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Profil

Jörg Friedrich wurde 1965 geboren. Er studierte Meteorologie und Physik an
der Humboldt-Universität Berlin und ist Diplom-Meteorologe. In seiner Diplomarbeit beschäftigte er sich mit der Simulation von Konvektionsstrukturen mit Zellulären Automaten.

Seit 1994 ist er Software-Unternehmer und berät Großunternehmen bei Sourcing-Projekten.

Seit dem Frühsommer 2009 ist er nach einem Philosophie-Studium an der FernUni Hagen Master of Arts in Philosophie. Er schrieb seine Masterarbeit über die Existenz theoretischer Entitäten in den Wissenschaften.

Hinweise für Kommentatoren

FAQ's


EPR-Geschichte

Teil 1: Wie alles begann

Teil 2: Die Gallier

Teil 3: Zufallsgenerator für Bell

Teil 4: War alles umsonst?


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Archiv Juli 2009

27. Juli 2009

Mut zur Lücke: Das "God-of-the-Gaps"-Argument

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 62

In der Diskussion um den methodologischen Naturalismus gab es einen Verweis auf das so genannte „God of the Gaps"- Argument („Gott der Lücken")- dieses möchte ich im Folgenden aus der Sicht des methodologischen Naturalismus betrachten.

Das Argument gibt es in einer schwachen, leicht zu widerlegenden Form und in einer starken Form, die mich hier interessiert, da sie gleichzeitig noch einmal die Unterschiede in der Argumentation des methodologischen und des ontologischen (metaphysischen) Naturalismus deutlich macht.

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Autor: Jörg Friedrich· 27.07.09 · 14:53 Uhr· 62 Kommentare

25. Juli 2009

Live dabei

Kategorie: Politik·Themenwoche  ·  Kommentare: 2

Ein Freund von mir erinnert sich, dass er als elfjähriger die Mondlandung im Fernsehen verfolgt hat - Live. Er weiß noch, dass es Nacht war. Aus heutiger Sicht ist ihm zwar klar, dass es vielleicht kleine technische Verzögerungen gab, aber er ist sicher, dass er faktisch dabei war, als Armstrong den Mond betrat.

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Autor: Jörg Friedrich· 25.07.09 · 10:53 Uhr· 2 Kommentare

24. Juli 2009

Martin Heidegger und die Mondlandung

Kategorie: Politik·Themenwoche  ·  Kommentare: 18

Wenige Wochen nach der ersten Mondlandung der Amerikaner trafen sich in dem beschaulichen südfranzösischen Ort Le Thor einige französische Philosophen mit Martin Heidegger um über Hegel und Kant zu diskutieren. Es war das dritte Seminar dieser Art und es wäre sicher interessant, die philosophiegeschichtliche Bedeutung dieser Seminare einmal genauer zu beleuchten, wenn man bedenkt, wie sehr Martin Heidegger die französische Philosophie des späten 20. Jahrhunderts geprägt hat ist es eigentlich schade, dass selbst die Webseite der Gemeinde und auch der französische Wikipedia-Eintrag zu Le Thor diese Seminare nicht erwähnt.

Es ist nicht überraschend, dass während des Seminars auch der erfolgreiche amerikanische Flug zum Mond zum Thema wurde. Das liegt weniger daran, dass die Mondlandung im Sommer 1969 nun einmal „in aller Munde" war, sondern an der Tatsache, dass ein Seminarteilnehmer bereits 1966 sieben Fragen zum Thema Technik an Martin Heidegger gerichtet hatte, und von Heideggers Einstellung zur Technik (und zum Verhältnis von Wissenschaft und Technik) zur Mondlandung war es natürlich auch für öffentlichkeitsferne Philosophen nicht weit.

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Autor: Jörg Friedrich· 24.07.09 · 15:10 Uhr· 18 Kommentare

21. Juli 2009

Die Logik der Wahlplakate

Kategorie: Politik  ·  Kommentare: 4

In Nordrhein-Westfalen ist bald Kommunalwahl und diejenigen, die in den Städten an die Macht wollen, es aber im Moment nicht sind, haben schon die ersten Plakate an den Straßenbäumen befestigt. Im bürgerlichen Münster, das von einem kurzen, von vielen Münsteranern wohl als peinlich empfundenen Ausrutscher abgesehen, seit Jahrzehnten schwarz oder schwarz-gelb regiert wird, können bereits seit ein paar Wochen die Plakate von SPD und Grünen besichtigt werden.

