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Alexander Knoll ist Biologe. Für seine Promotion am Karlsruher Institut für Technologie versucht er, die DNA-Reparatur und -Rekombination in Pflanzen besser zu verstehen.
Emanuel Heitlinger promoviert an den Universitäten Karlsruhe und Edinburgh. Er untersucht mit Hilfe von Hochdurchsatz-DNA-Sequenzierung die Evolution eines Wirt-Parasit-Systems.
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Neues in der Kategorie Umwelt
11. Juni 2010
2x aus dem Fenster schauen
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften·Umwelt · Kommentare: 4
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Abstruse Goose: World View (CC by-nc 3.0)
I have a friend who's an artist and he's some times taken a view which I don't agree with very well. He'll hold up a flower and say, "look how beautiful it is," and I'll agree, I think. And he says, "you see, I as an artist can see how beautiful this is, but you as a scientist, oh, take this all apart and it becomes a dull thing." And I think he's kind of nutty.Richard Feynman
First of all, the beauty that he sees is available to other people and to me, too, I believe, although I might not be quite as refined aesthetically as he is. But I can appreciate the beauty of a flower.At the same time, I see much more about the flower that he sees. I could imagine the cells in there, the complicated actions inside which also have a beauty. I mean, it's not just beauty at this dimension of one centimeter: there is also beauty at a smaller dimension, the inner structure...also the processes.
The fact that the colors in the flower are evolved in order to attract insects to pollinate it is interesting - it means that insects can see the color.
It adds a question - does this aesthetic sense also exist in the lower forms that are...why is it aesthetic, all kinds of interesting questions which a science knowledge only adds to the excitement and mystery and the awe of a flower.
It only adds. I don't understand how it subtracts.
Autor: Alexander· 11.06.10 · 19:54 Uhr· 4 Kommentare
04. März 2010
Meeting-Mode
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften·Umwelt
Ich habe schon ein paar Tage nichts mehr von mir hören lassen, jedenfalls hier auf Alles was lebt. Wer mir auf Twitter folgt, weiß schon warum: Ich bin zur Zeit in Kalifornien auf dem Meeting "Plant DNA repair and recombination 2010", wo sich so gut wie alle treffen, die international zu diesem Thema arbeiten. Was überraschend wenige sind, das Feld ist recht überschaubar.
Hier, das ist am äußersten Zipfel der Monterey-Halbinsel in den Asilomar Conference Grounds. Dabei handelt es sich um eine weitläufige Anlage mit darin verteilten Häusern für die Übernachtung, und größeren Gebäuden für Essen und Talks. In Richtung Pazifik liegt zwischen meiner Unterkunft und dem Strand noch ein Naturschutzgebiet mit Dünen für entspannte Spaziergänge zwischen den Sessions, wenn man mit den Kollegen diskutieren will.
Autor: Alexander· 04.03.10 · 17:05 Uhr· 0 Kommentare
12. August 2009
Kostenloser Vogelführer vom NABU
Kategorie: Naturwissenschaften·Technik·Umwelt · Kommentare: 4
Der NABU (Naturschutzbund Deutschland) hat einen kostenlosen Vogelführer als Anwendung für das iPhone und den iPod touch veröffentlicht. Ich habe das Programm mal getestet, und finde es nicht nur praktisch, sondern auch sehr gut gemacht.
Flying in Gold von robokow (cc)Autor: Alexander· 12.08.09 · 22:42 Uhr· 4 Kommentare
13. Mai 2009
Ist Pfropfung grüne Gentechnik?
Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt · Kommentare: 8
In der Mitte des 19. Jahrhunderts führte das Einschleppen der amerikanischen Reblaus zusammen mit Lieferungen von Weinreben über England nach Frankreich zu der heute als Reblauskatastrophe [1] bekannten Epidemie. In der ehemaligen französischen Provinz Languedoc beschrieben die Winzer um 1863 eine Fäuleerkrankung ihrer Weinreben, die sich schnell über ganz Frankreich und dann das übrige Europa ausbreitete. Der Effekt war dramatisch: Allein in Frankreich kam es zu Verlusten von fast 50% der Ernten, ganze Weinberge starben ab. Dies führte auch zu großen finanziellen Verlusten, man geht heute von insgesamt 10 Milliarden Francs und einer Zunahme der Arbeitslosigkeit aus.
Bis die Ursache für diese katastrophale Erkrankung gefunden wurde, vergingen mehrere Jahre. Erst 1868 schlug der französische Biologe Jules-Emile Planchon aufgrund einer eher zufälligen Entdeckung die Reblaus als Wurzelschädling vor. Heute ist bekannt, dass sich die Reblaus während einer Phase ihres recht komplexen Lebenszyklus unterirdisch aufhält und dort die Wurzel ansticht, um am Saft zu saugen. Dabei injiziert sie aber gleichzeitig ein Gift, das die Struktur der Wurzel zerstört. Die Rebe erhält keine Versorgung mit Wasser und Mineralstoffen mehr und stirbt ab.
