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Profil
Jörg Friedrich wurde 1965 geboren. Er studierte Meteorologie und Physik an
der Humboldt-Universität Berlin und ist Diplom-Meteorologe. In seiner Diplomarbeit beschäftigte er sich mit der Simulation von Konvektionsstrukturen mit Zellulären Automaten.
Seit 1994 ist er Software-Unternehmer und berät Großunternehmen bei Sourcing-Projekten.
Seit dem Frühsommer 2009 ist er nach einem Philosophie-Studium an der FernUni Hagen Master of Arts in Philosophie. Er schrieb seine Masterarbeit über die Existenz theoretischer Entitäten in den Wissenschaften.
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Archiv April 2009
30. April 2009
Inflation contra Ekpyrosis
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 9
Eric Hand beschreibt in seinem News Feature "The Test of Inflation" (nature 458, 16 April 2009, pp 820-824) die spannende Geschichte der Entwicklung der Big-Bang-Theorie und der Anstrengungen, empirische Evidenz zu finden für die Idee der "Inflation", also der Annahme, dass das Universum kurz nach dem Urknall erst sehr schnell expandiert ist, dann seine Ausdehnung abgebremst hat und nun nur noch mit einer geringen Rate weiter expandiert.
Am Rande stellt Hand die konkurrierende Theorie der Ekpyrosis vor. Nach dieser ist der Big Bang nicht der Beginn des Universums überhaupt, sondern die Kollision zweier dreidimensionaler Universen innerhalb eines zehndimensionalen Raumes. In diesem Raum pendeln die dreidimensionalen Universen hin und her wie "Wäschestücke an Wäscheleinen" und stoßen alle paar trillionen Jahre zusammen.
Autor: Jörg Friedrich· 30.04.09 · 16:10 Uhr· 9 Kommentare
Wann ist Wissenschaft?
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften · Kommentare: 113
Fast unvorstellbar ist in der Welt der Wissenschaft, was in der Kunst selbstverständlich ist: dass Leute, die selbst nie eine anerkannte Leistung vollbracht haben, die Produkte der Kreativen beurteilen und kritisieren. Bei einem Kunstkritiker, der ein Bild analysiert, erwartet niemand, dass er selbst in der Lage wäre, ein solches zu malen, niemand würde von Marcel Reich-Ranicki verlangen, dass der zuerst selbst einen großen Roman zu schreiben hätte, bevor er sich, zumal öffentlich, wertend zu den großen Erzählungen von Martin Walser und Günther Grass äußern dürfte.
Es sind - umgekehrt - nur wenige Fälle bekannt, in denen ein Künstler sich wertend über die Arbeit eines anderen geäußert hätte. Dass ein Maler dem anderen vorgeworfen hätte, dessen Werke genügten nicht dem Anspruch, den man an Kunst zu stellen hätte, wird selten berichtet. Wissenschaftler sind da anders: In der wissenschaftlichen Diskussion wird man schon mal schnell polemisch, und der Vorwurf, das, was ein anderer da vollbracht hat, wäre nun wirklich nicht als wissenschaftliches Resultat akzeptabel, ist weder weit noch selten.
Autor: Jörg Friedrich· 30.04.09 · 07:00 Uhr· 113 Kommentare
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