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Autor: Jörg Friedrich· 21.07.09 · 11:50 Uhr· 4 Kommentare

Gelesen: Ruhm von Daniel Kehlmann

Kategorie: Kultur

Es ist viel Zeit vergangen seit ich zum letzten Mal etwas Belletristisches gelesen habe. Aber gleich der erste Griff ins Bücherregal seit langer Zeit war ein voller Erfolg. Das Buch heißt "Ruhm" und ist von Daniel Kehlmann geschrieben worden.

Im Untertitel steht "Ein Roman in neun Geschichten". Neun einzelne Erzählungen, die man wohl auch jeweils einzeln lesen könnte ohne zu merken, dass sie Teil eines größeren ganzen sind, spielen mit der Fiktion und erzählen von der Fiktion der Fiktion.

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Autor: Jörg Friedrich· 21.07.09 · 09:38 Uhr· 0 Kommentare

16. Juli 2009

Methodologischer Naturalismus

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 88

In seiner Kritik am Kreationismus hat Robert T. Pennock 1999 eine interessante Unterscheidung zwischen verschiedenen Arten des Naturalismus getroffen (nachzulesen in „The Tower of Babel: The Evidence against the new Creationism.") Pennock unterscheidet den sogenannten „ontologischen Naturalismus" vom „methodologischen Naturalismus". Während der ontologische Naturalismus (den Pennock auch als „metaphysischen" bezeichnet) definitive Aussagen darüber macht, was existiert und was nicht existiert, versteht sich der methodologische Naturalismus nur als eine Methode zur Erforschung dessen, was wir über die Welt in Erfahrung bringen können.

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Autor: Jörg Friedrich· 16.07.09 · 09:18 Uhr· 88 Kommentare

15. Juli 2009

Die Erfindung des globalen Klimas

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 14

Rund ein Jahrhundert lang war das Klima eine lokale Angelegenheit. Schon im Handbuch der Klimatologie von 1883 wird das Klima als die "Gesamtheit der meteorologischen Erscheinungen, die den mittleren Zustand der Atmosphäre an irgend einer Stelle der Erdoberfläche kennzeichnen," definiert. Genau 100 Jahre später steht im Glossar des Guide to Climatological Practices der WMO noch immer etwas ganz ähnliches:

Climate: Synthesis of weather conditions in a given area, characterized by long term statistics of the variables of state of the atmosphere in that area.

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Autor: Jörg Friedrich· 15.07.09 · 11:48 Uhr· 14 Kommentare

14. Juli 2009

Diskussion ohne Tabu?

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften  ·  Kommentare: 9

Öffentliche Diskussionen finden auf schwierigem Terrain statt. Das gilt gerade für das Internet, wo die Diskussionen ohne Blickkontakt geführt werden und jeder Beitrag quasi zeitlich unbegrenzt in der Öffentlichkeit erhalten bleibt. So ein Disput steckt voller Fallen und überall sind Verbotsschilder aufgestellt. Das sagt man nicht, das darf man nicht vergleichen. Stasi und Nazis, der Vorwurf von inquisitorischen oder sonst wie totalitärem Verhalten sind tabu. Das heißt nicht unbedingt, dass solche Diskutanten der Runde verwiesen werden, so wie es Eva Herman erging, aber wer ein Tabu bricht, dessen Argumente zählen nicht mehr, mit dessen Thesen muss man sich nicht mehr beschäftigen - nur der Tabubruch ist noch der Rede wert.

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Autor: Jörg Friedrich· 14.07.09 · 09:25 Uhr· 9 Kommentare

13. Juli 2009

Piraten!

Kategorie: Politik  ·  Kommentare: 12

Vor allem das Thema Internet-Zensur hat einer Partei zu großer öffentlicher Aufmerksamkeit verholfen, die sich vor knapp drei Jahren gegründet und in Anlehnung an ähnliche Gruppierungen „Piratenpartei Deutschland" genannt hat. Die Piratenpartei hat vielleicht das Potential, für das junge 21. Jahrhundert das zu werden, was die Grünen im alt gewordenen 20. Jahrhundert waren.