Im Jahr 1870 rief die französische Regierung dann eine Kommission ins Leben, die unter Vorsitz von Louis Pasteur hunderte von Vorschlägen prüfte, die aber alle erfolglos blieben. Letztlich etablierte sich eine Methode, die auch noch heute eingesetzt wird: die Pfropfung.
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Die rasende Infektion der europäischen Weinberge war nur deshalb möglich, weil die Reblaus aus Amerika stammte und in Europa gänzlich unbekannt war; die europäischen Zuchtreben von Vitis vinifera besaßen und besitzen noch heute keine Resistenz gegen den Erreger. In Amerika ist das anders; die Wildformen des Weins im Amerika dagegen sind zwar resistent gegen die Reblaus, aus ihnen lässt sich aber kein hochwertiger Wein produzieren. Darum werden die positiven Eigenschaften der zwei Rebsorten miteinander kombiniert: Auf einen Reblaus-resistenten Wurzelstock einer Wildart wird ein einjähriger Trieb einer Edelart aufgepfropft. So erhält man die Qualität des Weines, hat aber gleichzeitig den Vermehrungszyklus der Reblaus unterbrochen. Fast alle weltweit gepflanzten Reben im Ertragsweinbau bestehen heute aus einer solchen gepfropften Kombination. Und natürlich spielt die Pfropfung auch im Gartenbau weiterer Nutzpflanzen eine wichtige Rolle.
Mit dem Wissen über die Bedeutung des Pfropfens für die Landwirtschaft im Hinterkopf möchte ich jetzt über ein Paper schreiben, das vor kurzem in Science erschien.
Autor: Alexander· 13.05.09 · 19:23 Uhr· 8 Kommentare
14. April 2009
Persönliche Erfahrungen in der deutschen Biosicherheitsforschung: Interview mit Dr. Stefan Rauschen
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften·Umwelt · Kommentare: 16
In der aktuellen Ausgabe von Nature Biotechnology bin ich auf einen interessanten Brief gestoßen. Darin schildert Stefan Rauschen vom Institut für Biologie III (Pflanzenphysiologie) der RWTH Aachen seine Erfahrungen in der Biosicherheitsforschung in Deutschland, von seinem Studium über Diplom- und Doktorarbeit bis zu seiner jetzigen Stelle. Er berichtet über die Gründe, die ihn in dieses Gebiet führten, aber auch über die Schwierigkeiten, mit denen der Fachbereich zur Zeit in Deutschland kämpfen muss.
Besonders auch in Anbetracht der aktuellen Ereignisse in der Politik bat ich ihn, mir einen kleinen Einblick in seine Arbeit und seine Gedanken zur Thematik gentechnisch veränderter Organismen in der Landwirtschaft zu geben.
Autor: Alexander· 14.04.09 · 20:41 Uhr· 16 Kommentare
20. März 2009
Reis, Überschwemmungen und das Sub1-Gen: Eine Erfolgsgeschichte
Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt · Kommentare: 16
Über ein Fünftel der über die Nahrung aufgenommenen Kalorien kommt von Reis. Dieses Gras stellt für viele Menschen die Hauptnahrungsquelle dar: für viele Menschen in Asien stellt Reis mehr als zwei Drittel ihrer Nahrungsgrundlage. Bedenkt man noch, dass der Reisanbau für Millionen von Menschen die Lebensgrundlage ist (in der Subsistenzwirtschaft sind Anbau und Ernährung eng miteinander verbunden), dann kann man verstehen warum Ernteausfälle beim Reis sehr leicht zu Hunger von vielen Menschen führen können.
Ein großes Problem beim Reisanbau sind Überflutungen der Felder. Man kennt natürlich Bilder von Reisfeldern, in denen die Bauern knöcheltief im Wasser stehen. Die Reispflanzen selbst sind jedoch nicht vollständig untergetaucht. Dies kann aber recht schnell passieren, wenn beispielsweise in tropischer Sturm große Mengen Regenwasser auf dem schon nassen Reisfeld ablädt. Die meisten Reissorten halten um die drei Tage untergetaucht aus, dann sterben die Pflanzen aus Licht- und Kohlendioxidmangel ab. Es gibt auch leistungsfähigere Sorten, die bis zu einer Woche untergetaucht auf einem überschwemmten Feld stehen können. Doch selbst wenn die Pflanzen diesen Stress überleben, wird die Ernteausbeute von solchen Feldern immer geringer ausfallen.
Mit steigendem Meeresspiegel und veränderten Wetterverhältnissen muss für die Zukunft mit einer Verschlimmerung dieses Problems gerechnet werden. Bereits jetzt gehen jährlich ungefähr 4 Millionen Tonnen Reis durch Überschwemmung der Felder verloren. Von dieser Menge könnten 30 Millionen Menschen ernährt werden.
Die Biologin Pamela Ronald von der Universität Davis in Kalifornien hat in Zusammenarbeit mit dem International Rice Research Institute (IRRI) eine neue, überschwemmungstolerante Reissorte entwickelt, die über zwei Wochen vollständig untergetaucht bleiben kann, und diese Prozedur trotzdem überlebt.
Wie wurde das gemacht? War etwa Gentechnik im Spiel?
Autor: Alexander· 20.03.09 · 13:12 Uhr· 16 Kommentare
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