistrainer in der Stadt. Gregor Staub erklärte vor rund 800 Leuten im H1 der Uni Münster, wie man sich zwanzig-stellige Telefonnummern merken kann indem man sich würfelnde Zwerge auf Bäumen vorstellt. Jeder der Teilnehmer kann jetzt die letzten 10 amerikanischen Präsidenten aufsagen, wenn er in Gedanken noch mal durch den H1 geht.

Das ist alles sehr hilfreich, auch wenn die Telefonnummern in Deutschland nur 10stellig sind (die 0 zählt nicht). Wirklich interessant war jedoch die Antwort auf die Frage, was für ein gutes Gedächtnis wirklich wichtig ist: Intelligenz, Kontextwissen oder Motivation?

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Autor: Jörg Friedrich· 28.05.10 · 17:24 Uhr· 6 Kommentare

27. Mai 2010

Das Wissen - welches Wissen?

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften  ·  Kommentare: 273

Für die Wissenschaft als ganzes, wenigstens jedoch für die Disziplinen, die als empirische Wissenschaften bezeichnet werden, wird oft gesagt, das Wissen, welches sie verwalten und vermehren, stütze sich auf Empirie, auf experimentelle Erfahrung und auf systematische Erfassung der Realität. Und in der Tat spielt das Experiment bei der Begründung wissenschaftlicher Theoriesysteme offenbar eine große Rolle. Experimente stützen Theorien, Experimente stellen Theorien in Frage, Experimente führen zur Entwicklung neuer Theorien.

Aber wie funktioniert das genau? Wessen Wissen wird durch wessen Experimente gestützt?

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Autor: Jörg Friedrich· 27.05.10 · 17:12 Uhr· 273 Kommentare

20. Mai 2010

Kriege gewinnen mit Sozialwissenschaften?

Kategorie: Politik  ·  Kommentare: 8

Das Pentagon verteilt seine Mittel für die Forschung und Entwicklung neu. Wie in der nature vom 15.04.2010 (Band 646, Seite 970) zu lesen war, wird die Finanzierung der angewandten Forschung, die der Entwicklung neuer Waffensysteme dient, zurückgefahren, statt dessen werden die „weichen Wissneschaften" Biologie, Computerwissenschaften und Sozialwissenschaften stärker bedacht.

In der Biologie geht es vor allem um die Erzeugung von Lebewesen, die auf bestimmte Stimuli (Chemikalien, Ionen, Metalle oder elektrische, mechanische oder magnetische Impulse) besonders reagieren. Bei der Computerwissenschaft geht es um alles rund um den Krieg im Netz. Das alles könnte man auch als moderne Waffentechnik ansehen. besonders interessant ist aber die verstärkte Förderung der Sozialwissenschaften.

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Autor: Jörg Friedrich· 20.05.10 · 19:28 Uhr· 8 Kommentare

19. Mai 2010

Wider die Idealwissenschaft

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften  ·  Kommentare: 20

Es gibt hier und da die Vorstellung von einem Idealbild der Wissenschaft. Wird eine Disziplin anhand der Rationalität ihres Vorgehens, der Strenge ihrer Methode, der Logik ihres Denkens als Wissenschaft beurteilt, dann kommt man schnell zu der Ansicht, dass die Physik der idealen Wissenschaft wohl am nächsten kommt, ganz dicht gefolgt von den übrigen Naturwissenschaften und einigen Teildisziplinen der Ökonomie und der Soziologie. Die übrigen Sozial- und Geisteswissenschaften folgen in gebührendem Abstand, wobei das „Folgen" dann häufig tatsächlich im Sinne eines „Nachfolgens" oder gar „Nacheiferns" gemeint ist.

Der Maßstab, der dieser Beurteilung der Wissenschaftlichkeit einer Disziplin zugrunde liegt, ist die Rolle, die die Mathematik, die mathematische Modellbildung innerhalb der Disziplin spielt. Denn was ist logischer, was ist rationaler, was ist beweisbarer, was ist sicherer als die Mathematik?