Das gilt allerdings kaum für das Thema, mit dem die Piraten zurzeit in aller Munde sind: Mit ihrer Gegnerschaft zu Internet-Sperren, der Verhinderung eines Überwachungsstaates und der Sicherung der Privatsphäre steht die Partei nämlich nicht so einzigartig da, wie die Grünen mit dem Thema Umweltschutz in den frühen 1980er Jahren. Freie Demokraten und eben auch die Grünen formulieren zwar etwas weniger radikal, sind aber in der Sache mit den Piraten einig, wenn es um Freiheit und Bürgerrechte geht.

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Autor: Jörg Friedrich· 13.07.09 · 15:23 Uhr· 12 Kommentare

12. Juli 2009

Zwei Franzosen im Kino

Kategorie: Kultur

Zwei französische Kinofilme an zwei aufeinander folgenden Tagen - das ist schon eine Herausforderung. Vorgestern war es Home mit Isabel Huppert, gestern Kommissar Bellamy mit Gerard Depardieu. In beiden Filmen geht es um Menschen, die ihre Gewohnheiten nicht aufgeben wollen, auch wenn die äußeren Umstände sie dazu zwingen.

Isabel Huppert ist eine spröde schöne Mutter, die mit ihrer Familie am Rande einer nie fertig gestellten Autobahn lebt, Gerard Depardieu ist ein fetter Kommissar, der seinen Urlaub jedes Jahr Kreuzworträtsel lösend in seinem Elternhaus verlebt. Bei Home ist es die Eröffnung der Autobahn, die alles ändert, bei Kommissar Bellamy ein skuriler „Fall".

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Autor: Jörg Friedrich· 12.07.09 · 13:49 Uhr· 0 Kommentare

09. Juli 2009

Wissenschaftliche Modenschau

Kategorie: Naturwissenschaften

Wie die Models auf den Modenschauen so demonstrieren die Modelle in den Wissenschaften, was möglich und was machbar ist - und hier wie da gibt es einen Unterschied zwischen der schönen Welt der Models und der wirklichen Welt des Alltags.

Modelle spielen in den Wissenschaften eine große Rolle und sie werden offenbar für sehr verschiedene Zwecke gebraucht. Blättert man in wissenschaftlichen Journalen, begegnet einem der Begriff „Modell" auf Schritt und Tritt, aber er scheint fast jedes Mal eine andere Bedeutung zu haben. Drei Beispiele aus verschiedenen Disziplinen sollen das zunächst illustrieren:

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Autor: Jörg Friedrich· 09.07.09 · 17:39 Uhr· 0 Kommentare

08. Juli 2009

Einstein, Nash und die aktuelle Wissenschaft

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 31

Ich erinnere mich noch gut an den Moment als ich - Student im dritten oder vierten Semester - zwischen den grauen Metallregalen der Institutsbibliothek stand und zum ersten Mal auf die Goldbuchstaben sah, die auf den mächtigen Buchrücken der Zeitschriftenbände prangten: "Annalen der Physik" und darunter die Jahreszahlen rund eines Jahrhunderts. Viele Wissenschaftler, die ihre Disziplin lieben, werden sich an den Schauer erinnern, der sie erfasste, als sie in so einem Moment einen dieser Bände aus der Reihe der anderen herauszogen, aufschlugen und dann tatsächlich im Original einen jener Texte vor Augen hatten, der ihre Wissenschaft auf Jahrzehnte geprägt hat, wie z.B. jenen von 1905 mit dem schlichten Titel "Zur Elektrodynamik bewegter Körper" von Albert Einstein.

Heute ist der Text hundertfach in digitalisierter Form im Internet verfügbar, gescannt, kommentiert und übersetzt, und zumindest die gescannte PDF-Version ruft in mir noch immer jenes Gefühl wach, das mich damals im Halbdunkel der Bibliothek erfasste.

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Autor: Jörg Friedrich· 08.07.09 · 11:06 Uhr· 31 Kommentare

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