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Profil

Ernst Peter Fischer studierte Mathematik, Physik und Biologie und promovierte 1977 am California Institute of Technology in Pasadena, USA. Im Jahr 1987 habilitierte er in Wissenschaftsgeschichte. Heute ist er Professor für Wissenschaftsgeschichte an der Universität in Konstanz. Als Autor zahlreicher Bücher wie Einstein für die Westentasche (2005) oder Die Andere Bildung (2003) will er Wissenschaft spannend für jederman präsentieren. Als Wissenschaftsautor schreibt er für die Zeitschriften GEO, Bild der Wissenschaft und die Frankfurter Allgemeine Zeitung. epfischer.com

Kommentare

Neues in der Kategorie Politik

13. Oktober 2008

Vom Überleben

Kategorie: Politik  ·  Kommentare: 5

Der Politiker Jörg Haider hat sich selbst in den Tod gefahren. Sein Unfall macht vielleicht deshalb wenig Schlagzeilen außerhalb von Österreich, weil man durch die Finanzkrise abgelenkt ist und Wichtigeres zu tun hat. So kommentiert niemand den Hinweis der Polizei, daß Haider mit 142 km/h gefahren ist (und das noch mitten in der Nacht), wo nicht einmal die Hälfte (70 km/h) erlaubt war und bald auf 50 km/h reduziert werden musste. In England gab es einmal für Wahsinnsverhalten dieser Art - also für Menschen, die sich selbst aus dem evolutionären Prozess entfernt haben, indem sie nicht überlebten, was sie machten -, einen Darwin Award. Er wurde erstmals vergeben für einen Autofahrer, der mit einem Surfbrett auf dem Dach unbedingt 180 km/h fahren wollte und dabei abgehoben hat. Vielleicht sollte man den Darwin Award besser bekannt machen. Er erinnert daran, um was es eigentlich geht - um das Überleben. Haider muss das vergessen haben.


Autor: Ernst Peter Fischer· 13.10.08 · 17:54 Uhr· 5 Kommentare

12. Juli 2008

Kosmische DNA am komischen CERN

Kategorie: Naturwissenschaften·Politik  ·  Kommentare: 8

Am CERN werden große Dinge vorbereitet. Am 1. August (dem Schweizer Nationalfeiertag) soll der größte Teilchenbeschleuniger der Welt in Betrieb genommen werden, der LHC (Large Hadron Collider) heißt und die Aufgabe hat, das sogenannte Higgs-Teilchen (wie beim Schluckauf zu sprechen) zu finden. Das heißt, mit dieser (physikalischen) Aufgabe geben sich die Forscher am CERN nicht zufrieden (dafür hätten sie auch nicht die Milliarden bekommen, die ihr Tun verschlingt). Sie verkünden statt dessen, nicht das Kleinste (ein Teilchen), sondern das Grösste (nämlich Gott) zu suchen, und sie werden ihn bzw. es auch finden, und zwar in jedem Teilchen. Und wenn das nicht klappt, dann entdecke man eben die Superschnüre, die als Strings die Welt aufbauen und wie eine kosmische DNA unser Leben verkleben und stringent leiten. Dafür lohnen die Millionen, und so harrt die Menschheit aus und erwartet die Genfer Verkündigung der Wahrheit. Es ist manchmal schon komisch, das kosmische Gebahren der Großforscher, die alles Mögliche sind, nur keine großen Forscher.

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Autor: Ernst Peter Fischer· 12.07.08 · 12:43 Uhr· 8 Kommentare

18. April 2008

Gene zählen, Gene zahlen

Kategorie: Naturwissenschaften·Politik

Früher war alles besser. So galt zum Beispiel, Pater semper incertus est, was die Frauen so manchen Spaß haben ließ. Heute ist es bekanntlich vorbei mit lustig, und die Gentests können genau ermitteln, wer der (biologische) Vater eines Kindes ist, wer also seine Gene bzw. Chromosomen zum Crossing-Over (nach dem Beinkreuzen) ein- und abgeführt hat. Jetzt können auch Männer, die viele Jahre für ein Kind gezahlt haben, feststellen, ob sie überhaupt etwas mit ihm zu tun haben, und in diesen Tagen hat der Bundesgerichtshof entschieden, daß sie dann ihr Geld zurück verlangen können. Nur die Gene zählen, wie es in einer Zeitung dazu hieß, was man auch ohne Umlaut schreiben kann: Nur die Gene zahlen.

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Autor: Ernst Peter Fischer· 18.04.08 · 14:43 Uhr· 0 Kommentare

12. Februar 2008

Natürlich, nicht national

Kategorie: Politik

Wenn ein Gedanke immer wieder für Überraschungen gut ist, dann Darwins Idee der natürlichen Selektion. Es macht nichts, daß wir seit bald 150 Jahren Bescheid wissen (sollten) oder daß es Bibliotheken von Büchern und Billionen von Internethinweisen auf Darwins durchgreifenden Gedanken - seine Universalsäure - gibt. Die Wirklichkeit ist so reichhaltig, daß sie immer wieder cleveren Menschen die Chance gibt, von und aus der evolutionären Natur zu lernen. In diesen Tagen kann man dies dank Raphael Sagarin tun, der in New Scientist vorgestellt wird (Ausgabe vom 9.2.08). Demnächst erscheint das von Sagarin mit herausgegebene Buch über "Natural Security", das auf diese Weise elegant mit der dummen Phrase amerikanischen Politiker spielt, die alle Geheimniskrämerei mit dem Hinweis auf "National Security" begründen. Sagarin plädiert für einen "darwinischen Ansatz in einer gefährlichen Welt", und Beispiele folgen im erweiterten Text.

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Autor: Ernst Peter Fischer· 12.02.08 · 11:56 Uhr· 0 Kommentare

07. Februar 2008

Mann und Frau - Barack und Hillary

Kategorie: Politik  ·  Kommentare: 1

Es ist nicht nur eine politisch neue Situation, die sich in der demokratischen Partei der USA anbahnt, indem nicht zwei Männer, sondern eine Frau und ein Mann gegeneinander antreten. Es ist auch eine neue Situation in Hinblick auf die Evolutionsbiologie, die die beiden Geschlechter nicht selektioniert hat, um gegeneinder, sondern um miteinander zu kämpfen.

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Autor: Ernst Peter Fischer· 07.02.08 · 15:08 Uhr· 1 Kommentar

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