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Autor: Jörg Friedrich· 19.05.10 · 18:03 Uhr· 20 Kommentare

16. Mai 2010

Warum ist Philosophie keine Wissenschaft?

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften  ·  Kommentare: 330

Es gibt einen Widerspruch in meinen bisherigen Aussagen zur Frage "Was macht Wissenschaft aus". Einerseits habe ich verschiedene soziale Attribute (Lehrbarkeit in Universitäten, regelbasierte Diskussion in Fachzeitschriften und auf Konferenzen, Wege zur Definition gesicherten, anerkannten Wissens) genannt und versucht, das Abgrenzungskriterium der Voraussetzungslosigkeit genauer zu bestimmen. Andrerseits habe ich immer wieder behauptet, Philosophie sei keine Wissenschaft.

Die Begründung dieses Satzes bin ich bisher schuldig geblieben (ich werde sie auch am Ende dieses Textes wohl noch schuldig sein). Was wäre denn, wenn die Philosophie die obigen Kriterien erfüllte? Müsste ich sie dann nicht zu den Wissenschaften zählen?

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Autor: Jörg Friedrich· 16.05.10 · 15:35 Uhr· 330 Kommentare

15. Mai 2010

Im Kino: Robin Hood

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 13

Es scheint in letzter Zeit eine Neigung dazu zu geben, den großen Abenteuerhelden - seien sie Mythos, Legende oder Fantasy-Gestalten - eine Herkunft anzudichten. Nachdem wir wissen, wie Darth Vader in seine schwarze Maske kam, nachdem wir nun auch wissen, wie Kirk und Spock ihre Kindertage verbrachten (sollte man sagen "verbracht gehabt haben werden"?) - erfahren wir nun, wie Robin Hood in den Wald von Notthingham kam.

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Autor: Jörg Friedrich· 15.05.10 · 10:25 Uhr· 13 Kommentare

14. Mai 2010

In eigener Sache: Wellensittich und Spatzen

Kategorie: Kultur

Es gibt ein Lied von Gerhard Schöne, das kommt mir beim Bloggen immer wieder mal in den Sinn, insbesondere, wenn ich den Umgang der Kommentatoren untereinander beobachte.

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Autor: Jörg Friedrich· 14.05.10 · 16:48 Uhr· 0 Kommentare

Silly: Alles Rot

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 5

Wenn man zu Madonna ins Konzert will, will muss man nicht anstehen, auch nicht bei Phil Collins oder Herbert Grönemeyer, aber wer am Dienstag in Köln zum Alles-Rot-Konzert von Silly wollte, fand sich eine Stunde vor Beginn am Ende einer Schlange wieder, die ein paar hundert Meter lang war - und alle, die da standen, hatten bereits eine Eintrittskarte.

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Autor: Jörg Friedrich· 14.05.10 · 14:47 Uhr· 5 Kommentare

05. Mai 2010

Ist Wissenschaft Voraussetzung für technische Entwicklungen?

Kategorie: Technik  ·  Kommentare: 84

Im Verlaufe meines ersten Jahres bei ScienceBlogs habe ich immer wieder in Diskussionen, bei denen Kritik am wissenschaftlichen Betrieb oder an wissenschaftlichen Verfahren geübt wurde, das Argument gehört, dass man als Kritiker der Wissenschaften auch die vielen Errungenschaften technischer Entwicklungen ablehnen müsste und deshalb etwa Computer, Autos usw. nicht benutzen dürfte.

Dieses Argument scheint zu besagen, dass technische Entwicklungen vorherige Wissenschaftliche Erkenntnisse notwendig zur Voraussetzung hätten, und dass diese wissenschaftlichen Erkenntnisse die entscheidenden Bedingungen für technische Errungenschaften sind.

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Autor: Jörg Friedrich· 05.05.10 · 11:24 Uhr· 84 Kommentare

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